Leona Knobel

Joined September 2016
  • Apr11

    Lagos, Faro, Rückflug

    April 11 in Germany ⋅ ☀️ 6 °C

    Da am Donnerstagmorgen unser Flieger von Faro starten sollte, war der Plan am Mittwoch von unserem lieb gewonnenen Barranco Beach Abschied zu nehmen und Richtung Lagos zu trampen, von wo wir abends den Zug nach Faro gebucht hatten.

    Doch Matze, der sich inzwischen als selbsterklärter Manager unserer Abenteuerreise bezeichnete, konnte Rokky und mich wohl nicht gehen lassen und willigte erst ein uns zum Intermarché und letztlich sogar bis nach Lagos zu fahren, den gesamten Tag noch mit ins zu verbringen und uns abends zum Zug zu bringen.

    Also erkundeten wir

    LAGOS
    einen bei Touristen wie auch Einheimischen beliebten Ort, mit pittoresquen Straßen, süßen Geschäften und Restaurants sowie den schönsten Strand- und Felsaussichten, die wir bisher hatten.
    (Siehe Bilder)
    Zahlreiche Tunnel führen durch die gelb orange leuchtenden Sandsteinfelsen von einem Strandabschnitt zum nächsten, manchmal auch ein abenteuerlicher Weg durchs Gewässer (vor allem beim Flut;)

    In einem Kristallladen, welcher mehr Wohn- und Arbeitszimmer des Besitzers zu sein schien, lernten wir eben diesen kennen: Mark, ein Freund von Matze. Auch er hatte eine sehr lockere Lebenseinstellung und schien nicht viel Wert auf die äußeren Werte seines Ladens zu legen, indem sich unübersichtlich die Waren türmten und sein Fahrrad und Moped ganze Regale versperrten. Außerdem liebte er meine Zahnlücke, da ich an diesem Tag mein Provisorium nicht drin hatte und wehrte sich vehement gegen unser Hirngespinst ein Kristallprovisorium zu basteln 😄

    Nach einem wie erwähnt abenteuerlichen Strandspaziergang mit spontaner Badeeinlage im eisigen Wasser gingen wir auf Matzes Empfehlung mit Ally und Lou, die inzwischen wieder zu uns gestoßen waren, in ein Restaurant "in dem es guten Fisch gibt", so Matze.
    Mehr wussten wir nicht und so saßen wir kurz darauf auf typisch portugiesischen Plastikstühlen im Außenbereich eines kunstlos aussehenden Restaurants, bei dem wir unsicher wurden, was uns erwarten würde. Zumal wir doch schon des Öfteren bei den portugiesischen Restaurants ins Klo gegriffen hatten (in 3 von 3 Fällen, um genau zu sein). Dass es eine Tagessuppe oder auch eine Portion Pommes für nur 1,75€ gab, war erst recht verunsichernd. Doch zu unserer großen Überraschung und Freude für unser Reisebudget war es mega lecker, bloß waren die Portionen nicht so riesig, was sich auf unsere Dessertbestellung zu meinem Jubel wiederrum positiv auswirkte. Danach fuhr uns Matze zum Bahnhof und wir daraufhin nach

    FARO
    Eine für unseren Geschmack nach wie vor eher unspektakuläre Stadt, obwohl sie einen ganz schönen Hafen hat sowie ein größtenteils harmonisches Stadtbild mit weißen Fassaden und malerischen metallenen Schnörkelbalkons. Auch gibt es ganz schöne Restaurants und die Leute sind sehr offen und anlaberfreundlich. Auch wenn sie keine so positiven Vibes in der für uns trotz allem eher trägen Stadt verbreiten.

    LOW BUDGET
    Gerade wegen der ursprünglichen Pläne sowie dem Titel dieses Trips sollte ich darüber doch noch ein paar Worte verlieren.
    Wie ihr bei möglichem Lesen der anderen Blogeinträge gemerkt haben könntet, sind wir insbesondere am Anfang unserer Reise nicht besonders sparsam gewesen. So haben wir während dem Uni Surfcamp meist luxuriös gekocht und uns wie im Urlaub gegönnt.
    Weiter ging es mit Hostelkosten in Lissabon, da es zwar viele CS gibt, aber leider wenig, die sich melden. In Faro hingegen haben sich btw mehr CS gemeldet, die uns nur zeitlich nicht hosten konnten. Außerdem verlockten die Shopping und Essensmöglichkeiten in Städten grundsätzlich zum Geldausgeben. Immerhin unser geschätzter Decathlon Laden hat uns, ebenso wie das völlig zufällige Wehen einer Isomatte in meine Hände im Park Lissabons, ein günstiges Ausstatten mit grundlegender Campingausrüsting für die weitere Reise ermöglicht.
    Vor der Pizza Party, die den Mittel- und Höhepunkt unserer eigenständigen Reise markierte, waren wir nochmal für 6€ pro Person Essen kaufen, womit wir die nächsten 3 Tage versorgt waren und unser sparsames sowie naturnahes Reisen startete. Trampen hat leider nicht so gut funktioniert (bzw haben wir zu wenig probiert, da zu viert:) und Bus und Bahn wäre oft nicht wirklich günstiger, als ein Uber zu viert gewesen, sodass wir uns des Öfteren mit den Privattaxis rumkutschieren ließen 😁🚕
    Da wir den letzten Teil unserer Reise nach 2 Nächten in der alten Schule Tojeiros auf Matze trafen und mit ihm rumreisten, einmal in einer Hütte, 2 Mal in einem Zelt schliefen und noch einmal die Nacht bis zum Flug in einem 5€ pro Person air bnb room verbrachten und überwiegend selbst kochten, reisten wir endlich maximal günstig.

    Zwar ohne Couchsurfing und Containern, da wir in keiner großen Stadt waren, dafür aber mit günstigem Obst und Gemüse vom Markt.
    Campen ist übrigens insbesondere im Süden des Landes bei den ganzen Aussteigern oder Hippiestränden möglich, allerdings offiziell verboten und kann Strafe kosten.
    Naja, dafür muss man eben ein paar Tricks oder versteckte Ecken kennen, sodass einem Campingerleben nichts im Wege steht, außer die Kälte im April, wenn man, so wie ich, nur einen dünnen Schlafsack dabei hat 🤦‍♀️😃

    FUNFAKT: Da Rokkys Hose gerissen und nur noch mülltauglich war, suchten wir bei letzter Gelegenheit in Lagos noch nach neuen Goa Hosen, als Matze uns plötzlich, nachdem wir 3 Tage mit ihm verbracht hatten erst sagte, dass er solche Hosen en masse in seinem Wagen habe, die er uns "gegen kleine Spende" gebe würde. Und so wühlten wir am Bahnhof in Lagos, 15min. vor Zugabfahrt überglücklich über diese Gelegenheit in dem Sammelsurium von Matze herum und ergriffen so die allerletzte Chance sogar noch 3 neue Hosen zu erhalten 👖🌸

    PORTUGAL RÉSUMÉ
    Portugal ist ein geniales Land zum Surfen, mit wunderschönen Felsen und zahlreichen Aussteigern und Rumreisenden, davon sprechen die wenigsten Portugiesisch. Mit Englisch kommt man glücklicherweise überall sehr weit. Mit Trampen zu viert erwartungsgemäß nicht so. Die schlechte Esskultur wird nur durch die exotischen Früchte, die dort wachsen und die demnach vielseitigen und günstig erhältlichen Gemüse und Obstsorten wettgemacht.
    Im April ist es ein bisschen kalt für komplettes Low Budget Reisen, allerdings ist ansonsten campen sinnvoll und nah an der Natur ♥️
    Die Städte sind mit ihrem portugiesischen Pflasterstein zwar absolut skaterunfreundlich, aber oft in Kombination mit weißen und balkonreichen Häusern ziemlich malerisch. Oft auch wenig bewohnt und unspektakulär, aber deswegen umso geeigneter für Künstler, Aussteiger und inspirierende Menschen, wie auch wir sie zu genüge trafen 🤗 definitiv eine Reise wert 🌏
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Apr9

    Vanlife zwischen Tojeiro, Lagos& Sagres

    April 9 in Portugal ⋅ ⛅ 16 °C

    Das allgemeine Reisephänomen, dass die letzten Tage vor allem im Vergleich zu den ersten Tagen rasant an einem vorbeiziehen, hat sich breit gemacht und dafür gesorgt, dass ich mich jetzt erst hier melde.

