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London

An open-ended adventure by Osi Read more
  • 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿
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    Groß-London

    Black Cabs

    Yesterday in England ⋅ ☁️ 16 °C

    Die schwarzen Taxis gehören zu London wie die roten Doubledecker-Busse. Von 1958 bis 1997 wurde das klassische Modell FX4 von Austin produziert. Die meisten der heutigen 13'700 Taxis in London wurden von LEVC (London Electric Vehicle Company) in Ansty bei Coventry hergestellt. Die Fabrik gehört zum chinesischen Geely-Konzern. Der LEVC TX ist eine Hybrid-Limousine, die Platz für sechs Personen bietet und in die mit einer elektrisch herausfahrbaren Rampe ein ganzer Rollstuhl hineinfahren kann. Der Wendekreis ist nur 7,5 m, was das Fahrzeug sehr wenig macht. Die antiquierte Carrosserie-Form ist der Tradition geschuldet, wollte man doch das Strassenbild von London im Andenken an den klassischen Austin FX4 nicht allzu stark verändern. Der Preis eines LEVC TX ist ca. 70'000 Pfund, also etwa CHF 77'000.-.Read more

  • New Tate

    October 9 in England ⋅ 🌧 18 °C

    Die New Tate-Galerie ist immer wieder einen Besuch wert. Die Tate-Sammlung ist so gross, dass sie immer wieder neu mit unterschiedlichen Werken gehängt werden kann. Auch dieses Mal waren die thematisch gestalteten Räume eine Augenweide.
    Aber auch das Gebäude ist eindrücklich. Die ursprüngliche Bankside Power Station wurde vom britischen Architekten Sir Giles Gilbert Scott in den Jahren 1947 bis 1963 gebaut. Scott baute auch die durch das Pink Floyd Album-Cover "Animals" bekannt gewordene Battersea Power Station weiter westlich (1955). Die Anlage mit seinem markanten 99 Meter hohen zentralen Kamin war bis 1981 ein Kohlekraftwerk. 1994, nachdem die Anlage nur knapp einem Abbruch entging, wurde ein Architekturwettbewerb für eine neue Kunstgalerie durchgeführt, den die Basler Herzog & de Meuron gewannen. Im Jahre 2000 war der Umbau fertig. 2016 wurde das Gebäude mit dem sog. Switch House, auch von Herzog & de Meuron, vergrössert .
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  • The Swiss Embassy Garage Sessions

    October 8 in England ⋅ ☁️ 13 °C

    Gestern Abend waren Beatrice und ich an einem ganz besonderen Event. An den Wänden der unterirdischen Garage der Schweizer Botschaft am Montagu Place in London befinden sich Graffitis allererster Güte, die dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Entsprechend lud die Botschaft zu einem dreitägigen Fest ein.
    Angefangen hat alles so: Ein Freund meines Schwagers war im Jahre 2001 Kulturattaché an der Botschaft in London. Bei einem Heimaturlaub zu Besuch bei meinem Schwager erfuhr er vom grossen Hobby von dessen einem Sohn, das Graffity-Sprayen. Mein Neffe beklagte sich dabei darüber, dass man nirgends legal sprayen kann und immer nachts und auf der Flucht vor der Polizei "arbeiten" muss. Dabei kamen dem Freund meines Schwagers die leeren Wände in der Tiefgarage der Botschaft in den Sinn. Zurück in London konnte er den Botschafter für ein Projekt gewinnen, für das Schweizer und englische Sprayer dazu eingeladen werden sollten, um die Wände der Garage zu verschönern.
    In der Folge gestalteten mein damals 17-jähriger Neffe mit drei Mitkünstlern während sieben Tagen die Garage neu. Ein Mitglied der Gruppe war Banksy, dessen Graffity mittlerweile aus Wänden herausgebrochen und zu Unsummen verkauft werden. Nur schon wegen seinen Beiträgen in der Garage der Botschaft ist diese wohl einiges mehr Wert als das Gebäude, das sich darauf befindet.
    Und so sieht die vielleicht schönste Garage Londons aus
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  • British Museum

    October 6 in England ⋅ ☁️ 21 °C

    Das British Museum ist so etwas wie die Mutter aller Museen. Von den geschätzten 13 Millionen Objekten der Sammlung ist nur ein Teil ausgestellt, und trotzdem kann man Tage darin verbringen.
    Im Innenhof des Museums befindet sich der riesige Lesesaal der British Library, der bis 1997 in Betrieb war, als der Bestand in das neue Gebäude in St. Pancras verbracht wurde. Maximal 302 Leserinnen und Leser sassen an 38 langen Tischen, die fächerförmig vom Zentrum her angeordnet sind. Auf drei Etagen rund um den Kuppelbau befinden sich rund 40 km Laufmeter Bücher.
    Einer der prominentesten Besucher war Karl Marx, der während 30 Jahren täglich hierher kam und hier Das Kapital schrieb.
    Das vielleicht wertvollste Exponat ist der Stein von Rosette, der 1799 von napoleonischen Soldaten nahe der ägyptischen Stadt Rosette (heute Raschid) gefunden wurde. 1801 übergaben die Franzosen den Stein im Rahmen des Vertrags von Alexandria an die Engländer, und so gelangte er 1802 ins Britische Museum.
    Auf dem Stein ist der derselbe Text in drei verschiedenen Schriften eingemeisselt: ägyptische Hieroglyphen, demotische Schrift (altägyptische Alltagsschrift) und Altgriechisch. Mit Hilfe des Steins konnte der französische Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion im Jahre 1822 die Hieroglyphen entschlüsseln.
    Ein englisches Bonmot lautet: "What's something that feels British but isn't? The contents of the British Museum." Es ist tatsächlich unglaublich, wie viele Objekte die Engländer aus aller Herren Länder hierher gebracht haben. Würde man alles zurückgeben, wäre das Museum leer.
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  • Waterloo

