• Wadi Rum

    March 27 in Jordan ⋅ ☀️ 12 °C

    In Akaba werden wir morgens vom Regen geweckt. Es schüttet in Strömen. Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben, doch die Vorhersage verspricht ab morgen wieder Sonne. Also beschließen wir spontan, schon heute Richtung Wadi Rum aufzubrechen und erst am nächsten Tag in die Wüste hineinzufahren.

    Vor der Abfahrt füllen wir noch schnell Gas an einer etwas dubios wirkenden Gastankstelle auf. Ganz geheuer ist uns das nicht, aber es funktioniert. Dann geht es los, und unterwegs staunen wir nicht schlecht. Überall stehen riesige Pfützen, Wasser läuft aus den Bergen, und die sonst trockene Landschaft wirkt plötzlich völlig verändert.

    Am Rand von Wadi Rum suchen wir zunächst einen Schlafplatz nahe der Berge. Eine Stunde später kommten Jerome und Leslie vorbei und zeigt uns, dass sich direkt neben uns ein kleiner Fluss gebildet hat. Das Wasser kommt plötzlich aus den Bergen herunter, also packen wir schnell zusammen und suchen weiter. Der nächste Spot überzeugt auch nicht, deshalb fahren wir schließlich zu einem Camp, in dem bereits die französische Familie steht. Dort können wir uns unterstellen, Tee trinken und verbringen gemeinsam einen gemütlichen Abend. Am nächsten Morgen frühstücken wir hier noch zusammen.

    Danach fährt jeder für sich ins Wadi Rum hinein, denn das Gebiet ist riesig. Wir lassen die Luft auf etwa 1,5 Bar ab und fahren los. Gewaltige Felsen, roter Sand und Dünen wechseln sich ab, eine beeindruckende Landschaft. Gleich am ersten Tag besuchen wir zusammen das Lawrence House, eine bekannte Ruine mitten in der Wüste. Rocky meistert die Fahrten über Sand und Dünen erstaunlich gut und schnell entscheiden wir, eine Nacht hier draußen zu bleiben.

    Unterwegs treffen wir die französische Familie immer wieder, machen gemeinsam Kaffeepause und entdecken sogar einen festgefahrenen Pick-up. Helfen können wir leider nicht selbst, finden aber ein anderes Fahrzeug, das unterstützt. Am Abend suchen wir uns einen ruhigen Platz zwischen den Felsen. Marie klettert begeistert herum, und die Nacht ist unglaublich still und friedlich.

    Am nächsten Morgen macht Regina etwas Frühsport, wir trinken Kaffee und fahren langsam wieder hinaus. Einmal bleiben wir in einer schrägen Düne kurz stecken, kommen aber mit etwas Luft ablassen und vorsichtigem Manövrieren wieder frei. Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir schließlich den Ausgang.

    Wadi Rum begeistert uns sehr, eine riesige, ruhige Landschaft mit unendlich viel Platz zum Entdecken, Klettern und Staunen. Ein Ort, an dem man problemlos noch länger bleiben könnte.
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