    Nach der Pizza Party am Freitag folgte ein sonnentanz- und erkundungstourdurchzogener Samstag, an dem Rokky (so stellt Pauline sich jetzt meistens vor :) und ich einen bunt angemalten Hippievan bewunderten, und so Matze kennenlernten. Dieser streckte uns mit den verraucht gesprochenen Worten "Hi, wollt ihr reinkommen auf n Tee?" seinen Lockenkopf aus eben jenemVan entgegen.
    Als wir da Gitarreklimpernd und Krims Krams bewundernd in seinem Van Tee tranken, ahnten wir noch nicht, dass unsere gesamte Weiterreise maßgeblich von dem Freigeist Matze (ursprünglich aus Freiburg) abhängen würde.
    Doch die locker ausgesprochene Überlegung, man könne mit ihm ja in den Süden fahren, verwandelte Matze am nächsten Tag in die Realität, indem er zu dem Haus stapfte, in dem wir mit Kahlo wohnten und uns motiviert weckte.
    Das war das Ende unserer 3 Tage in der Tigerhöhle, wie ich das Altbauzimmer der ehemaligen Schule bin Tojeiro liebevoll nannte, zumal wir aus dem gesamten Zimmer Matratzenlager gemacht hatten, es durch die Rollos immer komplett dunkel war und wir gemütliche Vorlesestunden in dem durch unsere Kleidung zunehmend muffig riechenden Raum zelebriert hatten.

    Und schwuppdiwupp versahen wir uns eine Stunde später mit unseren übermäßig großen Taschen in Matzes Van, sein Hund "Amira Cassandra" neben ihm auf der Sitzbank und wir zu viert gemütlich auf der Liegefläche hinten fläzend 🚙
    Sooo gemütlich war es allerdings nicht, wenn man bedenkt, dass die Straße so holprig war, dass uns beinahe sämtliche Träumfänger, Dekogebaumel und Geschirr um die Ohren flog. Und dass wir kein genaues Ziel abgesprochen hatten. Kostenlose Achterbahnfahrt ins Ungewisse quasi, yeah! 🎢
    Erstmal ging es zum Wasserauffüllen in einen kleinen Ort, wo wir in einem künstlerischen Cafe durch heißen Kakao den zivilisierten Menschen in uns wieder zum Leben erweckten.

    Danach wollten wir eigentlich zum Meer fahren, doch der Regen trieb uns stattdessen in eine andere Richtung.
    Und zwar landeten wir in einem bergigen Gebiet, in dem zahlreiche Leute verstreut in Campervans, Bauwagen etc. leben, wo wir ja in der Hütte schliefen, von der ich schon kurz berichtete.
    Die Nacht dort am knisternden Feuer und mit gemütlicher Matratze, die wir in der Hütte vorfanden, wirkte vielversprechend. Allerdings hatten die Lou und Ally ihre Hängematten direkt über die Matratze gespannt und sanken, in der eisigen Nacht, sobald das Feuer erloschen war und entferntes Hundegebell uns werwolfdurchdrungene Albträume in die Augen trieb , nach und nach näher an uns, sodass ein Drehen auf der eigentlich bequemen aber auch viel zu weichen Matratze nicht mehr möglich war und wir am nächsten Tag entsprechend gerädert.

    Doch früh weckte uns Matze, um die Räder des Vans alsbald ins Rollen zu bringen, die uns endlich (seit 2 Wochen unser Traum) ans Meer irgendwo zwischen Lagos und Portimao rollten.
    Lou und Ally, die eine Nacht im Hostel on the hill präferierten, kutschierten wir dorthin, bevor ein noch holprigen Weg als ich ihn mir je hätte erträumen können uns ins Hippienirwana an den Strand Barranco brachte.

    Der Parkplatz des Surferidylls war bis dahin bereits mit ein paar Vans und Wohnwagen bestellt und in den nächsten Stunden und Tagen (denn wir verbrachten 2 Nächte in diesem Paradies) kamen zunehmend inspirierende Reisende, überwiegend Deutsche 😅, die dem Ort Leben einhauchten.
    Da wurde jongliert, hier getrommelt, Gitarrengeklimper, eine gespannte Slackline, Goamusik aus einem Partywohnwagen, es wird über Feuer gekocht und hinter Büsche verstoffwechselt.
    Hinter Büsche ist schwer, wenn man bedenkt, dass von den umliegenden Klippen oder der bewohnten Höhle am Berg jeder von oben sehen kann, was du machst 😅 aber naja, diesbezüglich pinkeligsein hat mich noch nie weit gebracht!

    Barranco Beach war jedenfalls genau das, worauf ich vor der Reise gehofft hatte. Wir alberten rum, lasen endlich mal wieder die bisher kaum angerührte Reiselektüre, kletterten über Klippen, sammelten Kristalle, spielten Ball mit einem kleinen Pudel, der alle abzockte und schmisssen uns daraufhin unbekleidet in die eigentlich viel zu kalten Wellen 🌊
    Wir hatten dort keinen Empfang, liebten den Moment, kochten im Van und schlugen unser Zelt in einer steingeschützen Bucht am Strand auf. Mit Blick auf die Wellen, welche am zweiten Tag zahlreiche Surfer, mit echt heftigem Niveau aufsuchten. Diese sah ich mir beim Klettern mit einem Schweizer vom Gipfel der Klippe an, und wir bewunderten die mutigen Surfer, die wiederum unsere mutige Kletter"kunst" bewunderten 😆 dabei war es echt einfach, zumal wir die perfekte Kombination aus krakseln, ungefährlichem Klettern und auf den Wanderwegen Sprinten hatten.

    Verrückt war auch, dass Rokky seit Beginn der Reise von einem neuen Tattoo schwärmte. Und obwohl wir gefühlt ewig keine Städte und Tattoostudios mehr gesehen hatten, war doch tatsächlich ein Tattoo Caravan direkt gegenüber von unserem Van geparkt, wo innerhalb von 20min. ein deutscher Tätowierer mit rund 15 Jahren Erfahrung und beeindruckender Tattoowierausstattung und Hygiene- trotzt Outdoorlifestyle! - eine von mir erfundene und von Rokky gezeichnete Sonne auf ihr Bein zauberte.
    Was ein Zufall, dass alles so gepasst hat!
    Auch ein verrückter Dude Btw, der auf die Frage, wie lange er noch an dem Ort bleibe, irritiert antwortete: "Ich mache doch keine Pläne. Wer weiß was morgen ist" womit er die Einstellung der meisten Menschen, die uns in diesen Tagen begegneten, auf den Punkt traf.

    (HINWEIS Nr. 6: "Wer weiß, was morgen ist")

    Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass auch die Szene in Portugal an
    "Bauwagenmenschen" wie ich Leute mit derartigen Lebensstilen oft bezeichne, nicht so groß zu sein scheint und wir es Öfteren Menschen von den Gebirgsbewohnern oder der Pizza Party mal wiedertrafen. Und sei es auf dem Intermarché Parkplatz. Intermarché ist ja ein ursprünglich französischer riesiger Einkausladen, der erstaunlicherweise überwiegend deutsche Zeitschriften verkaufte, was beweist, wie hoch die Rate der deutschen Aussteiger oder Reisenden ist, die sich irgendwo zwischen Tojeiro, Lagos und Sagres bewegen 😄

    (HINWEIS Nr. 7: Ohne die Deutschen wäre nix los im dem. Gebirge im Süden Portugals 😋 da fragt man sich doch, warum so viele Aussteiger aus Deutschland sind...)

