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Gravel to Stilfser Joch

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist? Von wegen. Nach unseren ersten beiden Bikepacking-Abenteuern – dem epischen Ritt nach Cres und der Fahrt an den Gardasee – war klar: Wir brauchen die nächste Steigerung. Es geht hoch hinaus. Es wird steil. Read more
  • Trip start
    July 4, 2026

    Wenn der Weg das größte Abenteuer wird

    July 3 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C

    Herzlich willkommen zu unserer dritten Ausgabe der „Gravel to…“-Serie!
    Schön, dass ihr wieder am Start seid. Nachdem wir in den letzten Ausgaben schon ordentlich Staub aufgewirbelt haben, gilt für uns dieses Mal ein ganz besonderes Motto: Der Weg ist das Ziel.
    Wir lassem die Asphaltstraßen links liegen. und haben uns ein Zwischenziel ausgesucht, das schon beim bloßen Gedanken daran für Vorfreude (und ein bisschen Respekt) sorgt. Als absolutes Highlight unseres Trips haben wir uns nämlich keinen Geringeren als den König der Alpenpässe vorgenommen: den Aufstieg ans Stilfser Joch!

    Unser Ziel für diesen Blog: Wir möchten nicht nur Höhenmeter sammeln, sondern dieses Abenteuer direkt zu euch nach Hause bringen. Natürlich freuen wir auch dieses mal wieder auf reichliche Unterstützung von euch allen.

    Kette rechts – ab morgen früh geht es los!

    Viel Spaß dabei.
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  • Raus aus dem Kessel, Kurs auf die Alb!

    July 4 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    Es ist wieder so weit: Die Motoren – oder besser gesagt, die Waden – laufen warm! Wer uns kennt, weiß, dass ein episches Abenteuer auch ein entsprechendes Fundament braucht. Und was soll ich sagen? Das obligatorische Start-Frühstück war mal wieder absolut sensationell. Sagen wir es, wie es ist: Kulinarisch haben wir das erste Bergzeitfahren des Tages schon mal im Stehen gewonnen.Read more

  • Albaufstieg

    July 4 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    Die ersten 70 Kilometer sind im Kasten, Reutlingen liegt hinter uns und das Pflichtprogramm ist offiziell beendet – jetzt beginnt die Kür! Und die hat es direkt in sich: Wir stecken mittendrin im Albaufstieg.
    Wer die Schwäbische Alb kennt, weiß, dass sie einem die Höhenmeter nicht schenkt. Die erste Schiebepassage haben wir schon bravourös gemeistert. Wer sein Rad liebt, der schiebt… oder so ähnlich! Die Waden brennen kurz an, aber die Belohnung folgte auf dem Fuß.
    Das absolute Highlight des Tages? Die Sonne lacht uns eiskalt ins Gesicht! Perfektes Radlwetter, die Stimmung ist auf dem Maximum und die Beine laufen überraschend rund. Wenn es so weitergeht, kann uns heute absolut nichts stoppen.
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  • Ankunft Camping Vöhringer Hof

    July 4 in Germany ⋅ ☀️ 27 °C

    Die erste Etappe liegt hinter uns – und was für ein gelungener Auftakt! Zum Warmwerden gab es heute entspannte 112 Kilometer und 1.432 Höhenmeter, die wir in 6 Stunden und 15 Minuten Fahrzeit weggestrampelt haben. Perfekt, um in den Rhythmus zu kommen und das Material zu testen.
    Als Belohnung gab es direkt einen Volltreffer in Sachen Unterkunft: Wir haben hier auf dem Campingplatz ein richtiges Schmuckstück gefunden. Super gemütlich und absolut ideal für Bikepacker wie uns. Die Zelte stehen und die Atmosphäre ist tiefenentspannt.

    Das Einzige, was jetzt noch zum perfekten Feierabend fehlt, ist ein ordentliches Abendessen. Wir machen uns gleich auf den Weg nach Riedlingen und schauen mal, was die lokale Gastronomie zu bieten hat. Nach der Genusstour heute haben wir uns ein leckeres Essen redlich verdient.
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  • Erste Nacht ist schon rum

