• Katharina Solala
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Cuxhaven

A short but fine adventure by Katharina Read more
  • Trip start
    June 26, 2026

    Cuxhaven - Tag 1

    June 26 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C

    Endlich mal Nordsee, endlich mal Watt!
    Und genau so startete unser verlängertes Wochenende (welches ich von Steve zum Geburtstag bekommen habe) in Cuxhaven - mit Strand, Watt und leckeren Nordseekrabben.
    Nach unserer Ankunft in unserer Unterkunft, sind wir direkt zum Strand gelaufen und ließen uns in einem gemütlichen Strandlokal nieder, mit schönem Blick aufs Watt. Irgendwo ganz weit hinten hat man die Nordsee gesehen, und auf der anderen Seite das Mündungsdelta der Elbe, auf der trotz Ebbe viele Frachter und auch die AIDA herumschipperten. Der Blick war einfach ein Traum. Nach Wiener Schnitzel und Nordseekrabben sowie Milchreis, liefen wir übers Watt in Richtung Sonnenuntergang. Im Hintergrund trällerte jemand laut Let it be und Songs von Elvis - kitschiger hätte es wohl kaum sein können. Im Watt sahen wir viele Dinge, welche zu vielen Fragen führte, aber zu den Antworten kommen wir hoffentlich morgen. Wir liefen bis zur Wassergrenze und beobachten, wie das Wasser allmählich zurückkam. Verrückt! Das löste doch etwas Unbehagen aus, sodass wir ganz gemächlich zurück zum Ufer schlenderten. Aber eins ist klar: Das ist eine traumhafte Kulisse und Cuxhaven Döse ist der Inbegriff von Entschleunigung.
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  • Cuxhaven - Tag 2

    June 27 in Germany ⋅ ⛅ 26 °C

    Gönn Dir Watt! Und das reichlich. Heute war es endlich soweit und unsere erste Wattwanderung stand uns bevor. Dadurch, dass diese erst nachmittags starten sollte, schlenderten wir von Döse gemütlich Richtung Duhnen und schwitzen in der heute eher weniger frischen Nordseeluft. Duhnen hat ein anderes Flair als Döse mit seiner lebendigen Promenade, kleinen Cafés und den etwas mehr Menschen. Wir entdeckten Beachvolleyballfelder und bemitleideten die Jungs, die gerade mitten im Beachsoccertunier steckten. Die Sonne brannte doch sehr, daher machten wir eine ausgiebige Mittagspause. Danach hieß es: Wattschuhe an und los. Ute, unsere Wattführerin, führte uns 12 km und 4 Stunden lang durchs Watt. Watt soll ich sagen! Es war großartig und anstrengend.
    Das Wattenmeer gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist mit rund 11.500 km² etwa viermal so groß wie Berlin. Zweimal täglich zieht sich das Meer zurück und hinterlässt eine faszinierende Landschaft. Schon nach wenigen Schritten entdeckten wir zahlreiche Wattschnecken, die über den Schlick kriechen und sich von den Kieselalgen ernähren. Besonders spannend waren die kleinen, wurstförmigen Sandhäufchen auf dem Boden – sie stammen von den Wattwürmern, die den Sand nach Nahrung durch ihren Körper filtern und die gereinigten Sandröllchen wieder ausscheiden. Außerdem fanden wir viele Muscheln, darunter die häufige Herzmuschel sowie sogenannte Pissmuscheln, die bei Berührung Wasser aus ihrem Inneren herausspritzen, daher ihr ungewöhnlicher Spitzname. Immer wieder mussten wir Priele überqueren. Diese natürlichen Wasserläufe füllen und entleeren sich mit den Gezeiten und können überraschend tief werden. Teilweise versanken wir dabei bis zu den Knien im Wasser. Unterwegs begegneten wir auch einigen Ohrenquallen. Unsere Wattführerin erklärte uns, dass Exemplare mit deutlich rosafarbenen Ringen schwanger sind. Auch die Insel Neuwerk, die mitten im Wattenmeer liegt, war die ganze Zeit in unser Blickfeld, sowie die weniger schöne Bohrinsel, die einzige im Wattenmeer, die 1% des deutschen Erdölbedarfs deckt. Natürlich hielten wir auch Ausschau nach Bernstein, der nach Stürmen gelegentlich angespült wird, und hofften, Seehunde auf den Sandbänken zu entdecken. Beides hat nicht geklappt. Trotzdem war die Wattwanderung ein beeindruckendes Erlebnis und hat uns gezeigt, wie vielfältig und einzigartig dieser scheinbar karge Lebensraum tatsächlich ist. Nach über 30000 Schritten schleppten wir uns noch zum Abendessen und vielen nach der wohlverdienten Dusche ins Bett.
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  • Cuxhaven - Tag 3