    FUNFAKT: Die Übersichtlichkeit der Szene wurde auch bestätigt, als Matze in dem Gebirge an einem Domizil vorbeifuhr und fast nebensächlich zu uns auf der Liegefläche Lümmelden rief: "Und hier wohnt so eine durchgeknallte Nachbarin aus Polen, die ihren Platz als Phantasialand bezeichnet, glaub ich... Hmm, heißt Marie oder sooo", woraufhin Rokky attok reagierte "Maja?" "Jaa genau"
    Maja war eine der interessanteren Persönlichkeiten, die wir auf der Pizza Party getroffen und Kontakte ausgetauscht hatten, da sie uns angeboten hatte, sie zu besuchen, sie wohne irgendwo im Süden Portugals, was ja unserem Reiseziel entsprach 😂
    Und plötzlich versahen wir uns doch tatsächlich bloß wegen Matzes beiläufigem Kommentar in ihrem Garten. In 5min. gab sie uns einen Schnellrundgang durch Ihr Lehmhaus im Alice Im Wunderland Stil. Das vermutlich spannendste Haus und Anwesen, was ich je gesehen habe.
    Nach den 5min. Musste sie los zum Flughafen, der sie und ihre 12 jährige Tochter nach Berlin fliegen sollte, sodass wir sie vielleicht bald in Kassel willkommen heißen 😉
    Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zwischen ihrem Leben im Lehmhaus mit Komposttoilette und ihr Auftreten mit Leo Leggins, Minirock und Highheels, mit denen sie vermutlich auch das Haus gebaut hast, wie ich sie einschätze 😅
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  • Apr5

    PIZZA PARTY ☀️

    April 5 in Portugal ⋅ 🌧 11 °C

    Egal welchem Freund ich erzählt habe, dass wir in Portugal reisen, egal, mit welchem Uber Fahrer wir geplaudert haben, welcher Einwohner uns Reisetipps gegeben hat oder welcher Touri uns etwas empfahl, immer wieder fiel der Begriff "Friday Pizza Party", entweder wurden wir gefragt ob wir hingehen oder es wurde uns ans Herz gelegt hinzugehen.
    Lange Rede, kurzer Sinn, wir sahen wohl so aus, als wäre es unser Ding und deswegen taten wir alles dafür, um Freitag in dem Lost Place Tojeiro anzukommen. Mit alles meinte ich: wir buchten ein Uber von Portimao aus😂

    Tojeiro ist eine ehemalige Stadt in der sich zahlreiche Aussteiger angesiedelt haben, weswegen nun ca. 50-60 Menschen dort in Vans, Hütten oder Zelten wohnen. Diese machen jeden Freitag eine festivalartige Electroparty mit einem Standardeintritt von 10€ und Steinofenpizza Flatrate 😍🍕

    Da es sowohl eine unbeschreibliche Party als auch ein unbeschreiblicher Ort ist, werde ich hier nicht allzu detailliert darüber berichten.

    Highlights der letzten 3 Tage:

    1. Wie das Uber uns scheinbar im nirgendwo rauslässt
    2. Auf den deutschen Aussteiger Kahlo zu treffen der im wahrsten Sinne des Wortes old school lebt... Und zwar in der ehemaligen Schule von Tojeiro, in dem er auch uns noch ein regengeschützes Zimmer mit zahlreichen Decken anbot, welche wir uns nun zu Eigen machten
    3. Die Party und Menschen an sich
    So umarmte mich beispielsweise ohne ein Wort zu sagen eine fremde Frau auf der Tanzfläche, weil sie sich einfach danach fühlte. Oder wir erfuhren unfassbar viel Dank bloß weil wir ein paar Menschen mit unserer Neonfarbe beschmierten 😌
    4. Der Geschmack der Pizza und vor allem der Knoblauchsoße, die Ally und ich wie Apfelsaft tranken 😆
    5. Auf den ebenfalls deutschen Matze treffen, der uns in seinem Hippievan nach den 2 Tagen in Tojeiro nun in eine Hütte gebracht hat, in der erstmals unsere 10€ Decathlon Hängematte zum Einsatz kommen, über die wir schon wetten abgeschlossen hatten, dass wir sie wohl nie nutzen 😅

    Naja, hier sitzen wie gerade, haben endlich neue Wasservorrate, Handyakku und Empfang.
    Außerdem können wir in Matzes Wagen kochen und sind überglücklich über den neu gewonnen Luxus. Jetzt machen wir gerade mummelig Feuer und hören endlich wieder Musik und lesen..♬ 📚 ♥

    (HINWEIS: Das interessante an der Pizza Party ist, dass sie offenbar schon sehr bekannt und auch unter Ottonormalverbrauchern verbreitet ist, man kann sie zum Beispiel googeln, was bei derartigen Raves eigentlich nie so ist. Deswegen waren wir etwas unsicher bzgl. der Authentizität und der Menschen dort und ob diese die wirklich wegen dem gesamten Setting und Lebensgefühl da sind. Unsere Befürchtungen, dass vll. sensationsgeile Touris und Säufer die Stimmung dominieren könnten, bestätigte sich glücklicherweise nicht, es war also ein voller Erfolg. Allerdings soll es jeden Freitag komplett unterschiedlich sein)

    FUNFAKT: Ein Großteil der Menschen im Tojeiro ist oder spricht deutsch 💬
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  • Apr4

    Irgendwie irgendwo nirgendwo / Faro

    April 4 in Portugal ⋅ ☀️ 15 °C

    Am Mittwoch sollte unser Abenteuer Richtung Outdoorleben und Natur starten, weswegen wir eigentlich Richtung Süden trampen wollten. Da Pauline und ich aber noch die letzten sehenswerten Gärten, Gassen und Geschäfte Lissabons abklapperten (darunter der eindrucksvolle LUSH Laden, den man ja auch bei uns in Großstädten findet und deren Besuch ich als sehr sinnesansprechend empfand), waren wir erst spät bei den anderen beiden und kamen nicht so richtig in die Hufe.
    Die spontane Bla Bla Car Suche Richtung Faro war aber so erfolgreich, dass wir uns, nachdem ich eine spottbillige Unterkunft auf air bnb buchte, noch am selben Abend in Faro versahen. Besser gesagt, in der selben Nacht, denn nachdem wir gegen 11 pm an der Straßecke des Campusgeländes, in dem sich irgendwo unsere Bude befand, duften Pauline und ich erstmal ein Entrance Game (statt escape game;) spielen und auf Schlüsselsuche gehen.
    Das klappte problemlos und wir versahen uns in einem großen Zimmer mit Küche, Bad, TV, heißer Dusche, Fön, Waschmaschine, Kochmöglichkeit und weiteren Luxusartikel, die unser Gemüt erfreuten, bevor wir gegen 2 die anderen in Empfang nahmen, deren Mitfahrgelegenheit später gestartet war.

    (HINWEIS Nr.5: Air bnb ist eine ähnliche Plattform wie Couchsurfing, nur dass man für private Unterkünfte bezahlt. Teilweise werden dort auch Hosteltzimmer gepostet, dabei muss man aufpassen, dass dann Preise pro Person angegeben sind. Viel günstiger, intimer und luxuriöser kann es sein, wenn man einen Raum mit 2-4 Betten für 20€ ergattern kann, sodass es nur 5€ pro Person sind und Küche, Bad, Balkon nicht mit 30 Hostelbewohnern geteilt werden muss :)

    In dem darauffolgenden Tagen kamen wir nach wie vor nicht in die Hufe und stellten immer wieder fest, dass blöde Momente wie Essens- und Geldknappheit, Verlust wichtiger Gegenstände, Müdigkeit oder Hunger und das zunehmend kalte Wetter zwar für Missgunst sorgte, aber uns mit der witzigen 4er Konstellation die wir abgeben, nichts anhaben konnte. Scheiße labern und rumalbern scheint eine wirklich therapierende Wirkung zu haben... Sollten Erwachsene wirklich öfter dran denken haha... Vielleicht ist das der Grund für die Unter-der-Gürtellinie-Witze, die die Kommunikation meiner Eltern in den Skiurlauben dominieren. Spaß 😜
    Na jedenfalls war es so halb so schlimm, dass Ally ihre Gürteltasche samt Handy und Portemonnaie im Auto der Fahrgelegenheit vergessen hat und wir Donnerstag in Faro bleiben mussten, bis der Fahrer uns treffen konnte. Derweil fanden wir das wohl günstigste Cafe der alten Fischerstadt. Ein Kaffee 80ct, sag ich nur ☕
    Dort gelang es mir Pauline das teuerste portugiesische Gericht aufzuschwatzen während ich mir ein leckeres Toastie, wie ich sie aus den südlichen Ländern lieben gelernt habe, bestellte.
    Und so saß Pauline eine halbe Stunde später unglücklich vor der portugiesischen Spezialität Francesinha, ein mit Spiegelei versehener mit Käse überbackener Schicken-Rindfleisch-Toast getränkt in Senf-Bier-Tomatensoße....ohjaa, genauso wie es klingt hat es geschmeckt.
    Naja, der Erfahrungswert war es wert. Sorry Pauline 😄😘

    Danach versuchten wir 4 in 2er Paaren für circa ne halbe verzweifelte Stunde zu trampen, trafen dabei einen norwegischen Tramper und Filmemacher mit perfekter Campingausrüstung, der uns berichtete, dass es wahrlich nicht so leicht in diesem Land sei, er aber nie aufgebe "No matter how long you wait, the ride you get will be the right ride for you"
    Da Lou und Ally aber plötzlich ohne Absprache an dieselbe Tankstelle gelaufen kamen an der wir 3 unser Glück versucht hatten, entschieden wir, dass es zu viert mit personengroßen Rucksäcken, also quasi zu acht nun wirklich keinen Sinn macht.