    July 4 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C

    Die erste Nacht im Schlafsack liegt hinter uns. Und was soll ich sagen? Sagen wir mal so: Sie war erwartungsgemäß... unruhig. Jedes kleine Rascheln wird nachts plötzlich zum Abenteuer, und die Isomatte muss sich auch erst wieder an unseren Rücken gewöhnen. Aber hey, das gehört zum echten Camping-Feeling einfach dazu!
    Der Rettungsanker des gestrigen Abends war übrigens eine kulinarische Punktlandung: In Riedlingen haben wir noch eine richtig leckere Pizza aufgetrieben. Genau der Treibstoff, den wir brauchten, um unseren strapazierten Kalorienhaushalt nach dem ersten Tag wieder auf „voll“ zu setzen.
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  • Update Tag 2

    July 5 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Beine-Check: Erstaunlich gut! Der Muskelkater hält sich zurück, der Rhythmus stimmt.
    Die Suche nach einem geöffneten Bäcker hat heute leider viel Geduld gekostet. Aber die Kohlenhydrate sind gesichert!
    Es geht überwiegend durch ruhige, angenehme Waldwege – ideal für den Kopf und die Gelenke.
    Die Sonne lässt sich immer mal wieder blicken und sorgt genau im richtigen Moment für Motivationsschübe.
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  • Training ist beendet

    July 5 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    Leute, das Pre-Camp ist offiziell im Kasten! Tag 2 unseres Gravel-Trainings ist beendet und die Beine fühlen sich genau so an, wie sie sich vor einem echten Alpencross anfühlen sollten: schwer, staubig, aber verdammt bereit.
    Morgen wird es ernst. Morgen verabschieden wir uns vom welligen Allgäuer Voralpenland, denn das Tannheimer Tal ruft! Wer die Region kennt, weiß: Das bedeutet knackige Schotterrampen, brennende Oberschenkel und Panorama-Garantie auf zwei Reifen.
    Aber bevor wir morgen die Kettenblätter glühen lassen, steht das Pflichtprogramm für heute Abend an. Und das wird im absoluten Express-Tempo durchgezogen, denn der Blick gen Himmel verrät: Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Ein weitergehen ist im Anmarsch. Vielleicht sehen wir Michis Katastrophenjacke in Aktion.

    Wir campen heute Nacht gemütlich südlich von Kempten, lauschen dem fernen Donner und träumen schon von den morgigen Pässen.
    Drückt uns die Daumen, dass das Wetter hält und die Beine morgen früh die nötigen Watt hergeben. Wir sehen uns auf dem Gravel-Track im Tannheimer Tal!
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  • Ab ins Tannheimer Tal

    July 6 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Es gibt dieses eine Geräusch, das man als Bikepacker am liebsten erst hört, wenn der Reißverschluss des Innenzelts längst zugezogen ist: das erste, leise Klopfen von Regentropfen auf das Außenzelt. Was am Nachmittag noch nach einer feuchten Zitterpartie aussah, wurde gestern Abend zum perfekten Timing. Wir lagen glücklicherweise schon trocken und muckelig in unseren Schlafsäcken, als der angekündigte Regen dann doch noch Ernst gemacht hat.

    Nach einer überraschend erholsamen Nacht (Gravel-Packing macht müde, Regen beruhigt) hieß es heute Morgen: Abbauen, alles trocken verstauen und erst mal... Hunger!
    Wer auch immer die Idee hatte, diese wunderbaren Regiomaten mitten in der Landschaft aufzustellen: Danke!
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  • Elmen

    July 6 in Austria ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir haben das Wunderschöne Tannheimertal hinter uns gelassen und befinden uns nach rund 70km in Elmen. Jetzt werden nochmal die Wasserflaschen gefüllt bevor es dann 15km das Hahntennjoch hoch geht. Das wird das erste richtige Brett der Reise.Read more

  • Hahntennjoch

    July 6 in Austria ⋅ ☀️ 20 °C

    Ein wirklich harter Tag geht zu Ende. Nach 70km feinster Schotterpisten ging es dann ab Elmen das Hahntennjoch hoch. 15km mit durchschnittlichen 6% Steigung haben uns einiges abverlangt. Bei 1884m über dem Meeresspiegel wird die Luft extrem dünn. Belohnt wurden wir mit einer massiven Abfahrt die die Bremsen zum Glühen gebracht hat. Morgen versuchen wir dann von Imst aus den Fuß des Stelvios zu erreichen. Es wird jedenfalls nicht leichter.Read more

  • Bergfest

    July 7 in Austria ⋅ ☁️ 14 °C

    Guten Morgen aus Imst! Der Kaffee dampft, die Beine sind nach den gestrigen Strapazen überraschend gewillt, weiterzufahren, aber beim Griff auf die Wäscheleine folgt der kollektive Dämpfer: Klamm.
    Gestern war eigentlich strategischer Waschtag. Taktisch klug, dachten wir. Was wir in unserer euphorischen Routenplanung aber vergessen haben: Die Sonne ist in den Bergen ein Spätzünder und schafft es morgens einfach noch nicht über die mächtigen Gipfel. Die Radklamotten haben aktuell eher das Prädikat "feuchtes Handtuch" verdient.

