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Sabbatical 2025/2026

A 96-day adventure by Püppie on Tour Read more
  • Trip start
    December 15, 2025

    Xi‘an

    Dec 13–14, 2025 in China ⋅ ⛅ 11 °C

    Ankommen zwischen Nacht, Schienen und Geschichte
    Xi’an | Beginn meines Sabbaticals in China

    Ich bin früh morgens / in Deutschland nachts in China angekommen.
    Nicht spektakulär, eher leise und ein wenig erschöpft. Vom Flughafen ging es mit dem Shuttlebus weiter zum Bahnhof – ein erster Übergang in ein Land, das ich zwar lange geplant, aber in diesem Moment noch nicht wirklich begriffen hatte.

    Mein Internet funktionierte nicht, was alles etwas komplizierter machte. Und doch war da erstaunlich wenig Stress. Die Infrastruktur in China ist beeindruckend gut ausgebaut und die Züge pünktlich. Auch ohne Verbindung fühlte ich mich getragen von Abläufen, die funktionieren. Züge, Busse, Wege – alles greift ineinander.

    Von Chengdu aus fuhr ich weitere 3,5 Stunden mit dem Zug nach Xi’an.
    In Xi’an angekommen traf ich mich mit einem Freund einer Kollegin, der hier als Reiseleiter arbeitet. Wir gingen gemeinsam essen. Mein erster kulinarischer Eindruck von China und es war sehr lecker. Er lud mich ein, erzählte mir von China, vom Alltag, von Unterschieden, die man als Reisender zunächst gar nicht sieht. Es war ein guter Einstieg für den ersten Tag.

    Die Nacht war unruhig. Der Jetlag ließ mich kaum schlafen, ich war immer wieder wach, irgendwo zwischen alter und neuer Zeitzone.

    Am nächsten Morgen wurde ich um acht Uhr abgeholt. Ich hatte für den Beginn eine Tour gebucht – zur Terrakotta-Armee. China zeigte sich direkt von einer sehr eigenen Seite: Die Tour startete rund zwanzig Minuten früher als geplant. Noch pünktlicher als Deutschland, wie es schien- voll mein Ding. Somit startete der Tag direkt mit Hektik.

    Die Terrakotta-Armee zu sehen, war jedoch sehr eindrucksvoll. Still, monumental, geschichtsträchtig. Trotz Müdigkeit und Startschwierigkeiten hatte ich eine wirklich schöne Zeit dort. Im Anschluss ging es zurück nach Xí‘an und im Anschluss fuhr ich wieder mit meinen Lieblingsverkehrsmittel :) nach Chengdu.
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  • Chengdu- mehr als eine Pandastadt

    December 16, 2025 in China ⋅ ☀️ 14 °C

    Chengdu ist für viele vor allem eines: die Stadt der Pandas.

    Schon bei meiner Ankunft hatte ich das Gefühl, in einer Stadt zu sein, die sich nicht beweisen muss. Chengdu wirkt selbstbewusst, gelassen, fast entspannt – trotz ihrer Größe. Die Menschen scheinen sich Zeit zu nehmen. Für Gespräche, für Essen, tanzen, Spiele spielen im Park für. Vielleicht ist es genau diese Haltung, die der Stadt ihren besonderen Rhythmus gibt.

    Ich wohnte in einem Hotel mit einen Dormitory, und es war sehr entspannend: Kein anonymer Schlafsaal, sondern ein Ort mit Atmosphäre – warmes Licht und liebevollen Details. Nachdem ich meinen Jetlag immer noch nicht überwältigt hatte ließ ich den Tag sanft starten und ging in die nahegelegene Wenshu Monastry. Hier begann ich den Tag mit einen kleinen Frühstück und Tee im Teehaus. Nach einer ausgiebigen Ergründungstour nahm ich am Abend an einer Freewalking Tour teil. Unser erster Halt war ein taoistischer Tempel – der Quingyang-Tempel. Zwischen Räucherstäbchen, stillen Innenhöfen und jahrhundertealten Symbolen entstand ein starker Kontrast zur pulsierenden Stadt. Hier führte mich Chang mein Guide in die Rituale des Taoismus ein. Wir zündeten Räucherstäbchen, ich lernte wie und wer angebetet wird und nahm an den ein oder anderen Ritual selbst teil.

    Von dort aus ging es weiter zu einen Night Food Market. Die Luft war erfüllt von Gerüchen: Gewürze, Öl, Rauch, Süße, Schärfe. Menschen standen dicht gedrängt an kleinen Ständen, lachten, probierten, teilten Essen und wir mittendrin. Ich probierte alles aus, was ich noch nicht kannte und war am Ende sehr satt und zufrieden. Als Abschluss des Tages besuchte ich noch eine traditionelle chinesische Oper und als Beigabe gab es da dort auch noch die traditionelle Ohrenreinigung (welche in Chengdu Gang und Gebe ist).

    Am nächsten Tag ging es nun endlich zu den Pandas :) Es sind wirklich so tolle Tiere. Ich denke die Bilder sprechen mehr als Worte.

    Im Anschluss ließ ich den Tag ausklingen. Ich besuchte noch den Wuhou Shrine, ein traditionelles Teehaus im People Park und schlenderte über den etwas skurrilen Antiquitätenmarkt.