    Und seitdem schauen wir nach zahlreichen Bussen und Reisemöglichkeiten, um stets festzustellen, dass Uber eh am günstigsten und komfortabelsten ist 😂

    (HINWEIS: Mein bisheriger Aberglaube, dass Tamper einfach nur eher faule, günstigreisende, sehr entspannte Menschen sind,l, erwies sich als nicht haltbar, wenn man bedenkt, wie viel man bedenken muss, wenn man Trampen will. Wie optimistisch, strapazierfähig und durchhaltenvermögend man sein muss, wenn man mehrere Stunden scheinbar vergebens auf einen Lift wartet. Außerdem Zeit ist Geld und faul ist hingegen eher, Geld für n Uber hinzublättern ;)

    FARO

    Da wir am 11.04 dort unseren Rückflug antreten und demnach den Tag davor nochmal die Stadt sehen, möchte ich hier keinen voreiligen Eindruck der Stadt niederschreiben.
    Bemerkenswert ist allerdings, dass wir nach Schildern mal Richtung Zentrum und Hafen 🛥 gelaufen sind, dann mit einem Uber zum Flughafen gefahren sind und wieder mit einem Uber zurück... Und dieser genau die Strecke fuhr, die wir gelaufen waren. Wir also keinen neuen Zentimeter der Stadt sahen 🙈

    PORTIMAO
    Nach einer Nacht im einem mäßig schönen Wolkenkratzer, für immerhin nur 9€ pro Person, stapften wir durch Portimao, eine Stadt am Meer, die von Hotelhochburgen und Beton auf der einen Seite beherrscht wird und auf der anderen Seite einen traumhaften Strand mit beeindruckenden Felsformationen zu bieten hat. Dazwischen ist eine Strandmeile mit teils edlen und teils billigen Geschäften und zahlreichen Bars und Pubs, die mit günstigem Bier locken, aber dem Naturwunder aus Sandstein am Meer nicht ganz gerecht werden, wie wir feststellen.
    Dennoch sind wir überglücklich endlich Sandsteinhöhlen und Formationen bewundern zu können und nach Tagen Uber hin und her fahren, das Meer zu erblicken. Wirklich schön in Portimao. 🌊 🗻

    Top 4 meistgesagte Sätze

    1. Lass mal Uber holen
    2. Entspann dich mal!
    3. Los geht's
    4. Portugal ist scheiße (natürlich mit einem Hauch Ironie ;)
    5. Was können wir eigentlich!? 😂
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  • Apr3

    Laissez faire in Lissabon

    April 3 in Portugal ⋅ ⛅ 11 °C

    Völlig unwissend, was uns der Tag oder die Nacht bescheren würde, aber mit dem festen Ziel vor Augen, nach Lissabon zu fahren, trudelten Pauline und ich am Montag in der Bushaltestelle von Costa da Caparica ein. Da weder die Internetrecherchen über Busverbindungen noch die an der Haltestelle hängenden Fahrpläne wirklich zuverlässig sind, waren wir unsicher, wie lange wir warten mussten bis ein Bus kam, der in die richtige Richtung fuhr.

    (HINWEIS NR.3 : Grundsätzlich hilft bei Recherchen, wie man am zeit- und kosteneffizientesten von A nach B kommt die App "Rome2Rio", in Costa da Caparica konnten wir uns jedoch auch auf diese Angaben nicht verlassen)

    Gerade als wir es uns mit unseren Backpacks an der Haltestelle gemütlich machen wollten, hatten wir das Glück, dass direkt ein Bus kam, 🚍der uns sogar perfekt ins Zentrum von Lissabon mit touristischen Sehenswürdigkeiten und dem Park Eduardo Vll kutschierte.
    Dort erkundeten wir beschwingt den Park, 🌳 suchten uns ein schönes Plätzchen und freuten uns über die kostenlose Wassertrink- und Toilettenmöglichkeit. Eine interessante Kloerfahrung für mich, ergab sich aus der Unsicherheit darüber, was die Schilder über dem Klo bedeuten sollten (siehe Bild unten). Nach langem Zögern und Grübeln, ob es ein Pupsverbot oder ein Scheißverbot (pardon für diese Ausdrucksweise ;) sei und ob man das Toilettenoapier ins Klo werfen darf oder nur in den riesigen Mülleimer davor, entschied mein Blasen- und Magendruck, dass ich es einfach so mache soll, wie gewohnt und dass die Portugiesen doch gefälligst international verständliche Schilder in einer so touristischen Multikultistadt anbringen sollen 😂

    (HINWEIS Nr. 4: Tatsächlich sind in zahlreichen öffentlichen portugiesischen Toiletten große Mülleimer, die darauf hinweisen, dass das Papier nicht ins Klo sollte, an Schildern und genaue Anweisungen für Touris mangelt es aber genauso wie an eindeutigen Internetforen über das Thema... Obwohl die sind ja nie eindeutig 😋 Ich empfehle wider meiner Handlung auf Nr. sicher zu gehen und die Mülleimer zu nutzen, statt fremde Klos zu verstopfen!)

    Kurz darauf trafen wir Lou und Ally wieder die bis dato bei einem Schweizer Couchsurfer waren. Bzgl.

    COUCHSURFING - CS
    Ist übrigens anzumerken, dass es erstaunlich viele und kennenlernswerte Menschen in Portugal insgesamt gibt. Außerdem werden auch viele Events (Tätigkeiten, die einem in der Nähe angezeigt werden) oder sogenannte Hangouts (eine Aktivität von einer Person, bei der sich andere anschließen können) auf CS hochgeladen, sodass das Vernetzten eigentlich ein Leichtes sein müsste.
    Dennoch hat uns von 8 angeschriebenen CS in Lissabon kein einziger geschrieben, obwohl wir auf eine hohe Reaktionsrate geachtet haben und Pauline sogar für ganze 52€ ihr Profil verifiziert hat, was dafür sorgen sollte, schneller Gastgeber zu finden. Seltsam.

    Noch unwissend, wo wir die Nacht verbringen, trafen wir aber erstmal Lou und Ally im Park und gammelten den halben Tag rum, versuchten uns im Ukulele spielen und Partner Yoga, schnitten Lou die Haare, ein Lacher jagte den nächsten. Daraufhin schlenderten wir an Touri Hotspots, die uns wenig beeindruckten, vorbei hin ins Billigoutdoorfachgeschäft Decathlon, welches uns mehr beeindruckte (es war mein 1. Mal;) 😄

    Nach einem halbstündigen eigenständigen Entdecken des Ladens, traf ich die anderen in der Campingecke, wo wir unsere Bagpacks abluden und auf einer Isomatte sitzend über die weitergehende Reise beratschlagten.
    Nach kurzem Abwägen, wie schwierig es wäre mit Bus, Bahn und Mitfahrgelegenheiten über Spanien und Frankreich zurück nach Deutschland zu kommen (was der Plan der anderen zwei war) buchten wir für 20€ einen Flug von Faro nach Köln. Ryanair sei Dank! Und entschieden nach 2 weiteren Tagen Richtung Algarve zu reisen.

