• British Museum

    October 6 in England ⋅ ☁️ 21 °C

    Das British Museum ist so etwas wie die Mutter aller Museen. Von den geschätzten 13 Millionen Objekten der Sammlung ist nur ein Teil ausgestellt, und trotzdem kann man Tage darin verbringen.
    Im Innenhof des Museums befindet sich der riesige Lesesaal der British Library, der bis 1997 in Betrieb war, als der Bestand in das neue Gebäude in St. Pancras verbracht wurde. Maximal 302 Leserinnen und Leser sassen an 38 langen Tischen, die fächerförmig vom Zentrum her angeordnet sind. Auf drei Etagen rund um den Kuppelbau befinden sich rund 40 km Laufmeter Bücher.
    Einer der prominentesten Besucher war Karl Marx, der während 30 Jahren täglich hierher kam und hier Das Kapital schrieb.
    Das vielleicht wertvollste Exponat ist der Stein von Rosette, der 1799 von napoleonischen Soldaten nahe der ägyptischen Stadt Rosette (heute Raschid) gefunden wurde. 1801 übergaben die Franzosen den Stein im Rahmen des Vertrags von Alexandria an die Engländer, und so gelangte er 1802 ins Britische Museum.
    Auf dem Stein ist der derselbe Text in drei verschiedenen Schriften eingemeisselt: ägyptische Hieroglyphen, demotische Schrift (altägyptische Alltagsschrift) und Altgriechisch. Mit Hilfe des Steins konnte der französische Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion im Jahre 1822 die Hieroglyphen entschlüsseln.
    Ein englisches Bonmot lautet: "What's something that feels British but isn't? The contents of the British Museum." Es ist tatsächlich unglaublich, wie viele Objekte die Engländer aus aller Herren Länder hierher gebracht haben. Würde man alles zurückgeben, wäre das Museum leer.
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