• Sarajewo bei Sonnenschein

    Jun 21–22 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach dem Frühstück geht es weiter in Richtung Sarajevo. Regina ist überzeugt, dass es nur noch ein bis zwei Stunden bis zum Ziel sind. Doch schnell zeigt sich, dass die Offroad-Strecke deutlich anspruchsvoller ist als erwartet. An einer steilen Kehre kommt der Sprinter nicht mehr um die Kurve. Vorne hängt ein Rad in der Luft und bei eingeschaltetem Allrad dreht dreht das Rad in der Luft durch und es wird keine Kraft auf die anderen 3 Räder übertragen. Erstmal stehen wir etwas ratlos da, da zum Zurücksetzen kein Platz bleibt. Eigentlich müsste der Sprinter das durchdrehende Rad automatisch abbremsen um Kraftverteilung auf die anderen Räder zu bekommen. Aber nichts passiert. Schließlich schaltet Jens den Antrieb der Vorderachse aus. Zu unserer Überraschung fährt der Wagen nur mit dem Heckantrieb geschmeidig den Hang hinauf und wir können erleichtert weiterfahren.

    Die Strecke fordert uns zwar immer wieder, führt aber durch eine beeindruckende Berglandschaft mit herrlichen Ausblicken. Unterwegs erreichen wir das höchstgelegene Dorf Bosniens auf etwa 1.500 Metern Höhe. Statt eines abgelegenen Bergdorfes erwartet uns jedoch ein recht touristischer Ort. Geländewagen bringen Besucher hinauf, ältere Frauen verkaufen selbstgestrickte Souvenirs. Da uns die Atmosphäre nicht besonders zusagt, fahren wir nach einer kurzen Pause weiter.

    Auf dem Rückweg begegnen wir einer großen Wanderveranstaltung und unzähligen Wanderern. Anschließend führt der Weg entlang einer Skipiste langsam hinunter Richtung Sarajevo. Die letzten Kilometer ziehen sich deutlich länger als gedacht und erst am späten Nachmittag erreichen wir den Campingplatz. Deshalb verschieben wir den Stadtbummel auf den nächsten Tag. Marie fühlt sich dort sofort wohl, spielt mit anderen Kindern und wir genießen einen gemütlichen Abend beim Grillen, vielen Gesprächen und einem kleinen Lagerfeuer.

    Am nächsten Morgen fahren wir zum Parkplatz und laufen über die ehemalige Bobbahn der Olympischen Winterspiele von 1984 hinunter nach Sarajevo. Der Weg ist steil und steinig, aber spannend. In der Altstadt stärken wir uns zunächst mit Ćevapčići und schlendern anschließend durch die Gassen. Wegen der großen Hitze verzichten wir auf weitere Besichtigungen und fahren stattdessen mit der Seilbahn wieder den Berg hinauf. Zum Abschluss finden wir außerhalb der Stadt einen idyllischen Platz an einem kühlen Bach. Das Wasser ist zwar flach, sorgt aber für die perfekte Erfrischung, bevor wir den Abend gemeinsam entspannt ausklingen lassen.
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