August - September 2017
  • Day25

    New York, New York, New York

    September 4, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Stadt, die nie schläft. Die laut Alishia Keys inspirieren soll und in der du dich brandneu fühlen kannst👼 Zwar haben wir nicht viel von der nächtlichen Aktivität mitbekommen, da es teilweise nachts regnete, wir gegen Mitternacht müde in unserer Mariott Hotelbetten fielen und ich ja leider 1 Jahr zu jung bin, um in Bars und Discos zu kommen💃 Doch Alishia hat nicht zu viel versprochen, wie wir nach einem Flugtag mit der mittelmäßigen Fluglinie American Airlines✈️ bereits feststellten. Aber von vorne : Zuerst einmal ging es für 60$, was uns zeigte, dass NY nicht gerade günstig ist💸 vom John F. Kennedy Flughafen durch die imposante Stadt über die Brooklyn Bridge straight to Manhattan. Denn im Kern dieser weltbekannten Metropole lag unweit des World Trade Centers das Mariott Hotel, welches für 3 Nächte unsere luxuriöses Zuhause sein sollte.
    Schon beim Spaziergang durch die Straßen Manhattans, an Ground Zero vorbei, Richtung Pier 16 des Hudson Rivers und Teilen des Broadway's hatte die Stadt mich komplett in ihren Bann gezogen, ich fühlte mich vom ersten Moment an angekommen, zuhause und von den zahlreichen Lichter der eng aneinander in den Himmel ragenden Bauten durch und durch inspiriert.
    Vom wüstenartigen trockenen Tucson begrüßten uns in New York grüne Parks und westliches Klima⛅

    Am nächsten Morgen entschieden wir uns wieder für eine Hop on & Hop off Bus, den ich grundsätzlich in jeder Stadt empfehlen kann, - nein- konnte. Hier in New York allerdings war die deutsche Touristenguide - Stimme abwechselnd entweder von einer betrunkenen Frankfurterin, von einem stotternden Mann oder einer weder englische noch deutsche Wörter richtig aussprechenden Chinesin, sodass wir fast alle auf den englischen Guide auswichen💭 Viele Infos gab es eh nicht, zwischendrin wurde man dramatischerweise mit Jazz vollgedudet. Manchmal sagte der Guide Dinge 3 Mal (na immerhin wissen wir jetzt, dass das 2012 gebaute World Trade Center auch Freedom Tower, dass das 2012 gebaute World Trade Center auch Freedom Tower genannt wird, (seht ihr? ;) und wieder Jazz!
    Am Abend stiegen wir beim Times Square in die Nachttour durch Brooklyn ein🚌 dabei sank meine Euphorie darüber, unerwartet die Plätze in der ersten Reihe ergattert zu haben, synchron mit jedem gegen die Scheibe passendelnden Regentropfen, der die Sicht zunächst einschränkte und letztlich komplett auslöschte☔ Auch veranlasste der stärker werdende Regen, dass alle hektisch an ihren Regencapes rumzuppelten, sodass wir von den wenigen Jazz Musik unterbrechenden Ansagen quasi null mitbekamen. War aber nicht schlimm, denn deren Funktionalität ließ bei dem Wetter sowieso zu Wünschen übrig, sodass Dad und ich letztlich auf dem Handybildschirm New York bestaunten😀
    Danach kann ich von derartigen Bussen, deren Haltestellen schwer zu finden und deren Karten nicht wahrheitsgemäß gezeichnet sind, abraten, zumal echte New Yorker sowieso die U-Bahn empfehlen! 😊
    Immerhin brachte uns der Bus zum Rockefeller Center, welches zur Zeiten der Great Depression von Rockefeller 259 m in den Himmel gebaut wurde und somit jahrzehntelang das höchste Gebäude Manhattans war. Auch entstand hier das weltweit berühmte Foto der 11 auf einer Stange sitzende Bauarbeiter "Lunch atop a Skyscraper"📷
    Von jener Höhe genossen wir die absolut eindrucksvolle Aussicht auf die Wolkenkratzer Landschaft, in der ein Gebäude in Punkto Rekorde, Höhe oder Design das andere übertrumpft. Hudson River und East River druchschlängeln kunstvolles das Gebäudemeer und das rechtwinklige Straßennetz New Yorks. Und inmitten zischen den Highlights, die vom bunten Times Square übers kultige Empire State Building bis hin zum glanzvollen Freedom Tower reichen🏬🏦🏫🏢🏪🏩⛪🏨🏧🏦 liegt mein persönliches Highlight, der CENTRAL PARK. Ein einschneidender rechteckiger riesen Stadtpark, der sich saftig dunkelgrün aus der grau blauen Masse hervorhebt🌳 Näher betrachtet säumen sich an dessen Westend zahlreiche Museen, in der Nähe sind Schule, die Promis wie Lady Gaga besuchten und malerische Kirchen (5. größte der Erde). All das gibt Aufschluss über "lots of things to do" womit New York Bewohner oder Liebhaber die Stadt oft beschreiben.
    Unser kurzer Aufenthalt reicht aber gerade mal, um den Stadtkern unsicher zu machen, mit eine Turbofähre die Brücken zu unterfahren, während diesmal ein kreischender Amerikaner, mit besonderem Hang zu Witzen, die nur Einheimische versteht, die Guidestimme ist und um beim 9/11 Memorial in das dazugehörige Museum zu gehen. Dieses war übrigens sehr emotional und imposant aufgebaut und drückte bei den gut 200 Leuten aller Länder, die sich mit uns vor den Gebäudeüberresten, Infotafeln oder erschreckenden Bilder tummelten, auf die Tränendrüse. Eine sehr empfehlenswerte Ausstellung zumal sie einen mit einem unbeschreiblichen Gefühl entlässt, die sich aus Hass, Wut, Trauer und Tatendrang zusammen mischt, sodass es fast schwer fiel, danach wieder wie ein Tourist durch NY's Straßen zu bummeln. Die sind übrigens wesentlich glanzloser und dreckiger als gedacht, mir gefällt allerdings die dadurch entstehende Gemütlichkeit. Auch harmonisieren rustikale Altbauten optimal mit futuristischen Architekturwundern. Die Stadt hat auf jeden Fall Stil. Allerdings waren wir schon etwa verwundert, dass New York und bekannte Hotspots wie z.B die Wallstreet überhaupt nicht glamourös oder edel sind. Hingegen Ted's Prophezeiung hab ich auch nicht Woody Ellen geschweige denn überhaupt irgendwelche sehenswerte Persönlichkeiten gesehen. Und die vielen Bettler lassen einem wirklich am Sozialsystem (von dem man ja eigentlich gar nicht sprechen kann) Amerikas zweifeln. Hingegen unserer Erwartungen ist insbesondere Manhattan und die Leute weniger stressig. Nur einige Arbeitende warten unfreundlicher als wie wir es sonst von Amerika gewohnt waren. Na immerhin nicht Arbeitende Bewohner gaben sich gewohnt aufgeschlossen und hilfsbereit 😊 weswegen Dad und ich am letzten Abend unserer 3 wöchigen Reise bei einem exzellenten Italiener in schicken Viertel Upper West Side landeten, dank einer vorangegangenen Debatte mit 2 Amerikanerinnen, die am Essen waren und zwei dazu Stoßenden über die besten Restaurants im Umkreis 😁 Beim Essen ließen wir die Reise in entspannter Atmosphäre Revue passieren, was den perfekten Ausklang darstellte😇

    FUNFAKT: Der Central Park ist mit seinen 3.41qkm größer als der Kleinstaat Monaco 😋

    FUNNY STORY: Ihr kennt doch sicher diese Rollatoren für Menschen mit Gehproblemen. Von denen stehen in Amerika in herkömmlichen Supermärkten oft ein Dutzend rum und nach langem Zögern und einer Unterhaltung mit einer Nutzerin, ob man sie auch ohne Gehbehinderung verwenden dürfe, siegte beim vergangenen Einkaufen meine Neugier Außerdem sprach die Frau mir zu, davon gebe es ja genug.
    Daraufhin begann ein abenteuerlicher 10kmh Trip durch den Laden, bei denen ich fast Regale ab und umräumte, Dad und Co. mal umher kutschierte und vor streng dreinblickenden Verkäufern davon raste. Mega spaßig! Solltet ihr unbedingt mal nutzen, wenn ihr alt seid oder nie werden wollt! 😉

    FRAGT EUCH MAL: Angesichts unserer Diskussionen, ob man über rote Ampeln gehen kann (meine Argumentation) oder nicht (Andy's und Saskia's), weil man damit Regeln verstoße, die es gebe müsse und man langfristig, wenn alle so handeln würden, das System sprenge. Meine Verteidigung bezog gewisses situationsangepasstes Verhalten mit ein und die Überlegung, dass vieles nur funktioniere, wenn es nicht zu viel tun. Aber würde mir dieses Einstellung nicht gewisse Vorrechte verschaffen?
    Wann geht ihr bei Rot über die Ampel? Oder fahrt? Oder Brecht nachts uns Schwimmbad ein? Seid ihr dabei gerecht? Und wann kann das verheerende Konsequenzen haben?
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  • Day21