    Am Abend deckte ich mich mit Snacks ein und fuhr zum Bahnhof- nun geht’s weiter nach Tibet.
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  • Zugfahrt nach Tibet

    Dec 16–18, 2025 in China ⋅ ☁️ 8 °C

    Als Eisenbahnerin lasse ich mir natürlich nicht die Fahrt mit der höchsten Eisenbahn der Welt entgehen. In einer 36-stündigen Zugfahrt habe ich mich deshalb auf den Weg gemacht und bin von Chengdu nach Lhasa gefahren. Vorbei am höchsten Bahnhof der Welt, welcher über 5000 Meter liegt, somit konnte ich direkt einen Eindruck davon bekommen, wie die Höhe auf den Körper wirkt. Es war eine lange aber ganz schöne Fahrt!Read more

  • Himalaya & EBC

    December 22, 2025 ⋅ ☁️ -1 °C

    Heute war ein ganz besonderer Tag! Die Reise zum Mount Everest Basecamp (EBC) stand auf den Programm. Die Fahrt führte uns durch weite Hochlandlandschaften, zunehmend geprägt von Bergen, karger Vegetation und großen Distanzen.

    Mit jeder Stunde wurde deutlicher, dass sich die Umgebung grundlegend von den zuvor besuchten Regionen unterschied. Die ersten Blicke auf den Himalaya waren unglaublich 😍😍 Die Höhe war spürbar und hat uns alle vor körperliche und zum Teil auch mentale Herausforderungen gebracht. Bewegungen erfolgten stets langsam und kontrolliert. Ich versuchte größtenteils ohne Sauerstoff auszukommen.

    Aber es hat sich gelohnt im EBC angekommen haben wir erst einmal die höchste Monastry der Welt besucht und haben uns dann vollkommen den unglaublich mächtigen Ausblick zum Mount Everest hingegeben und hatten viel Spaß dabei.

    Übrigens der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt und gilt als einziger weiblicher Berg über den 8000ern :)
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  • Chongqing

    Dec 25–26, 2025 in China ⋅ ☁️ 12 °C

    Ich kam am späten Nachmittag in Chongqing an. Die Stadt ist besonders für ihre nächtlichen Ausblicke bekannt, deshalb machte ich mich nach dem Einchecken direkt auf den Weg in die Innenstadt. Schon in den ersten Stunden wurde deutlich, wie groß und komplex Chongqing ist.

    Chongqing ist flächenmäßig etwa so groß wie Österreich und ist mit über 30 Millionen Einwohnern ziemlich überwältigend. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Jangtsekiang und Jialing-Fluss und ist geprägt von Bergen, Höhenunterschieden und einer stark vertikalen Bauweise.

    Am Abend besuchte ich die Hongya Cave, einen der bekanntesten Orte der Stadt bei Nacht. Die beleuchteten Gebäude, die sich an den Hang schmiegen, boten einen eindrucksvollen ersten Eindruck. Danach ging es weiter zur Qiansimen Bridge, von der aus sich ein weiter Blick auf die Skyline eröffnete. Entlang der Jiangbei Road herrschte reger Betrieb, und der Night Market zeigte Chongqing als lebendige, laute und sehr urbane Metropole.

    Am nächsten Tag schlief ich zunächst aus :) Anschließend besuchte ich nach einem ausgiebigen Spaziergang und Frühstück durch Shibata (Altstadt) den Chaotianmen Place, wo die Flüsse zusammenlaufen und die Dimensionen der Stadt besonders sichtbar wird.

    Ein weiterer Stopp war die Liziba Station, bei der eine Metro durch ein Wohnhaus fährt – ein bekanntes Beispiel für die ungewöhnliche und funktionale Stadtplanung Chongqings. Danach ging es zum Testbed (Kunstareal) und dann weiter mit vielen Treppen in den Eling Park, von dem aus sich bei einem Spaziergang ein weiter Blick über die Stadt bot.

    Besonders eindrucksvoll war der Kuixing Tower: Ein Ort, an dem man sich plötzlich im 22. Stock befindet, obwohl man scheinbar ebenerdig unterwegs ist. Diese Verschiebung von Ebenen ist typisch für Chongqing.

    Ergänzt wurde der Tag durch einen Besuch von Raffles City sowie den besonders schönen Luong-Tempel in der Stadt.

    Anschließend machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof, um zu meinem nächsten Reiseziel weiterzufahren.
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  • Nationalpark Zhangjiajie

    December 29, 2025 in China ⋅ ☁️ 9 °C

    Ich hatte mir für den Nationalpark eine 2-Tagestour organisiert- da es durch die sprachlichen Barrieren und vielen Areale recht kompliziert sein kann, soviel wie möglich zu sehen. Das Wetter war an beiden Tagen traumhaft schön und wir waren eine bunt gemischte Truppe was die Ausflüge sehr amüsant machten. Am ersten Tag besuchten wir die bekannte Glasbrücke. Die Konstruktion spannt sich über eine tiefe Schlucht und ermöglicht einen direkten Blick nach unten, hier kann man auf allen möglichen Arten den Weg nach unten begehen (Bungee Jump, Ziplin, laufen, Fahrstuhl) und dort hatten wir noch eine kurze Bootsfahrt.
    Anschließend ging es mit den Bus weiter zum Tianmen Mountain. Besonders prägend war der Zugang zur großen Höhle hier gingen wir die berühmten 999 Stufen. Der Aufstieg gilt als glücksbringend, wenn man die Stufen vollständig begeht. Die Kombination aus Höhe, Bewegung und Landschaft machte diesen Abschnitt körperlich fordernd, aber sehr eindrucksvoll. Weiter nach oben gingen dann nur noch sehr sehr sehr viele Rolltreppen (ich glaube es waren insgesamt 13 Stück :))

