• Schöne Strände in Mosambik

    Oct 11–14 in Mozambique ⋅ 🌬 25 °C

    Von Tofo aus fahren wir am späten Vormittag los. Die Sonne brennt schon kräftig, das Meer glitzert türkis neben uns. Wir wollen bis an die Spitze der Landzunge, wo das Meer auf die Lagune trifft. Eigentlich hatten wir dort einen schönen Wildcamp-Spot im Auge, doch der gefällt uns nicht – etwas lieblos, uneben, und Müll liegt herum. Also entscheiden wir spontan, den Campingplatz ein Stück weiter auszuprobieren.

    Der Platz liegt wirklich hübsch unter hohen Palmen, fast wie aus einem Reisekatalog. Ein kleiner Pool, ein paar Strohdächer, das Meer nicht weit – wir freuen uns erst. Doch beim Bezahlen kommt die Ernüchterung: Auf dem Schild stand ein anderer Preis, und als wir nachfragen, erklärt uns die Besitzerin, das sei in südafrikanischen Rand gerechnet, nicht in Metical. Damit ist der Preis fast doppelt so hoch. Wir sind enttäuscht, sagen ihr das auch, aber sie bleibt völlig unbeeindruckt – kein Entgegenkommen.

    Auch sonst ist manches seltsam. Zwei Affen sitzen in einem Käfig, was uns sofort stört. Der Pool ist trüb, wir gehen zwar kurz hinein, fühlen uns aber nicht wirklich wohl. Die Lage dagegen ist traumhaft – unter den Palmen, mit Blick aufs Meer, und am Abend grillen wir noch. Es wird trotzdem ein schöner Abend, aber wir bleiben nur eine Nacht.

    Am nächsten Morgen entdecken wir beim Spaziergang am Strand etwas, das uns fast den Atem raubt: Nur 200, 300 Meter weiter – ein Platz direkt am Wasser, mit Palmen ringsum und Blick über die ruhige Lagune. Einer dieser Orte, die man nie vergisst. Wir schauen uns an und wissen: Hier bleiben wir.

    Wir richten uns ein, holen die Stühle raus, und sofort breitet sich dieses Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit aus. Das Wasser ist spiegelglatt, die Sonne glitzert, und wir holen das SUP heraus. Auf der Lagune ist es still, nur das leise Plätschern des Paddels ist zu hören. Beim Zurückpaddeln entdecken wir sogar eine kleine Stelle zum Schnorcheln: Seegras, ein paar bunte Fische, ein schwarz-weiß gestreifter wie ein Zebrafisch – und etwas, das aussieht wie eine Wasserschlange.

    Am Nachmittag treffen wir Jérôme und Leslie – Franzosen, die ebenfalls mit ihrem Auto die Westküste runter gefahren sind. Wir verstehen uns sofort, tauschen Geschichten aus und stellen fest: Wahrscheinlich werden wir uns wiedersehen, beim Verschiffen von Mombasa nach Oman.

    Die Tage hier vergehen wie im Flug. Wir genießen die Sonne, den Wind, die Abende mit Grillen und Gesprächen. Einmal kommen Einheimische vorbei und bieten frischen Fisch an. Eigentlich sollten es vier Kilo sein – ein riesiger Fang! Aber als wir nachwiegen (zum Glück haben wir unsere Kofferwaage dabei), sind es nur zwei Kg. Wir lachen, zahlen natürlich nur für das, was es wirklich ist – und am Ende schmeckt der Fisch trotzdem köstlich.

    Es sind diese kleinen Momente, die diesen Ort besonders machen – die Wärme, das Licht, das Rauschen der Palmen. Vielleicht einer der schönsten Plätze, an denen wir in ganz Afrika gestanden haben. Und so bleiben wir – aus einer Nacht werden drei.
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