Von Chalkida nach Oreio
5. Juni in Griechenland ⋅ ☀️ 25 °C
Die Nacht nach der Bückenpassage war kurz, gegen 0230 Anker vergraben, 0300 endlich in der Koje und gegen 0900 des Morgens wollte ein Schwimmer wissen ob wir zuhause sind und hat am Heck lautstark herumgebrüllt. Als ich aus dem Bett war und schnell in eine Hose gefahren bin war der Typ schon wieder prustend und spuckend weitergeschwommen. Es gibt echt nichts was es nicht gibt!
Na ja, frühstücken und dann zurück zur Brücke, denn ich wollte beim Ship Chandler ein paar Sachen kaufen. Der hatte nämlich tags davor Ruhetag. War für nix denn der hatte nichts von den Teilen, die wir brauchten.
Sind dann weiter nach Nea Artaki. Dort habe ich dann den kompletten Steuerstand zerlegt, weil wir vor der Brücke wieder Probleme mit der Ankersteuerung hatten. Stunden später war etliches neu verkabelt und mittlerweile funktioniert alles seit zwei Wochen klaglos! Endlich!
Weißt eh... wer noch nie ein Boot besaß der weiß an Schas!
In Limni, einem kleinen Städchen an Euböas Westküste sind wir dann drei Tage picken geblieben. Schon im Navily steht beschrieben: man muss aufpassen dass man nicht vergisst weiterzusegeln, so angenehm ist es dort!
Der Hafen ist dort so klein und schuckelig, dass nur ein halbes Dutzend Boote dort Platz finden. Es war zwar alles voll, aber ein freundlicher Engländer nahm uns längsseits.
Madison, eine Australierin die der Liebe wegen in Limni picken geblieben ist, betreibt dort mit ihrem griechischen Mann ein paar Appartements und bietet für die durchkommenden Segler Wäschereiservice an. Wir nutzten das und waren hell begeistert. Keine Wäscherei bis jetzt lieferte unsere Wäsche in dem perfekten Zustand wie Madison. In der Zwischenzeit konnte das neue Hängekörbchen fertig gestellt werden und wurde auch gleich zweckentfremdet... 😜🤣
Nach vier Tagen lösten wir doch endlich unsere Leinen dort und segelten und tuckerten windschwach weiter. Loutra mit den heißen Quellen ließen wir steuerbord liegen, denn wer braucht in der Hitze des Sommers schon heiße Quellen, in dessen Schlamm sich Dutzende Andere suhlen? Wir nicht...
Am westlichen Kap von Euböa machten wir einen Badestopp und waren über die Strömung dort echt verwundert! Kurz ins Wasser und wirklich gut an der Badeleiter festhalten, sonst bist du weg!
Dann hat endlich wieder mal segelbarer Wind eingesetzt, leider auf die Nase! Und das mag kein Segelboot so recht, denn dann muss man kreuzen...
Also ging es Zicke Zacke - der Wind dazu war perfekt für Vollzeug und wir genossen es - durch den Kanal Richtung Glyfa, wo Ulli und Micha auf deren Catamaran "Barbarossa" schon auf uns warteten. Wieder mal gemütlicher Abend mit den Beiden inbegriffen!
Gemeinsam verholten wir tags drauf nach Oreio. Das gemeinsame Abendessen dort war nicht so der Burner, dafür gab es dann am nächsten Abend einen heftigen Wetterumschwung mit Sturm und Gewitter. Und in den ärgsten Böen mit 32 Knoten (etwa 60 km/h) versuchte ein recht betagtes Pärchen aus Neuseeland mt deren nicht minder betagten kleinen Segelbötchen auf dem technisch auch vieles im Argen war im Hafen Schutz zu finden. Mit vereinten Kräften brachten wir die Beiden an die Mole, wo sie sich dann immer noch zitternd für die Hilfe bedankten.
Dort trafen wir die "Nirvana" mit Helen und Markus wieder die wir in Limni kennen gelernt hatten, der mir nachdem ich von meinen Solarproblemen erzählte, er hat zwei überzählige passende Victron Regler. Gekauft und gleich eingebaut! Langsam lösen sich die elektrischen Probleme auch endlich in Wohlgefallen auf! Eh schon Zeit!
Zu guter Letzt war dann auch noch Christian mit seiner Frau Christa aus Guntramsdorf. Die Beiden verbrachten schon etliche Tage in Oreio, da sie auf einige Arbeiten des Segelmachers warten mussten.
Irgendwie dürfte Christian langweilig gewesen sein, denn bei einem oder drei Bierchen bei uns an Bord begann er unseren Cockpittisch zu putzen und schrubben. Sowas sollte man tunlichst nicht unterbinden, zur Freude beider Seiten. Dem nicht genug hat er uns noch komplett uneigennützig geholfen unsere Angelruten soweit hinzubekommen, dass die Chance auf einen Fang ins unermessliche gestiegen ist! Das werden wir natürlich bei nächster Gelegenheit ausprobieren und euch alle am Ergebnis teilhaben lassen! Versprochen!Weiterlesen





























Reisender
Na das läuft aber
Segelyacht Ostbahnja, vor allem wenn keine welle ist... 😎