    October 5 in England ⋅ ☀️ 23 °C

    Ist Waterloo einen Footprint wert? Nun, als ich mit meiner Mutter 1972 zum ersten Mal in London war, wollte sie unbedingt auf die Waterloo Bridge. Grund: Ihr Lieblingsschauspieler Robert Taylor spielte die Hauptrolle in ihrem Lieblingsfilm Waterloo Bridge (1940), auf der die Liebesbeziehung zwischen dem englischen Army Captain, Roy Cronin (Robert Taylor), und der Ballett-Tänzerin Myra Lester (Vivian Leigh) ein tragisches Ende nimmt. Also machte ich einen kurzen Gedenkstopp auf der Brücke.
    Zudem ist Waterloo das Stichwort einer meiner Lieblingsanekdoten:

    Waterloo
    Some years after the death of his first wife Lord Burton married again. Only by chance had he met his second wife – on a lonely stretch of road when his car had run out of petrol. Never before had anything like that happened to him. But no sooner had some minutes passed than a car stopped behind his, and out jumped a young lady, a petrol can in her hand. Hardly ever had he seen such beautiful woman, so deeply did she impress him that he proposed to her on the spot.
    On their wedding day Lord Burton showed his wife round Burton Manor. In the end they came to the picture gallery where portraits of his ancestors hung on the wall in splendid frames. «Here is the first Earl of Burton,» the newly married Lord began, «he was made a peer for his conduct in the War of the Spanish Succession. In the hottest moment of the Battle of Blenheim, down went the colonel and my ancestor was the next in rank. Scarcely had he taken over the command when he ordered a charge over the hill nearby an defeated the enemy.» - «Oh, did he?» was the only comment Lady Buron could make.
    «Then comes the second Earl,» he went on. «In the Seven Years’ War he was the first to climb the cliffs of the Heights of Abraham.» - «Oh, was he?» Lady Burton said, who had never heard anything about the wars and battles her husband was talking about.
    «That man with the black beard over there was my great-great-grandfather.» Burton told her. «He was killed at Waterloo.» Hardly had she heard the name when her eyes brightened. «Waterloo», she asked, «on which platform?»
    As his second wife died some years later Lord Burton married a third time. On the wedding day he showed his wife round Burton Manor and the picture gallery. When he told her about his great-great-grandfather, he added, «Can you imagine what my second wife asked me when I mentioned he was killed at Waterloo?» - «No, I can’t.» answered Lady Burton. – «She asked on which platform he died.» - «How silly!» the reply was, «as if that matters.»
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  • Westminster

    October 5 in England ⋅ ⛅ 22 °C

    Einer meiner Lieblingsorte in London. Wunderschöner Blick von der Westminster Bridge auf das wohl schönste Parlamentsgebäude der Welt und die wohl berühmteste Uhr der Welt. Dort befinden sich auch meine beiden Lieblingsmonumente: die Churchill-Statue und Boadicea and her Daughters.

    @ Big Ben: Eigentlich heisst der Turm Elizabeth Tower und Big Ben ist der Name der 13,5 Tonnen schweren Great Bell im Turm selbst. Der Name geht wohl auf Sir Benjamin Hall (1802-1867), den grossen, kräftigen First Commissioner of Works, der für die Bauarbeiten am Parlamentsgebäude zuständig war.
    (https://youtu.be/wqslA_CKub8?si=IvWVMaf0RwBTV-JL)

    @ Churchill: Hier mein Lieblingsquote

    We shall go on to the end, we shall fight in France, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our Island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.
    (vgl. https://youtube.com/shorts/ujJbw8hFv44?si=mrIcL…)

    @Boadicea: Sie war eine keltische Königin des Iceni-Stammes im antiken Britannien, die in den Jahren 60 bis 61 n. Chr. einen grossen, wenn auch erfolglosen Kampf gegen die römische Besatzung anführte.
    (Lust auf eine musikalische Umsetzung? https://youtu.be/-TyHHeWbz_A?si=cFQkZGDEqsaKbEJc)
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  • New Cross

