Zwei Brüder treffen sich in Cebu
19.–20. feb., Filippinerne ⋅ ☁️ 28 °C
Der Abschied von Axel und Australien fühlte sich ungewohnt schwierig an. Irgendwie lief es so gut, und man hätte noch so viel mehr sehen können – da waren die drei Wochen schnell vorbei.
Doch solo soll es für mich erstmal nicht weitergehen. Auf das nächste, mittlerweile dritte Wiedersehen habe ich mich schon sehr lange gefreut! Aaron reist mit mir durch die Philippinen, sein erstes Land auf diesem Kontinent. Bis jetzt haben wir nur einen Urlaub zusammen gemacht – in 2021 als Road Trip in Polen und Tschechien. Nun will er einen Tauchschein machen, mit mir tauchen gehen und das Backpacken auch mal ausprobieren.
Die Freude beim Wiedersehen war übergroß. Vor dem Hostel unterhielt ich mich bei einem Bierchen mit Gillian aus Kanada – ich fragte, ob sie schnell ein Foto machen könnte, als das Taxi vorrollte. Aarons Grinsen war überbreit, und ich hab mich kein bisschen weniger gefreut, meinen kleinen Bruder nach mehr als sieben Monaten endlich wieder zu sehen!
Natürlich gab es einiges zu bequatschen, doch das konnte warten. Frisch gemacht wollten wir zum Pier, um Fährtickets für den nächsten Tag zu kaufen und eine Runde durch die Stadt zu drehen – Gillian begleitete uns spontan. Beim Gehen durch die Straßen traf uns die Umgebung mit voller Wucht: extreme Gerüche aller Art, stickig warme Tropenluft, das ganze Chaos dieser Stadt. Aaron war sichtlich geschockt. Mir fällt sowas natürlich auf, doch ich war eher vertraut unterwegs. Nach zwei Monaten in anders entwickelten Ländern fühlte es sich hier fast wieder ein bisschen wie in Südamerika an.
Am Pier angekommen wurden wir von einer Menge junger Männer belagert, die uns hochmotiviert Fährtickets andrehen wollten an Orte zu denen wir nicht wollten. Unsere Verbindung war quasi voll. Es war ein kompliziertes Hin und Her. Am Ende gab uns einer das Geld zurück und erklärte, wir sollten es am nächsten Morgen versuchen, wenn der Schalter um 5 Uhr aufmacht – alles klar.
Eine gemütliche Runde zu Fuß durch die laute, volle und recht schmutzige Stadt drehten wir noch mit Gillian. Dabei sahen wir unteranderem das Holzkreuz, das der Seefahrer Magellan hierher gebracht hat, eine Kirche daneben und einen Nachtmarkt, wo wir uns durchprobierten bis wir satt waren.
Im Bett waren wir nach diesem aufregenden Tag definitiv sehr spät, vielleicht zu spät dafür, dass wir am nächsten Morgen so früh raus mussten und nichtmal Tickets hatten...Læs mere
Bongo Bongo Divers
20.–28. feb., Filippinerne ⋅ ☁️ 27 °C
Wir waren extrem früh aufgestanden, um schon vor Öffnung des Schalters für die Fährtickets am Hafen zu sein, angekommen, sahen wir, dass sich schon eine Schlange gebildet hat. Während wir anstanden, kam uns der Gedanke, schon mal das Gepäck zu holen, da es hier länger dauern würde. Aaron ging zuerst zurück und kam kurz darauf mit seinem Rucksack wieder. Also... na ja, nicht ganz so kurz darauf, denn er hatte sich zu Fuß in der Stadt minimal verlaufen und war ohne Internet darauf angewiesen, den Weg zurück zum Hostel und dann zum Pier offline zu finden... was dann auch geklappt hat. Nun übernahm mein kleiner Bruder das Warten, während ich zurück ging und meine Sachen packte. Als ich wieder zum Pier gehen wollte, kam Aaron mir freudestrahlend entgegen: Wir hatten die Tickets für diesen Tag!
Sehr cool, aber erst in drei Stunden. So machten wir das Auschecken im Hotel kurzerhand rückgängig und schliefen noch eine Runde weiter.
Die Fähre sollte zuerst nach Bohol und dann nach Dumaguete auf der Insel südlich von Cebu fahren. Die Fahrt war lang und die Sitze so eng und unbequem, dass ich dort keinen Platz fand. Ich lag schließlich auf dem Boden und schlief ein wenig - sehr entspannt!
Angekommen besorgten wir zuerst eine SIM-Karte für Aaron und suchten uns ein Frühstück bei Jollibee. Dann ging es mit dem Tricycle, der lokalen Variante des Tuk-Tuks, in das etwa 25 Minuten entfernte Dauin zum Tauchresort Bongo Bongo Divers.