    Leben und lernen in⏩Tucson

    August 31, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    Tucson, eine Stadt von der wir vorerst vermuteten sie sei den Cowboystädten wie Goldfield gleich, entpuppte sich mit rund 530.000 Einwohnern und als Standort der Universität of Arizona als 2.größte Stadt dieses Bundesstaates. Entsprechend der Uni ist es eine sehr studentische und hippe Stadt mit einer Bar- und Kneipenszene, von der wir in Phoenix nur träumen konnten. Und Inspirierende Menschen erst, die dort leben und lernen - der Wahnsinn! 😍 Ach, hatte ich erwähnt, dass wir am Anfang unserer Amerikareise beim Durchqueren sämtlicher NP und Orte ausschließlich uninspirierende Menschen trafen, was mich richtig deprimierte, bis in Las Vegas oder Tucson endlich mein ästhetisches Bedürfnis gestillt wurde👼
    Apropos Ästhetik, solltet ihr jemals eine amerikanische Toilette benutzen, achtet mal auf die Dramatik mit der das gerade Ausgeschiedenen routierend gerade so als würde es zum Abschied sagen "Sieh mich am und sag mir nochmal Tschüss" 💩von der Toilettenspülung quasi eingezogen wird. Deutsche Toiletten schlucken hingegen 🚽

    Eine der bahnbrechensten Erfahrungen überhaupt, hatten wir beim Besuch der Biospähre 2. Ihr habt sicher schonmal von dieser künstlichem Welt gehört, die komplett autark und abgeschieden von der Außenwelt funktionieren sollte und 1991 acht Wissenschaftler dies zu erproben für 2 Jahre lang einschloss. Nicht? Dann hier noch einige Infos, denn das Wissen über derartige Technik und Wissenschaft könnte auch den ein oder anderen von euch bereichern😉 Im Jahre 1987 begannen die 4 Jahre andauernden Bauarbeiten für eine Welt, die unterschiedlichen Biospähren künstlich erschafft, von Saguaro Wüste über Regenwald bis hin zu hocheffizienten Obst - und Gemüsegärten und sogar ein über 2.5 Mio. Liter umfassender Ozean. Zur Komplexität des Bauwerks gehören außerdem etliche technische Gebäude sowie die Technosphäre, ein Energiezentrum oder die "Lunge", alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und setzt zahlreiche Rechnungen voraus. Ursprünglich ging es darum durch Erschaffung einer komplett unabhängigen Welt auszutesten, ob Leben auf dem Mars möglich wäre. Doch gewisse Mängel * wie undichte Gebäude und das nur teilweise hereinscheinende Sonnenlicht haben dem Projekt der 8 Pioneere ein Ende gesetzt. Seit dem gab es nur noch ein zweites, ähnliches Experiment, doch die Welt, die in den Besitz der Universität Arizona überging, wird zu zahlreichen Forschungs- und Weiterbildungszwecken genutzt.
    Inmitten der Kakteengrün-gelben Wüste Arizonas ragen die einzelnen Komplexe in futuristischem Baustil aus der Erde (siehe Foto) und durch eine luftversiegelnde Tür gings in die Welt voller Wissenschaft, wo wir in in einer hervorragenden Tour über die Möglichkeiten der heutigen Möglichkeiten aufgeklärt wurden🌐
    Diese hat mein Interesse für Wissenschaft definitiv erweckt oder verstärkt. Besonders wichtig ist übrigens auch LEO (Landscape Envir Observatory)😋 wie wir erfuhren. In 2033 soll es übrigens auf den Mars gehen, wo u.a Gemüsegartenanpflanzung auf dem Programm stehen könnte 😉

    In Anschluss an diesem Ausflug in die Vergangenheit und Zukunft zugleich, suchte Dad hingegen meiner Einwände, das Bummeln zur Essenssuche viel schöner ist, online ein Restaurant heraus, um den Hunger der sich langsam in uns anbahnenden Divas zu stillen🍴 Das Texas Steakhouse erwies sich als hervorragende Wahl und war offenbar sehr beliebt, wie die endlose Schlange in einer Art Wartezimmer UND vor der Tür verdeutlichte. Zum Glück war Menschenansturm als wir bereits gegessen hatten. Dabei wussten wir gar nicht wie uns geschieht, als plötzlich ein Haufen Kellner uns in dem engen Gang eine ungekonnte aber doch unterhaltsame Tanz Performance darboten💃 Ebenso erfreulich war der Genuss der 3 doppelt gebrachten Salate und meines Stahlschwammteile beinhaltenden Burgers, der daraufhin erstattet wurde. Dann schmeckt's gleich doppelt gut🍔

    In dem empfehlenswerten Sheraton Hotel, ließen wir die bisherige Reise perfekt ausklingen, denn dooferweise musste sämtliche Trinkvorräte geleert werden🍻 Das verrichteten wir im Garten des Sheratons im (Whirl)Pool bis spät in die Nacht, beobachteten endlich die Sterne und genossen Tucsons nächtliche Sommerwärme.
    Um 7 Uhr ging der Flieger über Phoenix, was in Anbetracht der Tatsache, dass es nur eine Stunde Autofahrt dorthin ist, wenig Sinn macht, zumal wir auch im Flugzeug länger rollten als flogen 😀 aber das war wohl nicht anders buchbar und der 80 Personen Flieger war eher wie ein Panoramaflug über Tucson. So bot er optimale Aussicht auf die gigantisch aus der Erde empor ragenden Berge und die Skyline und es fällt auf, dass mir das betonige und rechtwinklig angeordnete Phoenix selbst von oben unsympathischer ist, als das lebendige Tucson.
    Jetzt freuen wir uns bereits auf New York 🛄✈️

    FUNFAKT: *Ein Grund, warum das Biospähre 2 Projekt 1993 gescheitert ist, war u.a eine unkontrollierbare Ameiseninversion und witzigerweise bissen die winzigen "Crazy Ants" getauften Krabbeltiere selbst Dad s Beine blutig. Ouh😕
    FUNNY STORY: Keine Ahnung, ob es die Uhrzeit war (4 am) oder altersbedingte Verwirrtheit, aber als das Wasser aus unserem Hotelzimmer Waschbecken nicht ablief, griff Dad kurzerhand zum Taschenmesser. Auf meine irritierte Frage, was er vorhabe, entgegnete er nur "Naja, da gibt's ja keine Stöpsel oder so, damit das Wasser abfließen kann, Mistding". Nachdem er mit dem Messer erfolglos am Waschbecken rumgewerkelt hatte, drückte ich einfach auf den Syphonverschluss🔧

    FRAGT EUCH MAL: Stellt euch vor, ihr seid mit ausschließlich 20 Jährigen und 2 über 50 Jährigen Menschen 2 Jahre auf engstem Raum in einer von Biosphäre 1 abgeschiedenen Welt...
    Während wir am Originaltisch saßen, an dem diese Gruppe Experimenteller täglich speiste, diskutierten wir eine Frage, von der wir wussten, die Forscher hatten vor lauter Wahnsinn ebenfalls darüber diskutiert:
    Wie lange würde es wohl dauern, den Tisch, wäre er Schokolade, zu verspeisen? 😅 (Wir rechnete aus, dass der Tisch 2450 🍫Schokoladentafeln wäre ;) Und, wie lange könntest du davon leben?
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  • Day20

    Heiß, heißer ⏩Baseball in Phoenix !

    August 30, 2017 in the United States ⋅ 🌙 33 °C

    Gegen Nachmittag erreichten wir die Stadt Phoenix, von der ich bis dato nicht mehr wusste, als das sie 30 Sekunden in "Twilight" als ehemaliger Wohnort von Bella vorkommt.
    Laut Internet lag unsere Hotel nah am Zentrum, weswegen wir von dort aufbrachen, um uns mit der unbekannten Stadt bekannt zu machen. Als erstes fiel die sengende Hitze auf, wie ich sie in keinem Land je erlebt habe, sie fühlte sich an, als würde sie jedes einzelne Fitzelchen meiner Haut verbrennen und wegen der das Atmen vergleichbar mit dem in finnischen Saunen war. Mit diesem lodernden Feuer auf der Haut, war das Laufen mühsam, doch in Phoenix gab es eh nicht viel zu entdecken, da das Stadtbild von Betonbauten, zahlreichen leeren Parkplätze und breite saubere Wege und Straßen durch doninierr ist.
    Aber gut, uns trieb es erst einmal in eine gemütliche Restaurant - Bar, die, wie so vieles nahe der Grenze zu Mexiko, mexikanisch angehaucht war, dementsprechend überfordert waren wir mit dem in doppelten Sinn heißen Essen: scharf und dampfend wurden uns Gerichte geliefert, deren spanischer Name uns wenig sagte, die aber alle vorzüglich schmeckten. Dort betrachteten wir auch kurze eine Baseballspiel Übertragung, die dazu veranlasste, dass ich wehmütig mitteilte:"Das steht übrigens auch auf meiner To-do in America - Liste, dazu hat unsere Reise aber keine Zeit geboten..."

    Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt für möglich gehalten, dass wir uns kurz darauf tatsächlich in einem Baseball Stadion beim Match zwischen Gastgeber D-Backs und L.A. Auf der Tribüne versehen. Und das kam so:
    Vom unspektakulären Zentrum Phoenix' gleichgültig gestimmt, folgten wir planlos aber neugierig einer Menschenmasse, mit der wir vors Stadion schwommen. Ganz spontan spielten wir mit dem Schnappsidee einem der Farbigen Tickets für das, wie wir erfuhren, Baseballspiel, abzukaufen. Aus Schnappsidee und meinem Traum wurde traumartige Realität und in Null Komma nix waren wir stolze Besitzer eines von 20$ auf 12,50 runtergehandelten Tickets (da das Spiel schon seit einigen Minuten zugange war) und wurden durch Flughafenkontrollen gleichende Sicherheitmaßnahmen herein gelassen.
    Die folgenden 3 (!) Stunden (ein Baseballspiel endet nach variabler Zeit nachdem 9 sogenannte "Inings" gespielt wurden) machtem wir große Augen, versuchte Mithilfe der Schl**** Goggle und intensiven analytischem Beobachten das Spiel und seine Regeln zu verstehen. Wir freuten uns über die Kiss Cam, die uns aus amerikanischen Teeniefilmen en Begriff war, jubelten mal mit den einen, mal mit den anderen mit, bis wir endlich ALLE verstanden, dass Phoenix in weiß spielt. Nungut, die Tatsache, dass Arizona weiß, hellgrau trug, machte es uns Unwissenden nicht einfach. So war es schon amüsant, dass selbst nach 180 Spielminuten unsere Daddy's fragten, welches Team Phoenix sei, besonders amüsant allerdings, dass Daddy zunehmends ungeduldig und genervt war, wenn er nicht sofort verstand, warum neben ihm gerade gejubelt wird, was ganz offensichtlich seine Genuß des Spiels eindämmte😀 Immerhin klärte uns ein vor uns sitzender und sehr patriotischer Ami über gewisse Rituale wie z.B Erdnüsse beim Spielen essen auf.
    Immer wieder neigte man dazu, daß sich Darbietende mit Fußballspielen zu vergleichen, deren Popularität in Deutschland ja mit Baseball in America vergleichbar ist. Es fiel auf, dass es viel geselliger und entspannter ist, da man zwischen den Sets öfter mal plaudern oder was essen kann. Durch die Interaktion mit den Zuschauern, die neben der Kisscam kleine Spiele oder das begehrte Werfen von Spielbällen ins Publikum umfasst, wird es wesentlich unterhaltsamer und das Spiel an sich sorgte stetig für (An) Spannung und Jubel, wie es kein Fußballspiel könnte. Insgesamt waren Menschen aller Gesellschaftsschichten, Nationalitäten und Altersstufen zusammen und erhitzen durch ihr Mitfiebern das (zum Glück klimatisierte) Stadion 😍 muss man mal erlebt haben!

    Als wir am nächsten Morgen von einer Einheimischen in unseren Glauben, dass man tatsächlich nichts in Phoenix machen kann, bestätigt wurden, suchten wir Gewässer um den unaushaltbaren Temperaturen zu trotzen. Dabei mussten wir etwas enttäuscht feststellen, dass Großteile des auf unseren Karten verzeichneten Salt Rivers ausgetrocknet waren. Letztlich fanden wir doch einen Fluss, in dem wir wie Flusskrebse im angewärmtem 30cm hohen Wasser lagen, dessen Entspannungsfaktor durch unglaublich starke Strömung eingeschränkt wurde.
    Nach dem Abkühlen fuhren wir noch an dem Saguaro Lake vorbei, der allerdings eher für Bootsbesitzer interessant ist.
    Danach ging es durch filmreife Kakteenlandschaft kurzerhand zur Ghost Town Goldfield, in der ihrem Namen entsprechend im 19Jhdt. Gold abgebaut wurde. Die hölzernen Laden- und Saloon Fassaden boten perfekte Fotokulisse und es war schön zu glauben, all das sei bon früher erhalten. Doch der Minenführer im kostümierten Cowboyoutfit klärte uns auf, dass vieles in dies kultigen Örtchen für Touristen erbaut wurde, dennoch war alles an der Oberfläche ebenso authentisch wie darunter, wo gerade Erwähnter uns in einer Führung durch die Goldmine Leben und Arbeiten der Minenarbeiter näher brachte und regelrecht spüren ließ. Besonders erstaunt waren wir über XY, ein erfahrener Minenarbeiter, welcher 13 Tage mit einer Flasche Wasser und 4 Wachskerzen zugeschüttet dort unten überlebte.

    Nach diesen Ausflug in alte Zeiten tickte unsere Reiseuhr leider wieder, weswegen wir nach Tucson aufbrachen.

    FUNFAKT: Selbst Einheimische, wie wir von unserem Uber Fahrer und einer getroffenen Frau noch erfahren sollten, bezeichnen Phoenix als Stadt ohne Kern oder schlichtweg als strange und schauten uns an wie ein Auto, als wir uns erkundigten, was ma in Phoenix machen oder sehen könnte.

    FUNNY STORY: Was man nicht alles für ein schönes Foto opfert, heutzutage, bewies Andy, als er nach Einstellen des Selbstauslösers zu uns gerannt kam und auf dem Weg gefährlich nah an Kakteen entlangschrabbte. Nach 30 sekündiger Fotoserie entdeckte wir, dass der vermeintliche Kratzer am Beine, den Andy sich mit der Hand hatte abstreifen wollen, nun in Form eines 5cm Stück Kaktus rief in seine Hand verankert war😂 Ebenso wie aus seine Hand war an diesem Tag des Öfteren Splitter aus Flip Flops rausholen angesagt 😝

    FRAGT EUCH MAL: Aber hey, dafür hat Dad ganz andere Sachen, wie z.B gewisse Spielabfolgen registriert. Was wäre euch aufgefallen, worauf hättet ihr wohl den Fokus gelegt, wenn 100 neue Eindrücke auf Euch einprasseln? Wäre es eher das Verhalten der Fans, das Design der Trikots, die Architektur des Stadiums oder tatsächlich das Spiel?
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  • Day20

    Good old America⏩Grand Canyon&Flagstaff

    August 30, 2017 in the United States ⋅ 🌙 13 °C

    Der GRAND CANYON , eins der 7 Weltwunder, 2. meistbesuchter Nationalpark Amerikas, Top 1 Touristenmagnetpunkt, eine Fläche von 4926.08 qkm, Höhenunterschiede von über 1800m, 1900 Ma Jahre Entstehungsgeschichte⛰️ Man hört viel über den Grand Canyon und endlich hatten wir die
    Chance uns den berühmten Schluchten, die der Colorado River geformt hatte und durchfließt, zu erblicken.
    Als wir an dem ersten Ausblick kamen, fiel sofort auf, dass hier ein ganz anderer Wind wehte als in den NP bisher; so war es nicht nur etwas kälter und demnach absolut angenehm, sondern Alien oder Escada Parfum, welches Vorbeigehende einem in die Nase trieben, verrieten, dass hier nicht nur Wanderlustige un Naturliebhaber zu Besuch sind, sondern teilweise aufgetakelte Touristen aus aller Welt👠👜💲 Erstaunlicherweise war es dennoch sehr friedlich und entspannende an jeglichen Aussichtspunkten, an denen wir diesmal gnadenlos überall anhielten, zumal wir nun gut im Zeitplan liegen. So konnte man seelenruhig den wirklich irren Ausblick auf die vielseitigen und teilweise 99km (!) entfernt liegenden Felsen genießen, verträumt den episch vorüberziehenden Condorn folgen oder süße Eichhörnchen beobachten🐀
    Trotz schöner Aussicht muss ich allerdings gestehen, dass mich persönlich die Gewaltigkeit des Canyons überfordert, weiß man doch gar nicht so recht, wo man anfangen soll, diesen zu erkunden. Außerdem hab ich meist das Gefühl, nicht wirklich an einem Ort zu sein* wenn ich diesen nicht mit meinen 5 Sinnen und makrokosmisch erlebt habe. Dafür wäre Campen inmitten der Felsen, actionreiches Rafting auf dem Colorado River, wovon meine Oma mir früher schon vorschwärmte oder eine Wanderung nötig gewesen🚤🚵🚶Auch Grand Canyon Village war wesentlich unspektakulärer als erwartet, weder rustikal geschweige denn schnuckelig designt, hatte es außer hübschem Merchandise nicht viel zu bieten💲

