Abu Dhabi
March 3 in the United Arab Emirates ⋅ ⛅ 32 °C
Heute treffen wir eine Entscheidung, die sich nicht ganz leicht anfühlt. Trotz der Angriffe entlang der Küste beschließen wir, nach Abu Dhabi zu fahren. Die alternative Route tief durch die Wüste entlang der omanischen Grenze wäre deutlich länger gewesen. Außerdem sind Leslie und Jerome diese Strecke erst einen Tag vor uns gefahren und berichten von einer ruhigen Fahrt. Das eigentliche Ziel der Angriffe liegt ohnehin weiter entfernt bei einer US-Basis. Also machen wir uns mit einem leicht mulmigen Gefühl auf den Weg.
Die Fahrt von Dubai dauert nur etwa eine Stunde und verläuft völlig problemlos. Der Verkehr fließt ruhig. Wir fahren direkt zur großen Moschee, von der wir hier auch nichts mehr von den Angriffen hören.
Die Organisation rund um die Moschee ist allerdings zunächst ziemlich verwirrend. Wir landen erst auf dem falschen Parkplatz, werden wieder weggeschickt und drehen mehrere Runden, ohne genau zu wissen, wohin. Schließlich finden wir den Besucherparkplatz. Es ist der letzte Parkplatz auf dem Gelände. Wir laufen von dort zur Moschee, werden aber wieder zurückgeschickt, denn der Eingang ist in einer Glaskuppel neben dem Besucherparkplatz. Aber leider ohne Hinweisschilder. Von dort geht’s unterirdisch weiter. Der Weg führt zunächst durch eine Fressmeile bis zu Bildschirmen, an denen man sich registrieren muss. Mit den QR-Codes geht es wieder zurück durch lange Gänge, vorbei an Souvenirläden und schließlich über mehrere Rolltreppen durch unterirdische Wege. Wir kommen ans Licht direkt vor der Moschee.
Dort angekommen lohnt sich alles sofort. Die Scheich-Zayid-Moschee ist beeindruckend schön. Strahlend weißer Marmor, feine Blumenmuster und eine unglaubliche Sauberkeit prägen das Bild. Immer wieder sehen wir Mitarbeiter, die Böden reinigen und alles in perfektem Zustand halten. Über Absperrungen wird man durch die Anlage geführt, was zwar sehr organisiert, aber auch recht touristisch wirkt. Damit hätten wir in diesen Tagen nicht gerechnet.
Wir sehen zuerst den Frauengebetsaal und anschließend den großen Männergebetsaal mit riesigen Kronleuchtern, die den Raum fast unwirklich erscheinen lassen. Insgesamt bleiben wir etwa anderthalb bis zwei Stunden, bevor wir weiterfahren.
Auf dem Weg aus der Stadt halten wir noch bei Mercedes Trucks, weil wir dringend ein kleines Ersatzteil für die Ansteuerung der Turbolader für unseren Sprinter brauchen. Nachdem wir in Dubai nur unwichtige Teile bekommen haben, kommt Jens hier nach längerer Zeit strahlend wieder heraus. Tatsächlich hat er das Teil bekommen, sogar mit fünfzig Prozent Rabatt. Die Freude und Erleichterung ist groß.
Danach fahren wir weiter Richtung Grenze Saudi Arabien. Die Straße führt an der US-Basis vorbei, was uns kurz noch einmal ein mulmiges Gefühl gibt. Doch die Anlage liegt weit entfernt von der Autobahn, alles wirkt ruhig, und wir fahren entspannt weiter.
Die Strecke zieht sich durch die weite Wüste, bis kurz vor der Grenze plötzlich ein Sandsturm aufkommt. Starker Wind wirbelt Sand über die Straße und färbt die Landschaft gelblich ein. Damit hätten wir nicht gerechnet, aber auch das gehört wohl zur Wüste dazu. Und so fahren wir weiter Richtung Grenze.Read more























TravelerSuper, dass alles so reibungslos geklappt hat und ihr dabei trotzdem noch die Moschee in Ruhe anschauen konntet!