    Heute knacken wir wieder die magische 100-Kilometer-Marke. Laut Höhenprofil soll es heute "vermeintlich entspannter" werden. Aber wir kennen diese Profile ja: "Flach" bedeutet im Gravel-Jargon meistens nur, dass man nicht senkrecht an der Felswand klebt.
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  • Reschenpass

    July 7 in Austria ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute haben wir bereits die ersten 50km hinter uns gebracht. Auf meist asphaltierten Wegen ging es durch das Inntal. Super um die Beine von den Strapazen von gestern zu erholen. Jetzt haben wir noch ca 10km vor uns bevor es die 15km den Reschenpass hoch geht.Read more

  • Prad am Stilfser Joch

    July 7 in Austria ⋅ ☁️ 24 °C

    Nach der spontanen Planänderung und dem landschaftlich absolut lohnenden Aufstieg über Martina zum Reschenpass, blicken wir auf einen rundum gelungenen Radtag zurück. Die Strecke über Martina ist wirklich ein Traum und – wie wir heute neidlos anerkennen mussten – auch ein absolutes Eldorado für Rennradfahrer. Der Asphalt rollt super, die Kehren ziehen sich gleichmäßig nach oben und das Panorama entschädigt für jeden Tropfen Schweiß.
    Oben angekommen, wurden wir erst einmal vom Postkartenmotiv des Reschensees und seinem berühmten, aus dem Wasser ragenden Kirchturm begrüßt. Lange hielten wir uns allerdings nicht auf, denn das nächste Highlight wartete schon: die superschnelle, rauschhafte Abfahrt hinunter nach Prad am Stilfserjoch. Der Fahrtwind im Gesicht, das Kribbeln in den Beinen und die Vorfreude im Kopf – einfach genial.
    Jetzt liegen wir in bzw. vor unseren Zelten hier in Prad und die Stimmung ist eine Mischung aus tiefer Ehrfurcht und purer Vorfreude. Wenn wir den Blick heben, können wir ihn schon sehen: den mächtigen Stelvio. Er thront über uns, majestätisch und unbarmherzig zugleich, und lässt uns schon jetzt erahnen, was uns morgen erwartet. Die legendären 48 Kehren rufen!
    Die Räder sind gecheckt, die Energiespeicher werden noch einmal aufgefüllt und die Beine hochgelegt. Morgen früh geht es dann endlich wirklich hoch. Drückt uns die Daumen für bestes Bergwetter – der König Ortler und die Kehren des Grauens (und Glücks) warten auf uns!
    Gute Nacht aus dem Basislager in Prad,
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  • Stelvio

    July 8 in Italy ⋅ ☁️ 28 °C

    Leute, wir haben es geschafft. Das Stilfser Joch ist abgehakt!
    Hinter uns liegen 48 erbarmungslose Kehren, brennende Oberschenkel und ein Höhenrausch, den man sich Meter für Meter hart erkämpfen muss. Und das Beste daran? Während die Rennrad-Fraktion im Carbon-Minimalismus an uns vorbeizog, waren wir heute die Einzigen, die das Ganze mit vollem Gepäck durchgezogen haben. Jeder Kilo Ausrüstung hat sich in den Kehren doppelt so schwer angefühlt, aber das Gefühl hier oben? Unbezahlbar.