    Danach brachen Pauline und ich, da sich bislang kein CS gemeldet hatte, in das einzige Hostel auf, was ein Kumpel uns empfohlen hatte und buchten 2 Nächte im "Sweet Dreams Hostel"
    Dieses hatte so enge Gänge, dass wir mit unseren Backpacks kaum durchkamen, aber wir waren mehr als erleichtert ein Dach über unseren Köpfen zu haben und die Last auf unseren Rücken abzuladen. Das Hostel war zwar optisch unspektakulär, aber die Leute waren alle super nett und offen, sowie Mohammed, der schon 2 Monate lang unterschiedliche Hostel in Lissabon ausprobiert hatte. Mit seinen Worten, "This Hostel is the best hostel for a smoke" verstanden wir, warum zahlreiche Leute immer in dem Pavillon auf der Terasse saßen und diesen von allen Seiten zumachten; Hotbox😅

    Bevor ich hier wieder zu weit aushole, hier einfach mal die:
    TOP 10 der schönsten Orte und Erlebnisse in Lissabon

    1. Parque Eduardo Vll, Botanical Garden of Lisbon, University of Lisbon - tolle Grünflächen mit fantastischen Bäumen
    2. LAX Market - alte Fabrikgebäude am Stadtrand mit Cafés, Kunst und Hipsterläden
    3. Flea Market- ein stets Samstags und Dienstags stattfindennder Second Hand und Ethno Markt, bei dem Pauline und ich an Stand eins schon fast eine Stunde zubrachten, weil der Verkäufer so cool war, sodass wir nicht viel anderes sahen.. Aber das war s wert 😋
    4. Bairro Alto bei Nacht- das Kneipenviertel war wohl mal im Guinessbuch der Rekorde, weil es die höchste Bardichte auf geringstem Raum bietet. Apropos Guinness, wir sind zufällig in dem Pub "Cheers" gelandet, der nicht nur eine total urige Irish Pub Ecke hatte, sondern auch einen Dancefloor mit krassen Lichteffekten und einem DJ, der auf einer Glasplatte über unseren Köpfen die Bude einheizte, die nur durch uns noch einheizender wurde 💃 😂
    5. Free Walking Tours Lisbon - gibt es durch unterschiedliche Viertel, wir entschieden uns für das bekannteste Viertel Alfama und hatten mit Guide Lara eine unübertreffbare Tour. Wer solche Touren nicht kennt; es gibt sie in fast jeder Großstadt, meist von jungen überaus spritzigen Leuten, die interessante und witzige Informationen vermitteln und am Ende darf man entscheiden, wie viel es einem Wert war, dementsprechend legen sich die Guides ins Zeug 😉
    6. Place de Comédie- Tolle Aussicht aufs Wasser
    7. Restaurante Indiano - das wohl beste indische Restaurant, in dem ich bisher gegessen habe
    8. Das zufällige Finden zweier Bla Bla Car Fahrten nach Faro für unter 10€ pro Kopf, davon war die, die Pauline und ich gerade buchen wollten plötzlich weg und wir richtig verzweifelt am Bus buchen, als sie in letzter Sekunde wieder auf der Bla bla Car Plattform auftauchte, wir zugriffen und abends 15 min. nach verabredeter Uhrzeit und Unsicherheit ob Fahrer Pietro noch kommt, in seinem gemütlichen Auto nach Faro düsten
    9. Das zufällige Finden einer neuen Isomatte in einem Park in Lissabon, die uns quasi in die Hände flog und mich davor bewahrte Geld dafür auszugeben, zumal ich eh eine kaufen wollte 👌
    10. Das unfassbar spontane Contemporary Dancen vor einem nostalgischen Gebäude Lissabons mit Rocky, Ally und Lou und der gleichzeitige Beginn unsere Musikvideos, was wir jetzt drehen wollen 😅

    Und ein Top 7 Liste der Spezifitäten der Stadt

    1. Typisch portugiesisches Pflaster
    2. Viele enge Gassen, Bergaufs und Bergabs, dadurch zahlreiche Aussichtspunkte
    3. Tolle alte Gebäude, geschichtsträchtig
    4. Wenig Fahrradfahrer, dafür lustige CityScooter zum Ausleihen die bis zu 25kmh fahren, einen Helm verlangen und einem auf einer großen Straße neben Autos echt beängstigen, wie ich finde
    5. Viele tolle Parks und Meerblicke
    6. Fardo und Ginjinha - ersteres ist typische Musik, über die Guide Lara bestimmt 15min geschwärmt hat und letzteres ist ein häufig von portugiesischen Omas am Straßenrand verkaufter selbstgebrannter Kirschschnaps, der ähnlich viel Erwähnung von Lara fand
    7. Vieles ist zu Fuß erreichbar, ansonsten hilft das grundsätzlich günstige Uber

    TOP 3 FUNFAKTS

    1. Laut Lara sind Portugieser oft faul und abergläubisch, was sich auch in einer Kirche im Zentrum der Stadt widerspiegelt, die "Igreja de Sao Domingos", welche mehrere Erdbeben und Feuer überstand, abgebrannt und ranzige Säulen, zugemauerte Fenster und demnach eine gruselige horrorfilmreife Atmosphäre
    2. Diese Eigenschaften schlagen sich auch bei der Statue des Don Pedro lV. auf gleichnamigen Platz nieder, die eigentlich ein Abbild des mexikanischen Kaisers war und bloß über Portugal transportiert wurde. Da der Kaiser aber starb, entschied der Transporteur die Statue einfach dazulassen, woraufhin die Portugiesen sie sich zu eigen machten und so hoch errichteten, dass die unterschiedlichen Gesichtszüge nicht auffallen würden.
    3. Portugal heißt laut Lara so, weil portuga auf einer Sprache "Orangen" bedeutet

    FUNKFAKT: Nach der Tour mit Local Lara bot diese an sie noch in ihr landestypisches Lieblingsrestautant zum Mittagessen zu begleiten. Obwohl sie andeutete, dass es hingegen meiner Vorlieben ein Seafood Restaurant ist und wir planten eher was kleines zu essen, konnten wir uns die Gelegenheit erstmals ein gutes portugiesisches Restaurant zu erblicken nicht entgehen lassen. Als sie uns genau in die Touristraße führte, in der wir beim ersten Lissabon Besuch den großen Essensflopp gehabt haben und Laras Favorit doch wahrlich das Nachbarrestaurant war, krümmten wir uns vor Lachen 😂 und gingen 🍦 essen
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  • Apr1

    Vom Gruppenfeeling zur Zweisamkeit

    April 1 in Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    Vom Bergfest am Mittwoch beginnend ging es in die Endphase unseres Uni Surftrips und es wurde ekstasischer in jeglicher Richtung.
    So veranstalteten wir auf mein Bedürfnis hin am Donnerstag ein Flunky Ball Turnier am Strand.
    Dank Paulines Persönlichkeit und fabelhaft gepackten Backpack schleppten wir neben dem Strandtuch zum Draufsitzen, Flunky Ball Equipment und uns außerdem ihre qualitativ hochwertige Musikbox und die gute alte Ukulele und meine Pois an den Strand 🎶 Und aus einem Sitzkreis, bei dem alle frierten und drohten schlechte Laune zu bekommen, verbreiteten wir nach einigen Flunky Ball Runden eine raveartige Stimmung, tanzten auf Sia in Leinenhemden barfuß durch den Sand, entdeckten die krassesten Poisspiel- und Singtalente innerhalb unserer Gruppe und endeten schließlich in pädagogisch wertvollen Gruppenspielen ✨🎉🙌🍻 Mit Hi Ha Hu begann der Spaß, darauf ein bisschen Kotzendes Känguru und letztlich der Psychiater im Form von Lou, die wir fast in den Wahnsinn trieben. Wer solche Spiele nicht kennt, sollte diesem Satz nicht so viel Bedeutung beimessen und den breiten Interpretationsspielraum ignorieren😜 oder auch nicht...

    Trotz der Party, welche im mummeligen Wohnzimmer des Surfhouses mit einen Werwolf Spiel ihren fabulosen Abschluss fand, war Freitag ein super Surftag mit traumhaften Wetter aber ziemlich schlechten, überteuerten Fotografen, für die ich wegen des Gruppenzwangs ungewollte 7€ hinblättern musste. Low Budget geht anders, das Produkt seht ihr aber immerhin unten ;) 📸

    Da Samstag die ersten abreisten war Freitag eine abschließende Wanderung auf einem naheliegenden Berg bei dem die gesamte Gruppe einschließlich Gastgeber Zoli auf einen Wein den Sonnenuntergang genoss 🍷 Das darauf folgende Essen in einem typisch portugiesischen Restaurant war zwar auch weinreich (die verkaufen hier doch tatsächlich 4€/Flasche Wein) aber leider kein Genuss.
    In meinem vegetarischen Omelett war Schinken, um nur ein Fauxpas dieser ekelerrengenden Speisen zu nennen, die uns aufgetischt wurden. Hm, man sollte meinen, immerhin Pommes kann ja jeder, aber weit gefehlt.
    Abgesehen von dem ein oder anderen dicken Schädel, trugen zahlreiche Leute aus unsere Gruppe und insbesondere unserem Zimmer Unwohlsein davon, welches sich am nächsten Tag in Kopf und Bauch bemerkbar machte.
    Deswegen lagen Lou, Rocky und ich fast den ganzen Tag nur im Bett. Obwohl ich solche Tage meist absolut nervig finde, konnten wir es mit einem guten Gefühl, denn der Körper hat es uns gesagt und wir wussten, morgen würden alle abreisen aber wir haben noch mehr Zeit in Portugal 😄

    Das Unwohlsein des Tages schwand in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem Unwohlgefühl aufgrund der Unwissenheit, wo wir am Abend schlafen würden. Oder wie. Ob meine Zweisamkeit mit Pauline langweilig werden würde oder nicht.
    Ich habe mal wieder die Macht der Gedanken am eigenen Leib gespürt, da ich mir Druck gemacht habe, dass die neu gewonnen Zweisamkeit ganz toll sein muss und dabei fast übersah, dass die tatsächlich ganz toll war und Pauline nun wirklich der letzte Mensch in meinem Leben ist mit dem es langweilig werden könnte.

