Motorrad Reise über 8.000 Km von Augsburg - durch Frankreich - Spanien - nach Portugal - drei Wochen in Portugal - dann über Spanien - Andorra - Frankreich und Italien zurück nach Augsburg
  • Day37

    Wieder zu Hause

    June 16, 1985 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    In den letzten Tagen haben wir gesehen, dass es in unseren Alpen auch (noch) sehr schön ist. Vergleichbar mit der Schönheit von Nord Portugal. Nun ja, es geht halt nichts über die Heimat, wo man sich auskennt, und überall verstanden wird.

    Dennoch sollte dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir die weite Reise in eines der letzten Paradiese Europas unternehmen werden...

    Peter und Monika
    Mai/Juni 1985
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  • Day36

    Timmelsjoch (Italien / Österreich)

    June 15, 1985 in Austria ⋅ ❄️ 0 °C

    Am Morgen fahren wir weiter Richtung Genua, dann Brescia, und schließlich 'rauf' nach Norden Richtung Bolzano/Brennero. Einem kurzen Impuls folgend fahren wir dann nicht an den Gardasee wie ursprünglich geplant, sondern ans Timmelsjoch, Spaghetti essen.

    Im dortigen Restaurant "Hochfirst", kurz vor der Grenze nach Österreich, gibt es die besten Spaghetti, bzw. Hütten-Makkaroni auf der ganzen Welt! Zum Abschluss unserer Reise übernachten wir in einem (für unsere Verhältnisse der letzten Wochen) ganz komfortablen Zimmer mit Dusche und Bad.

    Hier oben am Timmelsjoch ist es immer wieder schön. Die Landschaft ist imponierend, und wenn dann am Abend die Zöllner von der Grenze in die Wirtschaft kommen, und der Wirt oder sonst jemand anfängt Musik zu machen, dann fühlen wir uns auch in der (fast) Heimat wieder sauwohl.
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  • Day35

    San Remo

    June 14, 1985 in Italy ⋅ ⛅ 20 °C

    Danach fahren wir durch die Camargue nach Arles, und anschließend wieder auf die Autobahn bis San Remo. Auf dieser Autobahn sieht man, wie eine Straße gebaut ist die durch die Berge geht: Brücke - Tunnel - Brücke - usw.

    Auf dem Zeltplatz in San Remo bekommen wir das erste Mal nach fast fünf Wochen wieder den Eindruck eines italienischen 'modernen' Zeltplatzes - die Preise vor allem können sich sehen lassen. Die Übernachtung (mit kaum Schlaf wegen des Krachs der nahegelegenen Hauptstraße kostet uns fast 30 Mark, das ist mehr als wir in Portugal für 5 Nächte bezahlen mussten.
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  • Day35

    Le Grau-du-Roi (Frankreich)

    June 14, 1985 in France ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir kommen der Heimat immer näher. Die letzten beiden Tage sind wir im Schnelldurchgang durch Frankreich und Italien Richtung Norden gebrummt. Fast alles über Autobahnen. Nur in Le Grau-du-Roi (kurz vor der Camargue) machen wir Pause, und gehen in (jetzt schon) 'unser' Restaurant am Hafen, wo wir wieder mal die berühmte südfranzösische Fischsuppe essen. Dies ist einfach ein Muss kommen wir in die Gegend oder auch nur in die Nähe.Read more

  • Day34

    Andorra - Ax-les-Thermes

    June 13, 1985 in Andorra ⋅ ⛅ 24 °C

    Ab Barcelona fahren wir Autobahn. Aber diese Autobahn ist für Motorräder furchtbar. Auf der ganzen Strecke sind Längsrillen in die Fahrbahn gefräst, und man muss höllisch aufpassen. Trotzdem ist es die einzige Möglichkeit, schnell und sicher eine weite Strecke zu überbrücken.

    Wir fahren weiter durch Katalonien bis kurz vor Barcelona. Diese Stadt war mir von einer früheren Reise mit der Guzzi bereits bekannt (und gefürchtet), deshalb fahren wir im großen Bogen daran vorbei. Wir wollten ja auch noch durch Andorra, und dort vielleicht die Nacht verbringen.

