Jordanien beginnt: Ankunft in Aqaba
Mar 24–27 in Jordan ⋅ ☀️ 23 °C
Wir kommen mittags an der Grenze nach Jordanien an. Die saudische Seite geht überraschend schnell. Wir bleiben im Auto sitzen, werden ausgestempelt und können direkt weiterfahren – unkompliziert und völlig problemlos. Nach den letzten Grenzerfahrungen fühlt sich das fast ungewohnt einfach an.
Auf der jordanischen Seite läuft es deutlich gründlicher ab. Das Auto wird inspiziert und wir müssen aussteigen. Direkt sorgt unsere Machete für Aufmerksamkeit. Es entsteht eine längere Diskussion darüber, ob sie als Werkzeug oder als Waffe gilt. Nach einigem Hin und Her bekommen wir sie schließlich als Werkzeug durch. Immer wieder werden wir außerdem nach Kameras und Drohnen gefragt, was wir verneinen. Danach fahren wir durch den Scanner, müssen warten und merken schnell, hier dauert alles etwas länger. Gerade ist Mittagspause, also warten Regina und Marie draußen, während wir Schritt für Schritt von Schalter zu Schalter geschickt werden.
Wir denken schon, wir seien fertig, fahren zum Ausgang – und müssen dann doch wieder zurücksetzen. Also nochmal zur Customs, eine Versicherung abschließen, wieder abstempeln lassen und erneut warten. Insgesamt verbringen wir gut zwei Stunden an der jordanischen Grenze. Positiv überrascht sind wir, dass wir für Marie kein Visum bezahlen müssen. Unser Jordan Pass wird gar nicht kontrolliert. Der Jordan Pass kann vorher online beantragt werden und beinhaltet das Visum sowie viele Sehenswürdigkeiten, darunter auch Petra, allerdings nur für Erwachsene. Zahlen müssen wir am Ende rund 125 Euro für die Fahrzeugversicherung zahlen.
Endlich sind wir durch und offiziell in Jordanien. Eine SIM-Karte holen wir an der Grenze nicht, also fahren wir erstmal ohne Internet in Richtung Akaba. Südlich der Stadt finden wir einen Strand und machen dort Pause. Die Sonne scheint, aber das Wasser ist uns zum Schwimmen noch zu kalt. Eigentlich ist der Platz als Camping ausgewiesen, wirkt aber etwas seltsam, trotzdem bleiben wir dort über Nacht.
Schon die ersten Eindrücke zeigen, wie anders Jordanien im Vergleich zu Saudi-Arabien ist. Es wirkt deutlich touristischer, mit Hotels, kleinen Einkaufszentren und Freizeitanlagen. Auch die Menschen sind moderner gekleidet – viele tragen Jeans und Pullover statt traditioneller Gewänder. Alles fühlt sich offener und internationaler an.
Die Nacht wird allerdings unruhig. Immer wieder hören wir Flugzeuge und entfernte Geräusche aus Richtung der israelischen Grenze. Am Himmel sehen wir Leuchtkörper aufsteigen, was ein mulmiges Gefühl hinterlässt. Zusätzlich setzen sich nachts noch Leute in unsere Nähe, rauchen Shisha und unterhalten sich laut bis etwa zwei Uhr morgens. Schlaf gibt es nur wenig.
Am nächsten Morgen treffen wir zufällig Jerome und Leslie, die uns entdeckt haben und schnorcheln gehen wollen. Das passt perfekt, denn auch wir wollen ins Wasser. Gemeinsam schwimmen wir zu einem versunkenen Panzer hinaus. Ein ziemlich surrealer Anblick. Das Kanonenrohr ist noch gut zu erkennen, Fische schwimmen überall um uns herum. Marie schaut immer wieder neugierig durch die Schnorchelbrille und ist völlig begeistert. Das Rote Meer bei Akaba zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Wir bleiben noch in der Gegend, gehen später ein zweites Mal schnorcheln und übernachten anschließend gemeinsam mit Jerome und Leslie an einem ruhigeren Platz weiter im Süden. Eine SIM-Karte haben wir immer noch nicht, deshalb fahren wir am nächsten Tag nach Akaba, um uns endlich Internet zu besorgen. Doch weil wir vorher nochmal schnorcheln gehen, kommen wir zu spät. Die Geschäfte haben bereits geschlossen. Man schickt uns noch zu einem anderen Laden, doch auch der ist bei unserer Ankunft bereits geschlossen. Wir entscheiden uns spontan, direkt in Aqaba zu übernachten.
Wir stehen zwischen Hotels, nur etwa zwei Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Auch hier hört man nachts immer wieder entfernte Geräusche und Einschläge, was ein Unwohlsein hinterlässt. Jens nutzt den Abend noch, um auf dem Asphaltplatz die Reifen zu tauschen, weil vorne rechts ein seltsames Geräusch aufgetreten ist.
Am nächsten Morgen gehen wir direkt früh los und kaufen endlich eine SIM-Karte. Danach schauen wir uns Akaba etwas an. Die Stadt wirkt freundlich, touristisch und lebendig, mit vielen Geschäften. Anschließend fahren wir wieder zurück zu Leslie und Jerome ans Meer. Wir gehen erneut schnorcheln, Regina geht joggen, während Marie mit dem Fahrrad neben ihr herfährt, und wir genießen einfach den Moment.
Jordanien gefällt uns schon jetzt richtig gut – offen, herzlich und mit einer beeindruckend schönen Unterwasserwelt am Roten Meer.Read more



























TravelerWas für herrliche Temperaturen. Bei uns waren es damals weit über 40 Grad.
TravelerOh, das ist etwas zu warm. Aber etwas wärmer könnte es schon sein.
TravelerWo habt ihr denn Drohne und Foto versteckt,damit sie es nicht finden?