    Und da wir beschlossen hatten auf dem Berg zu schlafen, der es uns seit Beginn der Surffreizeit angetan hat, verabschiedeten wir uns gegen 9 Uhr von der herzlichen Gastgeberin Eva, die besorgt unsere viel zu riesigen Backpacks betrachtete und marschierten los. Der Tag war insbesondere nach einem Gespräch mit Pauline über meinen Perfektionsdruck ein wunderbarer Tag, erfüllt vom Wandern, Rumrennen, Erkunden gruseliger, verlassener Ruinen einschließlich Graffities, (vor)Lesen und Jammen.
    Abends wurde es etwas primitiver, da es kalt war und windete, unsere ins Feuer gelegten Kartoffeln eine Stunde dauerten und wir uns wegen Fieselregen alle 3h abwechselnd raus und wieder in einen der "Bunker" legten. Aber wir hatten es nicht anders gewollt...
    That's wildcamping ♥
    Und außerdem haben gute Gespräche und die finale Freude über die verkokelten Kartoffeln jegliche Primitivität wett gemacht.

    Dennoch ist der Berg, wie viele Orte in Portugal, leider auch ziemlich von Menschen verdreckt und nach ausgiebigem Yoga am Montag war ich mehr als gewillt aus dieser Schäbigkeit Richtung Lissabon aufzubrechen 🏙
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  • Mar28

    Everybody goes surfin'

    March 28 in Portugal ⋅ ☀️ 22 °C

    OLÀ (ähnlich wie das spanische Hola bloß mit einem lang gezogenen A gesprochen lautet die Begrüßung der Portugieser ;) ✌🏽

    Entsprechend dem Titel des heutigen Blogeintrages ging es für unsere Studentengruppe aus 3 Jungs und 13 Mädels ab Montag täglich 2h zum Surfen.
    Dabei starteten wir montags bereits um morgenmuffelwidersprechende Frühen, nämlich um 8 Uhr! Auf ein aufweckendes Warm Up am Strand folgt ein pathetischer "Body Surf guuuuuys" Ausruf durch Surflehrer und Host Zoli, welcher uns tagtäglich dazu bewegt uns in die Kälte zu stürzen. Neopren und Gruppenzwang regelt.

    Costa da Caparica und dessen Wellen erwiesen sich grundsätzlich als optimales Terrain für Anfänger, da die Wellen zwar hoch und teilweise tubeförmig (also so 🌊) sind, aber man stets im Wasser stehen und die Wellen auf Hüfthöhe nehmen kann. Am ersten Tag erzielten bereits die meisten Surfstudents volle Erfolge und jubelten über erste Steherfahrungen auf den Boards.
    Dabei surften wir grundsätzlich die weißen Wellen, die schon gebrochen waren und uns mit ihrem Schaum nach vorne trieben.
    Das klappte am 2. Tag noch besser und ich, Pauline und unsere Zimmergenossinnen wurden fast übermütig und empfanden die Surflehrer eher als Belastung anstelle von helfender Hand. Denn diese schienen uns immer in suboptimale Wellen zu schieben und gaben irritable Anweisungen in gebrochenem Englisch.
    Auch die Tatsache, dass wir 16 Surfamateure innerhalb einer eingegrenzten Zone bleiben mussten, die bei 3m Sicherheitsabstand zwischeneinander sowas von gar nicht einhaltbar war, nervte.

    Doch bereits am Dienstag durften wir kostenlos die Boards leihen und tobten uns in der 4er Crew (Pauline aka Rocky, Lou und Ally - Spitznamen sind jawohl coool 😎 #Selbstironie) beim sogenannten "Free surf" ohne Surfschulbetreuung aus. Dabei fühlten wir uns wie die Könige der Wellen, wenn wir die besten Brecher spotteten und einige synchrone Take Offs hinlegten. Take Off heißt das Hinstellen auf dem Board, welches Pauline aufgrund ihrer Vorliebe zum Doggy Style auch ab und an bei dem Vierfüßlerstand belies 😉
    Ich versuchte mich derweil, wie beim Bodyboarden liegend und lenkend oder im Kopfstand auf dem Board. Erst am dritten Tag kam die Ernüchterung, die unserer sich anbahnenden Übermotiviertheit Einhalt gebot in Form von grünen Wellen.
    Denn was wir bis dato geglaubt hatten, vom Surfen zu wissen, überspülten die grünen, noch ungebrochenen Wellen im Nu. Diese musste man früher, also im tieferen, oft wilderen Wasser nehmen, weswegen wir erstmals die Anwesenheit der Surflehrer lobten.
    Auch wenn dieses Surfgefühl vollkommen neu war, catchten wir mit zunehmendem Selbstvertrauen und mit wachsender Fähigkeit den Ozean zu lesen die ein oder anderen weißen und grünen Wellen. Und ließen uns dabei nicht nur nach vorne schieben, sondern fuhren erste kurven und surften die Welle entlang vom Brechpunkt weg Richtung ungebrochene Welle. Yihaaa! Und nachdem wir am Dienstag bloß zu viert Gebrauch der kostenlosen Ausleihmöglichkeit gemacht hatten, war am Donnerstag schon die Hälfte unserer Leute draußen.

    Abgesehen davon füllen wir unsere Tage und unseren Dopaminhaushalt hier im heißen Portugal mit Skaten an der Promenade, Flanieren durch die sudländischen Shops, genial gesundem Essen, entsprechenden Koch- und Abwaschparties, Duschparties, Morgenmuffeligkeit die von Surfaction abgelöst wird, Chillen am Nachmittag und gaaaaanz viel Müll labern.
    Für letzteres eignet sich unsere 4er Crew besonders gut, denn Allie, Lou und Rocky rocken einfach jeden noch so öden Moment, ob beim Zähneputzen, beim Warten auf den verpassten Bus Richtung Lissabon, weil wir als einzige getrödelt haben oder in Lissabon, wo wir keinen Plan haben in welche Richtung wir laufen, oft eskaliert es in einem Lachflash.
    So kam es bereits an Tag 3 zu einem spontanen Sit in auf einer Verkehrsinsel, die uns im letzten Licht des Tages als erstrebenswerter Ort erschien, um unseren 1,55€ Weißwein bei Ukulelenmusik zu genießen.
    Kurze Zeit später versahen wir uns auf dem anliegenden Campingplatz im rétro Wohnmobil einer deutschen Aussteiger Familie, die uns Reise und Surftipps gab. Ja es ist schon lustig, was für Gleichgesinnte man anspricht, die einen ansprechen, wenn man sich nichtsahnend und Momente genießend random auf eine Verkehrsinsel hockt.

