Vulkantour (Bromo & Ijen)
5.–8. feb., Indonesien ⋅ 🌧 17 °C
Nun reisten wir wieder mit den Zug weiter nach Malang von hier aus startete unsere Vulkantour.
Malang fühlt sich an wie ein sanfter Auftakt.
Blaue Häuser, bunte Fassaden, kleine Gassen, Dazwischen die Altstadt mit ihren alten Kolonialgebäuden, breiten Straßen und großen Bäumen – fast schon europäisch.
Wir gehen langsam, beobachten, nehmen wahr. Malang ist kein Ort, der sich aufdrängt. Er wirkt geerdet. Vielleicht genau deshalb passt er so gut vor das, was kommt: zwei Nächte, zwei Vulkane, zwei Aufbrüche im Dunkeln.
Die Tour startet zum Mount Bromo um Mitternacht.
Der Wecker reißt uns aus dem Schlaf, der Jeep aus der Komfortzone. Dunkelheit, Kälte, Erwartung.
Als erstes sind wir zu einen Aussichtspunkt zum Sonnenaufgang gefahren, von hier aus war es noch ca. eine Stunde Aufstieg: und wir sahen nichts als Wolken. Kein Horizont, keine Farben, nur ein dichtes Grau. Wir warteten. Stunde um Stunde in der Kälte 🥶, die Stimmung schwankt zwischen Hoffnung und Resignation. Es klarte schlussendlich nur ein bisschen auf und dann fuhren wir weiter zum Krater des Mount Bromo. Wir gingen den Krater hinauf durch eine karge Landschaft und wieder nur Nebel 🙈 Gegen acht Uhr, passiert es leise. Die Wolken reißen auf. Erst zaghaft, dann großzügig. Plötzlich liegt die Landschaft da – die weite Ascheebene, der rauchende Krater, die scharf gezeichneten Konturen der Vulkane.
Kein perfekter Postkartenmoment. Aber einer, der Geduld lehrt 🙃😀
Weiter ging es nach einen Frühstück 6 Stunden mit einen sehr unbequemen Bus. Mitten in der Nacht starteten wir nun zum Mount Ijen- wieder Dunkelheit und Müdigkeit. Erstmal erhielten wir einen Kaffee 🙏🏻 und unsere Ausrüstung (eine Stirnlampe, eine Gasmaske, eine Schutzbrille für die Augen und ein Wasser) und los ging der 1,5 stündige Aufstieg zum Kraterrand. Oben angekommen ging es eine weitere Stunde hinab in den Krater durch beißende Gase. Menschen vor und hinter mir, Stirnlampen schneiden Lichtkegel in die Schwärze. Gasmaske auf, Schutzbrille über die Augen. Minenarbeiter kamen uns entgegen mit 100kg Schwefel auf den Rücken und ohne Schutzausrüstung (dies ist einer der gefährlichsten Jobs der Welt). Der Geruch von Schwefel ist allgegenwärtig. Es fühlt sich gefährlich an. Unten angekommen sahen wir den ätzenden Kratersee und das blaue Feuer 🔥. War es die Mühe wert?! Der Weg zurück nach oben kostet Kraft- nicht nur aufgrund der Dunkelheit und der Gase sondern hauptsächlich aufgrund der Menschen die uns entgegen kamen.
Und dann – oben – beginnt der Himmel sich zu färben. Ein weiches Orange breitet sich aus. Der Blick vom Vulkan in den erwachenden Tag ist weit und klar. Als hätte die Nacht alles Überflüssige herausgefiltert. Der Ausblick auf die Landschaft und den Krater ist atemberaubend schön 🥰
Zusammenfassend:
Malang war Farbe.
Bromo war Geduld.
Ijen war Intensität.
Zwei Nächte ohne viel Schlaf, zwei Aufstiege im Dunkeln – und immer wieder dieser Moment, in dem Licht alles verändert.
Vielleicht sind genau das die schönsten Reisen: die, bei denen man erst durch Nebel und Gas gehen muss, um klar zu sehen. 🌋✨Læs mere






















