Portugal
Igreja de São José

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9 travelers at this place

  • Day13

    Coimbra - Universitätsstadt

    May 23, 1985 in Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Die weitere Fahrt bringt uns nach Coimbra, "die" Universitätsstadt Portugals. Dort herrscht überall reges Treiben, denn es findet gerade ein großes Fest zur Feier der Studienabgänger statt. Der städtische Zeltplatz liegt am Rande der Stadt neben dem Fußballstadion. Von da aus kann man für rund 80 Pfennige mit alten O-Bussen durch die ganze Stadt gondeln. Das ist uns recht, denn so können wir auch mal abends zum Essen (und Trinken) in die Stadt fahren, und müssen uns nicht um die Guzzi und den Führerschein sorgen.

    Am Abend gehen wir (anhand eines Tipps in unserem Reiseführer) in das Fado-Lokal "Dilingenca" in der Innenstadt. Nach dem Abendessen lernen wir dort ein paar nette Portugiesen kennen - einen älteren Taxifahrer und drei junge Arbeiter. Die Verständigung auf Englisch macht nur Anfangs Schwierigkeiten. Einer der jungen Portugiesen bringt eine Gitarre, und wir erleben einen Abend, den wir so schnell nicht vergessen werden.

    Fernando, der Taxifahrer, will auch nach eindringlicher Ermahnung des Wirts, wir sollten jetzt gehen, noch nicht nach Hause. Er lädt uns ein, mit ihm noch in eine Disco zu gehen. Die anderen Gäste des Lokals gehen auch noch mit, und so kommt es, dass wir erst gegen vier Uhr am Morgen wieder zurück an den Zeltplatz gelangen.

    An diesem Morgen (Mittag) muss besonders Monika den letzten Abend erst einmal bereuen. Sie kann erst am Nachmittag wieder aufstehen. Später fahren wir wieder mit dem Bus in die Stadt. Die Läden in der Altstadt sind wieder fast wie in orientalischen Basars. Kleidung ist oft um die Hälfte billiger als bei uns. Und man kann wirklich alles kaufen. Ich bin recht froh darüber, mit dem Motorrad hier zu sein, denn sonst hätte Monika bestimmt schon unser gesamtes Geld ausgegeben. Aber dank des begrenzten Platzangebotes bleiben uns noch ein paar Escudos erhalten.

    Am Abend gehen wir wieder in das Fado-Lokal vom gestrigen Tag. Dort sind wir mit Manuel zum Essen verabredet. Er erzählt uns, dass ein Facharbeiter in Portugal etwa umgerechnet 400 Mark im Monat verdient. Wir verstehen nun langsam, warum uns das Leben hier so billig erscheint. Die meisten jungen Portugiesen arbeiten deshalb im Ausland, um überhaupt etwas Geld zu verdienen, und um sich vielleicht später im eigenen Land ein kleines Geschäft aufbauen zu können.
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You might also know this place by the following names:

Igreja de São José, Igreja de Sao Jose

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