• National Center of Wildlife

    Mar 8–9 in Saudi Arabia ⋅ ⛅ 31 °C

    Glücklicherweise bekommen wir von dem Konflikt im Nahen Osten hier nichts mit. Von der US Basis und der US Botschaft in Riad haben wir uns ferngehalten und haben nun Riad hinter uns gelassen. Eigentlich wollten wir nur nach Westen fahren, nach Jeddah und anschließend weiter nach Norden. Doch von anderen Reisenden haben wir immer wieder gehört, wie schön der Südwesten von Saudi-Arabien sein soll. Und da wir nun mal hier sind, entscheiden wir uns spontan für den Umweg.

    Vor uns liegen fast tausend Kilometer durch die Wüste. Zwei lange Fahrtage. Wir fahren zu zwei beeindruckenden Granitfelsen mitten in der Wüste. Im dunkeln suchen wir uns den Weg dorthin, werden aber mit absoluter Ruhe und einer beeindruckenden Kulisse belohnt. Am Morgen klettern Marie und Jens auf den Felsen herum, währendRegina den Kaffee für die Fahrt vorbereitet.

    Wir schrubben weiter die Kilometer und erreichen am frühen Abend das National Center for Wildlife. Wir werden freundlich empfangen. Da unser Ansprechpartner nur spricht Arabisch vermittelt sein Kollege am auf Englisch am Telefon. Wir erhalten kostenlos eine Permit und dürfen bei den roten Dünen übernachten. Sogar den Weg dorthin zeigt man uns persönlich.

    Marie ist begeistert, denn der weiche rote Sand ist für sie ein riesiger Sandkasten. Am nächsten Tag lassen wir es ruhig angehen, genießen die Landschaft und werden am frühen Nachmittag zu einer Dünentour abgeholt. Unser Fahrer spricht natürlich nur Arabisch, doch irgendwie klappt die Verständigung trotzdem.

    Mit dem Geländewagen fahren wir durch abwechslungsreiche Landschaften aus Sand, Steinen und roten Dünen, die wir sogar hinauffahren. Unterwegs entdecken wir sieben Gazellen, allerdings keine Oryx, die hier eigentlich leben sollen. Die Tiere sind sehr scheu und verschwinden sofort wieder in der Weite.

    An einer Klippe halten wir und blicken über endlose Ebenen. Immer wieder macht unser Fahrer Fotos von uns in den Dünen und zeigt genau, wie wir stehen sollen. Wir nehmen es gelassen und genießen die Erfahrung.

    Auf dem Rückweg begegnen wir einem Fahrzeug der Umweltschutzbehörde, um das herum Müll liegt. Unser Fahrer ärgert sich darüber und beginnt sofort aufzuräumen. Wir helfen mit. Insgesamt fällt uns auf, wie viel Müll in der Natur liegt, was sehr schade ist angesichts der sonst gut organisierten Strukturen im Land.

    Nach etwa zwei Stunden endet die Tour wieder am Camper. Es war eine eindrucksvolle Fahrt durch eine überraschend vielfältige Wüstenlandschaft. Wir packen zusammen und machen uns bereit für den nächsten Abschnitt unserer Reise.
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