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Ägypten

A 14-day adventure by Trümmertours. Read more
  • Trip start
    September 28, 2026

    Ausgesetzt

    September 28 in Egypt ☀️ 32 °C

    Es geht los.

    Mitten in der Nacht werden wir aus unserem Taxi geworfen. Nicht an einem Hotel. Nicht an einer Rezeption. Nicht einmal an etwas, das man guten Gewissens als Straße bezeichnen könnte.

    Sondern mitten in der Wüste.

    Vor uns ein paar Strohhütten, hinter uns gewaltige dunkle Felsen und irgendwo dazwischen wir mit unserem Gepäck. Mohamed übergibt uns an Abdul – was offenbar bedeutet: Ab jetzt ist Abdul zuständig. Wofür genau, werden wir vermutlich noch herausfinden.

    Zum Glück ist Vollmond. Sein Licht ist so hell, dass die Wüste trotz der tiefen Nacht Konturen bekommt. Die Felsen hinter uns zeichnen sich schwarz gegen den Himmel ab, vor uns liegen Steine, Sand und das Rote Meer.

    Wobei das Rote Meer gerade weder rot noch überhaupt ein Meer ist. Es ist eine riesige schwarze Fläche, von der wir eigentlich nur wissen, dass sie da ist, weil wir sie hören können.

    Wellen rauschen irgendwo in der Dunkelheit an den Felsenstrand.

    Keine Straßenlaternen. Keine Häuser. Kein Verkehr. Kein Leuchtreklameschild. Eigentlich überhaupt nichts.

    Nur Felsen, Wüste, Meer, Mondlicht und ein paar Strohhütten im Nirgendwo.

    Und wir mittendrin.

    Perfekt. ❤️
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  • Felsen. Meer. Matratze. Läuft.

    September 29 in Egypt ⛅ 34 °C

    Am nächsten Morgen sehen wir dann auch, wo wir eigentlich gelandet sind.

    RockSea ist ein kleines Hippie-Camp, das sich zwischen den kargen Bergen des Sinai und dem Roten Meer an die felsige Küste schmiegt. Alles ist trocken, hellbraun bis rostbraun und ein bisschen improvisiert. Vieles ist einfach, manches ziemlich zusammengebastelt. Es hat etwas angenehm Unfertiges.

    Statt akkurat aufgereihter Sonnenliegen und durchgekämmtem Sandstrand gibt es hier Felsen, Korallen, ein paar Hängematten und überall kleine Ecken mit Matratzen und Kissen, in denen Menschen liegen, lesen, Tee trinken oder mit großer Hingabe gar nichts tun.

    Die paar Hütten aus Bambus und Stroh dienen hauptsächlich zum Schlafen. Auch unsere ist sehr übersichtlich ausgestattet: eine Strohmatratze auf dem Boden, darüber ein Moskitonetz, ein Dach aus Palmblättern über dem Kopf – das Ganze auf ungefähr fünf Quadratmetern. Und das rote Meer mit hauseigenem Korallenriff praktisch vor der Tür.

    Der Strom kommt von der Sonne, nachts wird es dunkel – richtig dunkel – und spätestens nach ein paar Stunden stellt sich die Frage, warum man zu Hause eigentlich so viele Dinge besitzt.

    RockSea ist kein Ort, an dem man besonders viel macht.

    Man ist einfach da.

    Und das funktioniert erstaunlich gut.

    Und dann stellen wir fest: Wir sind offenbar die einzigen Nicht-Israelis im ganzen Camp.

    Damit sind wir nicht nur in der Wüste gelandet, sondern irgendwie auch versehentlich in Israel. Nur eben in Ägypten – und deutlich friedlicher.
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  • Karneval im Roten Meer

    September 30 in Egypt ☁️ 31 °C

    Nachdem ich zwei Tage mit völligem Nichtstun verbracht habe, muss ich immer wieder die gleichen nervigen Fragen von Kai beantworten:

    Nein, ich will nicht schnorcheln.
    Nein, ich will auch nicht mal kurz ins Wasser.
    Nein, ich muss mich nicht erfrischen.
    Mir ist nicht heiß.
    Und nein, mir ist auch nicht langweilig.

