• Saftige Baumbärte

    Nov 28–29, 2025 in Kenya ⋅ ☁️ 10 °C

    Jaa, saftig kann man es hier oben durchaus nennen! Wir erreichen gegen Abend zeitgleich mit einer dichten Nieselregenwolke das Reedbuck-Camp am östlichen Eingang des Aberdare-Mountains-Nationalparks. Der graue Dunst legt schöne Blicke über die hügelige Strauch- und Graslandschaft frei und wir können am gegenüberliegenden Hang zwei langsam vorantrottende Büffel und einen kampierenden Waterbuck erspähen. Ansonsten ist das Camp von dichten Sträuchern umringt. Es hat etwas Mystisches und wir sind uns unsicher, ob wir uns hier so richtig frei bewegen können. Schließlich sind Büffel doch die gefährlichsten Tiere Afrikas! Nach den Flusspferden, die doch auch die gefährlichsten Tiere Afrikas sind! Aber diese allgegenwärtigen Löwen, die sind doch auch die Gefährlichsten! Kurz nach unserer Ankunft bekommen wir jedenfalls Fußbesuch vom Wärter des benachbarten Fischereicamps, der uns dahingehend etwas entspannt und uns einlädt, doch mal drüben bei ihm vorbeizuschauen. Er erwartet für heute Abend „volles Haus“. Als wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit zu ihm hinüberspazieren, reist in der Tat ein Zweiergespann Fahrzeuge mit Familienbesetzung an und die von ihm beheizten Duschwasserkessel dampfen bereits.

    Unser Tag endet bei regnerischem Seitenwind und niedrigen Temperaturen, was das Kochen im Außenbereich des Autochens etwas ungemütlich gestaltet. Immerhin zaubern wir unter diesen Bedingungen trotzdem ein fabelhaftes Mango-Curry mit knackigem Gemüse und Paneer, den wir vor einigen Tagen bei der Kisima-Farm erstehen konnten. Beim Futtern werden wir von glühenden Augen irgendwelcher Gazellen und eines Kaninchens besucht. Die stapfen hier völlig unbeirrt an unserem Lagerplatz vorbei.
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