• Federreparatur in Amman

    April 1 in Jordan ⋅ ☁️ 18 °C

    Vom Toten Meer fahren wir bei regnerischem Wetter nach Amman, denn wir haben einiges zu erledigen. Neben Einkäufen steht erneut die Suche nach Ersatzteilen auf dem Programm. Inzwischen scherzen wir schon, dass das zu unseren neuen Lieblingsbeschäftigungen gehört.
    Der Anlass ist diesmal ernst. An der hinteren linken Blattfeder unseres Sprinters fehlt eine Federlage. Damit erklärt sich endlich, warum sich das Fahrzeug seit Uganda hinten links weicher angefühlt hat. Vermutlich war die Feder schon länger angebrochen und ist nun vollständig herausgebrochen.
    In Amman finden wir schnell eine Werkstatt mit Mercedes Erfahrung, die uns an einen spezialisierten Federbetrieb weitervermittelt. Dort geht dann alles erstaunlich schnell. Während mehrere Fahrzeuge gleichzeitig repariert werden, bauen die Mechaniker unser Federpaket aus, ersetzen die defekte Lage und stellen anschließend die Vorspannung mit einer alten Spezialmaschine neu ein. Zusätzlich wird auf der rechten Seite der lockere Zentrierbolzen nachgezogen.
    Nach nur etwa vierzig Minuten ist alles erledigt. Beim Bezahlen erleben wir eine große Überraschung. Der Werkstattchef erklärt uns per Übersetzer, dass wir Gäste in seinem Land seien und er deshalb nichts berechnen möchte. Stattdessen bekommen wir Tee, Kaffee und Marie sogar noch eine Tüte mit Süßigkeiten geschenkt.
    Wir fahren beeindruckt und sehr dankbar weiter. Diese Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft erleben wir nicht alle Tage.
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