    Auf der Strecke war heute absolut die Hölle los. Ein buntes, wildes Gewusel aus unzähligen Rennradlern, die sich die Kehren hochquälten, und Heerscharen von Motorradfahrern. Letztere hatten allerdings teilweise mehr mit den engen Radien der Tornantis zu kämpfen als wir mit der Steigung. Der ein oder andere Biker hat die Schwerkraft und den Wendekreis unterschätzt und seine Maschine unfreiwillig auf die Seite gelegt. Zum Glück schien es meistens beim verletzten Stolz und ein paar Kratzern im Lack zu bleiben.
    Funkstille aus gutem Grund
    Eigentlich wollten wir uns direkt vom Gipfel bei euch melden, aber wer das Joch kennt, weiß: Die Schweizer Grenze ist direkt um die Ecke. Und bevor uns die Roaming-Gebühren der Schweizer Mobilfunknetze das Budget für die nächsten Wochen auffressen, haben wir das Smartphone lieber im Flugmodus gelassen und die Aussicht ganz analog genossen.
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  • Abfahrt vom Stelvio

    July 8 in Italy ⋅ ☁️ 28 °C

    Was für ein Tag, Leute! Gestern stand noch ein weiteres Highlight auf dem Programm. Die Abfahrt vom Passo dello Stelvio. Doch statt des klassischen Trubels auf der Hauproute haben wir uns für das "Schweizer Geheimnis" entschieden – die Abfahrt über den Umbrailpass.
    Und was soll ich sagen? Es war ein absoluter Traum!
    Während sich auf den Standard-Routen die Stoßstangen aneinanderreihen, hatten wir die endlosen Serpentinen fast komplett für uns alleine. Es scheint fast so, als sei diese epische Strecke auf den Navis der Motorrad-Community noch gar nicht gelistet. Uns sollte es recht sein: Fast kein Gegenverkehr, rasiermesserscharfe Kurven und das pure Gefühl von Freiheit auf zwei Rädern. Wer die Bremsscheiben mal so richtig glühen lassen will, ist hier genau richtig.
    Der perfekte Ausklang: Pool & Pizza
    Nach den glühenden Höhenmetern der Abfahrt gab es im Tal nur noch ein Ziel: Den Campingplatz ansteuern und die müden Waden kühlen. Der Sprung in den Pool war die absolute Erlösung nach den Strapazen des Aufstiegs.
    Und weil wir uns ja schließlich im Epizentrum der Kulinarik befinden, gab es am Abend das einzig wahre Radler-Treibstoff-Programm: Pizza, wie sie nur in Italien schmeckt. Knuspriger Rand, frische Zutaten und die perfekte Dosis Kohlenhydrate, um die Speicher für die nächsten Etappen randvoll zu machen.
    Roadahead: Nächster Halt Meran
    Frisch regeneriert sitzen wir schon wieder im Sattel. Der Kaffee ist getrunken. Jetzt geht es erst einmal entspannt weiter Richtung Meran, wo wir das mediterrane Flair genießen, bevor uns die Route langsam, aber sicher wieder zurück in den Norden führt.
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  • Camping Bergkristall

    July 9 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach den gestrigen Tag gab es heute Morgen die wohl schönste Belohnung, die man sich auf dem Sattel vorstellen kann: eine gefühlt endlose, lange Abfahrt hinunter nach Meran. Der Fahrtwind im Gesicht hat die müden Beine vom Vortag erst einmal perfekt freigepustet.
    In Meran angekommen, hieß es erst mal: Boxenstopp. Bei einem gemütlichen kleinen Frühstück haben wir die Energiespeicher aufgefüllt, denn wir wussten ja, was uns noch bevorsteht. Ausgeruht wird sich schließlich woanders!

    Kaum waren die Brötchen und der Kaffee verdrückt, drehte sich die Straße auch schon wieder um. Ab jetzt hieß es: Kette links und Blick nach Norden, immer dem Berg entgegen. Bis kurz vor St. Leonhard im Passeiertal konnten wir uns noch halbwegs warmfahren, doch dann war Schluss mit lustig.
    Vor uns lagen die finalen 15 Kilometer des Tages mit knackigen 700 Höhenmetern am Stück – das Etappenziel fest im Blick: der Campingplatz Bergkristall. Ein absolut treffender Name für diese Kulisse!
    Unterwegs konnten wir schon einen epischen Blick auf das erhaschen, was uns morgen erwartet: der Grenzübergang rüber ins Ötztal. Spoileralarm: Das wird morgen noch mal eine richtig fette Hausnummer! Die Beine brennen schon beim bloßen Drandenken, aber die Vorfreude überwiegt.
    Das Beste zum Schluss: Das Wetter hält sich weiterhin absolut traumhaft. Kaiserwetter in den Alpen – so macht Radurlaub einfach Bock.
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  • Timmelsjoch