    Umso schöner wurde es dann glücklicherweise aber in FLAGSTAFF, wo wir nach 200 auf der Route 66 gefahrenen Metern gegen Abend ankamen⛽ und feststellten, dass man in unserem Viertel nur auf den breiten Gehwegen nach rumliegenden Müll gucken musste, um alle, sich in dieser Straße aneinander reihende Fastfoodketten auszumachen🍔🍕🍟🍩🍱🍪🍴
    Wir entschieden uns auf mein Drängeln und unsere knurrenden Mägen für Sizzler, ein oldschool Restaurant, von dessen Popularität und All-you-can-eat-Buffett bereits in Dad's 20 Jahre altem Reiseführer gesprochen wird. Und es war ein Volltreffer! Zwar musste man erst bestellen und bezahlen, wonach wir überfragt vor einem riesigen Salat/Dessert Buffet standen, von dem wir kein Ahnung hatten, ob wir es mit bezahlt hatten, nach und nach fand man das aber raus. Ich gönnte mir mehrere Salatteller und war mit dem dazu bestellten Hühnchen🍗 bereits überfordert, während die anderen sogar ihre Teller leer geputzt hatten, als wir erfuhren, dass das ausgiebige Dessertbuffet ebenso wie unendlich Limo bei uns allen inklusiv war. Ouh ha, wir haben uns alle ein wenig überschätzt...
    Daraufhin hatte ich das Gefühl, ich könnte nur noch aufstehen, wenn 2,3 Leute meinen Bauch von unten hoch drücken, so sehr verstärkte mein Mageninhalt plötzlich die Gravitationskraft. Wir gingen alle nur gemäßigten Schrittes und extrem gebückt zurück zum endlos weit weg erscheinendem Hotel, wobei wir möglichst versuchten keine weiteren Übelkeit erregenden Essensgerüche eizuatmen😯😷😂
    Dennoch waren wir am nächsten Morgen bei Frühstück im ultimativ alternativen Café Macy's wieder voll dabei und genossen zum ersten Mal frischen Kaffee (O-ton Saskia) und das wohl gesündeste Frühstück bislang ebenso wie die studentisch hippe Atmosphäre.
    Ebenso toll ging es in Downtown Flagstaffs weiter, wo die Historische Route 66 entlang geht. Der Rétrokern ist das, was man sich unter einem authentischem Amerika der 50er Jahre vorstellt. Fans von Vintage Artikeln und ebenso jenem Rétro Stil sollten hier definitiv mal die geschmackvollen Läden abklappern. Hammer!

    FUNFAKT: Während wir uns im Hotel in Tuba City darüber wunderten, warum die Rezeptionisten allen die aktuelle Uhrzeit sagt⏰ wunderten wir uns am nächste Morgen viel mehr, wie spät es nun sei, als wir Wind davon bekamen in eine andere Zeitzone gekommen zu sein. Um 8 oder 9 Uhr morgens plädierte ich im Halbschlaf für 8 Uhr, um noch weiterschlafen zu können, doch den gesamten Vormittag blieben wir ziemlich planlos unterwegs. Plan- und zeitlos 😊

    FUNNY STORY: Booking.com ist einfach, schnell, unkompliziert. Eben jene Eigenschaften des Online Hotelfinders brachten uns vorgestern Abend etwas in Bredouille. Nach kurzer Recherche fand ich 2 luxuriöse Hotelzimmer für lau, Frühstück, WLAN, Parkplätze, Fitnesscenter und alles drum und dran, in Cameron sollte es liegen, was laut unserer Navi 3min. entfernt lag. Dumm nur, dass es mehrere Cameron im auf-Stadtnamen-bezogen-unkreativem Amerika gibt. Das Cameron lag leider in Wisconsin statt Arizona, damit 23h entfernt und die Stornierungkosten waren 20$ höher als der Buchungspreis. Bödööm.

    FRAGT EUCH MAL: Was bedeutet Reise für Euch? Ab wann beginnt eine Reise, wie intensiv muss etwas erlebt werden?
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  • Day16

    Durch Canyons in Cowboy-Hut⏩Bryce Canyon

    August 26, 2017 in the United States ⋅ 🌙 12 °C

    Nach den letzten Einkäufen in dem Mekka für Shopping-, Feier- oder Spielwütige musste ich wehleidig Abschied von Vegas nehmen, denn gegen Mittag fuhren wir nach langen Diskussionen Richtung Price Canyon. Denn der Argumentation von uns allen, wir müssten nicht noch 100 Nationalparks sehen, die sich alle extrem gleichen, sonder würden lieber einen intensiv erleben, widersprach Daddy etwas stoisch damit, dass er ja weiß, was Richtung Norden auf uns wartet*
    Ich danke ihm extrem, dass er so durchssetzungsfähig war und uns diese Schönheit nicht vorenthalten wollte, die sich uns bei abendlicher Ankunft in Bryce Canyon City in Form von rustikalen Motels und niedlichen Indianershops bereits offenbarte. Auch der Weg zu diesem gemütlichen Ort umfasste fantastische Bergdurchquerungen und die letzten Sonnenstrahlen erleuchteten poetisch den Fels.
    Zufälligerweise hatte ich exakt die Unterkunft gebucht, in der Dad, Mom und Sina vor 20 Jahren untergekommen waren, nur war diese auf die 3 fache Größe angeschwollen und ließ dank hölzernen Zimmern mit Seeblick, einem Fitnessraum fürs morgendliche Workout und (Whirl)Pool keine Wünsche offen. Ruby's Inn, wirklich empfehlenswert!
    An diesem Abend machten Dad und ich einen Abstecher in den Gift Shop , bevor wir die anderen im Imbiss treffen wollten. Dazu kamm es aber nie, da die beiden uns nach gefühlten 2h Cowboy-Hut Anprobe von eben jenen wegzerren mussten. Nicht aber um vorher zuzuschlagen... Zum Glück war Dad so Fan von meinem Hut, dass ich dessen Notwendigkeit in meinem Kleiderschrank gar nicht argumentativ erläutern musste und auch für seinen ⚽Kopf fanden wir am nächsten Tag das Passende👒👢
    Der Abend wurde zu einem der lustigsten bisher, da Andy uns mit Old school Rätseln ärgerte, die Dad und mich in den Wahnsinn trieben und vor deren Auflöung wir uns zu schlafen weigerten 😂 oder wisst ihr etwa noch, wie "Affe, Affe, Affe, Affe, Elefant" geht?✋ Oder dieses Korken zwischen Daumen und Zeigefinger drücken und mit der entgegengesetzten Hand auseinander nehmen? 👏Und so weiter... ARGH

    BRYCE CANYON
    Nach in einer Reihe stehenden Männern benannt, ist er wohl eine der faszinierendsten Felsformationen der Erde, da 3 vergangene Ären also quasi millionenjahre alte Geschichte in die dadurch 3 farbigen Schichten der Felssäulen gemeißelt sind und bis heute Regen und Schnee für stetige Veränderungen, ihr kennt das Spiel, verantwortlich sind. Der Navajo Loop war endlich eine etwas längere Wanderung nachdem wir bisher hauptsächlich mit dem Auto Aussichtspunkte angefahren waren.
    Nach einem gigantischen Essen im Ruby's Inn bestehend aus 5 Gänge Gourmetbuffet für 15$💸 ging es nachmittags weiter Richtung

    ARCHES NATIONALPARK
    Durch den Capital Reef NP führte der Weg durch felsige Landschaft zum Arches NP.
    Trotz dem sich anbahnenden Gefühl, nicht schon wieder Steine sehen zu wollen, überzeugte auch dieser Park, der sich durch seine Steinbrücken und Bögen (=Arches) auszeichnet. Während Bryce Canyon eher in sonnigem Orange strahlte, leuchten die Felsen hier in erdigem Tiefrot, zwischen denen der rote Sand teilweise strandartige Kulissen schafft. Auch die Felsen, die an Klecksburgen erinnerten, die man als Kind im Strandurlaub aus Massen nassen Sandes übernander träufelte, faszinierten mich ebenso wie die wunderbare Kletter und Rumkrakselbeschaffenheit der Felsen hier.