    Der zweite Tag war dem Zhangjiajie Nationalpark gewidmet. Die markanten Felsformationen, die als Avatar Mountains bekannt sind, prägen das Landschaftsbild. Die senkrecht aufragenden Sandsteinsäulen wirken besonders aus der Distanz beeindruckend und erklären, warum diese Region als Inspiration für den Film Avatar diente. Der Nationalpark ist sehr groß und somit war es eine Mischung aus wandern und der Fahrt mit ShuttleBussen, um weitere Bereiche der Tianmen Mountains, die sich durch weite Ausblicke, bewaldete Flächen und große Höhenunterschiede auszeichnen zu besuchen. Der Nationalpark vermittelte ein starkes Gefühl von Weite und Natur und bildete einen deutlichen Kontrast zu den Großstädten. Besonders witzig, aber auch mit Abstand zu genießen :/, waren die Affen - die wild auf Essen sind.
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  • Shanghai

    December 29, 2025 in China ⋅ ☁️ 10 °C

    Shanghai bildete den Abschluss meiner Reise durch China. Die Stadt wirkt international, schnell und sehr modern. Hochhäuser, breite Straßen und eine dichte Infrastruktur mit vielen Cafés & Restaurants prägen das Stadtbild und vermitteln das Gefühl einer globalen Metropole.

    Ich besuchte den Jin-Mao-Tower und hatte von dort einen weiten Blick über die Stadt. Die Dimensionen Shanghais werden aus der Höhe besonders deutlich und unterstreichen den Charakter der Stadt als wirtschaftliches und architektonisches Zentrum.

    Ein Spaziergang führte mich zum North Bund, von wo aus sich ein ruhigerer, aber dennoch eindrucksvoller Blick auf die Skyline von Pudong bot. Entlang des Bund selbst zeigte sich die historische Seite der Stadt mit kolonial geprägten Gebäuden, während gegenüber die modernen Wolkenkratzer dominieren.

    Den Jahreswechsel lies ich tagsüber im Longshuan Tempel und mit einen gemütlichen Spaziergang durch die französische Konzession ausklingen und feierte abends in einer Rooftop-Bar am Bund mit einer Truppe Mädels. Der Blick auf die beleuchtete Skyline bei Nacht machte den Abend zu einem besonderen Abschluss des Jahres und passte gut zu Shanghais urbanem Charakter.

    Zum Abschluss meines Aufenthalts an meinen Geburtstag besuchte ich die Wasserstadt Zhujiajiao. Kanäle, Brücken und traditionelle Häuser boten einen deutlichen Kontrast zur Großstadt. Der Ausflug wirkte entschleunigend und bildete einen ruhigen Gegenpol zum schnellen Tempo Shanghais.

    Shanghai zeigte mir eine weitere Facette Chinas: modern, global und stark auf Zukunft ausgerichtet, zugleich aber mit sichtbaren historischen und kulturellen Ebenen.
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  • Sokcho- zwischen Ankommen und Aufbrechen

    January 8 in South Korea ⋅ ☀️ 0 °C

    Ich kam am Nachmittag in Sokcho an. Das Licht war bereits weicher, das Meer ruhiger, als hätte die Stadt beschlossen, mich nicht zu überfordern 😅 Nach den letzten Stationen meiner Reise fühlte sich Sokcho wie ein Übergang an – kein Ziel, sondern ein Ort zum Einpendeln.

    Mein erster Weg führte mich in die Stadt und zum Fischmarkt. Zwischen den Ständen lagen Berge aus Eis, Fische mit schimmernden Schuppen, Körbe voller Muscheln und Algen und überall Behälter voller Krebse (aktuell ist die Saison). Es roch intensiv nach Meer, nach Arbeit, nach Alltag. Die Verkäufer:innen riefen, lachten, verhandelten – ein lebendiger Kontrast zur stillen Weite des Ozeans nur wenige Schritte entfernt. Ich aß was mir in den Sinn kam, Frisches, direkt vor Ort und natürlich ein kleines Dessert zum Abschluss. Nichts Besonderes, aber genau richtig.

    Am nächsten Morgen zog es mich dann mit einer Busfahrt in den Seoraksan-Nationalpark. Mit jedem Schritt weg wurde die Luft klarer, die Geräusche leiser. Der Weg führte durch Wald, über Steine, vorbei an gefrorenen Wasserläufen. Die Berge wirkten präsent, aber nicht fordernd.

    Beim Wandern wurde mein Kopf leerer. Gedanken lösten sich, ohne sie bewusst loszulassen. Es war dieses einfache Gehen, Schritt für Schritt, das Ordnung schuf. Oben angekommen, mit Blick in die Landschaft, stellte sich kein großes Gefühl ein – nur Ruhe und das reichte vollkommen aus.

    Sokcho war für mich ein Ort des sanften Übergangs. Erst Ankommen, dann Aufbrechen. Meer und Berge, Bewegung und Stillstand. Ein Ort, der nichts festhält, sondern weiterträgt.
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  • Andong- Masken, Fluss & Geschichte

    January 9 in South Korea ⋅ ☀️ 5 °C

    Nach einer langen Reise mit den Bus von Sokcho bin ich in Andong angekommen.

