• Von Insel zu Insel

    July 12, South Pacific Ocean ⋅ ⛅ 27 °C

    Die letzten Tage auf Tahuata mit seiner Schwesterinsel Hiva Oa, Fatu Hiva und zuletzt Ua Huka vergingen leider viel zu schnell. Wir kommen meist gegen 6 Uhr bei Sonnenaufgang an. Da stehe ich in der Regel schon seit einer Stunde oben auf der Aussichtsplattform vor der Brücke, habe einen heißen Kaffee in der Hand und lasse mir die französischen Croissants schmecken. Sobald die Aranui ihre Beiboote ins Wasser gelassen hat erwachen dann auch langsam die Buchten zum Leben und es beginnt ein neuer Tag in der Südsee.

    Und während die Fracht so entladen wird, mache ich mich auch schon auf, entweder in einer geführten Tour oder auch alleine, die Insel zu erkunden. Das ist immer ganz witzig. Bei der 15 km Wanderung durch die Berge auf Fatu Hiva musste bspw. jeder unterschreiben, dass er auch wirklich in der Lage ist die Strecke (die Schwierigkeit wurde angegeben mit 10/10) zu schaffen und pünktlich wieder zurück am Pier ist. In französischer Grand Randonnée Tradition bin ich aber gut durchgekommen.

    Im Übrigen ist französisch Polynesien ja französisches Staatsgebiet. Die Insulaner haben französische Pässe und das ganze Geld für Verwaltung und öffentliche Infrastruktur kommt aus Frankreich. Die Medallie hat allerdings, wie so oft, zwei Seiten. Schließlich fanden zwischen 1960 - 1996 auch hier unten auf Fangataufa und Mororua in Summe 193 französische Atomwaffentests statt. Dass es in der Bevölkerung auffallend viele Gehbehinderungen gibt, kann eine Folge davon sein. In jedem Fall ist das aber ein Grund, dass die Festland-Franzosen hier nicht unbedingt willkommen sind.

    Unabhängig davon sind die Marquesaner aber nach wie vor alle super freundlich. Jeder grüßt jeden im Shaka Style und so ist es auch uralte Tradition, dass beim Verlassen der Aranui die Seeleute Blumen in das Wasser werfen. Es ist ein Zeichen der Dankbarkeit für die Gastfreundschaft und dass man verspricht hier an das Ende der Welt wiederzukommen. Ein sehr bewegender Moment!
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