Aaron hatte die komplette Recherche und Reservierung übernommen und eine hervorragende Wahl für uns beide getroffen. Etwa fünfzig Meter vom Strand entfernt besteht der Komplex aus Büro, Kompressorraum, Materialbereich, einem kleinen Shop sowie Rezeption neben Bar und Pool. Es gab einen Schlafsaal und verschiedene private Zimmervarianten. Wir hatten uns je ein Einzelzimmer mit Ventilator gegönnt, die mit 6 € pro Nacht genau so viel kosteten wie ein Doppelzimmer.
Der Aufenthalt in diesem Resort war für uns ein wahrer Traum!!!
Zuerst machten Aaron und ich neue Tauchscheine und unternahmen dann einige Tauchgänge zusammen – immer als Buddy-Team mit Guide und anderen Tauchern. Mehr dazu in einem anderen Post.
Aus den angedachten sechs Nächten wurden am Ende acht, da es uns einfach zu gut gefiel. Wir lernten sowohl unter den Mitarbeitern als auch unter den Gästen viele coole Menschen kennen. Abends gingen wir aus, denn die Resort-Küche hatte leider nur bis mittags geöffnet – schade, denn so preislich und qualitativ hätte es uns hier auch abends überzeugt.
Dafür traf man jeden Abend andere Tauchprofis, Mitglieder des Resorts und natürlich auch jede Menge Gäste an den Tischen am Pool. Man konnte sich immer irgendwo dazusetzen, alle waren sehr offen. Aaron und ich lernten über die Abende hinweg mehrere Tauchlehrer sowie Gäste kennen. Da waren Tobi und seine Freundin aus Deutschland, bei dem ich mich regelmäßig fest quatschte. Eine Gruppe aus zwei Pärchen, ebenfalls aus Deutschland. Cléo aus Frankreich, die Aaron und ich für einen unserer Nachttauchgänge als Guide buchten. Mit einer Dive Masterin aus Israel saßen wir auch mehrfach zusammen und noch mit so vielen anderen coolen Menschen.
Eines abends waren Aaron und ich mal wieder beim Koreaner, bei dem wir öfter einkehrten. Da kam eine einheimische Frau ins Restaurant, die wir an der Tauchschule schon gesehen, aber mit der wir noch nicht gesprochen hatten. Das war Trinnah. Sie war allein unterwegs und wir luden sie zu uns an den Tisch ein. Es war cool nun auch mal einer Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Später zogen wir zu dritt weiter in eine Bar, spielten bei Livemusik und Cocktails Jenga sowie Uno und unterhielten uns weiter. Sie sagte, wir sollen uns bei ihr melden, sobald wir in Manila sind. Dort lebt sie und würde uns gerne ihre Ecke der Megametropole zeigen. Diese Einladung nahmen Aaron und ich gerne an und hofften, dass es am Ende unserer Reise klappen würde.
Am einem Pause-Tag vom Tauchen mieteten wir uns Roller und erkundeten die Gegend, auch hierzu kommt ein eigener Post.
Nun sollten wir aber zunächst eintauchen in die sagenhaft phantastischen Unterwasserwelten vor der Küste von Dauin und bei Apo Island...Læs mere
Neue Tauchscheine
21. februar, Filippinerne
Schon als Kinder waren Aaron und ich mit unserem Papa tauchen und sogar in einem Tauchverein in der Nähe unserer Heimatstadt in Deutschland. Nachdem mein Vater damals irgendwann aufgehört hatte, bin ich über die Jahre hinweg nur noch sporadisch ab und zu unter Wasser gewesen – auf Reisen immer wenn es sich gerade ergab, wie in Ägypten, in Thailand, in Indonesien oder eben zuletzt in Australien. Mein kleiner Bruder ist schon sehr lange nicht mehr getaucht, hat aber die Lust daran nie ganz verloren und nun jst sie wieder entfacht. Sein Plan ist es noch einmal frisch von vorne mit dem Open Water Diver anzufangen. Das ist eines der Hauptziele für unsere Reise auf den Philippinen.
Als wir im Tauchresort Bongo Bongo eincheckten und ich realisierte, dass wir sowieso erst mal drei Tage nicht zusammen tauchen könnten, entschied ich mich kurzerhand dazu, selbst die nächste Stufe anzugehen: meinen Advanced Open Water Diver.
Die Ausbildung durch unsere beiden deutschsprachigen Tauchlehrer war jeweils sehr gut. Nachdem die Scheine erarbeitet waren, hatten wir noch einige Tage für gemeinsame Fun-Dives.
Hier an der Küste von Dauin gibt es viele Plätze, die man direkt vom Strand aus erreicht. Auf umgebauten Lastmotorrädern, wurden wir von der Tauchbasis zu den einzelnen Abschnitten gefahren und gingen dort am Strand ins Wasser.
Die andere Option ist Apo Island, die eigentlich noch größere Attraktion in dieser Region. Dorthin fährt so gut wie täglich ein eigenes Boot der Tauchschule für insgesamt drei Tauchgänge, inklusive Pausen, Snacks und Mittagessen.