    Jedoch sind wir von Andorra enttäuscht. Zwar ist die Landschaft recht schön, aber die Preise sind horrend. Auch ist es gleich empfindlich kalt, und wir sind froh, als wir die Grenze nach Frankreich passieren, und wieder die Höhen der Pyrenäen verlassen haben.

    In Ax-les-Thermes, kurz nach der französischen Grenze, finden wir dann einen (recht gut besuchten) Zeltplatz. Im Ort gibt es eine Reihe von Restaurants, sodass wir zuerst eine Weile die Preise vergleichen können. Schließlich entscheiden wir uns für ein versteckt liegendes Lokal, das jedoch nach innen immer größer wird, und einen wunderbaren Ausblick auf den durch den Ort fließenden Fluss gestattet.

    Wir brauchen unsere Wahl nicht zu bereuen. Das Essen ist ganz ausgezeichnet, und Moni schwärmt noch heute von dem Ratatouille, das wir dort mit einer scharfen Tomatensauce serviert bekommen.
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  • Day33

    Katalonien (Spanien)

    June 12, 1985 in Spain ⋅ ☀️ 26 °C

    Durch die Berge Andalusiens fahren wir von Granada aus immer nordwärts. Außer der fast mörderischen Hitze können wir die Fahrt sehr genießen. Es ist schon eine wilde Gegend. Steinwüste, Häuser der Zigeuner total in die Felsen gehauen, nur eine Fassade oft vor dem Fels. Die Straßen sind recht ordentlich, und man kann gute Reiseschnitte mit einem großen Motorrad erzielen.

    Die Nacht verbringen wir an einem einsamen Zeltplatz an der Küste. Man merkt, dass die Reisesaison in Deutschland noch nicht begonnen hat, denn außer zwei dänischen Motorradfahrern sind wir ganz allein auf dem Platz. Neben dem Platz ist eine Kläranlage und es stinkt auch dementsprechend.
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  • Day32

    Granada und Alhambra

    June 11, 1985 in Spain ⋅ 🌬 28 °C

    Heute sind wir in der berühmten spanischen Stadt Granada. Schon bei der Ankunft können wir ein bisschen die Ausmaße dieser gewaltigen Stadt mitten in einer wüstenähnlichen Gegend erleben. Im Stop-and-go- Verkehr der nachmittäglichen Rushhour wird es auch dem Motor das erste Mal auf unserer Fahrt so richtig heiß. Die Öltemperatur klettert auf über 120 Grad und die Ventile fangen mit einigem Lärm zu klingeln an. Auch der Anlasser muss nach mehrmaligem Motorabsterben des öfteren gequält werden.

    Aber jetzt haben wir es hinter uns, und befinden uns auf einem kleinen (aber feinen) Zeltplatz, ca. 4 km außerhalb des Stadtzentrums. Ein kleines Schwimmbad ist auch dabei, und so beschließen wir, uns noch einen Tag Pause vor der Hetze zurück in die Heimat zu gönnen.

    Der nächste Morgen weckt uns wieder einmal mit strahlend blauen Himmel, und nachdem direkt vor dem Platz eine Bushaltestelle ist, fahren wir mit dem Bus in die Innenstadt. Von dort aus laufen wir zu Fuß den Hügel hinauf zur berühmten Alhambra. Schon der erste Eindruck ist gewaltig. Riesige Mauern umsäumen das Ganze, und wir müssen eine ganze Weile laufen, bis wir den Eingang bereits ziemlich oben auf dem Gelände erreichen.

    Die Alhambra selbst übertrifft völlig unsere Erwartungen. Auch die Jahreszeit passt optimal, alles blüht und grünt, dass es eine wahre Pracht ist. Man kann sich so richtig vorstellen, wie der Sultan hier mit seinen Haremsdamen gelebt hat. Für den Sultan ein Leben in Saus und Braus, und umgeben von lauter Schönheiten. In den herrlich angelegten Gärten und im Palast, der fast nur aus wunderbaren Reliefarbeiten in Stein und Holz besteht. Für die Haremsdamen aber nur ein goldener Käfig. So vergeht fast der ganze Tag mit der Besichtigung der Alhambra.

    Unseren Plan, den "Picco di Veleta", (den höchsten Pass Europas) mit dem Motorrad zu befahren müssen wir jedoch leider schon am Morgen aufgeben, nachdem wir von anderen Motorradfahrern gehört hatten, dass auf dem Pass ab 2500 Metern durch Schneeverwehungen nichts mehr geht. Und das mitten im Juni!

