• Die Schattenseiten von Polis

    17. februar, Cypern ⋅ ⛅ 16 °C

    Polis
    Apartment

    Heute regnete es mehrmals kurz und heftig. Dazwischen schien die Sonne. Wir liefen mit Regenjacken im Rucksack los, hatten aber immer Glück uns unterstellen zu können.

    Der Campingplatz hier am Strand ist ein lost place, genau wie 2024. Immer noch steht bei Google Maps "temporär geschlossen". Und mehrere Schilder im Ort weisen auf den Campingplatz hin. Nur nicht, dass er verwaist ist. Bestimmt standen schon so einige Camper enttäuscht vor dem Sanitärgebäude, wo Randalierer sich zuschaffen machten.

    Wenn man von der Hauptstraße abbiegt, bietet sich manchmal ein unerwartetes Bild. Einmal standen wir vor einer eingezäunten Ausgrabungsstätte. Ein andermal vor einer Investruine. Das Gras wucherte, der Müll daneben leider auch. Genau wie hinter dem geschlossenen Supermarkt gegenüber. Wieso werden solche Orte zur Müllhalde? Nicht mal die Stadtverwaltung kümmert sich darum. Der Park in der Nähe des Rathauses war sauber. Doch von der Aussichtsplattform darf man nur zum Horizont schauen. Unten, auf einer kleiner Terasse am Hang, sammeln sich leere Flaschen und Büchsen.

    Wieder entdeckten wir heute witzige Figuren, die vermutlich zum Karneval aufgestellt wurden. Vorm Rathaus ein bunter Wagen mit Eisprinzessin-Motiven als Radkappen. Die kleinen Zypriotinnen werden aus dem Häuschen sein.

    Inzwischen blühen immer mehr Bäume. Auch nickender Sauerklee, dessen leuchtend gelbe Blüten sich bei Sonnenschein öffnen. Schon mal ästigen Affodil gesehen? Und Gespenst-Gelbdolde? Wächst hier alles. An einem Pfad zwischen Oliven- und blühenden Mandelbäumen. 2024 fand ich hier auch Mönchspfeffer, heute nicht. Und ganz erstaunlich: Es lag kein Müll herum.
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