• Bongo Bongo Divers

    Feb 20–28 on the Philippines ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir waren extrem früh aufgestanden, um schon vor Öffnung des Schalters für die Fährtickets am Hafen zu sein, angekommen, sahen wir, dass sich schon eine Schlange gebildet hat. Während wir anstanden, kam uns der Gedanke, schon mal das Gepäck zu holen, da es hier länger dauern würde. Aaron ging zuerst zurück und kam kurz darauf mit seinem Rucksack wieder. Also... na ja, nicht ganz so kurz darauf, denn er hatte sich zu Fuß in der Stadt minimal verlaufen und war ohne Internet darauf angewiesen, den Weg zurück zum Hostel und dann zum Pier offline zu finden... was dann auch geklappt hat. Nun übernahm mein kleiner Bruder das Warten, während ich zurück ging und meine Sachen packte. Als ich wieder zum Pier gehen wollte, kam Aaron mir freudestrahlend entgegen: Wir hatten die Tickets für diesen Tag!

    Sehr cool, aber erst in drei Stunden. So machten wir das Auschecken im Hotel kurzerhand rückgängig und schliefen noch eine Runde weiter.

    Die Fähre sollte zuerst nach Bohol und dann nach Dumaguete auf der Insel südlich von Cebu fahren. Die Fahrt war lang und die Sitze so eng und unbequem, dass ich dort keinen Platz fand. Ich lag schließlich auf dem Boden und schlief ein wenig - sehr entspannt!

    Angekommen besorgten wir zuerst eine SIM-Karte für Aaron und suchten uns ein Frühstück bei Jollibee. Dann ging es mit dem Tricycle, der lokalen Variante des Tuk-Tuks, in das etwa 25 Minuten entfernte Dauin zum Tauchresort Bongo Bongo Divers.

    Aaron hatte die komplette Recherche und Reservierung übernommen und eine hervorragende Wahl für uns beide getroffen. Etwa fünfzig Meter vom Strand entfernt besteht der Komplex aus Büro, Kompressorraum, Materialbereich, einem kleinen Shop sowie Rezeption neben Bar und Pool. Es gab einen Schlafsaal und verschiedene private Zimmervarianten. Wir hatten uns je ein Einzelzimmer mit Ventilator gegönnt, die mit 6 € pro Nacht genau so viel kosteten wie ein Doppelzimmer.

    Der Aufenthalt in diesem Resort war für uns ein wahrer Traum!!!
    Zuerst machten Aaron und ich neue Tauchscheine und unternahmen dann einige Tauchgänge zusammen – immer als Buddy-Team mit Guide und anderen Tauchern. Mehr dazu in einem anderen Post.

    Aus den angedachten sechs Nächten wurden am Ende acht, da es uns einfach zu gut gefiel. Wir lernten sowohl unter den Mitarbeitern als auch unter den Gästen viele coole Menschen kennen. Abends gingen wir aus, denn die Resort-Küche hatte leider nur bis mittags geöffnet – schade, denn so preislich und qualitativ hätte es uns hier auch abends überzeugt.
    Dafür traf man jeden Abend andere Tauchprofis, Mitglieder des Resorts und natürlich auch jede Menge Gäste an den Tischen am Pool. Man konnte sich immer irgendwo dazusetzen, alle waren sehr offen. Aaron und ich lernten über die Abende hinweg mehrere Tauchlehrer sowie Gäste kennen. Da waren Tobi und seine Freundin aus Deutschland, bei dem ich mich regelmäßig fest quatschte. Eine Gruppe aus zwei Pärchen, ebenfalls aus Deutschland. Cléo aus Frankreich, die Aaron und ich für einen unserer Nachttauchgänge als Guide buchten. Mit einer Dive Masterin aus Israel saßen wir auch mehrfach zusammen und noch mit so vielen anderen coolen Menschen.

    Eines abends waren Aaron und ich mal wieder beim Koreaner, bei dem wir öfter einkehrten. Da kam eine einheimische Frau ins Restaurant, die wir an der Tauchschule schon gesehen, aber mit der wir noch nicht gesprochen hatten. Das war Trinnah. Sie war allein unterwegs und wir luden sie zu uns an den Tisch ein. Es war cool nun auch mal einer Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Später zogen wir zu dritt weiter in eine Bar, spielten bei Livemusik und Cocktails Jenga sowie Uno und unterhielten uns weiter. Sie sagte, wir sollen uns bei ihr melden, sobald wir in Manila sind. Dort lebt sie und würde uns gerne ihre Ecke der Megametropole zeigen. Diese Einladung nahmen Aaron und ich gerne an und hofften, dass es am Ende unserer Reise klappen würde.

    Am einem Pause-Tag vom Tauchen mieteten wir uns Roller und erkundeten die Gegend, auch hierzu kommt ein eigener Post.

    Nun sollten wir aber zunächst eintauchen in die sagenhaft phantastischen Unterwasserwelten vor der Küste von Dauin und bei Apo Island...
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