    Also kehren wir an den Zeltplatz zurück, wo wir wieder mal zwei Motorradfahrer (Gerwin und Susanne) treffen. Mit ihnen verbringen wir noch einen recht gemütlichen Abend am Pool, und wir haben zum letzten Mal Gelegenheit, ausgiebig Sonne und Kraft zu tanken, bevor wir wieder weiter müssen.
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  • Day31

    Andalusien und Sprit Probleme

    June 10, 1985 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Über Ronda fahren weiter mitten durch die herrliche und fast unbewohnte Bergwildnis der Sierra Nevada. Dass hier kaum Menschen leben, müssen wir am eigenen Leib erfahren. Einige Kilometer hinter Gibraltar muss ich auf Reserve schalten, denke mir aber nichts dabei, da wir normalerweise noch 30 bis 40 km weit damit fahren können. Das geht dann auch, leider finden wir auf dieser Strecke keine einzige Tankstelle.

    Uns wird dann auch langsam etwas mulmig, und wir tuckern fast mit Standgas einen Pass hinauf. Oben angekommen ist es dann wirklich soweit. Sprit alle. So lassen wir die Guzzi die nächsten 10 km bergab ohne Motor rollen. Doch noch immer ist keine Tankstelle zu sehen. Ein spanischer Polizist hält als einziger an, aber hier unten fahren alle Autos mit Diesel, so kann er uns auch nicht helfen.

    Also hilft nur, die Guzzi mit ihren fast 300 Kilo Gewicht den nächsten Hügel hinaufschieben. Und das bei fast 40 Grad im Schatten. Irgendwie geht's aber doch, und (fast ein Wunder) in der nächsten Ortschaft ist dann tatsächlich die lang ersehnte Benzinsäule. Wenigstens wissen wir jetzt den genauen Tankinhalt unserer Guzzi (genau 23,0 l).
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  • Day31

    Gibraltar

    June 10, 1985 in Gibraltar ⋅ ⛅ 20 °C

    Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Gibraltar. Es ist das erste Jahr nach der Öffnung Gibraltars zum Festland. Das merkt man dann aber auch. Total von Touristen und Spaniern überfüllt und Preise wie in einer deutschen Großstadt. Nur typisch englisch (oder noch englischer als in England). Ein Hamburger kostet in einem Pub 10 Mark, was soll man da machen? Also nichts wie weiter.

    Das einzige was uns wirklich begeistert ist die Zufahrt nach Gibraltar. Plötzlich ein Stau an einer roten Ampel, und kurz darauf überquert ein landendes Großraumflugzeug die Straße, die quer über die Start- und Landebahn des Flughafens führt.
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  • Day30

    Tarifa (Spanien)

    June 9, 1985 in Spain ⋅ 🌬 19 °C

    Jetzt sind wir wieder "On the Road". Nach 4000 km haben wir (noch an der Algarve) das Motoröl gewechselt und die Ventile eingestellt, sonst war alles ok. Die Guzzi brummt wieder gleichmäßig über die staubigen Landstraßen im Süden Spaniens.

    Interessant war die Überfahrt mit der Fähre über den Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien. Der Grenzer blickt uns recht grimmig an, und lässt uns dann fast zwei Stunden warten, da er wahrscheinlich gerade Mittagspause hat. So kommen wir nicht mehr dazu auf einer Bank Geld zu wechseln und müssen einen Spanier finden, der uns Geld umtauschen kann. Dabei werden wir natürlich übers Ohr gehauen, aber so viel ist's dann auch nicht.

    Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Portugiesen hat uns immer wieder überrascht. Davon ist hier in Spanien nicht mehr so viel zu spüren. Vielleicht ist dies auch durch die langjährige Erfahrung mit Touristen so geworden.

    Nach der etwas anstrengenden Fahrt durch Sevilla landen wir zum Übernachten an der südlichsten Spitze Spaniens in Tarifa auf einem kleinen Zeltplatz direkt am Meer. Wir haben's natürlich gleich noch einmal zum Baden ausgenutzt. Überraschend für uns war, wie viele deutsche Touristen es hier schon wieder gibt. Wahrscheinlich hängt dies hier mit den guten Winden an der Küste zusammen, da viele Surfer darunter sind.
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