    Am Abend in einer spontan gefundenen Unterkunft scheiterte ich an dem Versuch, entspannt zu baden, da es hier meist keine Stöpsel geschweige denn Brause zum Badewannen auswaschen gibt, sodass ich in einer 5cm hohen Brühe bestehend aus Dreck des Badewannengrundes der letzten Jahrzehnte und etwas Wasser hockte. Also, nicht weiterzuempfehlen 😜

    Der naheliegende Ort MOAB gefiel mir besonders gut, da es quasi Epizentrum abenteuerlicher und sportlicher Touren ist. Wer also ebenfalls Fan von Mountainbiking, Klettern oder Rafting ist, sollte doch einem Urlaub hier in Erwägung ziehen. Verspielte Läden tun neben sehr rustikalen Motels ihr übriges. Nach einem Trip zum kostenlosen "Western & Heritage Film Museum", welches sehr interessant war, fuhren wir Richtung Monument Valley. Dort erstanden ebenso wie um Moab herum zahlreiche bekannte Western, Zurück in die Zukunft oder Johnny Depps Lone Ranger 🎥🎬
    Als wir uns MONUMENT VALLEY näherten, erschreckte die Landschaft, die am Straßenrand von in der Sonne funkelnden Glas- und Bierflaschensplitern nur so übersät war. Der Park an sich trieb uns staubige Luft in die Nase, saute das Auto endlich mal ein und bot 4 Wheel Drive Erlebnis. Auch veranlasste die Westernszenerie ein Cowboyvideo von Dad mit neuem Hut zu produzieren, wobei ich meine Regie Passion entfaltete 🎥😜
    Bemerkenswert war auch, dass wir in den letzten Tagen extrem viele Deutsche trafen, die sind offenbar überall, überall!!! Nicht nur in Australien 😁

    FUNFAKT: Amerikanische Bauarbeiter, die den lieben langen Tag nur ein Stopp Schild halten müssen, was sicherlich der Anspruch in Person ist, tragen Ganzkörper Schutzkleidung, inklusive Stahlstuhe, Warnweste UND Helm. Wozu zur Hölle... Sonnenschutz ? Oder ist die Schild auf Schuh Stürzgefahr zu enorm? 😂

    FUNNY STORY: Samstagnach schaute ich bis in die Puppen eine Kletterdoku über den Yosemite Nationalpark, ich genoss so lange die Landschaft auf dem Bildschirm, dass ich am nächste Tag auf dem Weg zum Monument Valley pennte und nichts von der realen Landschaft sah. Ups. Das passiert dann wen man Elektronik vorzieht 🙈 Aber die Doku "Upside Valley" ist unfassbar sehenswert 😊

    FRAGT EUCH MAL: *Reist ihr lieber in kurzer Zeit an möglichst viele Orte und wollte so viel sehen, wie möglich? Oder zieht ihr auch schnellem und oberflächlichem Reisen ein intensives Erleben von einem Reiseziel vor? Qualität vs. Quantität sozusagen 😉
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  • Day14

    Nach Totenstille kommt Partylärm⏩Vegas

    August 24, 2017 in the United States ⋅ 🌙 28 °C

    Am Montagabend fanden endlich einige von mir angeleiherte Spiele und damit einhergehende Lacher Einzug ins Auto. Auch ein paar frisch eingekaufte Drinks (diesmal Margarita mit Spaß;) erhellten die Aussichten auf den Abend, an dem wir wieder ein Zimmer viertelten.Dummerweise artete ein von mir als 20 Minuten angekündigter Powernap in 10h Tiefschlaf aus, was mich am nächsten Morgen etwas verstimmte, hatte ich doch den ganzen Abend verpennt.
    Die bald wüstenartiger werdende Landschaft, die wir daraufhin befuhren, löste jegliche Verstimmung in "trockene" Luft auf und wir staunten nicht schlecht durchs (Achtung Daddy!) "trockene" Death Valley stundenlang geradeaus zu fahren und uns in cowboygerechter Landschaft wiederzufinden.
    Beim ersten Aussteigen an schöner Aussicht schlug uns eine unfassbare Hitze ebenso entgegen wie ungeahnte Stille. Ein vorüberfliegendes Flugzeug war durch den Widerhall der uns umgebenden Berge so laut, dass wir beinahe Angst hatten, es stürze auf uns hinab.
    Bei der Weiterfahrt und nahezu 50°C sorgten die Margaritas für nötige Erfrischung und gute Stimmung!
    Auch mittags erfreuten wir uns an kleinen Cowboy Örtchen inmitten dieser Landschaft inklusive Saloons wie aus alten Filmen, von denen wir in einem das wohl beste Chili seit dem letzten Essen bei Oma aßen. Zugleich wunderten wir uns, wie die Menschen so abgeschieden leben können, was sie wohl den ganzen Tag machen bei 45 Grad und dass es kein Wunder ist, dass sie so gute Gastgeber sind, so froh wie sie über jede Menschenseele sein müssten.*
    Dann machten wir noch einen Abstecher in die sogenannt Ghost Town Rhyolite (so heißen mittlerweile verfallende Städte, die wie hier bspw. nur zu Zeiten des Goldabbaus besiedelt waren). Da sie nicht so spannend war wie erwartet, war das Bemerkenswerteste daran, die Skulptur eines belgischem Künstlers, der sich wohl dachte, eine nackte Frau im Pixelstil (also seeeehr abstrakt😜) mitten in der Wüste wäre stilvoll...

    Anschließend ging s nach:

    LAS VEGAS

    Nach Death Valley, also dem Tal des Todes war es ein Unterschied wie Tag und Nacht Abends in Las Vegas anzukommen. Apropos Tag und Nacht, wer schon mal in Vegas war, weiß, dass es sich dort ebenfalls schwierig gestaltet das eine vom anderen zu unterscheiden. Denn in den 24/7 beleuchteten riesigen Luxushotel kann einem das zeitliche Gefühl ebenso wie die Orientierung mal ganz schön verloren gehen. Lost in Vegas hat plötzlich eine ganz neue Bedeutung und auch die Phrase "Welcome to Fabulous Las Vegas " bekommt eine völlig neue Dimension, wenn man, wie ich erstmals im Leben, durch derart glamouröse Resorts wandelt.
    Für die, die es noch nicht wissen: Hauptbesuchermagnet in dieser 1/2 Millionen Leute Stadt, die mitten in der Wüste plötzlich auftaucht, ist der Las Vegas Boulevard "Der Strip", an dem sich ein Motto Hotel ans andere reiht. Die Architektur dieser Bauwerke ist dabei absolut bemerkenswert, vor allem wenn man sich das Venezia, das mittelalterliche Excelsior, Caesars Palace oder das pyramidemförmige Luxor ansieht. In letzterem sind wir tatsächlich für läppische 30$ die Nacht untergekommen.
    Aber das ist die Strategie der Hotels, denn ebenso faszinierend wie die Bauweise ist die Komplexität und Intrige der Resorts. So gibt es zum Beispiel weder Kühlschrank noch Minibar in den Standardzimmern, sodass man gezwungenermaßen auswärts speist und trinkt. Auch die Inexistent von Sitzgelegenheiten in der gesamten Stadt treiben einen in Bars und Restaurants.
    In Bars bin ich allerdings (da unter 21) logischerweise nicht erlaubt und Ausnahmen kennen die Amis in keiner Weise, die Straightheit mit der nach ID gefragt wird, hätte ich so nicht erwartet. Ist aber auch besser so, denn so war ich nur halb so betrübt, dass die anderen an beiden Abenden so früh schlapp machten. War allerdings verständlich, wenn man bedenkt, dass die Distanzen in Las Vegas wirklich enorm sind und man sich echt die Füße wund laufen kann, denn auch wenn Trains benachbarte Hotels miteinander verbinden und Rolltreppem entlasten sind die Strecken inklusive Zeit in der man sich verläuft wirklich lang :D

    Wenn man dann mal im Hotelzimmer angekommen ist, verwundert es, wie ruhig (zumindest im Luxor ) und kontrastreich zu draußen es ist. Denn dort wird man mit Werbung von allen Seiten zugeballert bis zum geht nicht mehr, es blinkt und funkelt aus allen Richtungen und überall dröhnt Musik aus Lautsprechern. Aber ich will gar nicht zu viel sagen, denn Vegas MUSS man einfach selbst erleben!
    Ich glaube allerdings wir hatten hier die beste Zeit bisher. Tagsüber trennten wir uns auch mal von den anderen, sodass wir nur unseren Bedürfnissen nach entspannt erkunden konnten. So fuhren Daddy und ich mit dem Rollercoaster , welcher kunstvoll das New York New York umfährt und der uns das halbe Vermögen Wert war**

    Ein weiteres Highlight im wahrsten Sinne des Wortes war am Abend der Aussichtsturm auf dem Stratosphäre- Tower, bei dem man für 25$ statt 20$ pro Kopf sogar eine adrenalinfreisetzende Karussellfahrt in schwindelerregender Höhe fahren konnte. Und schwindelerregend waren die gut 350m schon bei der mit Fensterwändem gesicherten Aussichtsplattform, denn der Turm bewegte sich wie sonst was. Beim Gedanken dass ich gleich in ein noch weiter oben angebrachtes Krakkenkarusell ohne sicheren Fenster steigen würde, wurde mir zunehmends schlecht, allerdings lenkte die kilometerweite Aussicht auf das Lichtermeer mich ab...ich glaube ich habe mich noch nie zuvor so krass gefühlt wie auf diesem Turm, in jener Situation.
    Das herzklopfensteigernde Karussell im Anschluss verleitete mich zwar zur Frage, ob das Herz vor lauter Klopfen platzen könne, revanchierte die Panik aber mit harmlosen Drehungen und atemberaubender Aussicht.