    In Lissabon hingegen wurden wir offenbar als Touristen erkannt, weswegen zahlreiche Restaurant-Türsteher um uns als Gäste warben und der ein oder andere Typ uns "Haschisch! Weed! Stuff! " zuzischte, was wir dankend ablehnten, zumal der braune Klumpen, die die nicht vertrauenswürdig aussehenden Männer uns entgegenstreckten an Ziegenkacke erinnerte. Von unserem inexistenten Bedarf mal ganz abzusehen. Ebenfalls an Ziegenkacke erinnerte das darauffolgende Essen in einer Seitenstraße der Haupteinkaufsmeile Lissabons.
    Zwar war die Speisekarte, welche aussah als ob sie aus unterschiedlichen Speisekarten verschiedenster Restaurants gepatchtworket war schon ziemlich abstoßend, doch unser Hunger trieb uns in ein Restaurant, welches von innen immerhin sehr edel aussah und auch die dekadenten Senioren, die dort speisten, sprachen dafür. Doch das Essen war schlechter als im Imbiss meines Dorfschwimmbades.
    Doch Rocky, Ally, Lou und meine Wenigkeit konnten nicht vor Lachen und Witzeln über diesen Flopp, der zum Paradebeispiel dafür wurde, dass miese äußere Umstände oft am meisten zsm. schweißen und die lustigsten Momente mit sich bringen. Ähnlich witzig war unser Suchen der Aussichtsplattform auf der wir die anderen treffen wollten. Denn der Zugang zu dem Park war scheinbar überall gesperrt und sollte Geld kosten, welches wir wegen unseres Low Budget Anspruches nicht leisten konnten. Nach einigen Fehlversuchen und dem Wegrennen vor der Park Security schwand mit dem Sonnenlicht auch unsere Zuversicht, noch einen Blick auf Lissabon im Sonnenuntergang zu erhaschen. Doch gerade als wir aufgeben wollten, folgten wir irgendwelchen Wegen Richtung Höhe und entdeckten doch tatsächlich eine kostenlose Plattform, einen grandiosen Blick uuuund die anderen von uns! Lucky us ☀🏙

    LOW BUDGET

    Als Selbstchallenge und wegen mangelndem Studenteneinkommen haben Pauline und ich uns mal wieder entschlossen, möglichst kostengünstig Land und Leute zu erleben. Ally und Lou verfolgen seit Tag 1 dasselbe Ziel.
    Noch kommen wir im Surfhouse unter, wo Frühstück und Mittag gesichert ist. Durch unsere ezsessive Abendesserei und das Shoppen erster lebenswichtiger Dinge (Volleyball 🏐 Sonnenbrille 😎 Trommel 🥁, Strandtuch 🏖, Klamotten👗 oups) sowie das völlig unnötige Rufen eines Ubers vom Strand bis zum 500m entfernten Haus (kostet 2,58€ Btw ;) fiel uns das noch nicht sooo leicht.
    Doch spätestens ab Montag werden wir dann schauen, wie weit wir mit Campen, Couchsurfing und Containern kommen 🗺

    FUNFAKT: Ubers haben keine Anfahrtskosten und man kann sie schon für wenige 100m rufen.. 300m kosten in Costa da Caparica übrigens ca. 1,80€... Und das wissen wir nicht, weil wir es getestet haben, sondern weil es wohl noch fauler Menschen als uns gibt und der Uber Fahrer uns davon erzählt hat! 🛣 😂
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  • Mar24

    The Start of Something New

    March 24 in Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Mit dem einbrechenden Frühlingserwachen in Kassel ging es für Pauline und mich heute auf die langersehnte Portugal Surfreise der Uni, an die wir voraussichtlich eine bisher ungeplante 12 tägige Reise durch Portugal anknüpfen... But you never know, until you go.
    Da diese Idee erst nach der tatsächlichen Buchung meines Fluges entstanden war, sah ich mich in den letzten Tagen damit konfrontiert, den damals gebuchten Handgepäck Maßen für unseren Ryan Air Flug zu entsprechen. Mein großer Wanderrucksack sprengte diese natürlich anfangs maßlos, war nach sämtlichen Verkleinerungtricks jedoch in akzeptabler Größe.

    (HINWEIS NR. 1: Bei Platz- und Gewichtsproblemen des Reisegepäcks hilft: so viele Klamotten wie möglich anziehen, einen Kissenbezug zum üblichen Handgepäck mitnehmen und mit allen möglichen, überschüssigen Dingen vollstopfen und das Verschnüren des Rucksacks, sodass dieser kleiner wirkt)

    Dennoch fieberte ich insgeheim der Genehmigung meines Gepäcks am Flughafen entgegen.
    Doch vorerst sahen wir uns gestern mit dem Problem konfrontiert, nach Frankfurt zu kommen, da es zwar sämtliche Blabla Car Fahrer gab, viele aber zu früh oder von zu weit weg fuhren.

    (HINWEIS NR. 2: Mittlerweile nutzen auch Menschen blablacar, die gar keine MfG anbieten, sondern bloß Mitfahrer für ein 5er Ticket für den Zug suchen. Ist zeitlich und preislich meist sogar nicht schlechter als mit einer Karre)

    Erst in letzter Sekunde ergatterten wir den wohl coolsten Typen überhaupt, der nicht nur mit seinem Charakter und seinen Reise- und Lebensgeschichten, sondern auch mit der im Beifahrersitz integrierten Massagefunktion seines Renaults für eine nennenswerte Fahrt nach Frankfurt sorgte.
    Dort angekommen beherbergte uns ebenfalls in letzter Sekunde meine Lieblingscousine 2. Grades, (Wahnsinn, dass auf die Familie immer Verlass ist! :)
    Aufgrund der unmenschlichen Abflugszeit von 6:35 mussten wir nach einem redeerfüllten (ja, die Familie halt;) Abend und 2h Schlaf in Richtung Flughafen aufbrechen, wobei wir (diesmal nicht ICH! :) doch glatt die Ukulele vergaßen 🎸
    Eine halbe Stunde später, die ich mit meiner Morgenmuffeligkeit und der Sorge-des-Flugverpassens-Äußern, füllte, hatten wir erfolgreich meine auch bei Feueralarm weiterschlafende Cousine aus dem Bett geklingelt, die uns heroisch die Ukulele entgegen streckte.
    Jaa, es sind die kleinen Dinge im Leben!
    Die Ukulele bescherte gepaart mit Paulines Gesang schon den ein oder anderen tollen Moment seitdem.

    Nach einem Flug Richtung Sonne und mehr/Meer, der überragende Aussichten auf das viel bebaute und trotzdem zwischendrin saftig dunkelgrüne Lissabon bot, landeten wir in besagter Stadt, wo wir die ersten beiden Partizipierenden der uns bevorstehenden Surffreizeit mit Eigenanreise kennenlernten.
    Alina und Luisa waren dabei von Anfang an wie perfekte Gleichgesinnte, zumal sie sogar die auf die Surfreise folgende Spontanreise mit Low Budget Charakter ins Auge fassen. Nice!
    Und wie die Verkettungen menschlicher Beziehung es so wollen, ist Alina witzigerweise die Schwester einer Bekannten, mit der Pauline und ich Tanz AG praktizieren und die uns erst gestern von Alina erzählt hat.
    Vorerst teilen wir demnach mit den beiden ein Zimmer im schönen

    COSTA DA CAPARACIA
    Auch wenn die beiden selbständigen Filmemacher der Reisedoku "Portugal - Ein Wanderfilm" bei ihrem Durchqueren Portugals diesen Ort hier bloß mit den Worten "Costa da Caparacia - das Grauen hat einen Namen!" 😆 kommentierten, bin ich persönlich positiv überrascht. Der typisch portugiesische Charme äußert sich in Form von hellem, schnuckeligen und verwinkelten Bauten, sonnigem Duft in der Luft sowie kleinen Gassen, Trödelmärkten und herrlich ranzigen Stadtecken. Der Ausblick unseres Zimmers bescherte uns "just a yellow lemon tree" 🍋 und nicht unweit sind Felsen zum Klettern, zum Skaten geeignete Promenaden und optimale Wellen fürs Surfen, in die wir uns morgen zum ersten Mal wagen 🌊

    DIE GRUPPE
    aus jungen und dynamischen Studenten ist grundsätzlich typisch studentisch aufgeschlossen einander gegenüber und locker witzig. So begann der Morgen nicht bloß mit einem Frühstück der beiden liebenswerten Gastgeber des Surfhouses, in dem wir unterkommen, sondern auch mit kreuzquerem Raten der gegenseitigen Studiengänge und Namen.
    Ansonsten erfreuen wir uns an den lokalen Früchten

    (HINWEIS NR. 3:
    Anona/ Cherymoa oder auch Paradiesapfel genannt sind in Südafrika wachsende grüne Früchte in Herzform, die laut BBC ähnlich wie Mandeln zu den nahrhaftesten Lebensmitteln überhaupt zählen. Sie schmecken süßlich und empfehlenswert, zumal sie auch optisch sehenswert sind!)