    Es gab viele Häuser im traditionellen Hanok-Stil. Ich machte erstmal einen ausgiebigen Erkundungsgang durch ein sehr buntes Viertel mit viel Streetart, der Einkaufsstraße und ein Spazierweg entlang des Flusses zu einer wohl bekannten Brücke (die nachts wunderschön beleuchtet war). Andong ist in Korea für die traditionellen Masken bekannt. Jedes Jahr findet hier auch ein großes sehr bekanntes Maskenfestival statt- ich war an den Festplatz und schaute mir die Statuen mit den Masken an um einen Eindruck zu bekommen, wie es wohl in Andong zugeht beim Maskenfestival, wenn alles voller Menschen ist.

    Zum Abend hin probierte ich noch das Andong Jjimdak – warm, kräftig, sättigend und sehr sehr viel 😅 Ein bodenständiges Essen, das gut zu diesem Ort passte. Kein Schnickschnack, nur Geschmack und Substanz.

    Nach Andong mit nur einem Tag Erkundungstour kann ich das Fazit fassen- kein Ort der großen Highlights, sondern einer der leisen Eindrücke. Einer, der nicht beeindrucken wollte, sondern einfach da war :)
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  • Gyeongju- Ein Einblick in die Geschichte

    January 12 in South Korea ⋅ ☀️ 4 °C

    Gyeongju ist geprägt von seiner Rolle als ehemalige Hauptstadt des Silla-Reiches. Historische Stätten sind im gesamten Stadtgebiet verteilt und wirken selbstverständlich in den Alltag integriert.

    Am ersten Tag erkundete ich das Stadtgebiet. Ich besuchte die großen Grabhügel im Tumuli-Park, die weitläufig angelegt sind und einen guten Überblick über die Bedeutung der Stadt in der Vergangenheit geben. In der Nähe liegt das Cheomseongdae-Observatorium, eines der ältesten astronomischen Bauwerke Ostasiens, das sich gut in einen kurzen Spaziergang integrieren lässt.

    Am Abend ging ich zum Donggung-Palast mit dem Wolji-Teich. Die Anlage ist abends beleuchtet, und die Spiegelungen der Gebäude im Wasser prägen das Bild des Ortes. Der Rundgang ist übersichtlich und bildet einen ruhigen Abschluss des Tages. Die Stadt fühlt sich wie ein großes Freilichtmuseum an.

    Am nächsten Tag fuhr ich aus der Stadt heraus zum Bulguksa-Tempel. Die Anlage ist klar strukturiert und gut erhalten. Die Steinpagoden und Terrassen geben einen guten Eindruck buddhistischer Architektur aus der Silla-Zeit. Anschließend besuchte ich verbunden mit einer kleinen Wanderung durch den Wald die Seokguram-Grotte, die sich oberhalb des Tempels in den Bergen befindet.

    Gyeongju lässt sich gut in zwei Tagen erschließen. Die Kombination aus Stadtbesichtigungen und Ausflügen zu den Tempelanlagen bietet einen ausgewogenen Einblick in Geschichte und Landschaft der Region.
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  • Hwacheon Sancheoneo Ice Festival

    January 16 in South Korea ⋅ ⛅ -2 °C

    Es gibt einige Winterfestivals in Südkorea und deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich bemerkte das eins der bekanntesten genau in meiner Reisezeit stattfindet.

    Das Hwacheon Sancheoneo Ice Festival findet jährlich im Winter in Hwacheon (2 Stunden von Seoul entfernt) statt und nutzt den zugefrorenen Fluss als Veranstaltungsfläche. Beim Besuch herrschten winterliche Bedingungen, die Temperaturen waren jedoch für die Zeit gar nicht so kalt, wie ich es erwartet habe. .

    Wir starteten mit den ICE-Tube-Fahren, bei dem wir auf aufblasbaren Reifen eine vereiste Rutschbahn hinunterfuhren..

    Das Eisangeln stellt einen zentralen Bestandteil des Festivals (sancheoneo=Forelle) dar. Auf dem gefrorenen Fluss sind zahlreiche Angelstellen (Löcher) eingerichtet, die Angel haben wir vor Ort bekommen und tatsächlich habe ich einen Fisch gefangen (hätte ihn am liebsten aber gleich wieder reingeworfen 🙈).. Die gefangenen Forellen werden dann direkt auf dem Festivalgelände frisch zubereitet und verzehrt.

    Es gab eine Vielzahl weiterer Aktivitäten, wie Eisminigolf, Eisfussball, eine Art Eishockey, Schlittschuhlaufen. Schlittfahren etc.
    Außerdem gab es Unterhaltung durch Bands und südkoreanischen Tanzeinlagen, etwas ganz besondere war noch der Wettbewerb zum Hand - Fischfangen (viele Koreaner in einen Becken, die versuchen mit den Händen Fische zu fangen😅)

    Danach waren wir noch in der wohl größten Eisskulpturenhalle der Welt- sehr kalt und sehr beeindruckend 🙂
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  • Flores

    January 20 in Indonesia ⋅ 🌧 27 °C

    Meine Reise nach Flores führte mich von Seoul über Bali weiter auf die Insel Flores. Der Hauptgrund für den Aufenthalt war eine geplante mehrtägige Bootstour durch den Komodo-Nationalpark, auf die ich mich sehr gefreut hatte.

    Aufgrund der aktuellen Wetterlage und eines zuvor geschehenen Unfalls hatte die Regierung jedoch bereits seit mehreren Tagen alle Ausflugsboote in den Nationalpark aus Sicherheitsgründen gestoppt. Leider waren auch andere Aktivitäten vor Ort wetterbedingt nur eingeschränkt möglich, sodass sich schnell zeigte, dass sich die ursprünglichen Pläne nicht umsetzen ließen.