    DOWNTOWN LAS VEGAS
    Widme ich einen eigene Abschnitt, weil es abseits des weltbekannten Strips liegt und das "Original Las Vegas war, indem noch Stars wie Elvis verkehrten, bevor der ganze Touristenscheiß gebaut wurde". Jenen Satz bekam wir von unserem UBER Fahrer zu hören, den ich mal eben über die App, deren Funktionsfähigkeit Paps bis heute eestaunt, bestellte. 18 Minute Fahrt trennen die Fremont Straße im Strip, 18 Minuten, in denen wir eine Menge von unserem Fahrer Michael lernen, so auch, dass Locals viel lieber hier feiern gehen. Die vorangegangenen Gespräche mit Michael lassen das was wir dann erleben in völlig neuem Licht erscheinen. Zwar ist auch hier alles lichterloh, aber kaum Wolkenkratzer trüben die gemütliche Bar und Casinoszene. Günstiges Essen, Straßenkünstler, Bettler, ranzig bequeme Ecken und Live Rockbands. Erst jetzt fällt auf, woran es dem nun künstlich erscheinenden Strip mangelt. Selbst die komplett mit LED s beleuchtete Straße wirkt nicht übertrieben und übermodern wie alles am Strip, stattdessen ist es hier urig, ursprünglich und authentisch. Auch der Lärmpegel ist trashiger, nicht so perfektioniert wie drüben. Mir gefällt's! 😊

    FUNFAKT : Allerdings hat Fremont einige lächerliche Bierkonsumregeln von denen ich euch 3 nicht vorenthalten kann:
    Im Supermarkt
    1. Darf man nur, falls es dort auch Gerichte gibt, ein Bier dazu trinken.
    2. Muss man andernfalls mindestens 6 Bier kaufen, die man auf der Straße 1000 Mile nur
    3.aus einem Becher statt Flasche oder Dose trinken darf🍻 na dann.. cheers💧

    FUNNY STORY : * Hingegen meiner weisen Warnung, hat Daddy doch tatsächlich sein Handy mit in die Looping Achterbahn genommen und während ich die Fahrt einer Träume hatte, war es für ihn wohl eher ein Alptraum, so wie drin Gesichtsauadruck mit steigende Tempo unentspannter würde und er unter Hanskrämpfen das Handy festhielt🎢📲😂 Immerhin ein Video ist bei rausgesprungen😂

    FRAGT EUCH MAL: **Was machen oder brauchen wohl Menschen zu ihrem Glück, die unglaublich abgeschieden mitten in der Wüste leben? Das Gleiche fragten wir uns übrigens bei den halbnackten Federboa tragende Girls vor den Clubs in Las Vegas, die nichts anderes tun als lächeln und winken. Was motiviert die ? :)
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  • Day11

    Roadtripburner-Yosemite & Sequoia NP

    August 21, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 32 °C

    3 Tage sind wir nun schon hauptsächlich im Auto durch dieses mächtige Land unterwegs🚙 Dabei befuhren wir vor San Francisco bereits den berühmt berüchtigten Highway No. 1 und erkunden seit gestern Nationalparks (NP) wie den Yosemite oder Sequoia NP, aber dazu im Anschluss mehr🌲🌳
    Während des Fahrens stehen die Chancen, dass man von Daddy einen Satz wie "Wir sitzen halt viel im Auto, aber das war ja vorher klar" oder "Ganz schön trocken hier" zu hören bekommt 1:1. Falls er aber mal keine Bemerkung zur Trockenheit der Umgebung macht, kommentiert er kritisch den Handykonsums von Andy, der, falls er nicht mit diesem Gerät zugange ist, meist mit gedrücktem Auslöser seine schnieke Canon Spiegelreflexkamera aus dem Fenster streckt📷
    Unterdessen vergreife ich mich, gefährlich nah an der Quelle sitzend, wohlmöglich mal wieder am Essen oder staune darüber, wie genial einst die Erfindung eines Fernglases war🔭Außerdem kommt mir die ehrenhafte Aufgabe zuteil, eine Unterkunft zu organisieren. Dabei hatte ich die letzten beiden Male nämlich Glücksgriffe wie in San Francisco mit dem "Atherton", welches durch kostenloses Popcorn am Entrée gleich überzeugte. Einziges Manko war dort allerdings, dass es nur ein King Bed und eine Couch gab und da Daddy und ich unsere Bedürfnisse durch Popcorn und Fitnessraumexistenz schon gestillt sahen, verzichteten wir sogar 2 Nächte auf das Luxusbett, was ich beim erstmaligen Probeliegen am Morgen darauf dezent bereute. Na immerhin fand ich in der darauffolgenden Nacht für lau das "Hampton Inn", eine Art Hilton für unsere Preisklasse und mit Queenbett für uns alle! :) Auch das Luxusfrühstück bei dem es erstmalig Obst (!) gab, erfreute heute Morgen unsere Gemüter🍎🍌🍉 Nur Saskia nützt derartiges Frühstück recht wenig, da sie sich üblicherweise mit Kaffee zufrieden gibt☕ Darüber hinaus glänzt sie im Auto durch hervorragende Schilderles-Fähigkeiten, wenn sie sich nicht gerade gegen die von den Männern eingestellten eisigen Klimaanlagentemperaturen wappnet und mit mir démonstrativ die Heizung anmacht.
    Ansonsten genießen wir entweder schweigend die Landschaft oder diskutieren mal wieder über Fahrenheit↔️Celsius Umrechnungen (Wüsstet ihr wie das geht?), den Weg, oder die philosophische Ausgangsfrage, ob wir Menschen uns in der millionenjahrealten Weltgeschichte und im Kontext des gesamten Kosmos als viel zu wichtig ansehen😉

    LESS LUXURY, MORE LIFE QUALITY

    Vor einigen Tagen kamen wir in einer Bruchbude unter, deren maroder Baustil und RöhrenTV Hinweise auf das Alter dieser Absteige gab. Und siehe da, dort hatten wir einen geselligeren Abend als je zuvor, während wir Witze über die "german engineering work" widerstrebende Unterkunft rissen. Auch das Geplauder mit einem Ami des Nebenzimmers sorgte dafür, dass unsere Daddys auf ihrem Englisch Sätze raushauten wie: "She looks like a duck" (Sie sucht nach ihrer Ente) oder "We go San Francisco" (Wir sind gestern von LA nach San Francisco gereist), von "Sänk yuh" und "Se hotel" mal ganz zu schweigen💭😂 Hier trieben uns keine Luxusbetten in den Schlaf und vor die Handys. Im Hilton hingegen unterlagen wir den komfortablen Betten sofort und verschanzten uns fast schweigend hinter den Mobiltelefonen.... Gemäß dem in der Überschrift verankerten Motto, präferiere ich schlichtere Schlafvarianten und insbesondere Campen und Selbstkochen fehlt mir. Denn mit Sicherheit kennt ihr das Phänomen, dass bei wenig Luxus der beste Grundstein zur Teambildung gelegt ist. Und dass man beim Campen das Land wesentlich authentischer und näher wahrnimmt und auch immer mit Leuten ins Gespräch kommt, was beim Motel zu Motel Reisen leider nicht gegeben ist. Denn Faszinierend ist Amerika allenfalls:

    HIGHWAY NO.1
    Die amerikanische Version der australischen Great Ocean Road verläuft zwischen LA und San Francisco an der Küste entlang, und bietet, wenn nicht mal wieder gesperrt, was wegen "falling rocks" häufiger der Fall ist, traumhafte Aussichten auf den Pazifik🌊 tolle Strände mit feinstem Sand und beeindrucken Wellen, die dich zum Surfen förmlich schreiend auffordern🏄Dank Andy's Kommentar, man könne ja dort anhalten, wo viele Menschen sind, schabten wir haarscharf daran vorbei, uns unzählige am Strand faulenzende Seeelefanten entgehen zu lassen. Genauso beachtenswert sind die überall hier rumhoppsenden Eichhörnchen 😁

    YOSEMITE NATIONALPARK
    Hier säumen massenhaft Nadelbäume die unendlich erscheinende Gebirgslandschaft🌲 und ein an Finnland oder Sauna erinnernder Kiefernduft erfüllt die Luft. Wasserfälle, mit Kanu befahrerbarer Fluss und die Sonne, die je nach Tageszeit unterschiedliche Felsformationen akzentuiev beleuchtet, tun ihr übriges, um mich von der Schönheit dieses Parks zu überzeugen.

    SEQUOIA NATIONAL PARK
    Landschaftlich zwar fast genauso groß und bergig wie Yosemite, aber durch andere Vegetation wesentlich uneinheitlicher und diverser besticht dieser NP insbesondere durch die ihn auszeichnenden Mammutbäume (engl. =Sequoia). Besonders sehenswert sind die Prachtexemplare rund um den weltgrößten (eigentlich dicksten) GENERAL SHERMAN TREE, der einen Umfang von 30m vorweist.

