Schweben im Totes Meer
March 31 in Jordan ⋅ ☀️ 21 °C
Wir verlassen Petra und fahren weiter nach Norden. Die Landschaft wird weiter und ruhiger. Auf etwa 1600 Metern finden wir einen schönen Platz mit einem einfachen Shelter. Es ist deutlich kühler hier oben. Am Abend ziehen wir uns warm an und auch am Morgen ist es frisch. Doch sobald die Sonne aufgeht, wird alles angenehm warm und das Licht ist einfach wunderschön.
Am nächsten Morgen fahren wir zur Kreuzritterburg Karak Castle. Die mächtige Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und war ein wichtiger Stützpunkt auf den Handelswegen zwischen Damaskus und Ägypten. Besonders bekannt wurde sie durch den Kreuzritter Reynald von Chatillon, bevor sie später von Sultan Saladin erobert wurde. Heute ist sie erstaunlich gut erhalten. Wir laufen durch dunkle Gänge, steigen Treppen hinauf und entdecken immer neue Räume. Für Marie ist es ein großes Abenteuer. Sie erkundet alles mit viel Neugier und hat richtig Spaß dabei.
Danach geht es weiter zum Toten Meer. Wir finden einen Zugang, an dem man ins Wasser kann. Der Weg dorthin führt über einen steinigen Pfad hinunter zum Ufer. Dort sehen wir zuerst die helle Salzkruste, die sich über den Boden zieht. Man merkt schnell, dass sich das Tote Meer verändert. Der Wasserspiegel sinkt jedes Jahr um etwa einen Meter, weil viel Wasser entnommen wird und verdunstet.
Im Wasser fühlt sich alles ganz anders an. Durch den extrem hohen Salzgehalt von etwa 30 Prozent kann man nicht untergehen. Man treibt einfach an der Oberfläche und muss ein wenig die Balance halten. Es ist ein sehr besonderes Gefühl. Wichtig ist, das Gesicht nicht ins Wasser zu bringen, denn das Salz brennt stark in den Augen.
Marie probiert es vorsichtig aus und findet es zuerst lustig. Doch dann bekommt sie etwas Wasser in die Augen und es brennt sofort. Der Spaß ist schnell vorbei. Wir haben etwas Süßwasser dabei, aber es hilft nur begrenzt. Danach bleibt sie lieber draußen.
Wir gehen noch einmal hinein und lassen uns treiben. Als wir wieder herauskommen, fühlt sich die Haut ganz weich an, aber auch leicht klebrig vom Salz. Deshalb duschen wir uns direkt am Auto ab.
Am Abend stehen wir etwas oberhalb mit Blick über das Tote Meer bis nach Israel. In der Ferne liegt Jerusalem und etwas südlicher Bethlehem. Genau dort sehen wir später einen hellen Stern am Himmel. Für Marie singen wir das Lied "Stern über Bethlehem". Dieser Moment bleibt uns besonders in Erinnerung.
Später klopft es an der Tür. Ein Soldat bittet um ein Ladekabel und 12V Adapter für sein Handy. Wir helfen ihm gerne. Am nächsten Morgen ist das Militärfahrzeug verschwunden und unser Kabel leider auch. Ärgerlich!
Wir frühstücken noch in Ruhe mit Blick über das Meer. Regina macht ein wenig Sport in der Morgensonne. Dann fahren wir weiter in den nächsten Abschnitt unserer Reise.Read more

