    Wie du siehst bin ich beschäftigt. Ich gammele. Und das mit wachsender Begeisterung..

    Kai hingegen hüpft gefühlt alle zwanzig Minuten ins Meer und kommt anschließend mit weit aufgerissenen Augen und zappelnden Gliedmaßen wieder heraus, um mir von Fischen, Korallen und irgendwelchen unglaublichen Dingen zu berichten, die ich UNBEDINGT sehen muss.

    Dann lässt er mich ungefähr zehn Minuten in Ruhe, bevor er wieder von vorne anfängt.

    Ein Eichhörnchen mit ADHS und Schnorchel.

    Irgendwann gibt mein Widerstand nach. Nicht etwa, weil mir langweilig wäre – hartes Rumgammeln ist schließlich auch nicht zu verachten –, sondern weil ich langsam einsehe, dass dieser Mann vermutlich niemals aufhören wird, mich zu fragen.

    Also Maske auf, Schnorchel rein und ab ins Wasser.

    Und dann passiert etwas ausgesprochen Ärgerliches:

    Kai hat recht.

    Keine paar Meter vom Ufer entfernt beginnt unter mir eine völlig andere Welt.

    Die Korallen bilden kleine Türme, Platten, Äste und zerklüftete Unterwasserlandschaften. Manche sehen aus wie riesige Pilze, andere wie versteinerte Gehirne. Dazwischen ziehen ganze Schwärme winziger silbrig-blau glänzender Fische vorbei. Sobald die Sonne auf ihre Körper fällt, blitzt der ganze Schwarm auf, dreht wie auf Kommando gleichzeitig ab und verschwindet wieder zwischen den Korallen.

    Überall wuselt es. Kleine knallblaue Fische, gelb-schwarz gestreifte, türkisfarbene, gepunktete und welche mit langen Flossen, die aussehen, als hätten sie sich für den heutigen Anlass ein bisschen schicker gemacht.

    Zwischen den Korallen entdecke ich einen Kugelfisch, der mit seinem leicht beleidigten Gesichtsausdruck durchs Wasser schwebt. Aus einer Felsspalte schaut eine Muräne heraus. Nur der Kopf ist zu sehen, das Maul immer wieder halb geöffnet. Sie sieht nicht so aus, als würde sie besonderen Wert auf Gesellschaft legen.

    Und je länger ich im Wasser bin, desto mehr sehe ich. Überall kleine Höhlen und Spalten. Fische verschwinden darin und tauchen irgendwo anders wieder auf. Ganze Schwärme ziehen unter mir hindurch, andere knabbern an den Korallen herum oder stehen fast bewegungslos im Wasser.

    Der Kontrast könnte kaum größer sein.

    Über Wasser besteht der Sinai hier hauptsächlich aus Braun, Beige, Felsen und noch mehr Felsen. Karg, trocken und auf erstaunlich wenige Farben reduziert.

    Und direkt darunter veranstaltet die Natur offenbar Karneval.

    Ich treibe an der Oberfläche, schaue nach unten, schwimme weiter und weiter und vergesse irgendwann sogar, dass ich eigentlich überhaupt nicht ins Wasser wollte.

    Schlimmer noch:

    Ich finde es großartig.

    Was natürlich keinesfalls bedeutet, dass Kai jetzt grundsätzlich recht hat.

    Nur dieses eine Mal.

    Vielleicht.
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  • Drei Tage Weltfrieden

    October 1 in Egypt ☀️ 31 °C

    Bei unserer Ankunft hatte ich noch die Hoffnung, dass es hier trotz der ungewöhnlichen Konstellation – wir als einzige Nicht-Israelis in einem Camp mitten im ägyptischen Sinai – einfach friedlich und unpolitisch bleiben würde.