    Ach und dann war da noch die SONNENFINSTERNIS, die glücklicherweise genau dort partiell auftrat, wo wir uns befanden und so hielten wir mal eben am Straßenrand um Zeuge dieses seltenen Naturspektakels zu werden. Nach 15 Minuten am Kamera und Handy rumtüfteln und dem Versuch den Schatten auf der uns weiterhin blendenen Sonne zu sehen, stiegen alle unbefriedigt ins Auto, außer mir, hatte ich doch mit 2 Sonnenbrillen und blinzelnden Autos etwas gesehen! 😎

    FUNFAKT: Nur well Margarita drauf steht und es neben Hochprozentigem im Ladenregal steht, bedeutet das nicht, dass auch Alkohol drin ist. Ähnlich wie damals im Urlaub in Spanien, wo wir uns 2 Wochen unter der Dusche mit Body Lotion einrieben, weil wir es für Duschgel hielten, tranken wir hier einige Gläschen Margarita Syrup, dem der Tequila hätte zugefügt werden müssen 😂

    FUNNY STORY: Einen der Aussichtspunkte beprosteten wir ganz gemäß unseres Heimatlandes mit Bier🍻 (diesmal entschlossen wir uns diesbezüglich Experimente zu unterlassen und stattdessen Heineken einzukaufen ;) ganz zur Belustigung der Amerikaner, die sich für ihre Tourifotos doch gleich mal unsere Bierdose als Accessoire ausleihen. Cheers! 🍻

    FRAGT EUCH MAL: Ausgehend von unserer philosophischen Diskussion darüber, dass der Mensch sich in der Erdgeschichte als zu wichtig betrachtet, diskutierten wir über Umweltschutz. Von Andy kamen neue Denkanstöße wie der, dass jegliche Abgase, die jemals von den Autos der gesamten Menschheit produziert werden, die Brennstoffreste natürlich ausbrechender Vulkane nicht übersteigen. Und dass die Erde sich immer regeneriert, wie sie die letzten Milliardenjahre bewies, von denen Menschen nicht mal 1 Mrd. auf ihr wandelten. Zwar sollte man seine Umwelt schützen und für kommende Generationen aufrecht erhalten aber am Ende zerstören wir eher uns als die Erde und sind nur ein winziger Part in der milliardenjahrenalten Weltgeschichte. Na?
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  • Day9

    Stadt der Extreme - San Francisco

    August 19, 2017 in the United States ⋅ ⛅ 15 °C

    Mit zerrissenen Jeans gings dann also gestern in die hochgelobte Stadt San Francisco.
    Und nach 2 Tagen des Zentrum Durchkemmens und der Besichtigung von Pier 39 und Touristenkram ist klar : San Francisco wirkt an vielen Stellen wie eine Lego - oder Puppenstadt. Zahlreiche schnörkelige Häuser reihen sich zu einem homogenen Gesamtbild an geradelinige Straßen, die keine Kurven kennen, aneinander. Dazwischen fahren historische Straßenbahnen und berühmt berüchtigte Cable Cars. Am Pier 39 sieht sowieso alles aus wie im Disneyland. Unecht irgendwie.
    Hat aber was, dieses puppenartige.
    In der Nähe derartiger Wohnsiedlungen, die außerdem durch rustikal aussehende Feuerleitern an Hauswänden und durch glatt geleckte Bäume einer Baumart charakterisiert sind, befinden sich die tollsten Wälder und somit das einzige, was die sonst gartenlose Stadt für mich schmackhaft machte. Ach und die Golden Gate Bridge. Ähnlich wie beim australischen Ayers Rock hielt sich meine Begeisterung dazu in Grenzen, ähnlich wie der Rock sticht sie allerdings auch aus grüner und felsenfarbiger Landschaft in sattem antirostfarbenrot prächtig hervor und wirkt großartig! Das Getümmel auf der Brücke und damit einhergehende Beben, wenn man auf diesem imposanten Bauwerk steht, ist schon extrem cool.

    Extrem anders ist hingegen das Zentrum San Franciscos, welches von den Schiffen betrachtet eine Mordsskyline hergibt. Ganz andere als der Blick vom Wasser auf das sogenannte "Civic Center" vermuten lässt, ist dieses unglaublich unglamorös, nein sogar fürchterlich hässlich. Müll hier. Müll dort. Im Müll Suchende überall. An jeder Ecke sitzen Menschen, deren "Homeless, please help" Schilder leider genauso vorauszusehen sind wie der Geruch ihres Drogenkonsums. Gefühlt sitzt jeder dritte im Rollstuhl, jeder vierte ist entweder schizophren oder redet einfach nur mal mit sich oder imaginären Freunden und schreit Gebete durch die Gegend. Ich habe Angst, möchte kotzen und verliere bei dieser Masse perspektivloser Menschen meine Hoffnung an die Menschheit und das Gefühl, dass man hier helfen und etwas ausrichten kann. Innerlich schimpfe ich auf die Regierung, die solche Probleme zumindest eindämmen sollte, und auf Scott Mc Kenzie, der mir seit 1967 verspricht "gentle people" hier in"San Francisco" zu treffen.

    Na immerhin ein Straßenkünstler (wenn schon nicht die Bettler) am touristischen Pier 39 verdient sich mit seinem Kopfstand auf einer Rolle und mehreren Erhöhungen balancierend und mit seinem Humor 5$ von mir. Hier, wo die Welt noch in Ordnung ist... Größer könnten Extreme wohl kaum sein.

    FUNFAKT: Algen eignen sich hervorragend als Springseil (siehe Bild)
    FUNNY STORY: Gemäß Udo Jürgens Song "Ich war noch niemals in New York" hatte ich die brilliante Idee mir an Tag 1 in San Francisco zerrissene Jeans anzuziehen. Die sahen allerdings durch den Traumstrand am Highway No.1 schon so viel Salzwasser und im weiteren Verlauf des Tages so viele Flecken, dass ich sie am nächsten Tag nicht tragen konnte. Und am ersten versäumten wir doch tatsächlich jegliche Bilder zu knipsen, denen zugunsten ich sie ja tragen wollte.

    FRAGT EUCH MAL: Was wisst ihr von Francisco oder wie bastelt ihr es euch in euren Köpfen aus dem Vorwissen durch Filme und Lieder zusammen? Und, passt das etwa zu dem gerade Beschriebenen? 🙈
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  • Day8

    My American Dream ⏩Los Angeles

    August 18, 2017 in the United States ⋅ 🌙 18 °C

    Puh, jetzt sind wir schon 3 ganze Tage unterwegs und ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll..

    DER FLUG mit Turkish Airlines verlief überwiegend angenehm, abgesehen davon, dass der 1. in Istanbul landende Flieger eine solche Holperlandung vollzog, dass ich mir fast in die Hose machte und dachte: "Wie soll ich jemals diese mysteriöse, angeblich unter jedem Sitz verstaute Rettungsweste finden, diese Phantomrettungsweste.
    😱😲🙇
    Bisher waren ERTRINKEN und ERSTICKEN auf meiner Top 10 Liste der erstrebensunwertesten Tode ganz oben, in diesem Moment fügte ich gedanklich FLUGZEUGABSTURZ hinzu. Wenn man beim Fall in die Tiefe diesem nahenden Aufprall rest- und machtlos ausgeliefert ist. Was meint ihr?
    Dramatischerweise konnten wir die folgenden 2H in der Transitzone des Istanbuler Flughafens nicht, das fast in die Hose Gemachte, loswerden, ich wünsche euch also, dass ihr dort nie mal auf die inexistente WC🚱 müsst.
    Das Essen bei Turkish Airlines war übrigens zufrieden stellend, was man von den faulen und ignoranten Stewardessen allerdings nicht behaupten konnte, weswegen durch die Selbstbedienung der Flugpassagiere eine regelrechte get together Party in der Flugzeugküche statfand 😀 aber genug davon.

    DIE LEUTE
    Von den anfangs Anonymen haben sich Saskia und Andy mittlerweile in unkomplizierte und sehr humorvolle Gesellschaft verwandelt, die glücklicherweise auch gerne Essen gehen, nach der Manier "wir bestellen 4 unterschiedliche Gerichte und probieren uns so durch die Karte". So wie die Männer beim Essen Neuem zugewendet sind, hängen sie allerdings auch an ihrem Bier🍻, worauf meist Beschwerden über den Geschmack * oder den Preis folgen. Auf Kommentare meinerseits "man fahre ja auch nicht zum Biertrinken nach Amerika" folgen meist Diskussionen😱
    Insgesamt ist es seltsam eine derartige abenteuerliche Fernreise mit Daddy zu unternehmen, da es nur halb so krass ist wie alleine und man sich ungewohnt unangreifbar fühlt, etwas unreal.
    Ebenso unreal war der erste - okay nein, eigentlich jeder Anblick- unseres Mietwagens in Form eines unbeschreiblich großen, gängstermäßigen, weißen Chevrolets✌️ Durch spontan von unseren Daddy draufgelegte 75$ wurde aus dem in meiner Vorstellung simplen Campervan diese luxuriöse Prachtkarre mit 6 Sitzen und rund 20 Lademöglichkeiten 😜
    Meine Überredungsversuche hier drin zu nächtigen statt teure Motels aufzusuchen, scheiterten leider am Widerstand der Anderen, die das offenbar als ärmlich ansehen, dennoch erschrecken wir uns abgesehen von Bierkosten stets bei den überteuerten Essenspreisen, die in Amerika grundsätzlich durch TAX- und TIPS-Aufschlag zustande kommen.
    Aber nun zum Wesentlichen:

