• Landcruisers Horizon
  • Landcruisers Horizon

Ausfahrt Amerika

~ 150.000km
Halifax (Kanada) bis Ushuaia (Argentinien) und wieder zurück ... war der Plan
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  • Honduras

    10–11 mar 2024, Honduras ⋅ ☀️ 37 °C

    Wir reisen nicht durch Honduras, sondern rasen, deswegen werfen wir nur einen flüchtigen Blick auf das Land und dürfen uns ein Urteil nicht erlauben. Hier folgen unsere wenigen Beobachtungen bzw. Erlebnisse: Der Grenzübertritt dauert mehr als 3 Stunden, obwohl wir als einzige am Zollschalter sind. Später folgt uns ein junges Paar aus München, auch sie müssen warten.
    Wir fahren durch karges Hügelland. Auf den trockenen, beige-braunen Weiden stehen magere Kühe. Der Straßenrand ist vermüllt. Neben hübschen, farbig gestrichenen, einstöckigen Häusern stehen Wellblechhütten und Häuser, die ein Gerüst aus 2m langen Söckern haben, zwischen die Lehm geschmiert wurde. Allen Häusern gemeinsam ist die Hängematte im Schatten vor dem Eingang.
    Es ist drückend heiß, wir freuen uns über Grobis Klimaanlage. Da der Grenzübertritt so lange gedauert hat, entscheiden wir uns, eine Nacht in Honduras zu bleiben und stehen auf dem Gelände eines privat betriebenen Spaßbades. Am Morgen beobachte ich, wie auf dem Nachbargrundstück die Kühe gemolken werden, per Hand. Die Milch wird, als der Pickup zur Abholung kommt, einfach in blaue Tonnen geschüttet.
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  • Nicaragua

    11–13 mar 2024, Nikaragua ⋅ 🌬 31 °C

    Wir verlassen Honduras und erreichen Nicaragua. Das Procedere an der Grenze ist überraschend schnell überstanden, nach nur 1,5 Stunden sind wir im nächsten Land. IOverlander hat uns in diesem Fall zu Unrecht auf 3-4 Stunden Wartezeit eingestimmt. So sind wir schon mittags am Cañón Somoto, den wir erwandern, errudern und erschwimmen. Unser Führer zeigt uns Bienenstöcke wildlebender Bienen, erklärt uns die traditionelle Bauweise mit Ziegeln aus Lehm und Kiefernnadeln und schwärmt von der Orchideenblüte im May - dann seien die Canyonwände weiß von Blüten.
    Den nächsten Tag wollen wir einen Vulkan besteigen, doch die Zufahrt ist geschlossen, es sei zu gefährlich. Also fahren wir weiter nach Granada und schlendern durch die alte Kolonialstadt. Ihre Blütezeit hat sie hinter sich, aber wir können sehen, dass versucht wird, mit knappen Mitteln zu renovieren und Touristen anzuziehen.
    Insgesamt wirkt Nicaragua trotz der erst wenige Jahre vergangenen blutigen Niederschlagung der Proteste nach Sozialreformen des diktatorisch regierenden Präsidenten Ortega sicherer, sauberer und weniger arm als Honduras. In dem landwirtschaftlich geprägten Teil des Landes, den wir durchfahren, wächst Mais, Reis, Zuckerrohr und Tabak auf bewässerten Feldern. Alles wirkt sortiert und geordnet, als Touristen bekommen wir die Missstände nicht zu sehen.
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  • Pura vida, Costa Rica

