Wahiba Sands - ab in die Wüste
February 12 in Oman ⋅ ⛅ 28 °C
Die Wahiba Sands breiten sich vor uns aus wie ein endloses Meer aus Gold, und wir lassen uns von Jérôme und Leslie dazu hinreißen, die bekannte Wüstenstrecke zu fahren, die etwa 120 Kilometer quer durch den Sand führt, vom Osten bis nach Al Hamra im Westen. Einmal durch den Oman nur durch Dünen. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob unser fast 3,8 Tonnen schwerer Sprinter das wirklich kann, doch der Gedanke, es nicht zu versuchen, gefällt uns noch weniger.
Der Start macht es spannend. Wir finden den Einstieg in den Track nicht, rollen durch ein kleines Beduinendorf und bleiben direkt im Tiefsand stecken. Das fühlt sich kurz nach einem schlechten Omen an. Mit abgesenktem Reifendruck auf 1,5 Bar und einem kleinen Umweg kommen wir dann doch auf die richtige Spur, und plötzlich fährt sich alles viel leichter. Der Sand ist fester als gedacht, die Dünen lassen sich mit genug Schwung erstaunlich gut nehmen, und auf den flacheren Passagen kommen wir richtig voran. Immer wieder sehen wir Kamele, zähe Wüstenpflanzen und vereinzelt Zelte. Mitten in dieser Weite steht auf einmal eine große Moschee, völlig unerwartet und doch irgendwie passend zu den kleinen Siedlungen ringsum.
Am Nachmittag fahren wir etwa fünfzig Kilometer hinein und suchen uns zum Sonnenuntergang einen Schlafplatz direkt neben dem Track. Unten im Tal steht eine tschechische Familie, Marie findet sofort ein anderes Kind zum Spielen, und wir sitzen später zusammen, essen etwas und schauen in diesen unglaublichen Sternenhimmel, der hier heller leuchtet als irgendwo sonst. Mit der Dämmerung kommen kleine Käfer aus dem Sand, und die Wüste wird still und kühl. Wir schlafen tief und ruhig.
Am nächsten Morgen geht es weiter durch weichere und steilere Passagen. Einmal müssen wir die Spur wechseln und den Sprinter neu ansetzen, doch er zieht kraftvoll bis auf den Kamm. Von oben sehen wir die Dünen in allen Richtungen bis zum Horizont. Wir schaffen die komplette Durchquerung ohne stecken zu bleiben und sind unglaublich stolz auf Rocky.
Am Ende finden wir ein paar Bäume für die Mittagspause und fahren danach noch einmal zum Spielen in die Dünen. Für eine besonders steile brauchen wir drei Anläufe, dann stehen wir oben im flirrenden Licht der Mittagssonne, die Hitze drückt und wir flüchten schnell wieder in die kühle Fahrerkabine. Wir lachen, probieren noch ein bisschen herum und genießen einfach diesen Moment.
Als wir schließlich aus der Wüste herausrollen, bleibt dieses tiefe Gefühl von Freude und Erleichterung. Wir haben uns getraut, wir haben es geschafft, und genau deshalb wird uns diese Fahrt durch die Wahiba Sands für immer in Erinnerung bleiben.Read more












Immer wieder neue Herausforderungen, die ihr meistert und viele neue Eindrücke und Erlebnisse! Wie schön! [Marina]
Traveler☺️