    Weitere Glückshormonauslöser ist das Surfhouse an sich, in dem neben 12 Studenten die beiden Gatsgeber Eva und Zoli einschließlich Baby Sigmund (kein Spaß!;) sowie Hund Rusty zugange sind, was ein familiäres Gefühl versprüht.
    Abgesehen von neuer und eleganter IKEA Einrichtung bietet das Surfhouse namens "The magnet" zahlreiche Bücher übers Surfen sowie Ausleihmöglichkeiten, die von Bällen über Skateboards bis hin Fahrrädern reichen und unsere Euphorie und Vorfreude auf die nächsten Tage steigern lässt!
    Und so geht in studentischer Manier, planlos der Plan los.
    .
    FUNFAKT:
    Warum klatschen Menschen nach einer erfolgreichen Landung?
    Weil man dem Pilot dankt, dass er seinen Job besonders gut gemacht hat oder weil man einfach froh ist, nicht abgestürzt zu sein?
    Und warum sollte man wegen ersterem applaudieren... Mache ich bei meinem Friseur oder Masseur in der Regel ja auch nicht?
    ✈ 😂
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  • Day24

    Das Beste kommt zum Schluss

    December 24, 2018 in Germany ⋅ ☁️ 3 °C

    Das ist nicht nur der Titel eines herzerreißenden Filmes, mit Morgan Freeman, in dem Filmstil, der zu Weihnachten häufig im Fernsehen läuft, sondern ist außerdem allgemeine Floskel und Motto des heutigen und letzten Tages.
    Das heißt nicht, dass dieser Eintrag der Beste ist, denn eine Wertung möchte ich nicht vorweg nehmen. Außerdem möchte ich die mit dem Titel erhobenen Erwartungen mit diesem Satz hier wieder zerstören ;)
    Aber es ist der Schluss, und was würde sich für den letzte Eintrag besser eignen, als ein Rückblick.
    Viel zu oft sehen wir immer nur das neue, das Moderne, das Zukünftige und vergessen zu häufig, das zahlreiche Vorhandene, Vergangene, Erhaltene oder Erfahrene zu schätzen und angemessen zu behandeln.
    In Bezug auf Erlebnisse entspricht das der Lebensweisheit des liebenswerten Sozialarbeiters Peter Soltaus, der in seiner erlebnispädagogischen Sicht verdeutlicht:

    "Vom Wagnis zum Abenteuer, von dem Erlebnis zur Erfahrung. Durch Reflektion."

    Nur das Reflektieren von besonderen Erlebnissen oder Ereignissen machen diese für uns wertvoll und verleihen ihnen die angemessene Bedeutsamkeit.

    So lässt auch die Universität Kassels an einer Mauer neben der Zentralmensa am Hopla verläuten:" Nur der Denkende erlebt sein Leben, am Gedankenlosen zieht es unbemerkt vorbei"
    Auch wenn das meiner "mehr fühlen weniger denken" These vom 18. Dezember widerspricht, stimme ich dem zu.

    Bezüglich Gegenständen, die wir bereits besitzen und nicht mehr mögen, eignet sich die Recycling Methode, um die es gestern ging.
    Und bei Gegenständen, Erfahrungen oder Lebewesen, die wir nicht ausreichend schätzen, kann man sich einen kleinen Dankbarkeitsstein nehmen, ihn fest ihn die Hände schließen und für die Dinge, Erfahrungen und Wesen danken.
    Apropos Wertschätzung gegenüber Lebewesen, das führt uns zu eine kleinen Rückblick über die zentralsten Themen dieses Adventskalenders. Wir haben uns mit Moral und ethischen Konzepte befasst, die unser Verhalten gegenüber Tieren in Frage stellen, haben uns die Probleme von Fleischproduktion, Umweltproblemen und zunehmender Technisierung vor Augen geführt. In diesem Zug haben wir die Technisierung unserer Gesellschaft, die Bedeutung für künftige Generationen und Kritik am Faktenlernen beleuchtet.
    Einige lyrische Texte zum Geist der Weihnacht und des Regens sowie zum Thema Schreibinspiration durchliefen die eher theoretischen und entgegen meiner ursprünglich als leichte Kost geplanten Blogeinträge. Aber leichte Kost ist man von Weihnachten ja eh nicht gewohnt.
    In diesem Sinne wünsche ich einen guten Appetit heute!
    Und beim Geschenkeauspacken denkt an die hier gefallenen Worte;)
    Da bei uns gerade die erste Flasche Wein geöffnet wurde, muss ich etwas schweren Herzens einen Schlussstrich finden.
    Aber das ist ja für alle Beteiligten besser, denn wer hat schon an Heiligabend so viel Motivation und Lust viel zu lesen. Ich sage bewusst nicht Zeit, denn wir haben ja gesehen, dass man Zeit nicht hat sondern sich nimmt und dass man immer eine Wahl hat ;)
    Gemäß der nötigen Reflektion und der noch Allgegenwärtigkeit der hier angeschnittene Themen, werde ich diese dennoch in den nächsten Tagen bei Gelegenheit überarbeiten, Bilder einfügen, Rechtschreibung kontrollieren und Inhalt abrunden.
    Und dann werde ich stolz zurück blicken auf eine Haufen krassen Sch*****, wie ich ich einigen Stunden auch selig und dankbar auf die ausgepackten Päckchen unterm strahlenden Weihnachtsbaum im Kreise meiner Familie schaue werde.

    Das wünsche ich euch auch!

    Wundertolle Weihnachten 🎄 🎅🎁🌲🎀🎉

    Song of the day : for the last time this year "Last Christmas" by Wham! 😏
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  • Day23

    Schreiben über Schreiben übers Schreiben

    December 23, 2018 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Noch ein Tag bis Weihnachten, noch Zeit die letzten Weihnachtskarten zu schreiben und vorletzte Gelegenheit für mich den morgen endenden leologistischen, phileologischen, kolumnistischen Adventskalender mit meinen Gedanken zu füllen.
    Denn Schreiben scheint das einzige zu sein, was meinen Gedanken wirklich an Bedeutung verleihen kann.
    Das pflege ich zu sagen, ebenso wie diese Analogie "Schreiben ist wie Kacken, da ist etwas, dass muss unbedingt raus und nachdem man es rausgelassen hat, ist man erleichtert und zufrieden". Während man ersteres jedoch eigentlich immer kann oder bestenfalls sollte, fällt Schreiben manchmal besonders schwer. Denn, da ich weiß, morgen ist Weihnachten, ich keine Arzttermine, Uniabgaben oder anstrengende Arbeit zu erledigen habe, bin ich einfach nur entspannt und in selbiger Vorfreude. Demnach bin ich uninspiriert, also geht eine gewisse Problemhaftigkeit mit proportionnell dazu steigender Schreibbedürftig- und Schreibfähigkeit einher. Anders herum gesagt:
    Je zufriedener ich gerade bin, desto kunstloser werden meine Texte. Ganz gemäß dem Arm einer Berliner Rockgöre, die ich mal im flixbus kennen lernte, auf dem über ihren selbst zugefügten Wunden "Art doesn't come from happiness" tätowiert stand. Am ertragreichsten sind die Krisen.

    Und da ich gerade ziemlich krisenlos zufrieden bin, aber durchaus eine kleine Sammlung von Texten der Vergangenheit habe...
    Hier ein Gedicht, das sich ebenfalls mit dem Schreiben auseinandersetzt:

    ✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒

    Alles entspringt aus nicht

    Kennst du das?
    Diese Morgen und Momente
    In denen du ganz allein still stehst
    Sich die Welt um dich herum aber nichts um dich dreht
    In der niemand nach dir fragt
    Niemand etwas zu dir sagt
    An denen du deine Aufgaben erledigt hast,
    die Hausarbeit gestern zuletzt angefasst,
    keine Prüfung mehr als Last
    Dieie Arbeit nicht nach dir fragt
    Kein anstehender Termin an dir nagt
    An dem du deine WhatsApp Nachrichten beantwortet hast
    Auch Facebook, Snap Chat und Twitter geben dir mal Rast
    Und du bist allein
    Mit dir und deinen Gedanken
    Dein Kopf in der "Leerlaufphase" weiß nicht was er denken soll
    Du bist nicht Gedankenvoll
    Es gibt keine Schranken - toll!
    Doch du hasst es, fühlst dich unnütz, fühlst dich ungebraucht und ungefragt
    Denn du spürst es als Leere
    Fühlst dich allein
    Dabei könnte es lehre
    Und Prozess der Selbsterfahrung für dich sein...

    Doch plötzlich wird der Moment der eben noch so klein
    Bedeutsam und groß
    Denn du hast Gedankenfreiheit
    Und fragt man sich anfangs wohin damit bloß?
    Ist nach kurzer Leere doch schon wieder viel zu viel los

    Gedankenfreiheit
    Selbstverfügbarkeit
    Neutralität
    Von der alles ausgeht
    Endlich Gelegenheit
    kognitive Auszeit
    völlige Gedanken Freiheit

    Denn alles entsteht aus nichts
    Oder nicht?
    ✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒✒

    Song: The artic monkeys - only walk backwards
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