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  • Day120

    Rarotonga - Tag 2

    January 27, 2019 in Cook Islands ⋅ ⛅ 29 °C

    Fix frühstücken und dann ab in die Kirche. Ja, richtig gelesen, Kirche. Es ist Sonntag und unsere Vermieter Stu und Lynn haben uns den Sonntagsgottesdienst als traditionelles Event auf Rarotonga ans Herz gelegt. Lynn fährt uns hin, da wir schon spät dran sind. Auf den Beifahrersitz links quetscht sich das französische Pärchen, während ich mit dem polnischen Pärchen, das heute früh angekommen ist, hinten sitze. Wir Frauen tragen alle einen Blumenkranz auf dem Kopf, den uns Lynn noch fix gegeben hat und der hier auf Rarotonga als Kopfschmuck gilt. Der Gottesdienst, bei dem viel gesungen wird, dauert etwas mehr als 1h und wird in Tonga abgehalten. Es fällt auf, das alle Chormitglieder in Weiß gekleidet sind. Für den Rest gilt: Frauen tragen Kleider, Männer Hemd und lange Hose. Nachdem der Gottesdienst beendet ist machen wir uns auf den Rückweg, wobei wir irgendwie das polnische Pärchen in der Kirche verloren haben.

    Mittlerweile ist es Mittag und ich mache mich mit den beiden Franzosen auf den Weg zum Restaurant „Lazy Trout“, der eine Empfehlung von Stu ist. Auf dem Weg dorthin treffen wir Roman & Yvona, das polnische Pärchen wieder. Den „Lazy Trout“, der im Grunde ganz dicht an unserer Unterkunft gelegen ist, finden wir nicht, da wir falsch abgebogen sind, dafür aber ein nettes Take Away. Leider wird hier alles frittiert, was auch das Fehlen schlanker Menschen erklärt. Da die beiden Franzosen bereits heute Nachmittag wieder abreisen, verabschiede ich mich von den beiden auf dem Rückweg, denn ich will noch kurz an den kleinen verlassenen Strandabschnitt, den Lynn empfohlen hat. Ich finde ihn und genieße den Blick auf das aufgewühlte Meer, denn es ist noch immer recht stürmisch. Ich sitze da ca. 20min, als 2 Hunde den Strand entlang spazieren, mich entdecken und geradewegs auf mich zukommen. Vorbei mit meiner Einsamkeit. Nun hatte ich zwei Fellknäule, die buchstäblich ihr Opfer für Streicheleinheiten gefunden hatten bei mir. Zwei ganz liebe Kerle, einer nur noch mit einem Hinterlauf, die es sichtlich genossen, gekrault zu werden. Der rotbraune Zottel auf nur drei Beinen folgt mir sogar bis zur Unterkunft. Und schon hätte ich wohl ein Haustier, würde ich hier wohnen. Übrigens sind die Hunde hier sehr friedlich. Das war eines der Dinge, die mir meine Vermieter gleich zu Anfang mitgeteilt haben. Es gibt viele Hunde auf der Insel, aber sie sind freundlich und neugierig.

    Zurück in meiner Unterkunft verabrede ich mich mit Yvona & Roman für den Besuch des Muri Night Market und beschliesse den Nachmittag zu relaxen und am Pool zu verbringen. Es ist Sonntag, alle Geschäfte geschlossen und ich habe keinen Scooter, um etwas die Insel zu erkunden. Also wird relaxt. Das war auch ganz gut, denn der Tag hatte noch eine Überraschung für uns drei parat. Stu und Lynn borgten uns ihren kleinen Flitzer, damit wir zum Muri Night Market kommen konnten, der doch 10km entfernt stattfand. Unterwegs zeigte ich Roman und Yvona noch den Strand von Muri. Ihr Flug nach Aitutaki geht erst morgen Nachmittag, sodass sie noch etwas Zeit für Strand und Insel haben. Wir kommen also zum Auto zurück und wollen nur noch wenige Meter weiter bis zum Night Market, als das Auto nicht anspringt. Die Batterie ist so tot, dass wir nach drei Mal starten nur noch das Klicken des Anlassers vernehmen. Ich schaue im Kofferraum nach Starterkabeln und werde fündig. Leider bleibt der Versuch ein Auto anzuhalten erfolglos. Also beschließen wir das Auto bis zum Night Market zu schieben. Muss lustig ausgesehen haben. Ich im Kleidchen, Roman auch schicker angezogen, schieben wir den silbernen Kleinwagen ca. 300m bis zum Markt, während Yvona steuert. Wir beschließen, uns davon nicht beirren zu lassen und besuchen erstmal den Markt, auf dem es viele leckere Sachen gibt. Meinen Vorsätzen zum Trotz gibt es doch ein Stück Pineapple-Merenge-Cake, dass ich mir hatte einpacken lassen, aber irgendwie funktioniert das bei mir nicht. Das „ich probiere nur mal kurz“ endete irgendwie mit einem leeren Teller. Wenig später kam noch ein Seafood Curry dazu, bei dem sich Roman und Yvona anschlossen. Gut gestärkt, trat unsere kleine Herausforderung wieder in den Vordergrund. Wir brauchten Starthilfe. Nach einigem hin und her erhielten wir Hilfe und wir machten uns auf direktem Weg zurück zur Unterkunft. Unterwegs fragt mich Yvona, wann denn morgen mein Flug geht und wo ich untergebracht bin. Wir fest, dass die Welt wieder einmal super klein ist, und wir uns auf Aitutaki in der gleichen Unterkunft wiedertreffen werden. Witziger Zufall! Die Batterie des Autos wird auf dem Rückweg immer schwächer und wir haben fast kein Licht mehr, als wir auf das Grundstück unserer Vermieter fahren. Just in time arrived, keine Minute zu spät!
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