    Die Zeit auf Flores verlief daher ruhiger als erwartet. Ich verbrachte viel Zeit im Hostel, tauschte mich mit anderen Reisenden aus und passte mich dem langsamen Rhythmus der Tage an. Auch wenn eine gewisse Enttäuschung blieb, hatte diese ungeplante Pause ihren eigenen Charakter.

    Da sich an der Situation nichts änderte, entschied ich mich schließlich für eine frühere Rückreise nach Bali. Flores verbinde ich rückblickend weniger mit Erlebnissen als mit der Erfahrung, Reisepläne loszulassen und anzunehmen, was die Umstände zulassen – und mit dem Gedanken, eines Tages für den Komodo-Nationalpark zurückzukehren.
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  • Sidemen

    January 24 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    In Sidemen habe ich mir einen Roller ausgeliehen und bin einfach losgefahren – diese Art von Freiheit, die sich sofort richtig anfühlt. Mein erster Stopp war der Tempel (Pura Bekasih). Dieser ist der Älteste in Bali und wird auch als Muttertempel bezeichnet.

    Danach ging es gemütlich weiter zum Gemblenk- Wasserfall mit den ein oder anderen Zwischenstopp. Allein der Weg dorthin war schon ein Erlebnis: sattes Grün, tropische Geräusche, diese feuchte, lebendige Luft. Ich kam relativ spät am Wasserfall an und war ganz allein dort. Der Wasserfall war wunderschön und bot die Möglichkeit sich in den natürlichen Pools abzukühlen. Später bin ich auf den Weg zurück durch die Reisfelder gefahren. Dieses sanfte Grün, die Weite, das langsame Leben – Sidemen fühlt sich wunderbar an.

    Am nächsten Morgen habe ich noch einen Spaziergang durch die Reisfelder gemacht und bei meinen eigenen silbernen Ring gefertigt. Etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, so konzentriert und ruhig, hatte etwas sehr Meditatives, außerdem war es sehr spannend 🙂

    Dann hieß es Abschied nehmen von Sidemen. Es ging weiter nach Uluwatu. In den nächsten Tagen beginnt dort meine Yogatrainer-Ausbildung.🌿🧘‍♀️
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  • Yin Yoga Ausbildung in Uluwatu

    Jan 25–30 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    Die fünftägige Yin-Yoga-Ausbildung bei Salty Prana in Uluwatu war ein bewusster und strukturierter Abschnitt der Reise. Nach vielen Eindrücken auf der Reise fand ich hier einen Ort für Entschleunigung und Konzentration.

    Salty Prana zeichnet sich durch eine ruhige, klare Atmosphäre aus, die das Lernen unterstützte. Die Ausbildung bestand aus täglichen Yin-Yoga-Einheiten sowie theoretischen Inhalten zu funktionaler Anatomie, Faszien, Meridianlehre und der Wirkung der einzelnen Asanas. Die langen Haltezeiten der Positionen machten deutlich, wie stark Yin Yoga auf das Nervensystem wirkt und wie sehr diese Praxis auf Wahrnehmung und Geduld ausgerichtet ist.

    Die Gruppe war divers und wir hatten stets einen interkulturellen, offenen Austausch miteinander. Die Ausbildung endete mit einer Prüfung und einer sehr schönen Abschlusszeremonie.
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  • Java (Jakarta & Yogyakarta)

    Jan 31–Feb 6 in Indonesia ⋅ ☁️ 15 °C

    Nun ging es weiter nach Java - diese Insel bereise ich nicht allein denn ich bekam Besuch von Mario.

    Die Stadt Jakarta wirkte groß, laut und sehr belebt. Verkehr, Menschenmengen und ein hohes Tempo prägten die Stadt. Jakarta zeigte sich als Metropole, in der viele Lebensrealitäten gleichzeitig leben. Für und stand hier vor allem das Ankommen in Java im Vordergrund, als wir durch die Altstadt von Jakarta schlenderten hielten uns viele Schüler an und wollten uns befragen und Bilder mit uns machen- das war im ersten Moment seltsam. Wir ließen den Tag ausklingen mit einen besonderen Essen - den Le Petit Chef- den kleinsten Küchenchef der Welt. Dies war ein kleines Eventessen- jeder Gang war aus einen anderen Land und wurde durch kleine Animationen auf den Teller vorgestellt. Das war sehr lecker :) Danach ging es mit den Nachtzug nach Yogyakarta. Wir kamen früh um 05:00 Uhr bei Regen in Yogyakarta an und frühstückten erstmal.

    Die Stadt wirkte überschaubarer, kulturell geprägt und deutlich ruhiger. Yogyakarta gilt als kulturelles Zentrum Javas, was sich im Stadtbild, im Umgang der Menschen und im Alltag widerspiegelte. Von Yogyakarta aus besuchten wir bedeutende historische Stätten wie Borobudur und Prambanan, die einen tiefen Einblick in die religiöse und kulturelle Geschichte der Region boten, zudem fuhren wir zum Aktivisten Vulkan auf der Welt, den Merapi (den wir aufgrund des Wetters nur kurz sahen. Ausserdem trafen wir noch Eileen, eine Bekannte aus München, die uns ab und an begleitete 🙂 Danke dafür 🙏🏻

    Auch das Stadtleben in Yogyakarta selbst war geprägt von Kunsthandwerk, kleinen Cafés und einer spürbaren Verbundenheit mit Tradition. Leider war ich ein Tag krank, sodass ich nur einen Bruchteil von Yogyakarta entdecken konnte.

