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- Day 454–459
- November 16, 2025 at 3:27 PM - November 21, 2025
- 5 nights
- ☀️ 28 °C
- Altitude: 484 m
MalawiChitimba10°36’36” S 34°10’49” E
Entlang des Malawi-Sees nach Norden
Nov 16–21 in Malawi ⋅ ☀️ 28 °C
Wir fahren weiter am Malawi-See entlang nach Norden. Der See begleitet uns wie ein endloses, blaues Band – riesig, ruhig und doch so voller Leben. Die Straßen dagegen bleiben eine Herausforderung: tiefe Schlaglöcher, steile Hügel, grober Asphalt. Wir kommen nur langsam voran.
Als es Abend wird, brauchen wir einen Zwischenstopp und rollen auf einen kleinen Campingplatz. Es ist Freitag – die Musik hämmert, überall wird gefeiert. Weiterfahren geht nicht mehr. Marie schaukelt noch ein bisschen, während eine junge Frau zu uns herüberwankt. Sie feiern den 25. Geburtstag ihrer Schwester, lacht sie, und setzt sich zu uns. Sie hat noch nie ein blondes Kind gesehen und kann den Blick kaum von Marie abwenden.
Die Nacht ist kurz, und mit dem ersten Regen der beginnenden Regenzeit brechen wir früh wieder auf. Weiter nördlich finden wir dann ein kleines Paradies: ein wunderschöner Platz direkt am See, und wir sind die einzigen Gäste. Ein breiter Sandstrand, flaches, warmes Wasser. Marie quietscht vor Freude beim Schwimmen im See. Das Wasser ist klar und weich, der ganze Ort eine kleine Oase. Wir bleiben eineinhalb Tage, waschen Wäsche, backen Brot, gehen immer wieder ins Wasser. Marie findet sogar eine einheimische Spielkameradin.
Am nächsten Tag zieht es uns weiter. Wir sind verabredet mit einer holländischen Familie, die wir in Namibia getroffen haben. Damals waren sie am Anfang ihrer Reise, jetzt sind sie schon über die Halbzeit hinaus. Der Campingplatz, auf dem wir uns treffen, wurde einst von Holländern gegründet und unterstützt eine kleine Vorschule.
Rob und Inge kommen mit ihren Söhnen Tiego und Luke. Marie freut sich riesig – auch wenn sie sich nach sechs Monaten nicht mehr erinnert. Die Jungs aber sofort. Luke kümmert sich liebevoll um sie, spielt, schaukelt, und Marie strahlt. Abends sitzen wir alle zusammen, erzählen, lachen und genießen die Wärme des Abends.
Am nächsten Tag bleiben wir noch. Ein weiteres holländisches Paar, Peter und Elisabeth, trifft ein. Auch sie sind die Westküste mit ihrem Toyota Land Cruiser entlanggereist. Wir reden lange, teilen Geschichten, fühlen uns wie eine kleine Reisegemeinschaft auf Zeit.
Am Morgen brechen Peter und Elisabeth schon zur tansanischen Grenze auf. Bevor wir selbst losfahren, besuchen wir mit Rob und Inge die Vorschule. Der Schulleiter begrüßt uns herzlich, die Kinder singen für uns. Dann zeigen sie uns stolz ihre Klassen: Vorschule Jahr 1 und Jahr 2. Die Kleinen lernen früh Englisch, obwohl es nicht ihre Muttersprache ist. Ein Fünfjähriger schreibt „blue“ und „yellow“ an die Tafel. Im ersten Jahr zählen sie bis zehn, im zweiten bis zwanzig. Das ganze Alphabet beherrschen sie auch. Draußen gibt es viele Spielgeräte, Schaukeln, Rutschen – ein Ort voller Energie und Freude. Marie findet das alles spannend, auch wenn ihre Konzentration nicht lange anhält.
Dann wird es Zeit aufzubrechen. Wir verabschieden uns von der Schule, den Kindern, dem Schulleiter – und natürlich von Rob, Inge, Luke und Tiego. Unsere Wege trennen sich erneut.
Wir kaufen noch ein, was die kleinen Läden hergeben – immerhin Milch und Brot – und machen uns auf zur tansanischen Grenze.Read more











Traveler
😍
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Was für schöne Erlebnisse! Schön, dass Marie immer Spielfreude findet.