    13 marca 2024, Kostaryka ⋅ ☀️ 33 °C

    Costa Rica empfängt uns mit warmen Armen. Ist es unsere positive Grundeinstellung diesem wunderbaren Land gegenüber oder ist das Leben hier tatsächlich leichter? Wir fühlen uns sofort so sicher, dass wir schon in der ersten Nacht am Pazifik frei stehen und entspannt den Sonnenuntergang verfolgen, gemütlich Essen gehen und trotz Wärme gut Schlafen. Am nächsten Tag gondeln wir zu verschiedenen traumhaften Buchten und ich verleite Jörg zu einer Offroadtour, die sich spektakulär entwickelt. Der Weg ist schmal und windet sich steil aufwärts. Grobi ist in seinem Element: Mit Allrad und Untersetzung krabbelt er scheinbar mühelos den Hang aufwärts. Doch dann sehen wir, dass die Strecke in einer Kurve an der Innenseite weggebrochen ist, an der Außenseite ist ein Steilhang. Grobi kommt selbstständig zum Stehen - selbstständig? ... Ja, er geht aus. Von allein. ... Da wir sowieso anhalten wollten, um die Straßenlage zu begutachten, machen wir uns noch keine Gedanken und entscheiden uns für die Weiterfahrt: Das müsste passen - vielleicht wird es knapp - ich weise Jörg ein. Doch Grobi springt nur zögernd an und bleibt nach 2m wieder stehen. Weiß er schon, dass es nicht passen wird? Oder gibt Jörg zu wenig Gas? Es ist ja immer noch sehr steil ... . Mehr Gas! Das führt dazu, dass Grobi sich widerwillig in Bewegung setzt, aber in dem Moment, in dem die Traktion am wichtigsten wäre - als das Hinterrad in der Innenkurve dem Loch nahe kommt - versagt der Wagen den Dienst und das Hinterrad rutscht unweigerlich in die Ausspülung. Der Wagen ist aus. Die Blattfedern liegen auf. Das rechte Vorderrad schwebt. Das Hinterrad hängt frei. Jetzt gibt es noch die Differenzialsperren als letzten Joker, bevor wir den Greifzug einsetzen. Während ich mich schon nach einem geeigneten Baum umsehe und überlege, wie ich am Auto vorbei komme, um den Greifzug zu holen, legt Jörg die Sperren ein und versucht den Wagen zu starten. Nichts! - Noch einmal ... ... ... . Grobi will nicht. Er hängt in misslicher Lage und weigert sich.
    Das Gehirn ist ein merkwürdig Ding! Ich fühle nichts als aufsteigendes Adrenalin, als ich mich sagen höre: "Jörg, schalte mal die Dieselzufuhr vom Subtank auf den Haupttank. Der Wagen steht so schräg, dass er von hinten keinen Diesel mehr bekommt." Einen Dank von Jörg und mir an diese selbsttätige Hirnwindung. Zwar muss Jörg noch etwas den Anlasser malträtieren, bis wieder genug Sprit den Motor erreicht, doch dann ziehen das linke Vorderrad und das rechte Hinterrad den 3,5 Tonnen schweren Grobi zuverlässig aus dem Loch.

    Den nächsten Tag wandern Jörg und ich im Nationalpark Ricón de Vieja am Hang einer Vulkankette. Würgefeigen säumen den Weg, unter unseren Füßen rascheln trockene Blätter, in den Baumkronen beschweren sich Affen über unsere Anwesenheit. Ein Tapir liegt unbeweglich im Unterholz, fast wären wir daran vorbei gelaufen. Auf halber Strecke bietet ein Wasserfall in ein natürliches Becken eine willkommene Abkühlung, während die brodelnden Schlammtöpfe und heißen Schwefelfumarolen bei der Hitze kaum erträglich sind. Nach über 13 km sind wir erschöpft und froh, an einem kühlen Bachlauf zu übernachten und die Fledermäuse zu beobachten. Als wir schon im Bett liegen, kommt noch ein weiteres Fahrzeug und parkt zügig in eine Nische in unserer Nähe ein. Es scheinen Einheimische zu sein, die sich auskennen.
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  • Sonne, Sand und Sympathie