    October 4 in England ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir wohnen in New Cross etwa 4,5 km vom Zentrum entfernt im Südosten von London. Es liegt an der Windrush London Overground Line. Für ins Zentrum brauchen wir etwa eine Stunde. Es ist eine typische Londoner Vororts-Neighbourhood: viele kleine "Supermarkets" (meistens von Pakistani geführt), das obligate Nail-Studio, mehrere Barber-Shops, viele kleine Fast-Food-Restaurants (aber kein KFC oder McDonald's), Drycleaners, viele geschlossene und verwahrloste Läden. Immerhin ein anständiges Pub (das bereits erwähnte "The Rose").
    Viele der terraced houses sind zum Verkauf angeschrieben und in vielen Vorgärten stapelt sich allerhand Müll. Man sieht, dass es den Engländern im Moment nicht sonderlich gut geht.
    Heute haben wir im Wakey Wakey englisch gefrühstückt, eine kleine Quartierbeiz, wo man sich am Morgen zum Frühstück trifft. Eine solches Restaurant fehlt in Basel noch, z.B. am Nadelberg ;-).
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  • Leicester Square

    October 3 in England ⋅ ☁️ 20 °C

    Ihr habt euch sicher gewundert, weshalb ich schon so oft in London war. Bis vor etwa zehn Jahren waren Musicals einer meiner grossen Leidenschaften. So ging ich fast jedes Jahr nach London und ab und zu nach New York und schaute mir eine Woche lang die neuesten Musicals an. Insgesamt habe ich bis heute 162 Musicals gesehen. Ich weiss das so genau, weil ich natürlich immer ein Programmheft kaufte. Der Nebeneffekt davon war, dass ich heute eine grosse Sammlung an Musical-CDs und DVDs mit Musicalfilmen habe. Als Andrew Lloyd Webber den Zenit seiner Kreativität überschritten hatte und Stephen Sondheim auch gestorben war, flaute der Musical-Hype im West End und am Broadway ab, und es kam nicht mehr viel Neues und Gutes. Der Markt behalf sich mit Neuinszenierungen und sog. Tribute Musicals. Tribute Musicals sind Aneinanderreihungen von Hits bekannter Künstler und der Versuch diese Songs durch eine oberflächliche Handlung zusammenzubinden und zu einer Story zu machen. Mama Mia! oder etwa Tina sind solche Beispiele. Musicals sind das nicht.
    Nun, ganz ist meine Begeisterung noch nicht abgeflaut. Immer noch ist die Official London Theatre Ticket Booth am Leicester Square mein Lieblingsort in London. Und heute gingen Beatrice und ich Sondheims Into the Woods - mein 163. Musical - ansehen, das ich natürlich schon einmal gesehen habe. Typisch Sondheim: intellektuelle, wenig eingängige Songs, gute Story.
    Es soll diesen Monat nicht das letzte Musical sein ...
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  • Home Sweet Home

    October 1 in England ⋅ ⛅ 20 °C

    Es ist das 35. Mal, dass ich in London bin. Ich wollte das wissen und habe es anhand der Einreisestempel in meinen Pässen und den Einträgen in meinen Agenden recherchiert. Das erste Mal war dies im Jahre 1972 mit meiner Mutter. Wir wohnten damals im Hotel Mount Pleasant an der Ecke King's Cross Road und Calthorpe Street, das es heute nicht mehr gibt.
    Eigentlich spät in meinem Leben möchte man meinen. Aber unsere Famiienferien fanden im Auto statt, und wo keine Strasse hinführte, also Inseln, gab es auch kein Hinkommen. Ich war bis 1972 in praktisch allen Ländern Europas (inklusive Sowjetunion 1972 mit dem Wohnwagen), aber bis dann nie in Sizilien oder eben England und Irland.
    Später stieg ich fast immer im Regent Palace Hotel unmittelbar am Piccadilly Circus ab, bis es 2006 leider zumachte. Das Haus mit mehr als 1'000 Zimmern war zeitweise das grösste Hotel der Welt. Keine Nasszellen in den Zimmern, dafür aber sehr billig.
    Zum ersten Mal logieren wir in einer Wohnung, besser gesagt einem lower ground floor oder basement flat, allerdings mit Zugang über das Treppenhaus, und nicht - wie sonst üblich - mit einer Treppe nach unten von der Strasse her.
    Soviel für heute.
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  • ARRIVAL

    October 1 in England ⋅ ☀️ 14 °C

    "When a man is tired of London, he is tired of life." (Dr. Samuel Johnson, 20.9.1777)

    Nun geht es also los: Wir sind gut in London angekommen. Von Basel SBB nach Paris Gare de Lyon, dort zum Gare du Nord, dann mit dem Eurostar durch den Chunnel (50,4 km) nach London St Pancras, dann mit der Hammersmith & City Line und Windrush Line zum New Cross Gate, von dort zur Waller Road (SE14) Nr. 18.
    Nachtessen im no. 1 local pub vor Ort "The Rose". Ein ganz besonderes Nachtessen. Denn heute vor 44 Jahren haben wir geheiratet.
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    Trip start
    October 1, 2026