• Marion Henkels
  • Silberbart
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Ab in den Süden

Endlich wieder Richtung Süden unterwegs - wir nehmen uns Zeit bis Ostern. Read more
  • Valencia

    March 27 in Spain ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach sehr ruhiger Nacht fahren gegen 8.30 Uhr pünktlich nach dem Frühstück zwei Forstbeamte der Guardia rural vor und kurz danach unverrichteter Dinge wieder weg 🙈🙉🙊.
    Wir starten nach Valencia City und parken etwas außerhalb der Altstadt. Statt 1 Stunde zu laufen, nehmen wir für 2 € pP die Linie 19, nur 20 Minuten bis Xàtiva.
    Es erwartet uns eine faszinierende Ciutat Vella = Altstadt, eine der größten Altstädte Europas, für die man eigentlich mehrere Tage bräuchte. Wir lassen uns ein bisschen treiben, der Trubel nimmt langsam zu.
    Eine geballte Fülle an uralten Gemäuern und prunkvollen Wohn- und Geschäftshäusern.
    Die Fotos können nur einen ungefähren Eindruck von der überwältigenden Schönheit der sehr gepflegten Fassaden vermitteln.
    Mittags haben wir mit dem Menü im El Trovador den richtigen Riecher. Sehr gutes Essen und authentisches Ambiente. Die Gäste, darunter viele Arbeiter in ihrer Montur, aber auch erfolgreiche Shopping-Queens, stehen hierfür bis auf die Straße an.
    Langsam wieder Richtung Parkplatz erwartet uns dort eine böse Überraschung: das Dreiecksfenster auf der Beifahrerseite ist zertrümmert 🔨, der Camper durchwühlt.
    Bis auf einen Fotoapparat fehlt nichts, gut, dass wir Bargeld und Papiere nicht im Auto gelassen haben.
    Erstmal zur nächsten Polizeistation (nach langer Parkplatzsuche 😵‍💫), die Anzeigenerstattung dauert gut 1,5 Stunden.
    Dann zu Glassdrive Valencia Verdeguer, eine Folie auf den Schaden kleben lassen und die Ersatzscheibe bestellt.
    Wenn wir Glück haben, kann die Reparatur Montag, sonst hoffentlich Dienstag erfolgen.
    Bis dahin haben wir uns 20 km außerhalb auf dem CP Devesa Gardens Camping & Resort einquartiert. Ab heute gelten die "Osterpreise", fast doppelt so teuer wie noch gestern.
    Shit happens - aber wir werden jetzt ein paar ruhige Tage 🌞😎 genießen.
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  • El Faro de Cullera

    March 28 in Spain ⋅ ☀️ 14 °C

    Nach einem ernüchternden Rundgang um unseren CP -
    viele meist kostenpflichtige Angebote eher für Familien mit Kindern 😌,
    der Laden hat an frischem Gemüse nur Zwiebeln und Knofi 😭,
    Terrasse des Restaurants wird renoviert 😵‍💫 ...
    schwingen wir uns auf's Moped und fahren ca. 20 km südlich zum Faro de Cullera. Es handelt sich um einen hübschen Leuchtturm, leider nicht zugänglich, mit Klippen und kleinen Buchten an der einzig "wilden" Küste um Valencia herum.
    Inbetriebnahme im Jahr 1858 und bis heute in Betrieb. Ursprünglich wurde er mit Olivenöl betrieben, bevor er später elektrifiziert wurde.
    Der Faro de Cullera (Leuchtturm von Cullera) und das umliegende Kap spielten historisch eine entscheidende Rolle für die Verteidigung der valencianischen Küste. Während er heute vor allem als Wahrzeichen und Ausflugsziel dient, war er früher ein strategischer Militärpunkt. Sehr schön saniert und mit Infotafeln versehen.
    Mittags kehren wir auf ein leckeres Fischgericht in die Tapasbar BluMar (in 2. Reihe) ein.
    Den restlichen Nachmittag chillen wir lieber noch in der Sonne 🌞😎.
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  • L'Albufera mit Tancat de Milia