    17–25 mar 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 33 °C

    Wir lassen den nächsten Tag ruhig angehen, baden unbekleidet im Fluss und frühstücken in aller Seelenruhe. Während wir abends noch Fledermäuse über unseren Köpfen beobachten konnten, sehen wir jetzt eine Horde Affen in den Bäumen und jede Menge Leguane. Die "Einheimischen" der letzten Nacht entpuppen sich als zwei europäisch anmutende Frauen, die jedoch schon aufbrechen, bevor wir Kontakt aufnehmen können.
    Wir beschließen, die Nicoya Halbinsel am Pazifik zu umrunden. Dort reihen sich die schönsten Strände wie an einer Perlenschnur aneinander, nur von kurzen felsigen Abschnitten unterbrochen. Es gibt unzählige Campingplätze, Surfspots und Stellen zum freien Stehen. An der Playa Avellana entscheiden wir uns für einen Platz dicht am Strand. Wir sind die einzigen Gäste und werden spontan zum Grillen eingeladen, lehnen aber dankend ab, denn zum einen ist es so heiß, dass uns gar nicht nach Fleisch zumute ist, zum anderen ist es nicht ganz durchgegart. Das mag gut schmecken, ... .
    Als es dunkel ist und wir schon im Bett liegen, wird das Tor noch einmal geöffnet und noch ein weiteres Fahrzeug parkt zügig in unserer Nähe ein. Es scheinen Einheimische zu sein, die sich auskennen.
    Wenn die Vorsehung, das Schicksal oder eine höhere Macht beschlossen hat, dass Menschen einander kennenlernen sollen, diese die Gelegenheit jedoch verstreichen lassen - was geschieht dann? Sie bekommen eine zweite Chance!
    Als wir morgens aufwachen, sehen wir, dass die "Einheimischen" der letzten Nacht dieselben zwei Frauen sind, die in der Nacht zuvor die "Einheimischen" waren, die mit uns am Fluss standen, jedoch so früh aufbrachen. Wir ergreifen die zweite Chance und sind uns sofort sympathisch. Marion und Sandra sind Schwestern, die zusammen erst Baja California in Mexiko und jetzt Costa Rica im Mietwagen bereisen. Wenn irgendjemand sagt, wir würden spartanisch reisen, dann hat er diese beiden entspannt-gelassenen Frauen nicht reisen sehen: Schlafen? Auf einer aufblasbaren Matraze hinten im Wagen. Dusche? Mehrere Löchlein in den Deckel einer Wasserflasche bohren, umdrehen, fertig. Kühlschrank? Wird überbewertet!
    Die nächsten Abende verbringen wir gemeinsam an den unterschiedlichen Stränden der Nicoya Halbinsel, doch dann nehmen wir Abschied. Die Schwestern wollen sich bis Anfang April - dem Ende ihrer Reise - noch einiges anschauen, während wir, bis Jakob kommt, langsamer unterwegs sein werden.
    Also schwitzen wir uns jetzt allein bei über 35°C Richtung Süden und freuen uns an den Ara Macaos, den typischen großen Papageien mit rot-blau-gelbem Federkleid. Wir sehen unsere ersten Krokodile - es sind insgesamt 14! Die Krokodilsbrücke ist eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit über den Tárcoles-Fluss. Das zieht Gelegenheitsdiebe an: Der neben Grobi parkende Wagen wird um 2 Taschen erleichtert.
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  • Kaffee

    27–31 mar 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 22 °C

    Ischwhitze!
    Es ist unsagbar heiß! Selbst Nachts kühlt es nicht ab, so dass das Bettlaken nass an unseren Körpern klebt. Tagsüber freuen wir uns über die Klimaanlage, während wir fahren. Steigen wir aus, sind wir Minuten später schweißgebadet. Deswegen entscheiden wir uns, die Osterfeiertage auf einer Kaffeefarm in 1800m Höhe zu verbringen, in der Hoffnung, dass es dort so kühl ist, dass wir uns bewegen mögen und den Wagen einmal gründlich reinigen können, bevor Jakob kommt.
    Der Weg führt uns zunächst durch Palmölplantagen ... Monokulturen mit den bekannten ökologischen Problemen. Doch dann, mit der zunehmenden Höhe, wandelt sich das Bild: Die Hänge der Berge sind dicht mit Regenwald überwuchert, die Vielfalt der Grünpflanzen und ihrer Aufsitzer ist faszinierend! Der Weg wird schmal, wir erreichen die Wolkenuntergrenze und kurze Zeit später erleben wir den ersten Regenguss seit Monaten. Regen! Ich hätte nie gedacht, dass ich mich darüber freuen kann.

