• Felszeichnungen bei Hima

    March 9 in Saudi Arabia ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute geht es nach Hima zu den berühmten Felszeichnungen. Schon die Anfahrt führt durch eine weite, raue Landschaft, und je näher wir kommen, desto mehr fühlt es sich an, als würden wir in eine andere Zeit reisen. Die dunklen Felsen stehen verstreut in der Ebene, ruhig und beeindruckend zugleich.

    Bevor wir die Felszeichnungen erreichen, wartet jedoch erst einmal ein kleines Abenteuer auf uns. Der sandige Untergrund wird immer weicher und irgendwann merken wir, dass der Camper sich zunehmend eingräbt. Also heißt es erst einmal anhalten, Luft aus den Reifen lassen und neu überlegen. Mit weniger Reifendruck wagen wir es erneut und fahren vorsichtig weiter durch den Sand. Langsam arbeiten wir uns Meter für Meter vorwärts. Der Wagen schaukelt sich durch die Spuren, aber diesmal klappt es.

    Da es hier keinerlei Pisten gibt, navigieren wir nur mit Karte und GPS in die richtige Richtung. Quer durch die weite Landschaft erreichen wir schließlich eine erste Felszeichnung, ein in den Stein geritztes Kamel. Es ist bereits Nachmittag und der Hunger meldet sich, also beschließen wir, uns direkt hier zwischen den Felsen einen Schlafplatz zu suchen. Marie spielt noch im Sand, Jens bastelt ein wenig am Auto und Regina kocht währenddessen das Abendessen. Die Ruhe hier draußen ist beeindruckend, und wir verbringen eine vollkommen stille Nacht unter freiem Himmel. Am nächsten Morgen geht es dann weiter zu den anderen Felszeichnungen.

    Überall auf den Felsen entdecken wir Zeichnungen von Tieren, Menschen, Jagdszenen und Symbolen, die vor tausenden von Jahren in den Stein geritzt wurden. Manche Linien sind erstaunlich klar erhalten und wir laufen langsam von Fels zu Fels, immer auf der Suche nach neuen Details.

    Unterwegs entdecken wir schließlich einen großen natürlichen Felsbogen. Jens ist sich zunächst nicht sicher, ob wir mit dem Sprinter überhaupt darunter hindurchpassen. Regina geht voraus, schaut sich alles genau an und gibt schließlich Entwarnung. Also wagen wir es. Direkt dahinter wartet jedoch eine weiche Sanddüne. Mit etwas Schwung fährt Jens hinauf und tatsächlich klappt es. Oben zwischen den Felsen angekommen, parken wir den Sprinter und machen erst einmal Fotos. Wir erkunden den Bogen zu Fuß und entdecken auch hier wieder Figuren und Gravuren im Stein.

    Anschließend fahren wir weiter und schauen uns noch weitere Felszeichnungen an. Manche Bereiche sind eingezäunt und geschützt, andere liegen frei zugänglich in der Landschaft. Immer wieder halten wir an, steigen aus und entdecken neue Motive, bevor wir schließlich weiterfahren und unsere Reise fortsetzen.
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