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- Day 432
- Saturday, October 25, 2025 at 2:59 PM
- ☁️ 33 °C
- Altitude: 1,010 m
ZimbabweHwange18°52’24” S 27°8’17” E
Hwange - Löwen hautnah
October 25 in Zimbabwe ⋅ ☁️ 33 °C
Die Zufahrtsstraße zum Hwange Nationalpark ist gut, aber im Park selbst hören die Asphaltstraßen auf – nur noch Sand und Waschbrettpiste. Zum Glück ist der Eintritt günstig: Zwei Tage inklusive Camping für 60 US-Dollar.
Kaum sind wir drin, sehen wir die ersten Tiere – Giraffen, Zebras, Gnus, Elefanten, Antilopen. Und dann der Höhepunkt: Löwen! Vier Löwinnen liegen im Busch. Eine kommt heraus, läuft direkt vor unserem Auto entlang und legt sich nur wenige Meter vor uns in den Schatten eines Baumes. Majestätisch, ruhig, vollkommen selbstbewusst. Wir halten den Atem an. Was für ein Moment!
Nach einiger Zeit steht die Löwin auf, streckt sich und zieht langsam weiter in den Busch, wo wir mit dem Auto nicht folgen können. Also fahren wir selbst weiter, setzen unsere Safari fort und sehen noch viele andere Tiere. Doch je weiter wir kommen, desto sandiger wird die Piste, und bald begegnen wir kaum noch Tieren. Die meisten halten sich wohl in der Nähe des Wassers auf, denn es hat Monate lang nicht geregnet. Wir machen eine kleine Pause und kehren dann um.
Später am Nachmittag kehren wir an denselben Platz zurück. Wir halten im Schatten und beobachten den Busch indem die Löwinnen liegen. Plötzlich entdecken wir rechts eine Löwin, die genau auf uns zukommt. Sie legt sich nur zwei Meter vor unserem Auto. Sie putzt sich, blickt zu uns herüber, völlig ungestört. Auch Marie ist fasziniert. Diese Nähe, diese Kraft – Wahnsinn! Dann steht sie auf und läuft zu den anderen Löwinnen in den Busch.
Wir müssen noch 120 Kilometer bis zum Sinamatella Camp fahren – mitten im Park. Die Straße? Wieder katastrophal. Schlechte Waschbrettpiste, Sand, Schlaglöcher. Wir fahren im Dunkeln, müssen ständig bremsen, weil Elefanten auf der Straße stehen. Flussbetten, in denen man fast stecken bleibt. Es ist zäh, wirklich zäh. Es dämmert schon, dann ist es plötzlich stockdunkel. Wir müssen noch 1,5 Std. fahren und höllisch aufpassen, denn die Tiere sehen wir erst spät in unserem Scheinwerferlicht. Als wir endlich am Camp ankommen, ist es 20 Uhr. Wir sind völlig fertig. Eigentlich darf man nach Einbruch der Dunkelheit gar nicht mehr im Park fahren. Wir befürchten schon, dass wir nicht mehr reingelassen werden. Doch der Security Guard winkt uns freundlich durch. In der Dunkelheit finden wir den richtigen Platz nicht – also stellen wir uns einfach irgendwo hin. Hauptsache angekommen. Es ist immer noch heiß, die Luft steht, und wir fallen todmüde ins Bett.
Am nächsten Morgen merken wir gleich: Wir stehen gar nicht auf dem richtigen Campingplatz! Der eigentliche Platz ist nur wenige Meter weiter – mit wunderschönem Blick über den Hwange Nationalpark. Wir fahren rüber und treffen ein schweizer Pärchen, das ebenfalls unterwegs ist. Sie erzählen, dass sie am Tag zuvor auch Löwen gesehen haben und geben uns den ungefähren Punkt. Da wir ohnehin in diese Richtung fahren wollen, machen wir uns am Vormittag auf den Weg dorthin.
Die holprige Strecke dauert fast zwei Stunden. Am Ort angekommen, entdecken wir schließlich sechs Löwinnen mit drei Jungen. Sie ruhen im Schatten, unter einem kahlen Baum auf dem jede Menge Geyer sitzen, dösen, putzen sich und gelegentlich tapsen die Jungtiere zur Mutter oder Tante – ein friedlicher, faszinierender Anblick.
Plötzlich ruft Regina: „Da hinten ist ein Männchen! Es läuft zum Wasserloch“ Vorsichtig fahren wir zum Wasserloch und sehen zwei prächtige männliche Löwen trinken. Ein unglaublicher Moment! Marie verschläft das Ganze, Jens schaut durchs Fernglas und Regina schaut von einem Ausguck aus und fotografiert die beiden. Kurz darauf ziehen die Löwen wieder ab und legen sich in der Ferne in den Schatten. Da wir sie dort nicht beobachten können, kehren wir noch einmal zu den Löwinnen zurück; eine liegt jetzt direkt hinter unserem Auto im Schatten – völlig unbeeindruckt von uns.
Nachdem wir die Löwen ausgiebig beobachtet haben, fahren wir Richtung Ausgang des Parks. Außerhalb des Parks finden wir einen Wildcampspot unter einem großen Baum, neben einigen großen Elefantenknochen. Der Hwange Nationalpark ist nicht eingezäunt – die Tiere werden nur durch die Wasserlöcher im Park gehalten, die sie zum Trinken aufsuchen. Deshalb muss man auch außerhalb vorsichtig sein. Beim Kochen tauchen dann fünfzehn Giraffen auf, bleiben lange stehen und beobachten uns neugierig. Ihre Gelassenheit und Neugier faszinieren uns, bevor sie schließlich weiterziehen. Es ist ein friedliches, beeindruckendes Erlebnis, das den Tag perfekt abrundet.
Am Abend schlafen wir zufrieden ein, nur Regina ist etwas unruhig – man weiß ja nie, wer in der Nacht vorbeischaut. Doch die Nacht bleibt ruhig und friedlich.Read more

























TravelerCoole Beobachtungen!
Travelerinteressantes Verhalten der Löwin