    Die Kaffeefarm ist Erholung pur: Sonnig, doch im Schatten kühl, ruhig - nur Vogelgezwitscher - um uns die Kaffeeplantage mit Bananenpflanzen und Avocadobäumen durchsetzt, denn Kaffeebüsche mögen es halbschattig. Während einer Führung lernen wir:
    - Arrabica ist geschmacklich besser als Robusta.
    - Hochwertig wird Kaffee, wenn nur die reifen, dunkelroten Früchte verwendet, von ihrer roten Schale befreit und ungewaschen ca. 3 - 4 Wochen an der Sonne getrocknet werden, denn so können die Fruchtaromen in die Bohne wandern. Diese Zeit hat die Massenindustrie nicht. Dort wird die Bohne gewaschen, so dass sie ihren feuchtklebrigen Film verliert und anschließend maschinell getrocknet; alle gelieferten Bohnen, auch die unreifen. Solche Ware geht an Starbucks.
    - Nach dem Trocknen sind die Bohnen haltbar und versandfertig. Nach dem Rösten verlieren sie mit der Zeit an Qualität. Die Bohne sollte bis 2 Monate nach der Röstung verbraucht sein. Wirkt die Bohne ölig, ist die Röstung zu lang her.
    - Kauft keinen gemahlenen Kaffee, denn in ihm ist alles: Bohnen unterschiedlichster Güte, Stöcker, Rinde ... damit wird das Pulver gestreckt. Gemahlen werden sollte der Kaffee erst direkt vor der Zubereitung.
    - Aufbrühen sollte man den Kaffee mit ca. 90°, nicht mit kochendem Wasser, damit die Bitterstoffe nicht ausgewaschen werden.
    - Nehmt nicht die "dark"-Röstung. Sie wird bei minderwertigen Bohnen verwendet und überdeckt die Fruchtaromen.
    - Kapselkaffee? Ist wegen der Umwelt abzulehnen.
    - Und was ist besser, Filtern oder French press? Geschmackssache ... mehr Aroma bleibt mit dem Pressen im Getränk.
    Neben diesen Informationen den Kaffee betreffend, erzählt uns Mela die Geschichte der Farm, die gleichzeitig die Geschichte Costa Ricas widerspiegelt: Ihr Urgroßvater bekam das Land - damals noch unerschlossener Urwald - von der Regierung als Lohn für den Einsatz in der Armee. Er begann als Selbstversorger und baute dann Zuckerrohr an. Als die Preise für Zucker sanken, stellte der Großvater auf Kaffee um, der Vater begann, von der Massenproduktion weg auf Qualität zu setzen. Diesen Weg baut die jetzige 4. Generation aus und versucht möglichst wenig Pestizide und keine Herbizide einzusetzen. Da der Klimawandel die Trockenzeit verlängert, bauen sie als weiteres Standbein die Unterbringung von Touristen und Pferden aus.
    Jetzt habe ich einen Bruchteil der Informationen aus dieser grandiosen Führung niedergeschrieben!
    Frohe Ostern!
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  • Vorbereitungen

    2–3 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☀️ 30 °C

    Jakob kommt! Wir freuen uns wie verrückt auf die 2 Wochen mit ihm und wollen, dass möglichst alles gut klappt. Deswegen geben wir Grobi in der Ciudad Toyota, einer riesigen Werkstatt in San José, ab, damit die Radlager dort noch einmal überprüft werden. Wir haben zwar jetzt ein gutes Gefühl, wollen sie jedoch den Experten zur endgültigen Absegnung vorführen. Wir verbringen 6 Stunden vor Ort mit Warten und Kaffeetrinken, zugucken oder gar mitmachen dürfen wir nicht. Das Resultat ist ernüchternd: Obwohl die Werkstatt uns mitteilt, dass jetzt alles optimal eingestellt sei (nur auf der Fahrerseite sei es ein wenig zu fest gewesen), stellen wir nach nur 30 km Fahrt fest: Die Radlager sind schon wieder zu heiß! Jaul, Jammer, Quak! Aber es nützt ja nichts, am Tag an dem abends Jakob in San José ankommt, beschäftigen wir uns morgens wieder einmal über mehrere Stunden mit den Radlagern. Leider fehlt der Schatten und der staubige Parkplatz macht uns das Sauberhalten der empfindlichen Zahnradbereiche nicht leicht. Und was soll ich sagen? Wir stellen fest, dass die Feststellmuttern beidseitig nicht fest genug angezogen sind.
    Kennt sich denn keine Werkstatt mit der korrekten Einstellung aus?
    Auf jeden Fall ist Grobi jetzt innen und außen sauber und wir haben die Radlager betreffend wieder ein gutes Gefühl. Jakob kann kommen.
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  • Costa Rica zu dritt

