• Wadi Shab

    February 16 in Oman ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir kommen erst im Dunkeln an. Eigentlich wollen wir zum anderen Wadi hinunterfahren, doch der Weg wird zu steil und zu eng. Reisende mit einem kleineren Auto raten uns ab, also drehen wir um und rollen zum Strand. Marie schläft sofort ein, während Jens noch einmal zu einem anderen Sprinter rüber geht um Hallo zu sagen. So lernen wir Herbert und Monika kennen, die für ihre große Reise extra ihren Sprinter ausgebaut haben und mit einigen Problemen kämpfen. Der Austausch über Pannen und Dieselsorgen tut gut und am Ende stehen wir alle ein wenig zuversichtlicher da.

    Am nächsten Morgen fahren wir gemeinsam zum Wadi Shab. Ein Boot bringt uns in einer Minute über den Fluss, dann laufen wir durch das Flussbett zwischen Palmen und Felsen. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die ersten Pools. Wir ziehen uns um, springen ins Wasser und klettern über glitschige Steine weiter. Marie schwimmt fast die ganze Zeit allein und hat sichtlich Spaß.

    Am Ende wartet die schmale Öffnung zur Wasserhöhle. Wir tauchen hindurch und schwimmen in den dunklen Raum hinein, in dem man nirgends stehen kann. Marie schafft auch diese Passage allein. Jens klettert kurz an einem Seil hoch, um ein Foto zu machen, dann wird uns das Wasser zu kühl und wir schwimmen zurück. Herbert und Monika sind nicht ganz bis hierher gegangen, wir treffen sie später wieder. Auf halber Strecke begegnen uns noch Jérôme und Leslie, die später gestartet sind. Marie läuft die ganzen 6 km alleine bis zum Parkplatz.

    Wir verabschieden uns auf dem Parkplatz, sie fahren in den Süden, wir Richtung Maskat. In einem Canyon finden wir einen Platz mit einem glasklaren Wasserloch wie einem privaten Pool. Auch Jerome und Leslie kommen überraschenderweise hier an. Aufgrund von Motorproblemen änderten sie ihre Strecke. Abends sitzen wir zusammen am Feuer und grillen.

    Am nächsten Morgen treffen wir noch einen Österreicher, der schon bis nach Indien gefahren ist, dann wollen wir aufbrechen und sitzen prompt fest, da wir zu faul waren den Luftdruck der Reifen rechtzeitig zu reduzieren. Ein vorbeikommender Defender zieht uns rasch heraus und wir können weiterfahren. Die Straße führt in einer weiten Schleife durch die Berge, vorbei an einem Wasserfall, in dessen Becken wir noch einmal springen. Schließlich erreichen wir wieder die Hauptstraße und rollen zurück in Richtung Maskat. Ein Tag voller Wasser, Begegnungen und diesem Gefühl von Freiheit, das diese Reise trägt.
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