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- Day 414
- Tuesday, October 7, 2025
- ☁️ 25 °C
- Altitude: 22 m
MozambiqueProvinz Gaza25°15’8” S 33°20’34” E
Grenzabenteuer in Mosambik
October 7 in Mozambique ⋅ ☁️ 25 °C
Es ist soweit – wir fahren nach Mosambik. Nach nun 4 Monaten Südafrika verlassen wir wieder die „westliche Welt“ und stürzen uns ins „raue Afrika“.
Zuerst läuft es an der Grenze alles geordnet: Südafrika stempelt uns aus, Papiere, Carnet – alles kein Problem. Dann die mosambikanische Seite – und sofort spüren wir: Hier beginnt eine andere Welt. Die Gebäude sind marode, der Putz blättert, alles wirkt improvisiert. Wir warten auf den Beamten, der sich um unsere Visa kümmert. Portugiesisch, ein bisschen Englisch, viel Lächeln. Zum Glück haben wir unser E-Visa schon vorbereitet. Trotzdem dauert es. Formulare, Kopien, umgerechnet 10 Euro pro Person – und alles wird per Hand eingetippt.
Die Atmosphäre ist freundlich-chaotisch. Eine Beamtin schaut nebenbei Kochvideos, andere diskutieren lautstark. Es ist Afrika in seiner ganzen Echtheit – langsam, herzlich, lebendig. Nach anderthalb Stunden ist alles geschafft. Nur Marie ist die Warterei zu lang, aber ein kleiner Moment bleibt uns in Erinnerung: Auf dem Tresen liegen Kondome zum Mitnehmen. Offenbar ist die Aufklärung hier noch nicht ganz selbstverständlich.
Dann rollen wir über die Grenze – Mosambik!
Und sofort springt uns der Kontrast ins Auge. Menschen leben in einfachen Hütten aus Lehm, Wellblech und Plastikplanen, Marktstände säumen die Straße, Ochsen- oder Esel-Karren gehören zum Alltag. Kinder winken uns zu. Es ist laut, bunt und arm – aber voller Leben.
Die Polizei ist überall. Meist freundlich, manchmal neugierig. Jens meint noch, hier gäbe es keine Radarkontrollen – keine zehn Minuten später werden wir geblitzt. 80 statt 60, mitten im Nichts. Eine Falle. Der Polizist lächelt, nennt umgerechnet 25 Euro. Jens verhandelt ruhig – am Ende zahlen wir umgerechnet 7 Euro. Alle sind zufrieden, wir lachen. Willkommen in Mosambik.
Am Nachmittag erreichen wir Bilene an der Küste zum Indischen Ozean. Der Weg dorthin führt über tiefen Sand, wie eine Düne. Unten finden wir einen traumhaften Wildstellplatz an der Lagune – direkt am Wasser, still, wunderschön. Hier verbringen wir eine ruhige Nacht.
Am nächsten Tag wollen wir noch weiter zu einem Campingplatz, doch ein Ast hängt zu tief – mit 3,30 Metern Höhe keine Chance. Zufällig entdecken wir daneben einen anderen Platz: kleine Beachbar mit Camping, Palmen, schönen Sandstrand – alles, was man sich wünschen kann.
Nur eins trübt die Idylle: Es gibt nur diesen einen Weg zurück, die steile Sandpiste hinauf. Schon beim Gedanken daran wird uns anders. Aber so ist Afrika – nichts läuft glatt, und genau das macht jedes Abenteuer unvergesslich.Read more
















Traveler😂So ist das Leben.😎😎
TravelerGuter Text und interessante Bilder. Danke!