    June 28 in Germany ⋅ ☀️ 23 °C

    Puh, was für eine Nacht! Das vorhergesagte Gewitter erreichte uns dann gg. 00:30 Uhr und was wir sahen, war einfach spektakulär. Disco am Himmel! Hell dunkel, hell dunkel, hell dunkel. Sowas hatten wir noch nie gesehen und so neugierig wie wir waren, konnten wir dann auch nicht schlafen und schauten uns das Spektakel über eine Stunde lang an.
    Am nächsten Morgen waren die Ausmaße überschaubar: Unserer Sonnenschirm war umgekippt und c‘est tout.
    Anders als erwartet, war es wieder sehr warm und schwül. Wir ließen uns aber nicht von unserem Vorhaben abhalten und liehen uns Räder. Wir fuhren zunächst in Richtung Cuxhaven-Hafen, entdecken die Kugelbake, die schöne Elbe sowie die Alte Liebe, auf der eine Frau mit Akkordion alte Seemannslieder trällerte. Die Fahrradwege waren sehr gut ausgebaut und der ständige Blick aufs Meer, war wirklich wunderschön. Nächstes Ziel war Sahlenburg. Tja, mit Gegenwind macht das alles weniger Spaß. Wir stampelten und strampelten, während alle anderen, überwiegend E-Bike-Fahrer, ganz entspannt auf ihren Rädern saßen. Unser Ziel war das Melkhus, eine kleine Milchraststätte auf einem Bauernhof. Hach, war das herrlich! Ein grünes Häuschen, ein Kühlschrank und schon saßen wir im Schatten mit frischer Buttermilch und selbstgemachten Eistee. Ein Hochgenuss. Während des Rückwegs waren wir motiviert, denn nach den 30km wartete ein Fischbrötchen sowie der obligatorische Milchreis auf uns. Wir waren ganz schön k.o. und brauchten erstmal eine Pause. Eigentlich wollten wir noch zum Strand, aber es war gerade Ebbe und nochmal zu einem Priel laufen? Puh, ne. Wir entschieden uns Cuxhaven zu erkunden, also eigentlich nur Schloss Ritzebüttel, die einzige Sehenswürdigkeiten in Cuxhaven. Das Schloss stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 14. Jahrhundert und war über 500 Jahre lang Sitz der Hamburger Amtmänner, denn Ritzebüttel gehörte von 1394 bis 1937 als Exklave zu Hamburg. Da das Schloss schon geschlossen sein sollte, wollten wir uns aber trotzdem nicht den Schlossgarten entgehen lassen. Wir schlenderten also durch den Garten und entdeckten das Schloss, in dem heute eine Veranstaltung stattfinden soll. Eine Leseshow von Jakob Schwerdtfeger, keine klassische Autorenlesung, sondern eine Mischung aus Comedy, Kunstgeschichte und Live-Präsentation. In „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist die Kunstgeschicht.“ nimmt er das Publikum auf eine unterhaltsame Reise durch rund 1.000 Jahre Kunstgeschichte mit. Wir waren spontan und fragten, ob es noch Ticket gäbe: Ja, 3! Wir machten uns noch schnell auf die Suche nach Bargeld, denn den Papierschnipsel konnte man nicht anders bezahlen und so saßen wir dann 20 Minuten später inmitten von Rentnern und schauten uns spontan die Show an. Das war eine schöne, spontane Überraschung!
    Zum Abschluss des Tages, gab es noch eine Runde Ouzo, Gyros und Bifteki und damit war der Tag auch voll genug.
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  • Cuxhaven/Bremen - Tag 4

    June 29 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Unser letzter Tag in Cuxhaven startete entspannt. Eigentlich wollten wir heute nochmal an den Strand, aber der Blick nach draußen erzählte eine andere Geschichte. Wir entschlossen uns abzureisen. Cuxhaven hat uns aber wirklich gut gefallen! Ein schönes Beispiel für den Einsatz der Kurtaxe. Nicht nur W-LAN überall, sondern auch auch 5G im Watt, Duschen, Toiletten und allgemein schön angelegte Deiche. Aufgrund des Altersdurchschnitts Entschleunigung pur.
    Wir entschieden uns auf dem
    Weg zurück nach Braunschweig Bremen einen Besuch abzustatten und besuchten die Bremer Stadtmusikanten, grüßten den Roland und probierten ein handgefertigtes Bonbon. Im Schnoorviertel entdeckten wir noch das kleinste Haus Deutschlands mit 4,5qm - wir vermuten typische Münchner Mietpreise - und spazierten an der Weser entlang. Nach einer kleinen Stärkung, ging es leider wieder zurück in die Realität.
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    Trip end
    June 29, 2026