Zwischen Mostar und Wildnis
June 18 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 31 °C
Heute geht es mit der ganzen Luschi Gruppe nach Mostar. Wir fahren über eine kleine Straße ins Tal und parken etwas oberhalb der Stadt. Von dort laufen wir in die Altstadt hinab.
Mostar liegt in Herzegowina und ist vor allem für seine historische Altstadt und die berühmte Brücke bekannt. Das Wahrzeichen, die Stari Most, wurde im Bosnienkrieg im November 1993 zerstört und 2004 wieder originalgetreu aufgebaut. Durch die Stadt fließt die eiskalte Neretva.
Schon beim Ankommen merken wir, dass Mostar ein echter Touristenmagnet ist. Eigentlich wollen wir solche Orte meiden, aber Mostar ist ein Must see, also kämpfen wir uns durch die engen Gassen voller Souvenirläden. Bei über 30 Grad holen wir uns erst einmal ein Eis zur Abkühlung.
Dann geht es zur Brücke. Sie ist beeindruckend, aber auch sehr voll. Die Steine sind durch die vielen Besucher glatt, sodass man vorsichtig gehen muss. Unten am Fluss ist das Wasser eiskalt und glasklar. Jens und David gehen komplett hinein, die anderen halten nur die Füße ins Wasser und genießen die Abkühlung.
Danach verlassen wir die Hauptwege und erkunden ruhigere Teile der Stadt und eine weitere schöne Brücke. Nach einem kurzen Drink in der Altstadt haben wir genug vom Trubel und fahren weiter.
Am Nachmittag geht es hinauf in die Berge. Die Straße wird schnell schmal und führt auf ein Hochplateau auf etwa 1500 Meter. Die Landschaft ist rau und beeindruckend. Immer wieder sehen wir Wildtiere, sogar ein Tier, vermutlich ein Luchs, huscht direkt vor uns in den Wald, dazu Rehe und eine Schlange am Straßenrand.
Die Strecke wird anspruchsvoll. Durch eine enge Schlucht fahren wir enge Serpentinen hinunter. Alle sind konzentriert, auch Marie fragt zwischendurch vorsichtig nach, ob alles gut geht. Doch wir schaffen es sicher hinunter.
Unten führt eine schmale Brücke über einen klaren Fluss, bevor wir weiter eng entlang der Felswand fahren. In einem kleinen Dorf schmunzeln wir wieder über einen alten Golf der scheinbar diese Strecke seit vielen Jahren meistert.
Schließlich erreichen wir eine kleine Kapelle oberhalb des Tals und schlagen dort unser Lager auf. Zwei junge Wanderer aus Berlin sind ebenfalls da und bekommen von uns etwas Wasser, bevor sie sich erschöpft zurückziehen.
Am Abend sitzen wir am Feuer. Regina kocht Eintopf für alle, es ist kühl und windig auf der Höhe. Wir lachen viel, erzählen und lassen den Tag ruhig ausklingen.Read more

