    Und genau darauf hatte ich auch große Lust: Meer, Wüste, Nichtstun. Weltpolitik bitte draußen bleiben.

    Ich entwickelte deshalb eine ziemlich konsequente Vermeidungstechnik. Sobald ein Gespräch auch nur verdächtig in Richtung Politik abbog, versuchte ich, elegant die Ausfahrt zu nehmen. Thema wechseln, freundlich lächeln, irgendetwas über Fische sagen. Im Zweifel hätte ich vermutlich auch ausführlich über die Beschaffenheit von Sand gesprochen.

    Das funktionierte erstaunlich lange.

    Drei Tage, um genau zu sein.

    Dann setzte sich eine Israelin zu uns und eröffnete das Gespräch praktisch ohne Aufwärmphase mit der Feststellung, dass wir in Deutschland ein großes Problem mit „Muslims“ hätten.

    Aha.

    Kein „Woher kommt ihr?“, kein Wetter, keine Fische, nicht einmal Sand.

    Direkt rein in die Politik.

    Ich versuchte es noch relativ elegant und antwortete, dass ich unser Problem in Deutschland gerade eher woanders sehe: beim deutlichen Rechtsruck und bei zunehmendem Rechtsextremismus. Und dass aus meiner Sicht gerade muslimische Menschen diejenigen sind, die Diskriminierung erfahren.

    Ihre Antwort:

    „Wohl noch nicht genug.“

    Okay.

    Und da war es vorbei mit meiner inneren Wüstenruhe.

    Was da in mir losging, war weniger eine Welle als ein ausgewachsener innerer Tsunami. Ich merkte ziemlich schnell, dass ich diesem Gespräch nicht mehr ruhig würde folgen können. Bevor aus dem inneren Tsunami ein äußerer wurde, stand ich auf und verließ schlagartig das Gespräch und die Situation.

    Das war in diesem Moment die einzige Möglichkeit, einer Eskalation aus dem Weg zu gehen.

    Aufgewühlt war ich trotzdem noch viele Stunden. Vielleicht gerade deshalb, weil dieser Satz an einem Ort fiel, an dem ich so gar nicht damit gerechnet hatte: in dieser kleinen Hippie-Oase zwischen Wüste und Meer, in der Menschen barfuß auf Kissen sitzen, gemeinsam essen, ins Wasser springen und die Welt für ein paar Tage erstaunlich weit weg scheint.

    Und plötzlich sitzt rechtes Gedankengut mit am Tisch.

    Die Weltpolitik hatte unsere kleine Oase dann doch gefunden.
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  • RockSea Storytellers

    October 2 in Egypt ⛅ 29 °C

    Nach dem letzten Eintrag muss ich allerdings etwas geraderücken.

    Denn natürlich besteht RockSea nicht aus „den Israelis“ und schon gar nicht aus dieser einen Begegnung. Ganz im Gegenteil: Hier sind eine ganze Menge ausgesprochen nette Menschen, von denen wir einige inzwischen ziemlich intensiv kennenlernen durften.

    Was allerdings auch schwer zu vermeiden ist.

    RockSea ist so klein, kuschelig und familiär, dass Anonymität hier ungefähr so gut funktioniert wie Verstecken in der Wüste.

    Man sitzt zusammen beim Essen, beim Tee, auf Matratzen oder irgendwo zwischen Hütte, Felsen und Meer – und ehe man sich versieht, kennt man nicht nur den Namen seines Gegenübers, sondern auch die halbe Familiengeschichte.

    Smalltalk wird hier offenbar überschätzt.