    Der Wechsel von Jakarta nach Yogyakarta machte die Vielfalt Indonesiens jedoch für uns nochmal deutlich: zwischen urbaner Dichte und kultureller Tiefe, zwischen Geschwindigkeit und Ruhe. Yogyakarta bot einen ausgewogenen Einstieg in das Land und ergänzte meine Reise um eine weitere, deutlich andere Perspektive.
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  • Vulkantour (Bromo & Ijen)

    Feb 5–8 in Indonesia ⋅ 🌧 17 °C

    Nun reisten wir wieder mit den Zug weiter nach Malang von hier aus startete unsere Vulkantour.

    Malang fühlt sich an wie ein sanfter Auftakt.
    Blaue Häuser, bunte Fassaden, kleine Gassen, Dazwischen die Altstadt mit ihren alten Kolonialgebäuden, breiten Straßen und großen Bäumen – fast schon europäisch.

    Wir gehen langsam, beobachten, nehmen wahr. Malang ist kein Ort, der sich aufdrängt. Er wirkt geerdet. Vielleicht genau deshalb passt er so gut vor das, was kommt: zwei Nächte, zwei Vulkane, zwei Aufbrüche im Dunkeln.

    Die Tour startet zum Mount Bromo um Mitternacht.
    Der Wecker reißt uns aus dem Schlaf, der Jeep aus der Komfortzone. Dunkelheit, Kälte, Erwartung.

    Als erstes sind wir zu einen Aussichtspunkt zum Sonnenaufgang gefahren, von hier aus war es noch ca. eine Stunde Aufstieg: und wir sahen nichts als Wolken. Kein Horizont, keine Farben, nur ein dichtes Grau. Wir warteten. Stunde um Stunde in der Kälte 🥶, die Stimmung schwankt zwischen Hoffnung und Resignation. Es klarte schlussendlich nur ein bisschen auf und dann fuhren wir weiter zum Krater des Mount Bromo. Wir gingen den Krater hinauf durch eine karge Landschaft und wieder nur Nebel 🙈 Gegen acht Uhr, passiert es leise. Die Wolken reißen auf. Erst zaghaft, dann großzügig. Plötzlich liegt die Landschaft da – die weite Ascheebene, der rauchende Krater, die scharf gezeichneten Konturen der Vulkane.
    Kein perfekter Postkartenmoment. Aber einer, der Geduld lehrt 🙃😀

    Weiter ging es nach einen Frühstück 6 Stunden mit einen sehr unbequemen Bus. Mitten in der Nacht starteten wir nun zum Mount Ijen- wieder Dunkelheit und Müdigkeit. Erstmal erhielten wir einen Kaffee 🙏🏻 und unsere Ausrüstung (eine Stirnlampe, eine Gasmaske, eine Schutzbrille für die Augen und ein Wasser) und los ging der 1,5 stündige Aufstieg zum Kraterrand. Oben angekommen ging es eine weitere Stunde hinab in den Krater durch beißende Gase. Menschen vor und hinter mir, Stirnlampen schneiden Lichtkegel in die Schwärze. Gasmaske auf, Schutzbrille über die Augen. Minenarbeiter kamen uns entgegen mit 100kg Schwefel auf den Rücken und ohne Schutzausrüstung (dies ist einer der gefährlichsten Jobs der Welt). Der Geruch von Schwefel ist allgegenwärtig. Es fühlt sich gefährlich an. Unten angekommen sahen wir den ätzenden Kratersee und das blaue Feuer 🔥. War es die Mühe wert?! Der Weg zurück nach oben kostet Kraft- nicht nur aufgrund der Dunkelheit und der Gase sondern hauptsächlich aufgrund der Menschen die uns entgegen kamen.

    Und dann – oben – beginnt der Himmel sich zu färben. Ein weiches Orange breitet sich aus. Der Blick vom Vulkan in den erwachenden Tag ist weit und klar. Als hätte die Nacht alles Überflüssige herausgefiltert. Der Ausblick auf die Landschaft und den Krater ist atemberaubend schön 🥰

    Zusammenfassend:

    Malang war Farbe.
    Bromo war Geduld.
    Ijen war Intensität.

    Zwei Nächte ohne viel Schlaf, zwei Aufstiege im Dunkeln – und immer wieder dieser Moment, in dem Licht alles verändert.

    Vielleicht sind genau das die schönsten Reisen: die, bei denen man erst durch Nebel und Gas gehen muss, um klar zu sehen. 🌋✨
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  • Lovina & Munduk

    Feb 8–11 in Indonesia ⋅ 🌧 25 °C

    Im Anschluss fahren wir mit der Fähre nach Bali und anschließend mit den Bus nach Lovina.
    Lovina empfängt uns leiser als andere Orte auf Bali.
    Das Meer liegt ruhig da, der Strand dunkel, fast unscheinbar. Alles wirkt entschleunigt.Heute stand nur noch ein ausgiebiges Abendessen auf dem Programm und dann fielen wir erschöpft ins Bett.

    Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Roller über die Berge Richtung Munduk. Die Straße windet sich durch Nebel, Regen prasselt auf Helm und Jacke. Wir hielten an Wasserfällen, unser Weg kreuzte die Twin Lakes, diese lagen mystisch unter tief hängenden Wolken, fast verborgen. Auf den Kaffeefarmen riecht es nach feuchter Erde, nach Pflanzen, nach frischem Regen. Alles ist satt, grün, lebendig und der Kaffee ist super lecker. Dann ging es weiter mit dem Roller zu den Holy Springs baden und im Anschluss wieder zurück nach Lovina.

    Am frühen Morgen buchten wir uns ein kleines Boot hinaus aufs Meer. Die Sonne kämpft sich langsam durch Wolken, und plötzlich sind sie da: Delfine. Sie tauchen auf, verschwinden wieder, bewegen sich spielerisch durch das Wasser. Kein Spektakel, eher ein stilles Staunen. Später schnorchelten wir noch eine Runde am Riff und fuhren weiter nach Munduk.

    Munduk ist noch ein Geheimtipp in Bali und eher noch wenig touristisch. Wir hatten ein Homestay direkt am Reisfeld. In Munduk angekommen starteten wir direkt los zur Dschungelwanderung von Wasserfall zu Wasserfall, vorbei an Kaffeefarmen und vielen für uns unbekannten Früchten. Die Dunkelheit brach schneller über uns hinein als gedacht und wieder mal half uns eine Indonesierin lebendig aus den Dschungel zu kommen. 😅 Die Gastfreundschaft ist einfach unglaublich in ganz Indonesien. ❤️

    Am nächsten Tag hatten wir noch etwas ganz besonderes vor, wir nahmen an einer balinesischen Reinigungszeremonie teil. Dies war wirklich unbeschreiblich schön und etwas ganz anderes. Diese Momenten werden wir für immer in Erinnerung behalten.
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  • Ubud- Regen, Räucherstäbchen & Kokosnuss

    February 11 in Indonesia ⋅ 🌧 29 °C

    Ubud fühlt sich an wie ein ständiges Dazwischen. Zwischen Spiritualität und Tourismus, zwischen Stille und Motorrollerlärm, zwischen Sonne und – natürlich - Regen.

    Wir schlenderten durch die Straßen, vorbei an kleinen Läden, Tempelchen, Räucherstäbchen, die vor Hauseingängen brennen. Und dann, wie inzwischen fast schon ritualisiert: ein plötzlicher Regenschauer. Menschen flüchten unter Vordächer, Verkäufer decken ihre Waren ab, und wir stehen einfach da und schauen zu und trinken ein kühles Getränk dabei. Der Regen gehört inzwischen dazu. Er überrascht nicht mehr – er begleitet

    🧘‍♀️ Stille im Yoga Barn

    Am Abend gingen wir ins Yoga Barn.
    Barfuß über Holzböden, gedämpftes Licht, leise Stimmen. Die Meditation beginnt ruhig, fast unspektakulär. Der Tag setzt sich langsam. Gedanken kommen, gehen. Der Regen trommelt irgendwo auf ein Dach. Für einen Moment fühlt sich alles sehr weit an – obwohl wir mitten in der Stadt sind.

    ✋ Ein Blick in die Hand

    Der Besuch bei einem Palmreader stand für mich auf dem Programm. Meine Hand liegt geöffnet vor ihm, Linien werden betrachtet, gedeutet. Worte über Wege, Entscheidungen, Potenziale.

    Ich weiß nicht, was ich glauben soll – aber ich höre aufmerksam zu. Vielleicht geht es weniger um Vorhersagen, mehr um Spiegel. Um das, was man selbst zwischen den Linien erkennen möchte.

    🎶 Kirtan und Kokosnuss

    Am Abend besuchte ich noch einen Kirtan- Abend. Gemeinsames Singen, wiederkehrende Melodien, Stimmen, die sich tragen. Es entsteht eine besondere Energie im Raum zwischen allen– verbindend, weich, fast zeitlos. Ich singe leise mit, lasse mich hineinziehen in diesen Rhythmus und dann endete der Tag auch schon.

    Am Morgen checkten wir aus unseren Homestay aus und besuchten noch einen kleinen Kokosnuss-Shop. Eine riesige, frische Kokosnuss in der Hand. Später Kokoseis – kühl, süß, tropisch- und weiter ging die Reise mit dem Auto und anschließend mit der Fähre nach Nusa Penida.

    Spirituelle Suche und cremiges Eis schließen sich offenbar nicht aus.

    Ubud war ein Ort der Gegensätze: laut und still, spirituell und geschäftig, regennass und warm.

    Zwischen Meditation, Gesang und Straßenleben entsteht kein großes Aha-Erlebnis – sondern eher ein sanftes Gefühl von Verbundenheit- Mit allem, was gerade da ist.
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  • Nusa Penida- Weite, Meer und Regen

    Feb 13–15 in Indonesia ⋅ 🌧 27 °C

    Nusa Penida fühlt sich rauer an als Bali. Weniger glatt, weniger angepasst. Die Straßen sind holprig, die Landschaft weit, die Küste dramatisch.

    Mit dem Roller fahren wir über die Insel, vorbei an Klippen, kleinen Dörfern und immer wieder an Punkten, an denen wir zum schauen einfach anhalten. Unser Ziel war der Diamond Beach, aber da es wieder stark regnete drehten wir um, da die Straßen und die Sicht nicht die beste war. Wir hielten an einer tollen Strandbar und kamen mit den holländischen Besitzer ins Gespräch. Er empfohl uns zum Schnorcheln zurück zu kommen, da wohl ein wunderschönes Korallenriff mit vielen Schildkröten davor im Meer lag. Da es spät war fuhren wir erstmal in unser zu Hause.