Während der Ausbildung ist man an Land oder im pool oder im offenen Wasser viel mit Übungen beschäftigt, die weniger mit „Fische gucken“ zu tun haben. Daher konnten Aaron und ich unsere gemeinsamen Spaßtauchgänge richtig genießen und sahen ohne Ende tolle Dinge. Einzigartige Eindrücke, die ich euch nicht vorenthalten will. Heute erstmal nur eindrücke von der Oberfläche und aus der Luft. Die Aufnahmen aus meiner Unterwasserkamera folgen in einem separaten Post.Læs mere

RejsendeWie schön hier wieder von dir zu lesen😃🎉 vielen Dank für die tollen (3) Berichte, die beeindruckenden Fotos und die tollen Videos. Cool auch, dass du deine Drohne immer wieder für Videos benutzt. Man kann wiklich eure Begeisterung und die tolle Zeit die ihr hattet , spüren. 😃🙌🎉🤗😘😘😘

LKuppersDas macht man eigentlich nur, wenn man sich rückwärts ins Wasser fallen lässt. Mit dem Große Schritt vorwärts ist die Hand von Aaron am Bleigurt schon gut aufgehoben. Das BCD sollte fest gezogen sein, dann passiert dem Hinterkopf nichts.
Roller tour bei Daumaguete
26. februar, Filippinerne ⋅ ☁️ 27 °C
Nach sechs Tauchtagen war Aaron und mir nach einer Pause. Wir liehen uns Roller an der Rezeption aus und wollten die bergige Gegend hinter Dumaguete erkunden.
Am Straßenrand kauften wir Früchte, darunter Neues für Aaron. Die Durian hat es ihm nicht angetan, ich hatte schon bessere, trotzdem guuut!
Zuerst fuhren wir zum Pulangbato Wasserfall. Für ein bisschen Eintritt bekommt man neben dem Wasserfall zwei weitere künstlich aufgestaute Schwimmbecken und ein paar Sitzgelegenheiten. Es war ein schöner kleiner Fleck mitten im Dschungel mit sehr angenehmem Wasser.
Beim zweiten Stopp ging es wieder ins Nass, diesmal allerdings in ein thermales Schwimmbad mit zwei Becken. Nicht zu heiß und sehr entschläunigend!
An einem Stück Straße hier in der Nähe kann man sehen, wie das blubbernde Wasser und schweflig riechender Dampf dem Gestein entspringen.
Entlang dieser Straße sahen wir auch unsere ersten Affen auf dieser Reise. Schon beim Hereinfahren waren uns die Seile links neben einer Brücke über dem Fluss aufgefallen, die wir zunächst nicht einsortieren konnten. Auf dem Rückweg fiel uns auf, dass es sich um eine Affenbrücke handelte, damit diese nicht befahrene Brücke nutzen. Direkt daneben gab es Schilder Aufklärung des Artenschutzes und gegen eine Spende konnte man natürliches Futter erwerben, wenn gerade Affen in der Nähe waren.
Als sich der Sonnenuntergang näherte, wollten wir zu einem Aussichtspunkt fahren. Jemand aus der Tauchschule versparach uns einen coolen versteckten Ort. Auf dem Weg dahin verfuhr ich mich erst mal beim Vorfahren und wir machten einen schönen Umweg durch die spärlich besiedelte, hügelige Landschaft. Wunderschön zu fahren durch das Grün des Urwaldes. Das letzte Stück zum Aussichtspunkt hatte es dann noch in sich: Keine Straße, nur Schotter, Schlamm und Furchen auf einem Feldweg. Den Eingang zum Trampelpfad mussten wir kurz im Gebüsch suchen. Nach einem nicht zu langen, aber recht anstrengenden und abenteuerlichen Aufstieg durch das Unterholz standen wir auf oben auf einem Hügel, der einen Super-Ausblick in das umliegende Panorama bot - seht selbst im Video.
Auf dem Rückweg steuerten wir einen Nachtmarkt an, wo wir uns ein bisschen durchprobierten: Saure Mango (viel zu salzig), Dynamit-Sticks, die gibt es oft hier, das sjnd grüne Jalapeños mit Käse gefüllt und frittiert. Burger und Mountain Dew - sehr amerikanisch, wie vieles hier. Zum Hauptgericht holten wir uns die philippinische Spezialität Lechon, eine Spanferkel-Variante, natürlich mit viel Reis.
Ein richtig toller Tag, der uns einen Vorgeschmack auf das Backpacken mit dem Roller gegeben hat. Nun geht es noch mal für einen Tag mit dem Boot zu Apo Island tauchen und dann auf die nächste Insel.Læs mere
































































































Rejsende
🥰💖😃👍🫶
RejsendeWunderbar, dass du Zeit hast den Blog weiterzuschreiten. Ich hab mich die Tage noch gefragt ob du deine Erlebnisse weiter mit uns teilst.
Rejsende
Street worker??
Rejsende
Freude pur. Kenn ich das Gefühl