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- Day 431
- Friday, October 24, 2025
- ☀️ 29 °C
- Altitude: 1,142 m
ZimbabweUmguza19°30’52” S 28°20’23” E
Eine Radkralle und die schlimmste Straße
October 24 in Zimbabwe ⋅ ☀️ 29 °C
Bevor wir Bulawayo verlassen, wollen wir noch Geld holen. Regina bleibt mit Marie im Camper, während Jens schnell auf der anderen Straßenseite zur Bank geht. Doch das dauert länger als gedacht: Der erste Geldautomat verlangt horrende Gebühren, beim zweiten hängt die Karte fest.
Während Jens wartet, kommt plötzlich ein Parkwächter zu Regina ans Auto und will Geld fürs Parken. Sie erklärt ihm, dass Jens nur kurz Geld holt – aber sie hat kein Bargeld, denn Jens hat das Portemonnaie dabei. Der Mann schreibt ein Ticket und klebt es an die Windschutzscheibe. Wenig später kommt er zurück – diesmal mit einer Radkralle in der Hand! Er befestigt sie tatsächlich am Reifen. Regina wird nervös, hupt laut und ruft nach Jens.
Zum Glück kommt er gerade aus der Bank. Er versucht, mit dem Mann zu reden, verspricht, gleich zu zahlen, sobald er Geld abgehoben hat. Doch der Wächter will erst mehr Geld, Jens ist von ihm genervt und fordert ihn auf die Krallen zu entfernen, ansonsten werde er sie abschneiden. Währenddessen sitzt Regina etwas hilflos im Camper. Schließlich kommt der Mann zurück, schließt die Kralle von sich aus auf – und kurz darauf steht auch Jens mit etwas Geld wieder da. Wir starten den Motor und fahren los. Eine kurze Aufregung, aber wir sind froh, dass alles glimpflich ausgegangen ist.
Danach gehen wir noch einkaufen. Der Supermarkt in Bulawayo ist gut sortiert, fast wie in Europa – aber die Preise sind heftig. Eine 250-Gramm-Packung Butter kostet 18 US-Dollar, also etwa 16 Euro. Andere Dinge sind günstiger, doch insgesamt ist hier vieles teurer als in Deutschland.
Dann geht’s los: Eine der längsten und härtesten Etappen unserer Reise steht bevor – von Bulawayo in den Nordwesten zum Hwange Nationalpark. Auf der Karte sieht das nach einer entspannten Strecke aus, ein Highway, auf dem viele LKWs fahren. Doch was uns erwartet, ist eine Katastrophe.
Was einmal Asphalt war, ist heute nur noch eine zerfurchte Piste. Tiefe Löcher, 30 bis 40 Zentimeter tief, überall verteilt. Wir können oft nur 20 km/h fahren. Überall stehen LKWs mit geplatzten Reifen oder Achsbruch – kein Wunder bei diesen Bedingungen. Selbst Jens sagt: „Ich mache drei Kreuze, wenn wir hier ohne Schaden durchkommen,"
Am meisten ärgert uns die Maut. Schon an der Grenze haben wir Road tax bezahlt, und unterwegs werden wir immer wieder zur Kasse gebeten – für Straßen, die kaum diesen Namen verdienen. Man fragt sich wirklich, wohin das Geld fließt.
Und doch relativiert sich alles: In Deutschland schimpft man über Baustellen, aber hier wären Baustellen ein Segen! Dort wird wenigstens repariert, hier kämpft man sich durch Schlaglöcher, die ganze Autos verschlucken könnten. Wir sollten dankbar sein, dass die Straßen zu Hause relativ gut sind.
Die Sonne brennt, die Hitze steht im Auto, jeder Kilometer zieht sich. Regina warnt ständig: „Langsamer, da ist ein Schlagloch!“ – oft tauchen mitten auf der Straße unbeschilderte Bumper auf. Diese Strecke gehört definitiv zu den schlechtesten in ganz Afrika.
Am Abend schaffen wir es nicht mehr bis zum Park. Wir sind erschöpft, durchgeschüttelt und überhitzt. Also stellen wir uns irgendwo in den Busch und schlafen dort – endlich Ruhe.
Am nächsten Morgen geht es weiter bis zum Campingplatz direkt vor dem Gate des Hwange Nationalparks. Endlich ankommen! Wir springen in den Pool, waschen Wäsche, sortieren uns. Der Pool liegt an einem Wasserloch für Elefanten – nur leider kommen heute keine vorbei. Dafür ist das Wasser herrlich kühl. Hier laden wir unsere Akkus wieder auf – bereit für das nächste Abenteuer.Read more













TravelerWie ging es finanziell aus mit der Parkkralle? Hoffentlich nicht zu hoch? Weiterhin gute Reise 🙋🏽
TravelerWir mussten zum Glück gar nichts bezahlen. Der Parkplatzwächter hat die Kralle wieder abgenommen.
TravelerJunge, Junge, das war ja aufregend und anstrengend
TravelerDas kann man wohl sagen!