Cuxhaven - Tag 3
June 28 in Germany ⋅ ☀️ 23 °C
Puh, was für eine Nacht! Das vorhergesagte Gewitter erreichte uns dann gg. 00:30 Uhr und was wir sahen, war einfach spektakulär. Disco am Himmel! Hell dunkel, hell dunkel, hell dunkel. Sowas hatten wir noch nie gesehen und so neugierig wie wir waren, konnten wir dann auch nicht schlafen und schauten uns das Spektakel über eine Stunde lang an.
Am nächsten Morgen waren die Ausmaße überschaubar: Unserer Sonnenschirm war umgekippt und c‘est tout.
Anders als erwartet, war es wieder sehr warm und schwül. Wir ließen uns aber nicht von unserem Vorhaben abhalten und liehen uns Räder. Wir fuhren zunächst in Richtung Cuxhaven-Hafen, entdecken die Kugelbake, die schöne Elbe sowie die Alte Liebe, auf der eine Frau mit Akkordion alte Seemannslieder trällerte. Die Fahrradwege waren sehr gut ausgebaut und der ständige Blick aufs Meer, war wirklich wunderschön. Nächstes Ziel war Sahlenburg. Tja, mit Gegenwind macht das alles weniger Spaß. Wir stampelten und strampelten, während alle anderen, überwiegend E-Bike-Fahrer, ganz entspannt auf ihren Rädern saßen. Unser Ziel war das Melkhus, eine kleine Milchraststätte auf einem Bauernhof. Hach, war das herrlich! Ein grünes Häuschen, ein Kühlschrank und schon saßen wir im Schatten mit frischer Buttermilch und selbstgemachten Eistee. Ein Hochgenuss. Während des Rückwegs waren wir motiviert, denn nach den 30km wartete ein Fischbrötchen sowie der obligatorische Milchreis auf uns. Wir waren ganz schön k.o. und brauchten erstmal eine Pause. Eigentlich wollten wir noch zum Strand, aber es war gerade Ebbe und nochmal zu einem Priel laufen? Puh, ne. Wir entschieden uns Cuxhaven zu erkunden, also eigentlich nur Schloss Ritzebüttel, die einzige Sehenswürdigkeiten in Cuxhaven. Das Schloss stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 14. Jahrhundert und war über 500 Jahre lang Sitz der Hamburger Amtmänner, denn Ritzebüttel gehörte von 1394 bis 1937 als Exklave zu Hamburg. Da das Schloss schon geschlossen sein sollte, wollten wir uns aber trotzdem nicht den Schlossgarten entgehen lassen. Wir schlenderten also durch den Garten und entdeckten das Schloss, in dem heute eine Veranstaltung stattfinden soll. Eine Leseshow von Jakob Schwerdtfeger, keine klassische Autorenlesung, sondern eine Mischung aus Comedy, Kunstgeschichte und Live-Präsentation. In „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist die Kunstgeschicht.“ nimmt er das Publikum auf eine unterhaltsame Reise durch rund 1.000 Jahre Kunstgeschichte mit. Wir waren spontan und fragten, ob es noch Ticket gäbe: Ja, 3! Wir machten uns noch schnell auf die Suche nach Bargeld, denn den Papierschnipsel konnte man nicht anders bezahlen und so saßen wir dann 20 Minuten später inmitten von Rentnern und schauten uns spontan die Show an. Das war eine schöne, spontane Überraschung!
Zum Abschluss des Tages, gab es noch eine Runde Ouzo, Gyros und Bifteki und damit war der Tag auch voll genug.Read more
