    March 29 in Spain ⋅ 🌬 14 °C

    Heute wollen wir uns ein wenig im Naturpark L'Albufera, benannt nach dem größten Süßwassersee Spaniens, umsehen.
    2 km Luftlinie, 15 km kreuz und quer durch die Reisfelder 😌.
    Der See ist von über 20.000 ha Reisfeldern umgeben. Sie sind essenziell für das Ökosystem und die Wasserregulierung der Lagune. Genau hier entwickelten die Bauern eines Tages ein einzigartiges Rezept: die Paella 🥘. Die Tradition des Reisanbaus auf den saisonal gefluteten Feldern ist bis heute lebendig, ebenso wie die Fischerei in L’Albufera. Dieses bedeutende Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet) beherbergt zahlreiche endemische und bedrohte Arten und ist mit über 300 Vogelarten ein wahres Gebiet für Vogelliebhaber. Der Park bietet eine große Vielfalt an Ökosystemen, von Marschland über mediterrane Wälder bis hin zu unberührten Stränden.
    Wir laufen zum Tancat de Milia mit einem Mirador, der einen guten Ausblick über See und Felder erlaubt.
    Der Tancat de Milia ist ein Feuchtgebiet und ehemaliges Reisfeld im Naturpark Albufera de Valencia in Spanien, in der Nähe von Sollana. Es dient heute als künstliches Feuchtgebiet zur Wasserreinigung (Tancat), das nährstoffreiches Wasser aus der Albufera filtert, bevor es wieder in den See gelangt, und bietet einen Lebensraum für Vögel.
    Es ist Teil eines Projekts zur ökologischen Wiederherstellung und Verbesserung der Wasserqualität im Naturpark. Ein "Tancat" ist typisch für die Albufera, ein eingezäuntes, trockengelegtes Gebiet für den Reisanbau, das hier nun renaturiert wird.
    Der Albufera Valenciana ist Bedrohter See des Jahres 2020.
    Schon toll, wie die Spanier sich hier einsetzen um die Natur zu schützen und zu bewahren 🤗.
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  • Centre d'Interpretació Racó de l'Olla

    March 29 in Spain ⋅ 🌬 14 °C

    Das Besucherzentrum bietet sehr interessante Informationen (leider überwiegend auf spanisch) über das gestern und heute dieses einzigartigen Naturparkes.
    Von einem Aussichtsturm aus kann man einen Großteil der Landschaft mit Flora und Fauna betrachten und genießen.
    Anschließend fahren wir noch nach El Perelló, um dort ein leckeres Mittagsmenü - unerwartet mit 🐌 Schnecken 🐌 in der 🥘Paella 🥘 - zu genießen.
    Der kalte böige Wind (Böen bis 60-70 km/h) lässt uns schnell den Hafen verlassen und zurück zum geschützten CP fahren. Heute Vormittag mussten wir 5 Plätze nach vorne umziehen (der CP ist quasi ausgebucht), vielleicht haben wir hier ein paar Minuten länger Sonne 🌞.

    Kurzer Nachtrag:

    In Valencia konnten wir ganz frische Horchata de Chufa (Orxata de Xufa) probieren.
    Das in ganz Spanien beliebte Kaltgetränk hat seinen Ursprung in der Ortschaft Alboraya. Dort wird die Erdmandel schon sei über 400 Jahren in großem Maße angebaut. Ihre Knollen werden gewaschen und gemahlen, aufgeweicht und in mehreren Durchgängen gepresst. Durch Hinzufügen von Zucker und Wasser zu dem daraus gewonnenen Extrakt entsteht dann die milchige Flüssigkeit, reich an Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Phosphor, Kalium, Vitamin C und Vitamin E.
    Eiskalt ein echt leckerer Genuss 🥛🥛.
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  • Camping La Fallera Massanassa Valencia