    Am nächsten Morgen ging es wieder auf eine Bootstour zum Schnorcheln. Unter der Wasseroberfläche eröffnet sich eine andere Welt: bunte Fische, lebendige Korallen – und dann noch die gigantischen Mantarochen. Groß, ruhig, majestätisch gleiten sie unter mir vorbei. Ich halte den Atem an.

    Später fuhren wir noch ein wenig mit den Roller durch die Gegend und abends nutzen wir die HappyHour der Strandbars 🍹🍸

    Am nächsten Morgen fuhren wir zum Strand der uns empfohlen wurde um Schildkröten 🐢 zu finden. Das Wasser ist klar, die Welt noch leise. Dann zieht plötzlich der Himmel zu. Regen setzt ein, stärker als erwartet. Die Oberfläche des Meeres verändert sich, Tropfen tanzen darauf. Wir brechen früher ab als geplant. Ein bisschen enttäuschend, da die Unterwasserwelt so wunderschön war und wir noch keine Schildis gefunden haben. Am Nachmittag setzten wir auch schon wieder mit den Schnellboot nach Bali über.

    Nusa Penida war Freiheit auf zwei Rädern, Tiefe unter Wasser und Ruhe am Meer.
    Mantarochen, Korallen, Regen – alles Teil derselben Geschichte.

    Vielleicht war es genau diese Mischung aus Weite und Unberechenbarkeit, die diesen Ort so ehrlich gemacht hat. 🌊✨ Ich werde auf jeden Fall wiederkommen 😀
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  • Sanur- die letzte Station in Indonesien

    Feb 14–15 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Sanur empfängt uns nach der turbulenten Bootsfahrt ruhig. Noch bevor sich Müdigkeit breitmacht, schwingen wir uns auf die Fahrräder und fahren am Strand entlang. Das Licht wird weicher, der Himmel färbt sich langsam warm. Boote liegen still im Wasser und es herrscht ein reges Treiben an der Promenade.

    Wir schlurfen unsere frischen Kokosnüssen am Strand und kaufen noch die letzten Souvenirs – kleine Erinnerungen zum Mitnehmen. Zum Abschluss gönnen wir uns dann noch eine balinesische Massage 💆‍♀️ Dann geht es nach einen kleinen Regenschauer und Dinner auch schon in unser Homestay.

    Am Morgen genießen wir noch eine Yogastunde in einer wunderschönen Shala am Strand und dann geht’s mit dem Taxi zum Flughafen. Mario fliegt zurück nach Hause. Ich fliege weiter – nach Malaysia.

    Sanur war kein Höhepunkt, sondern ein Ausklang.
    Bewegung am Strand. Kokosnussgeschmack. Abschied. Und dann: weitergehen. 🌏✨
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  • Penang- Mischung aus Stadt & Natur

    February 16 in Malaysia ⋅ 🌧 27 °C

    Penang hat mich ruhig-feierlich und zugleich lebendig empfangen. In Georgetown war aufgrund des chinesischen Neujahrs vieles geschlossen, und überall hingen rote Laternen und Dekorationen. Ab und zu war das Knallen von Feuerwerk zu hören – eher wie ein Hintergrundrauschen, das daran erinnerte, dass die Stadt im Feiertagsmodus war.

    Trotzdem hatte Georgetown einen ganz eigenen Charme. Die Altstadt mit ihren Gebäuden im Kolonialstil wirkte zeitlos: verblasste Farben, hohe Fenster, alte Fassaden mit Geschichte. Besonders gefallen hat mir die viele Streetart – kleine, liebevolle Kunstwerke an Mauern und Hausecken, die der Stadt Charakter geben. Auch kulinarisch war Penang ein Highlight: selbst an den Feiertagen habe ich richtig tolle Restaurants entdeckt.

    Später ging es weiter nach Beluk Bahang. Ein kleines Dorf bei Batu Ferringhi (einer bekannten Strandstadt in Penang). Das Guesthouse dort war etwas in die Jahre gekommen, aber genau das machte es gemütlich. Es war einer dieser Orte, an denen man schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch kommt – ganz ohne Mühe. Fahrräder standen zur Verfügung, alles war unkompliziert und entspannt.

    Von dort aus habe ich den Nationalpark Penang erkundet. Die Dschungelwanderung zur Turtle Beach war intensiv – feucht, grün, lebendig. Überall Geräusche, Bewegung, Natur pur. Anschließend die Bootsüberfahrt zum Monkey Beach, ein schöner Kontrast zum dichten Dschungel. Die Dschungelwanderung war voller Begegnungen: Affen am Wegesrand, Otter am Wasser, kleine Geckos – und sogar Warane, die doch sehr sehr groß waren und mir die ein oder andere respektvolle Begegnung verschaffte.

    Am Abend bin ich noch einmal nach Batu Ferringhi gefahren, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Meeresluft, ruhige Stimmung, ein sanfter Übergang vom Erleben zum Nachspüren. Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Georgetown. Dort bestieg ich den den Penang Hill mit einen traumhaften Ausblick und ein paar Schweißperlen 😅

    Penang fühlte sich an wie eine ausgewogene Mischung aus Stadt und Natur, Bewegung und Ruhe, Begegnungen und Rückzug. Kein Ort, der sich aufdrängt – sondern einer, der sich langsam entfaltet. 🌿
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