    2–4 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☀️ 30 °C

    Jakob ist da! Wir genießen die Zeit, unterhalten uns, besuchen die Sehenswürdigkeiten, wandern durch den Dschungel.
    Da wenig Zeit - und auch Lust - zu längerem Schreiben eines Blogeintrags besteht, werde ich die Tage nur in Bildern festhalten. Czytaj więcej

  • Rund um unsere Unterkunft am Arenalsee

    3–8 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ⛅ 31 °C

    Da der Landcruiser zu eng ist, um darin 2 Wochen zu dritt zu nächtigen, haben wir nord-westlich vom Arenalsee ein B&B mit Namen " Lucky Bug" gebucht.
    Es folgen Aufnahmen vom Terrain.

  • Baumwipfeltour

    6 kwietnia 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir besuchen einen Baumwipfelpfad. Begeisterung rufen allerdings vor allem die Nasenbären hervor, die in einer größeren Gruppe am Straßenrand auftauchen.

  • Nationalpark Vulkan Tenorio

    7 kwietnia 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir wandern im Gebiet des Vulkan Tenorio zum Wasserfall des Rio Celeste und zum Zusammenfluss zweier Bäche, die bei der Vermischung des Wassers türkisfarben werden.

  • Standortwechsel: Karibik

    8–9 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 30 °C

    Obwohl wir unsere Unterkunft am Arenalsee noch bis zum 9. April bewohnen könnten, entscheiden wir uns dafür, einen Tag früher abzufahren. Hauptgrund ist Jakobs Wunsch, einen Tag und gerne auch eine Nacht so zu reisen, wie Jörg und ich es sonst tun. Da es fast ununterbrochen regnet und alle Aktivitäten, die uns Spaß machen, schon hinter uns liegen, fällt uns die Abreise leicht.
    Obwohl Costa Rica kleiner ist als Bayern, erreichen wir das Meer an diesem Tag nicht mehr. Als es schon dunkel ist, tasten wir uns eine kurze Offroadstrecke zu unserem Schlafplatz entlang. Wir kommen an einen kleinen, klaren Fluss, den wir durchqueren müssten, um am anderen Ufer noch ca. 200m bis zum Ende der Straße zu fahren. Nach kurzer Beratschlagung furten wir jedoch nicht, weil die Strecke eine Sackgasse ist und wir auf demselben Weg, den wir gekommen sind, sowieso wieder rausfahren müssen. Unbekannte Flüsse queren bei Nacht ohne Not ... lieber nicht. Ich habe das Gefühl ein Feigling zu sein: Man kann da bestimmt überall durchfahren und laut IOverlander haben dort schon einige im Flussbett campiert. Wir wenden also nur den Wagen und bleiben einfach auf dem Weg oberhalb des Flusses stehen.
    Nach einem Taccoabendbrot auf engstem Raum im Wagen - draußen ist es mückenverseucht und feucht - legen wir uns schlafen. Es wird für Jakob eine ungemütliche Nacht, da der Mittelgang, in dem er Platz findet, in Grobi doch recht eng ist. Gegen 22:00 Uhr setzt Regen ein. Ab dem Zeitpunkt regnet es unausgesetzt heftig bis zum nächsten Morgen. Als wir bei Helligkeit aus dem Wagen schauen, sehen wir, dass der kleine, klare Fluss um ca. 1,50m angestiegen ist und sich zu einem schnell fließenden, schlammigen, Baumstämme führenden Strom entwickelt hat. Wir sind erleichtert, dass wir am Abend zuvor nicht hindurch gefahren sind. Wir säßen sonst jetzt in der Falle. So aber können wir fröhlich unsere Reise Richtung Karibik fortsetzen und erreichen das Ziel Cahuita gegen 9:00 Uhr morgens.
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  • Cahuita Nationalpark l