    March 30 in Spain ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir müssen heute vom CP runter (wegen Osterferien ausgebucht) und beschließen, den Womo-Stellplatz La Fallera, 10 km von Glassdrive entfernt, anzusteuern.
    Von der Ersatzscheibe haben wir heute erwartungsgemäß leider nichts gehört. Vielleicht hoffentlich morgen 😇.
    Auf dem Stellplatz ist alles sehr neu; einfach, sauber und funktional.
    Eine eindeutige Empfehlung für Camper, die Valencia besuchen wollen 🤗, besser mit Reservierung!
    Mit dem Moped fahren wir in die Altstadt und parken an den Torres de Quart, Zwillingstürmen im spätgotischen Stil, die im 15. Jh. als Teil der Stadtmauer errichtet wurden. Die riesigen Löcher in der Fassade sind Spuren von Kanonenschüssen im Unabhängigkeitskrieg gegen Napoleonische Truppen 1808.
    Wir streifen ein bisschen durch das nordwestliche Altstadtviertel El Carme und machen eine erste Trink-Pause im Tasca El Botijo, einer der unzähligen Tapasbars hier.
    Für den Mittagssnack befragen wir Herrn Google - und das gut bewertete kleine Tapaslokal Sueño Andaluz (andalusischer Traum) hat gewonnen. Wir sitzen quasi im Park neben dem Springbrunnen und genießen wieder interessante Köstlichkeiten. Nicht ganz so preiswert wie bisher, trotzdem unbedingt lohnenswert.
    Mangels Mistela (süßer Likörwein) gibt es hier keinen Barrejat.
    Wir probieren daher die uns empfohlene lokale Spezialität Reislikör mit Zimt (genau mein Ding 😉), würde ich aber zuhause nicht unbedingt trinken, gefährlich süffig 😇.
    Spanischer Reislikör (oft Licor de Arroz oder Crema de Arroz), besonders aus dem Ebro-Delta oder Valencia, ist eine cremige Spezialität, die geschmacklich an Milchreis mit Zimt und Zitrone erinnert. Er wird meist auf Milchbasis hergestellt, hat etwa 15-17 % Alkohol und wird eiskalt als Dessert-Digestif genossen. 
    Sonst noch Fragen 🌞?
    Das bekannteste aller Stadtviertel ist richtig ursprünglich und genießt einen wohlverdienten Ruf als Paradies für Liebhaber der mediterranen Gastronomie und der Freizeitgestaltung. Heute sind nicht so viele Touristen hier, daher vermittelt das Barrio del Carmen den Eindruck, als sei es das Szeneviertel der Menschen, die hier leben ...
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  • Wir warten ...

    March 31 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Eine WhatsApp blieb unbeantwortet, also fahren wir nochmal zu Glassdrive. Der ältere Kollege tut sich echt schwer mit dem Übersetzen, irgendwann erfahren wir, dass die Scheibe wohl morgen kommt und nachmittags ab 16 Uhr eingesetzt wird. GARANTIERT 😅🤓😌, sagt er.
    Ralf traut dem Braten nicht - wir müssen beide an unsere schlechten Erfahrungen mit dem Landi in Norwegen denken 😵‍💫😬🙄.
    Also fahren wir zu Bauhaus und kaufen eine 2,5 mm dicke Plexiglasscheibe sowie Eisensägeblätter. Nur, falls es morgen garantiert nichts wird mit Glassdrive 🫣.
    Mittags kehren wir hier im riesigen Industriegebiet in eines der gut bewerten Restaurants ein: Restaurante Valeus - hier hocken die ganzen einheimischen Beschäftigten der umliegenden Firmen.
    Die Entscheidung war mal wieder richtig. Bei 22° Grad ein schattiges Plätzchen im Biergarten und ein leckeres Menü, was will man mehr?
    Zurück auf dem Womo-Platz wird dann doch noch ein bisschen gebastelt. Der Prototyp eines Plexiglasdreieckfensters 🔺️ entsteht.
    Für künftige Reisen ...
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  • Wir verlassen Valencia für Castelló

    April 1 in Spain ⋅ 🌬 16 °C

    Bis 16 Uhr müssen wir uns beschäftigen, den Platz aber leider bereits um 12 Uhr verlassen.
    Also alles in Ruhe fertigmachen, ausgiebig duschen, einkaufen und das Restaurant La Bascada, eine klassische Tapas- und Sandwich-Bar um die Ecke, entdecken. Wir können direkt gegenüber parken und verspeisen leckere Bocadillos mit Tomate, Käse und Schinken. Das reicht uns heute für mittags.
    Vielen Dank für's Daumendrücken 😇👍:
    allen Unkenrufen zum Trotz wird heute tatsächlich eine getönte Dreieckscheibe eingebaut. Das dauert allerdings etwas, Spanier haben die Ruhe weg.
    Wir trinken einen Kaffee gegenüber und holen den Camper dann kurz nach 17 Uhr ab.
    Keine 125 € (davon ca. 25 € Lohnkosten) und damit unter der Selbstbeteiligung für die Versicherung 😅.
    Jetzt kämpfen wir uns durch den Berufsverkehr - teilweise gibt es 7 Spuren nebeneinander, Parken in 2. Reihe und jede Menge kreuz und quer 😵‍💫...
    Wir finden bei Park4Night einen kostenlosen Womo-Stellplatz in La Torre d'en Doménec, Castelló, einem netten Dorf mit ca. 175 Einwohnern, etwas abseits der Küstenstraße.
    Das El Racó de la Torre im Ort ist eine nette kleine Tapasbar, wir werden sehr freundlich empfangen und mit leckeren Tapas versorgt.
    Der Ort und die Landschaft hier sind wunderschön, leider sind jetzt schon und bis mindestens Freitagmittag Sturmböen bis zu 75/90 kmh angesagt 🌬🌬.
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  • Bonsecours, Sévérac d'Aveyron

