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  • Day15

    Bosjön>Flötningen

    August 27, 2019 in Sweden ⋅ ⛅ 19 °C

    Den heutigen Bericht teile ich mal in drei Teile auf. Warum? Siehe Teil 2.
    Heute soll es ein langer Schlag werden. Ich rechne mit 30 km und bei dem Untergrund, den ich bisher vorfand, mit mindestens 10 Stunden reiner Wanderzeit. Mehr als drei Kilometer pro Stunde ist hier für mich nicht drin.
    Die aufgehende Sonne kitzelt mich durch das klitzekleine Fenster, taucht den Raum in ein goldenes Licht und macht die Behausung zu einem freundlichen Ort.
    Um sieben Uhr bin ich wieder auf dem Trail (wer mich kennt, weiß, was das für mich bedeutet).
    In den ersten zehn Kilometern liegt noch einmal alles drin. Es geht nun durch höheren Nadelwald, denn ich bin unter 800 Höhenmetern. Der Wuchs ist hier wieder kräftiger als weiter oben. Was 100 Höhenmeter so ausmachen! Die Moorflächen dagegen sind nicht weniger geworden. Zu meinem Leidwesen ist der Pfad heute schlecht und wenig markiert. So bin noch mehr froh als sonst über jede Holzplanke, die über den Modder führt. Durch viele Moorwiesen muss man aber auch so stiefeln. Wie das schmatzt, wenn ich die versinkenden Stiefel aus dem Wasser ziehe! Manches Mal ist es knapp davor, das eklig braunes Wasser in die Stiefel rinnt. Doch immer habe ich Glück.
    Als ich einen Blick auf eine etwas abgelegene alte Sennerei werfe, ist der Weg weg! Erst irre ich ein wenig herum, doch das Navi zeigt, das ich im Kreis laufe. Dann erinnere ich mich, dass ich doch den neuen Kompass dabei habe. Der kommt jetzt zum Einsatz. Und tatsächlich finde ich mit seiner Hilfe zurück auf den Trail.
    Vier Stunden brauche ich für diese zehn Kilometer! Zwei Kilometer pro Stunde, was für ein Wahnsinn! Dann ist das Naturschutzgebiet, durch das ich seit Tagen laufe, zu Ende. Kurz darauf geht der Trail in einen Schotterweg über. Nun geht es wieder schneller voran. In Windeseile laufe ich in Flötlingen ein, dem Sehnsuchtsort momentaner Begierden...
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