    10 kwietnia 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 28 °C

    Jakob und ich wandern durch den Nationalpark von Cahuita, eine 8,5 km lange Strecke, die sich mal direkt am Strand, dann wieder durch den sumpfigen Dschungel windet.
    Jörg hütet derweil das Bett.

  • Cahuita Nationalpark ll

    12 kwietnia 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 28 °C

    Jörg und ich wandern durch den Nationalpark von Cahuita, dessen 8,5 km lange Strecke sich mal am Strand, dann wieder durch den sumpfigen Dschungel windet.
    Jakob hütet derweil das Bett.

  • Rauchender Abschluss

    15 kwietnia 2024, Kostaryka ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir genießen den letzten Tag mit Jakob: Erst besteigen wir den in den letzten Wochen immer aktiver werdenden Vulkan Poas. Momentan werden nur Gruppen zu ca. 40 Leuten zum Aussichtspunkt geführt. Dort zeigt ein Ampelsystem die Schwefelgasbelastung an, mehr als 2ppm werden es aber nicht, sodass wir in Ruhe dem rauchenden Vulkan zuschauen können, ohne evakuiert werden zu müssen. Alle weiteren Wanderwege rund um den Vulkan sind aus Sicherheitsgründen gesperrt.
    Danach besuchen wir eine Auffangstation für Tiere, die nicht wieder ausgewildert werden können. Die meisten stammen aus illegaler Haltung und wurden vom Staat konfisziert. Mühe haben wir mit dem Anblick von Affen in den Gehegen. Da uns die Gewitztheit von freilebenden Affen in unmittelbarer Nähe zu Menschen in Cahuita noch gegenwärtig ist, frage ich einen Guide, warum die Affen nicht über das Gelände toben dürfen. Die Antwort ist verständlich: Sie sind krank und sollen ihre Keime nicht auf ihre wild lebenden Artgenossen übertragen. Die Ozelots dagegen können nicht ausgewildert werden, weil sie nur in Gefangenschaft gelebt und das selbstständige Jagen nicht gelernt haben. Wir sind beruhigt und können die Tiere jetzt ohne schlechtes Gefühl beobachten.
    Am Abend spielen Jakob und ich das letzte Mal eine Partie Schach zusammen - wir haben täglich mehrmals gespielt - und sind uns einig: Wir haben uns beide deutlich verbessert. Es hat richtig viel Spaß gebracht!
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  • "Er ist weg, weg

    16–18 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☀️ 28 °C

    Und wir sind wieder allein, allein.
    Er ist weg, weg.
    Vorher war's schöner allein zu sein ..."

    Obwohl wir versuchen, die Dinge, die getan werden müssen, wie vorher fröhlich abzuarbeiten, fällt uns der Rhythmus ohne Jakob und wieder in der Enge des Autos schwer. Mit ihm war es wie Urlaub vom Reisen: Zimmer mit Air Condition, Frühstück, Essen gehen. Und täglich Ausflüge: La Fortuna Wasserfall, Dschungel-Nachtwanderung, Baumwipfelpfad, Kakaotour, Rio Celeste, Karibik, Cahuita Nationalpark, Surfen, Strand, Vulkan Poas und Tierauffangstation und gute Unterhaltung mit neuen Themen ... es waren wunderschöne Tage.
    Jetzt also wieder Reisealltag: Als erstes füllen wir den Kühlschrank, lassen die Simkarte aufladen, damit wir wieder erreichbar sind, und begeben uns dann ... in eine Werkstatt! Der Wagen quietscht und wir vermuten, dass die Radlager durch den zu hohen Anpressdruck einen Schaden bekommen haben. Außerdem ist wieder einmal ein Ölwechsel dran und die Kühlwasserschläuche sind an einigen Stellen undicht. Endlich haben wir einen kompetenten HZJ-Kenner gefunden: Im Handumdrehen ist alles repariert und auch die Radlager getauscht ... sie hatten tatsächlich Riefen. Mit Argusaugen beobachten wir das Anziehen der Mutter - Alejandro weiß, was er tut! Danach lakiert er uns sogar noch schnell den Campingtisch, den ich wegen Schimmelbefall abgeschliffen habe. Jörg bastelt indes eine Belüftung für das neue Tablet, das Jakob uns mitgebracht hatte, damit es nicht - wie das alte - unter der Dauerbelastung der Navigation heiß läuft und vorzeitig den Dienst quittiert.
    Jetzt müssen wir nur noch Wasser auffüllen, dann können wir wieder weiter fahren.
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  • Bergbesteigungen

