• Uppsala: Der Linnéische Garten

    18. juli, Sverige ⋅ ☁️ 18 °C

    Auf meinem Stadtspaziergang ist die erste Station der Linnaeus-Garten. Er öffnet um 11 Uhr. Stark besucht ist er nicht. Uppsala hat Ferien und die Touristen sind wahrscheinlich eher in Stockholm.
    Der Garten lag früher am Stadtrand, heute liegt er mittendrin. Vom Tor aus schreitet man auf die Orangerie zu, links und rechts des mittleren Weges sind zahlreiche Beete angelegt, in denen es üppigst in den verschiedensten Farben blüht. Jede Blume hat ein Schild, auf dem der Name zu lesen ist, so wie Lillé sie benannte und katalogisierte. Dieser Garten ist sehr alt (360 Jahre) und wurde bereits vor Lillés Zeiten angelegt. Alles nachlesbar auf den informativen Infotafeln, die in der Orangerie aufgehängt sind. Ich habe sie beigefügt. Den ein oder anderen interessiert es vielleicht. Seit der Gartengründung hat sich im Garten selbst nicht viel verändert. Ein Ort der Ruhe innerhalb der Mauern.
    Man kann auch das Wohnhaus von Lillé besichtigen. Gut situiert muss er gewesen sein. Echte Papiertapeten zieren sämtliche Wände, nicht selbstverständlich vor 300 Jahren. Nun, er war ja auch Professor und hoch angesehen unter den Botanikern. Sein größter Verdienst ist wohl die Klassifizierung der Pflanzen nach einfachen Kriterien. Ein Blumenname besteht demnach immer aus zwei Teilen, (Gattung und Art) - auf Lateinisch natürlich. Nachzulesen in seinem Werk „Systema Naturae“. Es hat noch heute Bestand. Großartig. Einen originalen Band von 1748 findet man ausgestellt in seinem Wohnhaus. Als er es verfasste, wohnte er hier noch nicht.

    https://www.uu.se/linnetradgarden/om-tradgarden
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