• 20 days later.....

    13 agosto, Germania ⋅ ☀️ 30 °C

    "Es ist stets das eigene Herz, daß dem was wir sehen Farbe verleiht".....

    Ein wahrer Ansatz und ganz in seinem Sinne, habe ich endgültig und hoffentlich für alle Zeit.....

    Negativität, Pessimismus und destruktives Grauton Denken aus meinem Leben verbannt.

    In diesem Zusammenhang gleich auch Menschen, die zu selbigen Eigenschaften neigen!

    Bißchen viel auf einmal, denkt ihr vielleicht.....

    NÖ....., ganz im Gegenteil!

    Es ist der perfekte Zeitpunkt, die ein oder andere Person in Frage zu stellen, mit der ich mich umgebe.

    Wenn schon optimiert wird, dann bitte richtig!

    Isses nicht ein herrlicher Donnerstag um zu leben?

    Wahrlich, es ist viel geschehen in den letzten 20 Tagen - seit meiner Entlassung aus dem Klinikum Karlsruhe.

    Morgen endlich, geht's in die Reha nach Bad Herrenalb!

    Der passende Zeitpunkt für ein kurzes Update..... so finde ich!

    Nur das Wichtigste, versprochen..... los geht's!

    Fortschritte, selbst ganz kleine, erfordern viel Geduld!

    Geschehen naturgemäß in winzigen Schritten..... so isses nun mal!

    Von den 11 Kilo die ich im Krankenhaus gelassen habe, sind mittlerweile wieder fünf angefuttert.....

    Ganz ehrlich, noch nie habe ich mich so gefreut zuzunehmen und die 100 Kilo, sind bereits wieder überschritten.

    Langsam kehrt die Kraft zurück und damit einhergehend, auch das Vertrauen in den eigenen Körper.

    Während vor knapp drei Wochen, noch völlig banale Dinge wie beispielsweise die Zubereitung eines Omlettes, Wäsche aufhängen oder der Gang zur Toilette, richtig Energie gezogen haben.....

    Laufe ich jetzt seit Beginn dieser Woche wieder täglich eine kleinere Runde..... draußen versteht sich!

    Natürlich morgens, vor den hohen Temperaturen.....

    Ein mentales Tief letzten Sonntag, war wohl der ausschlaggebende Motivator.

    Ich hatte einfach genug von meiner Inaktivität.....

    Gestern dann, ging's auf "große" Wanderschaft.

    Insgesamt vier Kilometer zu meiner Liegewiese am Baggersee Spöck..... und zurück!

    Ein für mich hoch emotionaler Moment.....

    Sich dem Ort zu stellen, der mich am 10. Juli fast das Leben gekostet hätte.

    Ein fröhlicher warmer Wind, streichelt dort am Vormittag die Kronen raschelnder Pappeln.

    Tauben streiten sich um die besten Äste auf selbigen und Madame Soleil gibt alles..... sorgt für badisches Hochsommer Feeling.

    Absolut gar nichts, erinnert in diesem Moment an die Geschehnisse im Juli..... lässt nicht ansatzweise ein Drama vermuten.

    Und so liege ich da, wo ich immer liege.....

    Lasse Gedanken und Tränen zu und freue mich sehr, als mit Erika wenige Minuten später, der nächste Badegast die leere, von der Hitze ausgedörrte Liegewiese betritt.

    "Hast du mir mein Leben gerettet?“..... frage ich die Krankenschwester.

    Da ich seit Wochen fest davon überzeugt bin, daß ich Erika meinen zweiten Geburtstag zu verdanken habe.

    Tatsächlich, war sie's aber nicht!

    Beginn eines langen, emotionalen Gespräches.....

    Kurz vor Mittag, erinnern die steigenden Temperaturen daran, wieder zurück nach Hause zu laufen.

    Einige Stunden später, scheppert mich eine WhatsApp von Erika aus dem leichten Schlummer.....

    Anhängig, die Mobilnummer meiner Lebensretterin, der ich augenblicklich eine kurze Nachricht schreibe.

    Am Abend dann, der lang herbei gesehnte, erste Kontakt.....

    Große Gefühle, bewegende Momente, Freudentränen und endloses Erstaunen meinerseits, was meine Lebensretterin da geleistet hat.....

    Die mich so ganz nebenbei aufgrund ihrer Lebenseinstellungen und Ansichten, mächtig beeindruckt hat.

    Aber kommen wir zum Wesentlichen.....

    Jitka, so der Name meines Schutzengels, hat einfach nicht aufgegeben.....

    Hat mit rund zwanzig Minuten Herzdruckmassage und Beatmung versucht, mich wieder ins Leben zurück zu holen - mit Erfolg!

    Bis unmittelbar darauf, ein zweiter Herzstillstand eintrat und weitere Reanimation, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nach sich zog.

    Nach der Reha werden wir uns definitiv treffen, bis dahin in Kontakt bleiben.

    Manchmal, wohnen Schutzengel ganz nahe.... in meinem Fall, nur zwei Dörfer weiter!

    "Wie soll ich dir jemals, auch nur ansatzweise, dafür danken Jitka?".....
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