    18–21 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 13 °C

    Die grobe Richtung ist jetzt Panama. Auf dem Weg dorthin soll es zwei Berge geben, von denen aus bei gutem Wetter sowohl der Atlantik als auch der Pazifik gesehen werden kann. Das ruft bei Jörg Begeisterung hervor. Außerdem kann Grobi bei der einen Bergbezwingung dabei sein: Offroadstrecke! Auch ohne Sicht auf die Ozeane macht uns die Strecke viel Spaß - auch wenn sich das auf dem Film nicht so anhört. Die beiden Versionen zeigen dieselbe Strecke, einmal meine Sicht und dann die von Jörg. Ich kann nicht weiter rechts fahren, weil dort ein Absatz von ca. 50 cm ist.

    Auch für Jörg ist es die erste Besteigung eines Berges von über 3000m - der Asuncion ist 3335m hoch. Grobi hat 3471m erklettert.
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  • Quetzal und Wal

    20–22 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 16 °C

    Es ist morgens gegen 5:00Uhr. Ich stehe auf, schnappe mir das Fernglas, verabschiede mich flüchtig von Jörg und mache mich auf den Weg. Es sollen ca. 2km entfernt öfters Quetzals gesichtet werden. Zwischen 5:30 und 7:00 Uhr. Wo die Vögel genau auftauchen und ob überhaupt, ist ungewiss. Am größten seien die Chancen, das Tier zu sehen, wenn man sich einen Guide nimmt, sagt uns ein Anwohner.
    Ich wandere allein die Straße bergauf und versuche meine Erwartungen herunterzupegeln: Wahrscheinlich werde ich ihn nicht sehen. Allein das Laufen im Sonnenaufgang bei Vogelgezwitscher ist wunderschön. Ich komme an einer winzigen Schule und einer kleinen Kirche vorbei. Ein Paar mit Fernglas kommt mir entgegen: Nein, kein Quetzal auf den letzten 2km in meiner Richtung. Ich gehe trotzdem weiter. An einem Stacheldrahtzaun steht ein Herr. Ich geselle mich zu ihm. Jay stammt aus Seattle und ist für eine Woche wegen des Quetzals hierher gereist. Bisher: Fehlanzeige. Heute ist sein letzter Tag und die letzte Chance ihn zu sehen ...
    Und da taucht er auf: Ein Männchen mit Brust und Bauch in Tiefrot, der Schwanzansatz weiß, der Rest des Vogels schillernd in grünblau, die langen Schwanzfedern wie eine Schleppe hinter sich her ziehend - von Kopf bis zum Ende der Schwanzfeder ca. 1m groß, prächtig! Ein zweiter und dritter Vogel tauchen auf, jetzt kommen auch Weibchen dazu. Wir sind ganz aus dem Häuschen vor Freude und können beobachten, wie die Vögel sich putzen und von Ast zu Ast fliegen. Nach ca. 30 Minuten kommt ein Guide mit seinen 2 Kunden vorbei und fragt uns - wir beobachten offensichtlich etwas - ob wir Quetzals gesehen hätten. "Si señor, allá". Er stellt seinen Feldstecher ab und informiert über Funk seine Kollegen. Keine Viertel Stunde später ist der erste Reisebus vor Ort, als der dritte Bus auftaucht, verabschiede ich mich von Jay. Er macht noch ein Foto von den Quetzalgruppen und sich dann ebenfalls aus dem Staub.
    Um 8:00 Uhr bin ich wieder bei Jörg und werde mit Frühstück und heißem Kaffee empfangen. Das Leben ist schön!
    Die nächste Etappe bringt uns wieder an den Pazifik, nach Uvita. Dort hat das Meer eine lustige Landzunge geschaffen: Bei Ebbe bildet sie einen Walschwanz. Bei unserem Strandspaziergang können wir die Form nur erahnen, nach einer kurzen Offroadfahrt zeigt sich der Schwanz dann aus 600m Höhe.
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  • Osa Halbinsel

