• Hotelameisen

    9.–10. jun., Letland ⋅ ⛅ 22 °C

    Boa, was ein bekloppter Ritt nach Riga rein. Es gibt von Osten kommend anscheinend nur eine Verkehrsachse: Autobahn. Und den Eurovelo-Radweg habense direkt danebengeklebt. Die letzten 5 km über enge Bürgersteige.

    Ich erschieße mir spontan ein übertrieben nobles Hotel für guten Kurs. Der übergroße Fernseher eignet sich ganz hervorragend als Schlafsacktrockner! Beim Auskippen meiner Dinge aus den Radtaschen spawnen plötzlich überall Ameisen. Sind das meine? Eine Zecke ist auch dabei, die Arme 🤷🏻. Na, es war mir eine Ehre, euch allen einen kostenlosen Ritt spendiert zu haben, aber ich definiere hier jetzt die Senke eures Lebensflows 🔫.

    Haarewaschen nach 5 Tagen kann man auch mal machen, muss man aber auch noch nicht. Als ich die inkludierte Sauna auschecke, ist diese leider nur bei 45 °C. Aus, oder wat? Aber das Dampfbad ballert. Schnell abkühlen und ab in meine Lieblings-Craft-Bier-Bar. Ich war zuletzt vor 2 Jahren kurz hier, aber beim Herumbewegen in der Altstadt fühlt es sich an, als wäre es erst 2 Wochen her 😮. Riga hat nen Vibe, den man sich eigentlich mal öfter geben könnte.

    Zum Frühstück kehre ich leider auch wieder dort ein, wo ich schon einmal gewesen bin, denn im Zvaigzne-Cafè gibt es auch ganz nicen Handfilterkaffee. Und das Rührei ist nicht tot, sondern so richtig schön schlonsig. So macht man das in Polen, so macht Meriem das in der Hutte und so muss es sein (sorry, kein Argumentationsspielraum). Um 1200 dann Checkout und ab auf den Drahtesel bei bestem Wetter. Die Ausfahrt nach Westen aus Riga raus ist das genaue Gegenteil der ostseitigen Einfahrt: tolle Radwege abseits des Trubels.
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