    April 2 in France ⋅ ⛅ 9 °C

    Nach einer böigen Nacht machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Heimat. Kurz vor der spanisch-französischen Grenze tanken wir in Vilamalla für sensationelle 1,679 € je Liter Diesel ⛽️, hier sind allerdings auch nur 10 % MwSt. drauf.
    Die Fahrerei ist anstrengend, viel Verkehr, viel Stau und ständig richtig heftige Böen bis
    90 km/h.
    Unser heutiges Etappenziel ist das Centre Routier de Bonsecours in Sévérac-d'Aveyron, Frankreich. Hier wollen wir lecker essen und auch übernachten.
    Das Restaurant gehört zu den Relais Routiers - eine französische Institution.

    Wer sie noch nicht kennt, hier einige Informationen:

    Es handelt sich um preiswerte, gemütliche Restaurants an Nationalstraßen, die ursprünglich für LKW-Fahrer gedacht waren, aber heute auch bei Touristen sehr beliebt sind.
    Obwohl ihre Zahl von früher 4.500 auf heute etwa 350 bis 700 gesunken ist, bleiben sie ein Geheimtipp für Reisende abseits der teuren Autobahnen.
    Ein echtes "Relais Routier" erkennt man an dem runden blau-roten Logo mit der Aufschrift "Les Routiers".
    Um dieses Label zu tragen, müssen Betriebe bestimmte Kriterien erfüllen: 
    • Menu Complet: Ein festes Menü bestehend aus Vorspeise (oft Buffet), Hauptgang, Käseplatte, Dessert, Wein und Kaffee.
    • Preis-Leistung: 
    Das komplette Menü kostet meist zwischen 14 € und 17 €.
    • Ausstattung: Es muss ein großer LKW-Parkplatz sowie saubere Duschen für die Fahrer vorhanden sein.
    • Atmosphäre: Die Küche ist traditionell-französisch ("Cuisine Canaille"), die Portionen sind großzügig und die Stimmung ist familiär und unkompliziert.
    Tipps für den Besuch:
    • Suche: die offizielle Relais Routiers Karte oder den gedruckten Guide des Relais Routiers (erscheint jährlich) nutzen, um geöffnete Lokale zu finden.
    • Etikette: In Frankreich wartet man im Eingangsbereich, bis einem ein Tisch zugewiesen wird – auch in einfachen Routiers.
    • Öffnungszeiten: Viele schließen am Wochenende oder haben unter der Woche eine Pause zwischen Mittag- und Abendessen.
    Heute Abend erwartet uns ein ausgewogenes gutbürgerliches Menü, man hätte immer noch Nachschlag bekommen können. Zum Nachtisch gab es noch eine Auswahl an Käse und Mousse au Chocolat...
    Es füllt sich langsam, überwiegend dürften hier heute die LKW-Fahrer essen und später - wie wir auch - übernachten.
    Wir haben in der Vergangenheit schon häufiger sehr gut, sehr authentisch und sehr preiswert in Les Routiers gegessen.
    Absolute Empfehlung 👍😋👍.
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  • Hinter Trier

    April 3 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute hieß es eigentlich nur Strecke machen.
    Relativ wenig Verkehr, relativ wenig Stau, relativ windstill, trotzdem anstrengend.
    Wir waren von gestern Abend noch satt, also direkt los und mittags in Lapalisse ein leckeres Baguette mit Kaffee genossen.
    Tanken war heute spannend. Alle Total-Tankstellen in Frankreich mit 2,099 €/l hatten keinen Diesel mehr 😵‍💫🙄. Also teurer getankt und dann nochmal in Luxemburg.
    A L L E Tankstellen in Luxemburg verkaufen heute Diesel zum gleichen Preis: 2,021 €/l - das ist doch wohl klasse 🤗.
    Jetzt haben wir es bis kurz hinter Trier geschafft und übernachten auf einem ruhigen Wanderparkplatz.
    Morgen noch knapp 200 km bis nach Hause.
    Der Süden-🐧 endet damit und wir freuen uns schon auf die nächsten Reisen - jetzt ein paar Mal innerhalb von Deutschland.
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    Trip end
    April 3, 2026