    AMERIKA, LOS ANGELES
    Um meine folgende Euphorie über Amerika und L.A zu verstehen, müsst ihr kurz wissen, wie vorurteilsgeprägt ich in dieses Land gereist bin🌎 Amerika war für mich immer so berühmt und beliebt, dass es sicherlich protzig, aufdringlich und schlicht überschätzt ist. So weit und groß, dass kaum einer zu Fuß geht. Arrogante Amerikaner, die selten über den Ami-Tellerrand blicken und von Patriotismus überquellen. Von Fastfood dominierte Ess"kultur"🍔🍟🍮Landschaft, die durch Filme glorifiert wurde und ihre Magie dadurch verliert, dass man sie aus den Medien bereits kennt....
    Aber so wie zu gute Erwartungen oft für Enttäuschung sorgen, bringen schlechte Erwartungen positive Überraschungen mit sich, weswegen ich jetzt noch auf meine Auswanderungserlaubnis nach Amerika warte😂
    L.A. Die Stadt der Stars und Sternchen. Edle Designerboutiquen. Hippiemäßige Straßenverkäufer. Menschenerfülle Hotspots. Kilometerbreiter, weißer Sandstrand. Wandererlockende Berge. Graffitibemalte Betonbauten. Détailvolle Holzhäuschen. Pompöse Wolkenkratzer. Kreative Architekturmeisterwerke. Kultige Märkte. Internationales Essen.
    Das klingt für euch nach unzusammenhängender Aufzählung?
    All das findet man allerdings in der Stadt der Engel, L.A.😍 wo vom VENICE BEACH , an dem kein Muskel unbewegt bleibt, bis HOLLYWOOD, wo keine Kamera still steht, eine unglaubliche Vielfalt vorherrscht, die keine Wünsche offen lässt. Und selbst der namenhafte WALK OF FAME ist überhaupt nicht protzig, wie befürchtet, sondern eher gemütlich und faszinierend mit seinen zig Straßenhändlern und exotischen Beach Bars😎🇺🇸🌟

    ALL DAY AMERICA
    Insgesamt sind wir angekommen in diesem Land mit den Toiletten, deren grundsätzlicher Wasserstand so hoch ist, dass man Angst davor hat, viel pinkeln zu müssen, in diesem Land, in dem alle dich freundlich mit "Hey, guys trz" ansprechen, wo dir Getränke im Lokal kostenlos nachgeschenkt werden, Wasser sowieso, wo es die größte Saucenauswahl überhaupt gibt, wo man Ampeln bei rot überfahren kann, mit seinen kaugummiauromatartigen Zeitungsspendern und Trucks, die aussehen, wie frisch aus meinen Kinderbüchern entfahren, mit episch wehenden Amerikaflaggen an jeder Ecke🇺🇸 und Gallonen, mph und Dollar Rechnungem.
    Nach 2 randvollen Tagen im Zentrum L.A.s inklusive Sportlerparadies Venice Beach und einschließlich Hollywood Hills und Hop on Hop off Tour, freuen wir uns nun auf die Road! 🚙⛽

    FUN STORY: Mein Segen oder auch Fluch (in diesem Fall eher letzteres) immer von Fremden angequatscht zu werden, kam hier u.a in Form eines circa 60 Jährigen skurril aussehenden Mannes in enger "Tchibo" badehose zu Trage, mit dem ich smalltalkmäßig übers Bodyboarden plauderte. Genau in dem Moment, als unser Daddy's kamen, musste der natürlich meinem Bikini ein Kompliment machen, was unsere Unterhaltung in völlig neues Licht rückte 👴🙈

    FUNFAKT: Kaufe nie, aber auch wirklich NIE ein Bier, nur weil der Name Voodoo Ranger dich überzeugt. Selbst für das Etikett lohnt sich diese Qual im Voodoostyle nicht! 🍺💀

    FRAGT EUCH MAL: Anlässlich einer von Zeitmangel herbeigeführten Diskussion über Prioritäten, stellten wir letztens die Übel Hunger uns Schlafmangel gegenüber, als es darum ging, ob man zuerst Essen beschaffen oder ein Hotel aufsuchen sollte. Ich plädiere dafür, nicht zur Diva zu werden. Aber Hey, was ist euch wichtiger? Gutes Essen oder guter Schlaf? 💭
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  • Day2

    Welcome to my life

    August 12, 2017 in Germany ⋅ 🌧 14 °C

    Hey Leute!
    Ich melde mich mal wieder, aus einem Leben, dass keinen Alltag kennt. Denn das führt uns doch schnell zu berichtenswerten Anekdoten ;)
    Außerdem hilft es mir selbst beim Realisieren des mir Bevorstehenden.
    In ziemlich genau 49h soll ich nämlich mit meinem Daddy und zwei Leuten, zu denen ich jetzt noch nicht viel mehr sagen kann als "Leute", im Auto sitzen Richtung Frankfurt zum Flieger auf ins nächste weite Land, ins nächste Abenteuer und somit auf die nächte Reise. Diesmal nach Amerika und wer sich an dieser Stelle wundert, warum ich mit dem Ollen dorthin fliege, der sollte wissen, dass es ein Revivaltrip der vor 20 Jahren getätigten Amerikareise mit meiner Schwester und meiner, mit mir - ja ich war mehr oder weniger dabei- schwangeren Mom. Und bevor meine Dad zu alt und klapprig oder auch spießig und uncool wird (kann passieren), nahmen wir uns vor 10 Jahren felsenwiedergrandcanyonfest vor, dies so früh wie möglich zu tun, was nach dem Abitur ist und vor dem Studium, bei dem meine restlichen noch vorhandenen Reiseersparnisse auf den Kopf gehauen werden können.
    Jedenfalls schwer zu fassen, wenn man bedenkt, dass ich mir derzeit auf dem Open Flair Festival in Eschwege die Seele aus dem Hals tanze. Hier versinken gerade alle in wadentiefem Schlamm und schwitzen die von außen durch Regen nassen Capes auch von Innen nass, wenn sie zum Beispiel beim Moshpit zu erstklassigem Rockbands wie Broilers durchdrehen. Das Pogen ist dabei kostenloser Selbstverteidigungskurs, wenn man mal wieder eine dicke Lippe-also unabsichtlich eine geschlagen zu bekommen-riskiert- und plattgetretene Füße, blaue Flecken und Bisse in Kauf nimmt,von materiellen Verlusten wie Schuhen ganz zu schweigen. Aber der Moment ist es wert!
    Übrigens quillt hier nicht nur Regen in Zelte und sorgt für Privatseen am Bett, sondern auch die Straßen überquillem beim 33. Flair die Straßen Eschweges mehr als ich es je zuvor erlebt habe. Ein Gedrängel und Gedrücke schubst einen dann allmählich, vorausgesetzt man erkämpft sich den Weg nach vorne nicht durch gekonntes "Lückenausnutzen" Richtung Bühne, wo man in der Memachenmasse im Tal der Musik nach rechts und links von den einen auf andere Leute stürzt. Zwischendurch erschweren unvorhersehbare, meist leider gefühlt 100Kilo schwere Körperspanung nicht kennende Crowdsurfer das Tanzen.
    Okay, an dieser Stelle genug Einblick in das Festivalleben, von dem man meist schwer wieder in die Realität zuhause kommt.

    Mit einer Badewanne, in der ich mir die zweite Haut bestehend aus Matsch, mühsam abwusch, bereitete ich mich allerdings mental auf diese Realität vor, gönnte mir zum Ausklang des Flairs eine letzte 5 Minuten Terrine und packte die letzten Reste. Vor einer Woche hatte ich bereits überwiegend fürs Flair wie auch Amerika gepackt, wobei sich die Existenz von 30 schönen Unterhosen als kritisch rausstellte. Ohne Witz, habt ihr 30 schöne Unterhosen?!? 👙😁
    schwupp die wupp sitzen wir nun am Flughafen mit den zwei Leuten, die sich übrigens als der humorvolle Arbeitskollege meines Dads Andreas und seiner 26 Jährigen Tochter Saskia entpuppten und ich habe die Vorahnung drei witzige Wochen vor mir zu haben. Außerdem realisiere ich, wie spannend es sein kann, mit einer weiteren Vater - Tochter Konstellation on Tour zu sein, zumal es einem, wie in diesem Mutter Kind Reisen eine Einblick in andere Familienverhätnisse gibt. Nicht wahr?

    Jetzt geht's übrigens über Istanbul nach L.A. Mit einer für aufregende Spannung sorgenden Ahnungslosigkeit meinerseits und einer Verpeiltheit beim Check in Ablauf etc. seitens Daddy, der offensichtlich seit 15 Jahren nicht geflogen ist 😂 Spaß 😉

    FUNFAKT: Ich empfehle wirklich, neue Enthaarungsmethoden wie unsanfte Reiben, NICHT kurz vor einem Urlaub auszutesten. So sitze ich gerade mit feuerroten und brennenden Armen im unklimatisierten Flugzeug. Odé! 😈🌋☄️🍜🍵☀️🔆💥🔥💡😵😱😱💪
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