• Schock in Agios Marina, Ägina

    May 5 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C

    Wasser! Wasser! Wasser!
    Also nicht nur unter unserem Kiel, auch in unseren Tanks brauchen wir dringend das kühle Nass!
    Ein Tank war leer und der zweite Tank beherbergte vielleicht noch 50 Liter. In Almyra wurde uns eindringlich abgeraten das dort verfügbare Wasser zu bunkern. Also war unser erstes Ziel ein Hafen von dem wir wissen, dass das Wasser dort gute Qualität hat und uns unsere Tanks nicht verseucht.
    Der Wind aus West war zum Einkranen zwar ziemlich ungut, aber er brachte uns im Sauseschritt voran.
    Und weil Richtung und Stärke perfekt war um Agios Marina auf Ägina zu erreichen, einer unserer absoluten Lieblingsspots im saronischen Golf, war die Entscheidung gefallen. Auf nach Agios Marina!
    Dort angekommen war der Schock groß. Schon aus Distanz sahen wir, da stimmt was nicht!
    Fehlende und verbogene Laternmasten, teilweise fehlten die Kandelaber, zertrümmerte Mistkübel, ein Teil der Molenfender hingen runter oder fehlten komplett und überall ragten Kabelreste und Wasserrohre aus dem Beton. Nach dem Anlegen wurde uns erst bewusst dass hier dramatisches passiert sein muss, denn sämtliche Zapfsäulen für Strom und Wasser waren weg. Die dazugehörigen Bolzen teilweise verbogen und abgebrochen, Löcher klafften in der Betonmole, Risse so weit das Auge reichte und alles sah so aus als ob ein Riese gewütet hatte.
    Bald darauf fuhr Pavel - der schon mehrmals erwähnte Besitzer der Compass Bar und Hans Dampf in Agios Marina - mit seinem Roller vor und die Freude war beiderseits groß!
    Er erzählte auf unsere Frage was da los ist, dass im Winter mehrere schwere Stürme gewütet hatten, mit Wellen von bis zu 4 Metern die Mole und die darauf befindliche Infrastruktur zertrümmert hatte. Für die Gemeinde und die Gewerbetreibenden dort ein schwerer Schlag! Es wurde zwar mittlerweile mit der Reperatur begonnen, aber so schnell ist dieser immense Schaden nicht zu beseitigen...
    Für uns bedeutete das: kein Wasser! Und die Vorräte wurden immer weniger...
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