• Der Dom von Helsinki

    22. maj, Finland ⋅ 🌧 16 °C

    Wer in Helsinki ankommt, steuert unweigerlich auf ihn zu: Der Dom von Helsinki (Helsingin tuomiokirko) thront majestätisch über dem Senatsplatz und ist das unumstrittene Wahrzeichen der finnischen Hauptstadt. Mit seiner schneeweißen Fassade und den hellgrünen Kuppeln prägt er die Skyline der Stadt wie kein anderes Gebäude.

    Die Geschichte des Doms ist eng mit der russischen Vergangenheit Finnlands verknüpft. Als Finnland im 19. Jahrhundert Teil des Russischen Kaiserreiches wurde, beschloss Zar Alexander I., Helsinki zur neuen, repräsentativen Hauptstadt zu machen.

    Der berühmte deutsche Architekt Carl Ludvig Engel wurde damit beauftragt, das gesamte Zentrum im klassizistischen Stil neu zu entwerfen. Seine Vision für die monumentale Kirche: Ein symmetrischer Prachtbau in Form eines griechischen Kreuzes.

    Satte 22 Jahre wurde an dem monumentalen Bauwerk gearbeitet (von 1830 bis 1852). Architekt Engel erlebte die Fertigstellung leider nicht mehr.

    Eingeweiht wurde das Gebäude als Nikolaikirche – benannt sowohl nach dem heiligen Nikolaus (dem Patron der Seefahrer) als auch zu Ehren des damaligen Zaren Nikolaus I. Erst mit der Unabhängigkeit Finnlands im Jahr 1917 verlor die Kirche ihren russischen Zarennamen.

    Wer das prachtvolle Äußere sieht, ist oft überrascht, wenn er durch die Türen tritt: Typisch lutherisch ist der Innenraum extrem schlicht, hell und schnörkellos gestaltet. Keine bunten Wandmalereien oder goldener Prunk – stattdessen herrscht hier eine absolut beruhigende, cleane Eleganz.

    Ein geniales architektonisches Detail versteckt sich übrigens ganz oben: Auf den Dächern des Doms wachen die zwölf Apostel aus Zink über die Stadt. Es ist weltweit eine der größten zusammenhängenden Sammlungen von Zinkskulpturen!
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