• Kamakura - Der erste Shogun

    September 23 in Japan ⋅ 🌧 20 °C

    Kamakura südlich von Tokio war ab dem späten 12. Jahrhundert das politische Zentrum Japans. Entscheidend war Minamoto no Yoritomo, der sich im Machtkampf gegen den Taira-Clan durchsetzte und 1192 zum Shōgun ernannt wurde.

    Damit etablierte sich das Kamakura-Shōgunat: Der Kaiser blieb zwar in Kyōto und behielt seine religiöse und zeremonielle Bedeutung, die tatsächliche politische und militärische Macht verlagerte sich jedoch zunehmend zur Samurai-Regierung in Kamakura. Diese Militärregierung wurde Bakufu (幕府) genannt.

    Minamoto no Yoritomo war somit der Begründer des ersten dauerhaften, landesweit prägenden Shōgunats Japans. Nach seinem Tod 1199 verlor die Minamoto-Familie allerdings rasch direkten Einfluss.

    Das Kamakura-Shōgunat bestand bis 1333. Diese Epoche ist besonders wichtig, weil sie den Aufstieg der Samurai zur dominierenden politischen Klasse markiert.

    Unser Besuch in Kamakura führt uns einerseits zum Hase-dera-Tempel: Der Hase-dera ist einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Kamakuras und berühmt für seine rund neun Meter hohe, elfköpfige Kannon-Statue. Besonders schön sind außerdem die Gärten und der Blick vom Tempelgelände über Kamakura bis zum Meer.

    Großer Buddha (Daibutsu): Der Große Buddha von Kamakura ist eine rund 11,3 Meter hohe Bronze-Statue des Amida-Buddha und stammt aus dem 13. Jahrhundert.
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