    Da erzählt jemand von den Großeltern, die 1934 aus Deutschland nach Israel geflohen sind. Ein Pärchen erzählt von einer Reise in den Wakhan-Korridor in Afghanistan und davon, wie sie mit einer einpropellerigen Maschine der Armee als Touristen zum Ausgangspunkt ihrer Wanderung geflogen wurden und seitdem ihre erwachsenen Kinder nicht mehr mit ihnen reisen wollen. Ungefähr in dem Ton, in dem andere erzählen, dass sie am Wochenende einen Familienausflug in die Eifel gemacht haben.

    Und das Schöne ist: Hier darf jede Geschichte einfach für sich stehen. Niemand scheint vorher zu prüfen, ob sie gerade zur Stimmung passt. Es wird erzählt, was zum eigenen Leben gehört – lustig, absurd, traurig oder dramatisch. Eine schwere Geschichte macht die lustige davor nicht unwichtig, und nach einer traurigen darf trotzdem wieder gelacht werden. Niemand muss den perfekten Übergang finden. Man erzählt einfach drauflos.

    Und so sitzt hier auch ein palästinensischer Journalist, der als Volunteer mithilft. Dass ihm ein Bein fehlt, ist nicht zu übersehen. Irgendwann frage ich ihn im Gespräch, was passiert ist. Bei einem Bombenanschlag auf sein Auto in Gaza hat er sein Bein verloren.

    Auch das gehört zu den Geschichten dieses Ortes.

    Meine Lieblingsgeschichte aber erzählt Michael.

    Michael ist 74, Deutscher, ausgesprochen sympathisch und der Gründer von RockSea. Inzwischen hat seine Tochter Roxy den Laden übernommen. Er selbst ist nur noch etwa drei Monate im Jahr hier und hilft mit. Den Rest des Jahres lebt er mal in Spanien, mal in Deutschland.

    „Halbnomade“, nennt er sich selbst.

    Und Michael wird nicht müde, jedem Traveller die Geschichte von RockSea zu erzählen. Vor über 30 Jahren kam er mit seiner damals zehnjährigen Tochter hierher, verliebte sich in diesen wilden Flecken Erde – Wüste, Berge, Meer und sonst ziemlich wenig – und kaufte kurzerhand ein Stück Wüste direkt am Roten Meer.

    Damals war hier tatsächlich: nichts.

    Keine Camps, kaum Infrastruktur, nur die wilde Landschaft des Sinai und die Beduinen, die hier lebten. Und irgendwo mittendrin Michael mit seiner zehnjährigen Tochter und der Idee, genau hier etwas aufzubauen.

    Über 30 Jahre später sitzen nun Traveller aus aller Welt auf seinen Matratzen, trinken Tee, schnorcheln am Riff und erzählen sich ihre Lebensgeschichten.

    Michael selbst scheint das Abenteuer allerdings noch immer ein bisschen zu vermissen.

    RockSea sei ihm mittlerweile fast zu „geordnet“, sagt er.

    Was hier wohl los war, bevor es „geordnet“ wurde, lässt sich nur erahnen.
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  • Vom Nichtstun übermütig geworden

    October 4 in Egypt ☀️ 31 °C

    Und weiter geht’s mit dem süßen Nichtstun.

    Der Tagesablauf hat sich mittlerweile auf angenehme Weise eingependelt: äußerst leckeres Essen aus dem Nahen Osten – Hummus, Baba Ghanoush, Tahini, Salate, Reisgerichte, frisches Fladenbrot und allerlei Dinge, deren Namen ich längst wieder vergessen habe –, dazwischen quietschsüßer schwarzer Tee, Backgammon und Schnorcheln.

    Heute gibt es zur Abwechslung sogar einen Stachelrochen und einen Oktopus. Man wird ja langsam anspruchsvoll.

    Nicht, dass uns dieses Leben irgendwie zu dröge wäre. Ganz im Gegenteil.

    Trotzdem beschließen wir – auf dringendes Anraten von Michael –, uns ausnahmsweise einer Aktivität zu widmen. Direkt hinter dem Camp beginnt ein kleiner Canyon, den wir uns unbedingt anschauen sollen.

    Also Flipflops an und los.

