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- Day 428
- Tuesday, October 21, 2025
- ☁️ 20 °C
- Altitude: 976 m
MozambiqueEspungabera20°25’16” S 32°45’27” E
Mit „33 Grad Fieber“ nach Simbabwe
October 21 in Mozambique ⋅ ☁️ 20 °C
Wir sind wieder alleine unterwegs, nur wir drei – das vertraute Gefühl von Freiheit, aber auch von Ungewissheit. Der Weg führt uns nach Norden, Richtung Simbabwe. Die Straße ist eine Katastrophe: Schlaglöcher, so tief, dass man darin verschwinden könnte. Wir müssen konzentriert fahren, jeder Meter zählt.
Nach über fünf Stunden Ruckelpiste schaffen wir etwa drei Viertel der Strecke bis zur Grenze. Schließlich geht der Asphalt in eine Sand- und Schotterpiste über. Über unsere App finden wir einen Stellplatz mitten im Busch – einfach, ruhig, schön. Ein Abend nur für uns, müde, aber zufrieden.
Am nächsten Morgen: ein schneller Kaffee, etwas Obst, weiter geht’s. Gegen halb zwölf erreichen wir die kleine Grenzstation, fast verlassen. Eine Beamtin im Container stempelt freundlich aus, fragt scherzhaft nach einem kalten Getränk – wir lachen. Nach 15 Minuten sind wir ausgereist.
Auf der anderen Seite beginnt Simbabwe. Kein Mensch weit und breit, ein paar müde Beamte, die gerade aus dem Mittagsschlaf zu kommen scheinen. Formulare, Fingerabdrücke, Fotos, Stempel – alles dauert. Dann die Rechnung: 90 US-Dollar Visa, 30 fürs Auto, 10 Straßenmaut, 10 Versicherung – 140 Dollar insgesamt.
Langsam, aber herzlich läuft alles ab. Dann dieser Moment: Regina hat noch 1,20 Euro in Metical übrig. Eigentlich wollte sie Marie Bananen kaufen, doch am Grenzposten gibt’s keine. Sie tauscht das Restgeld gegen zwei Wasserflaschen – und draußen steht plötzlich eine Frau mit einer Schüssel Bananen. Mit Hilfe eines lachenden Beamten handeln wir: zwölf Bananen für 20 Metical, etwa 30 Cent. Marie ist überglücklich.
Noch kurz Fieber messen (angeblich 33,2 °C – „wegen der Außentemperatur“, meint der Beamte), ein paar Witze, eine Einladung zum Mittagessen – wir winken dankend ab und rollen weiter.
Kaum unterwegs, erwartet uns gleich wieder Matsch und Piste. Wir fragen uns, wofür wir eigentlich Straßengebühren gezahlt haben. Doch die Landschaft ist traumhaft – grün, feucht, fast dschungelartig. In den höheren Lagen ist es angenehm kühl.
Später erreichen wir endlich die Hauptstraße – brüchig, schmal, aber immerhin Asphalt. Überall winken uns Kinder zu, Menschen lachen, rufen „Welcome!“ – und plötzlich ist die Mühe vergessen.
Am Nachmittag finden wir über die App einen Wildcampingplatz, kochen, machen Feuer. Unser erster Tag in Simbabwe endet unter klarem Sternenhimmel. Tagsüber heiß, abends kühl – und wir sind erschöpft, aber glücklich. Ein neuer Abschnitt unserer Reise beginnt.Read more















TravelerSchön geschrieben. Liebe Grüße aus Berlin. Aber warum soll n die Straßen besser sein als bei uns. Grins.
TravelerSeit wir hier Auto fahren, wissen wir erst wie gut die Staßen bei uns zu Hause sind. Bisher haben uns die ganzen Baustellen genervt. Zukünftig werden wir uns eher darüber freuen, da wir nun erfahren haben wie es sich anfühlt, wenn die Straßen nicht repariert werden. LG