• Ausgesetzt

    September 28 in Egypt ☀️ 32 °C

    Es geht los.

    Mitten in der Nacht werden wir aus unserem Taxi geworfen. Nicht an einem Hotel. Nicht an einer Rezeption. Nicht einmal an etwas, das man guten Gewissens als Straße bezeichnen könnte.

    Sondern mitten in der Wüste.

    Vor uns ein paar Strohhütten, hinter uns gewaltige dunkle Felsen und irgendwo dazwischen wir mit unserem Gepäck. Mohamed übergibt uns an Abdul – was offenbar bedeutet: Ab jetzt ist Abdul zuständig. Wofür genau, werden wir vermutlich noch herausfinden.

    Zum Glück ist Vollmond. Sein Licht ist so hell, dass die Wüste trotz der tiefen Nacht Konturen bekommt. Die Felsen hinter uns zeichnen sich schwarz gegen den Himmel ab, vor uns liegen Steine, Sand und das Rote Meer.

    Wobei das Rote Meer gerade weder rot noch überhaupt ein Meer ist. Es ist eine riesige schwarze Fläche, von der wir eigentlich nur wissen, dass sie da ist, weil wir sie hören können.

    Wellen rauschen irgendwo in der Dunkelheit an den Felsenstrand.

    Keine Straßenlaternen. Keine Häuser. Kein Verkehr. Kein Leuchtreklameschild. Eigentlich überhaupt nichts.

    Nur Felsen, Wüste, Meer, Mondlicht und ein paar Strohhütten im Nirgendwo.

    Und wir mittendrin.

    Perfekt. ❤️
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