Nizwa entdecken
February 20 in Oman ⋅ ☀️ 17 °C
Nizwa liegt in den Bergen des Omans, eine kleine Stadt voller Geschichte und Ruhe. Wir kommen am Donnerstagnachmittag an. Die Sonne brennt noch heiß vom Himmel, die Straßen wirken leer. Wir fahren in die Innenstadt, parken und schlendern durch die kleinen Gassen der Altstadt. Alles wirkt verschlafen, kaum ein Mensch ist unterwegs – Ramadan hat begonnen und die meisten Läden sind geschlossen.
Wir fahren in einen kleinen Park. Marie spielt auf dem Spielplatz und wir trinken Kaffee um uns etwas abzukühlen. Überall laufen Katzen umher, eine besonders zutrauliche nennen wir Fidi. Marie ist begeistert, doch plötzlich entdeckt Regina eine kleine Schlange hinter der Katze. Sie ist nur rund fünfzig Zentimeter lang, doch die Überraschung sitzt tief. Die Schlange flieht zwischen Dornenbüschen, und wir können kurz durchatmen. Danach streicheln wir noch Fidi und genießen die ruhige Nachmittagssonne.
Zurück in der Innenstadt treffen ein Päcrchen das ebenfalls mit einem Sprinter reist. Wir essen eine Kleinigkeit, spazieren durch die Altstadt, treffen Jerome und Leslie und übernachten schließlich ruhig auf einem großen Parkplatz vor der Altstadt.
Am Freitagmorgen stehen wir früh auf. Heute ist Viehmarkt. Bereits kurz nach sieben tauchen wir dort auf. Es ist eher ein Touristenmarkt, einige Kühe, Schafe und Ziegen stehen herum, doch Marie begeistert vor allem der Kleinviehmarkt: Perlhühner, Enten, Kaninchen, Häschen, alles zum Streicheln und Staunen. Sie könnte stundenlang dort bleiben.
Später besuchen wir mit Jerome und Leslie das Fort von Nizwa. Der Eintritt lohnt sich. Wir klettern durch Gänge, steigen Treppen, erkunden Falltüren und die alten Ölschächte, von denen die Verteidiger heißes Dattelöl auf Angreifer gossen. Dicke Mauern, versteckte Schießscharten, Truhen voller “Schätze” – für Marie wie eine Entdeckungsreise. Am Ende spazieren wir durch den Garten, füttern Ziegen und bestaunen einen Oryx. Eine kleine Schaukel zwischen Palmen rundet den Besuch ab.
Nachmittags fahren wir auf eine Campingplatz und treffen dort Marion und Carsten wieder. Die Freude ist groß, Marie strahlt, wir unterhalten uns lange. Am Abend sitzen wir zusammen, grillen, tauschen Geschichten aus, und lernen sogar noch Ursel kennen, die mit dem Fahrrad bereits elftausend Kilometer unterwegs ist. Eine lebendige, schöne Gemeinschaft, die den Alltag auf Reisen so besonders macht.
Am nächsten Morgen frühstücken wir entspannt, planschen kurz im frisch befüllten Pool und verabschieden uns langsam. Vor uns liegt die Weiterfahrt Richtung Snake Canyon. Der Abschied fällt schwer, aber wir wissen, dass wir diese Begegnungen nie vergessen werden.Read more

