    July 9 in Italy ⋅ ☀️ 21 °C

    Mega Tag! Uns brennen die Waden, das Grinsen kriegen wir nicht mehr aus dem Gesicht und im Kopf läuft immer noch der Film der letzten Stunden. Heute stand er an: der letzte ganz große Endgegner unserer Tour. Das Timmelsjoch.
    Der König des Tages: Hochwürgen im Sonnenparadies
    Schon beim Aufstehen war klar: Das Wettergott-Abonnement hat sich bezahlt gemacht. Bei absolutem Kaiserwetter und strahlendem Sonnenschein haben wir die ersten Kehren in Angriff genommen. Serpentinen-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten – Kurbel um Kurbel, Kehre um Kehre haben wir uns die Bergwelt hochgeschraubt. Wenn der Rhythmus erst mal sitzt und das Panorama mit jedem Höhenmeter epischer wird, vergisst man fast, wie weh die Beine eigentlich tun. Fast.
    Oben angekommen: Purer Rausch. Die Luft dünn, die Aussicht gigantisch, das Gefühl unbeschreiblich.
    Die Belohnung: Das ewige Rollen
    Wer hart klettert, darf auch fliegen. Nach der Passhöhe hieß es: Windweste an, Bremsen checken und ab dafür! Die Abfahrt ins Ötztal war gefühlt endlos. Ein absoluter Traum aus Flow, Kurven und purem Speed, der uns das Adrenalin nur so in die Adern geschossen hat. Wir sind quasi bis nach Imst gerauscht, während die Landschaft im Zeitraffer an uns vorbeizog. Aktuell befinden wir uns in unserem letzten Camp am Fernsteinsee

    Der Tag in Zahlen
    Distanz: 120 km
    Höhenmeter: 2.200 hm
    Fahrzeit: 8:02min
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  • Tag 8 nochmal Gravel

    July 11 in Austria ⋅ ☀️ 17 °C

    Und da ist er auch schon – der achte und damit unweigerlich letzte Tag unseres Bikepacking-Abenteuers. Hinter uns liegen Tage voller Schweiß, Höhenmeter und grandioser Ausblicke. Heute hieß es ein letztes Mal: Taschen festzurren und ab auf die Piste!
    Auf dem Plan standen knapp 60 Kilometer, die uns vom malerischen Fernsteinsee über den legendären Fernpass bis nach Pfronten im Allgäu führen sollten.
    Kaiserwetter und Schotter-Feuerwerk
    Petrus muss ein Gravel-Fan sein – anders lässt sich dieses Timing nicht erklären. Bei absolutem Traumwetter und strahlendem Sonnenschein konnten wir dem Fernpass heute ordentlich auf den Zahn fühlen. Statt Asphalt-Monotonie gab es für die Reifen noch einmal feinsten Schotter. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um ein paar richtig geniale Gravelstrecken zu testen. Die Reifen haben gegriffen, die Beine haben (überraschenderweise) noch mitgemacht und das Grinsen im Gesicht wurde mit jedem Kilometer breiter.
    Das Wunder der Pünktlichkeit
    Unser Ziel: Der Bahnhof in Pfronten. Und was soll ich sagen? Timing ist alles! Wir sind wirklich auf die Minute genau am Bahnsteig eingerollt. Wer viel mit dem Rad und dem Zug unterwegs ist, weiß, dass ab hier das eigentliche Abenteuer beginnt.
    Aber heute war der Bikepacking-Gott komplett auf unserer Seite: Selbst mit der Deutschen Bahn hat alles absolut reibungslos geklappt. Keine Zugausfälle, keine verpassten Anschlüsse, kein Stress im Fahrradabteil. Ohne jegliche Verzögerungen sind wir wohlbehalten und glücklich in Stuttgart angekommen.

    Zeit, DANKE zu sagen!
    So eine Tour schüttelt man nicht mal eben aus dem Ärmel. Deshalb ist jetzt der perfekte Moment, um danke zu sagen:
    An euch alle da draußen: Vielen Dank an jeden Einzelnen, der uns in den letzten Tagen digital oder mental begleitet, die Daumen gedrückt und unsere Berichte verfolgt hat! Euer Feedback hat uns auf den harten Anstiegen extrem motiviert.
    An die wichtigste Support-Crew überhaupt – unsere Familien: Ein riesiges Dankeschön, dass ihr uns für diese Woche den Rücken freigehalten und auf uns verzichtet habt. Ohne euren Support wäre so ein Trip überhaupt nicht machbar

    Bis Bald Michi, Marco und Marco
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    Trip end
    July 11, 2026