Erste Tage in Griechenland
May 13 in Greece ⋅ ⛅ 23 °C
Je weiter wir nach Griechenland hineinfahren, desto mehr bestätigt sich unser erster Eindruck. Im Vergleich zur Türkei wirkt es hier wirklich sehr ruhig. Auch wirtschaftlich scheint Griechenland deutlich schwächer zu sein als die Türkei. Die empfundene Gastfreundlichkeit lässt hier etwas nach. Wir fühlen uns hier weniger willkommen.
Landschaftlich macht Griechenland dafür alles wieder wett. Es ist unglaublich grün, ähnlich wie in der Türkei, und gerade jetzt im Frühling blüht alles wunderschön. Überall liegen Olivenhaine zwischen den Hügeln und wir genießen dieses grüne Griechenland sehr, auch wenn Regina ordentlich mit Heuschnupfen zu kämpfen hat. Irgendwie erwischt es sie hier besonders stark.
Das Wetter zeigt sich meist sonnig, zwischendurch aber auch wechselhaft. Abends regnet es manchmal, aber das stört uns überhaupt nicht. Der Wind ist oft noch recht kühl, doch sobald er nachlässt, fühlt es sich richtig angenehm an. Dann gehen wir sogar im Meer baden. Das Wasser hat ungefähr achtzehn bis zwanzig Grad und wenn die Sonne scheint, ist die Abkühlung herrlich.
Wir fahren zu einem wunderschönen Stellplatz, den uns liebe Reisefreunde empfohlen haben. Er liegt bei Chalkidiki an den drei Fingern Griechenlands in Richtung Athos, ganz am Anfang des Gebietes, in das man noch fahren darf. Auf die Halbinsel Athos selbst darf man nicht fahren. Sie gehört zur autonomen Mönchsrepublik Mount Athos und ist ein streng religiöses Gebiet mit etwa 20 orthodoxen Klöstern. Aber auch vorher gibt es schöne Buchten. Wir finden dort eine traumhafte Bucht mit kristallklarem Wasser. Eigentlich wollten wir an denselben Platz fahren, an dem unsere Freunde im letzten Jahr standen, aber durch starke Regenfälle wurde die Straße dorthin weggespült. Stattdessen landen wir etwa hundert Meter davor direkt an einem kleinen Strand. Um dorthin zu kommen, müssen wir eine Schotterpiste hinunterfahren, aber es lohnt sich sofort. Wir stehen direkt am Wasser und genießen die Ruhe.
Leider liegt auch hier wieder einiges an Müll herum. Kurzerhand machen wir daraus eine kleine Sporteinheit und gleichzeitig eine Beschäftigung für Marie. Wir finden sogar passende Müllsäcke am Strand und sammeln gemeinsam alles ein. Am Ende füllen wir tatsächlich drei große Säcke voller Müll.
Danach genießen wir den Strand umso mehr. Marie ist das Wasser allerdings viel zu kalt und sie geht nur einmal ganz kurz hinein. Regina dagegen nutzt jede Gelegenheit zum Schwimmen und genießt das klare Wasser und die Ruhe sehr. Wir holen auch das SUP heraus, paddeln ein wenig durch die Bucht, klettern über die Steine am Strand und verbringen einfach entspannte Tage am Meer.
Eigentlich wollten wir früher weiterfahren, aber es gefällt uns hier so gut, dass wir spontan einen Tag länger bleiben. Insgesamt verbringen wir zweieinhalb Tage an dieser wunderschönen Bucht, bevor wir schließlich weiterziehen.Read more























Traveler
Was ein Müll!!