    23–25 kwi 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 31 °C

    Wir befahren die Osa- Halbinsel an der Pazifikküste, unsere letzte Station in Costa Rica. Im dortigen Nationalpark Corcovado soll es eine Unmenge von Tieren geben. Wir werden den Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht überprüfen können, denn wir stellen zu spät fest, dass wir uns 48 Stunden vor Betreten des Parks hätten anmelden müssen und dass man nur mit autorisiertem Guide in den NP eingelassen wird.
    Wir disponieren um und wandern ein wenig im Küstenbereich umher, gehen Essen und entscheiden uns dann für eine Offroadstrecke quer über die Halbinsel, die als End- und Höhepunkt des Abenteuers mit einer rostigen Fähre aufwartet. Vorwärts rauf, rückwärts wieder herunter; angetrieben wird der Kahn von einem seitlich befestigten Boot mit Außenborder.
    Danach besuchen wir noch ein kleines Museum. Beim Umpflügen des hiesigen Urwalds zum Bananenanbau entdeckte man runde Steine - Spherensteine - und Steinfiguren, möglicherweise von ca. 800 n. Chr.
    Man nimmt an, dass diese Kugeln rechts und links vom Eingang des Gebäudes des Häuptlings lagen. Ach so! Dekozwecke! Das kenne ich von zu Hause.
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  • Fazit: Costa Rica

    24 kwietnia 2024, Kostaryka ⋅ ☁️ 32 °C

    Nachdem wir El Salvador, Honduras und Nicaragua zügig durchquert hatten, ließen wir uns für Costa Rica sehr viel mehr Zeit. Das hat gute Gründe: Da das Land 1948 das Militär abschaffte, waren Gelder für Bildung und die ökologische Ausrichtung frei. Das war und ist die Grundlage für einen für Mittelamerika hohen Bildungsstand und daraus resultierend einen verhältnismäßig hohen Grad an Wohlstand. Die Einrichtung von Nationalparks und privat geführten Naturreservaten - fast ⅓ des Landes stehen unter Schutz - zog Touristen an, die ihrerseits Geld ins Land brachten und bringen. Auch dadurch dass Costa Rica als stabile Demokratie gilt und - wieder verhältnismäßig - wenig Kriminalität aufweist, steigen die Tourismusströme sogar noch. Und mit recht: Ob es Wasserfälle sind, Palmenstrände, Vulkanberge oder ausgedehnter Dschungel - für uns sehr exotisch, spannend und absolut sehenswert. Ebenso die Tierwelt: Ozelot und Tapir, faszinierende Frösche und Schlangen, nicht zu vergessen die Brüll- und Kapuzineraffen und Unmengen von Vögeln - von den roten Aras über den Quetzal bis hin zu den kleinsten Kolibris. Da ist es geradezu ein Glück, dass Costa Rica nicht auch noch über tolle archäologische Hinterlassenschaften verfügt - der Tourismus würde das Land endgültig erdrücken. Jakob hat die fehlenden Pyramiden allerdings bedauert. Und damit bin ich bei einem weiteren Aspekt, der uns in dem Land sehr viel Freude gemacht hat: Jakob reiste mit uns. Dafür kann Costa Rica zwar nichts, führte aber trotzdem dazu, dass wir das Land liebgewonnen haben. Czytaj więcej