    Nicht etwa aus besonderer Abenteuerlust oder weil wir überzeugte Minimalisten sind. Wir haben schlicht keine anderen Schuhe dabei.

    Kaum lassen wir RockSea hinter uns, verschluckt uns die Wüste. Der Weg führt über loses Geröll und hinein zwischen immer höher werdende Felswände. Braun, Ocker, Rostrot, Beige – teilweise laufen die Farben in Schichten und Streifen durch den Stein, als hätte jemand die Berge noch im flüssigen Zustand einmal grob durchgerührt.

    Je weiter wir hineingehen, desto enger wird es. Unter den Flipflops Geröll, über uns Fels und dazwischen wir.

    Und die Sonne.

    Vor allem die Sonne.

    Im Camp weht eigentlich fast immer ein angenehmer Wind vom Meer. Hier zwischen den Felswänden ist davon plötzlich nicht mehr viel übrig. Die Hitze steht im Canyon und die Steine scheinen beschlossen zu haben, sie sicherheitshalber auch noch von unten zurückzugeben.

    Nach ungefähr einer Stunde stellen wir fest, dass wir die landschaftliche Schönheit inzwischen ausreichend gewürdigt haben.

    Sehr schön hier.

    Wirklich.

    Reicht jetzt aber auch.

    Wir drehen um.

    Zurück im Camp warten Schatten, schwarzer Tee, Matratzen und das Meer. Unser Ausflug in die Welt der aktiven Urlaubsgestaltung ist damit fürs Erste erfolgreich abgeschlossen.

    Dummerweise reden wir am Abend noch einmal über den Canyon.

    Und stellen fest: Eigentlich hat er uns ziemlich angefixt.

    Wenn der kleine Canyon direkt hinter dem Camp schon so aussieht, wie sehen dann erst der White Canyon und der Coloured Canyon aus?

    Also sitzen wir am Abend mit einem Beduinenguide zusammen und besprechen den nächsten Tag. White Canyon, Coloured Canyon, Wüste – und wenn wir schon dabei sind, gleich mit Übernachtung irgendwo mittendrin.

    Eine ausgezeichnete Idee.

    Unsere Vorbereitung darauf ist ebenfalls beeindruckend:

    Keine Wanderschuhe.
    Kein Schlafsack.
    Kein Zelt.
    Eigentlich überhaupt keine Ausrüstung.

    Wir haben Flipflops.

    Der Beduinenguide scheint darin kein größeres Problem zu erkennen.

    Also beschließen wir, ebenfalls keines zu erkennen.

    Morgen geht es los.

    Zwei Tage Wüste.

    Null Ausrüstung.

    Kein Problem.
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  • Die Wüste kann warten, die Toilette nicht

    October 5 in Egypt ☀️ 30 °C

    Gestern noch: zwei Tage Wüste, White Canyon, Coloured Canyon, Übernachtung unter freiem Himmel.

    Heute: Magen-Darm.

    Kai hat es erwischt.

    Und ungefähr die Hälfte des Camps auch.

    Wir sind also weder im White Canyon noch im Coloured Canyon und übernachten vorerst auch nicht romantisch unter dem Sternenhimmel.

    Stattdessen spielt sich das eigentliche Abenteuer heute vor den Gemeinschaftstoiletten ab.

    Denn wenn sich ein ganzes Hippie-Camp ohnehin nur wenige Toiletten teilt und plötzlich die Hälfte der Bewohner Magen-Darm hat, entwickelt sich eine gewisse… Infrastrukturproblematik.

    Die Toiletten sind praktisch dauerbesetzt.

    Der Beduinenguide nimmt es gelassen. Die Wüste läuft schließlich nicht weg.

    Also verschieben wir.

    Kein Zelt.
    Kein Schlafsack.
    Keine Wanderschuhe.

    Und jetzt auch keinen belastbaren Verdauungstrakt.

    Inschallah.
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    Trip end
    October 11, 2026