Von Sigri nach Mytilini
11. juli, Grækenland ⋅ ☀️ 30 °C
Nach dem Besuch des versteinerten Waldes verbrachten wir noch einen angenehmen Abend mit Ute und Frank von der "Shiratori". Die goldene Stunde nutzte ich um endlich wieder einmal unser fliegendes Auge zu starten und die Abendstimmung einzufangen.
Tags drauf war es Zeit den Anker ans Tageslicht zu bringen, wir wollten Lesbos langsam über die Südküste runden und irgendwann in der Hauptstadt Mytilini ein Auto mieten um den Rest der Insel zu erkunden.
Beeindruckend an Lesbos sind auch die zwei tief einschneidenden, jeweils durch eine enge Durchfahrt erreichbaren Meeresarme: der Golf von Kollonis und der Golf von Geras.
Mit wunderbaren Segelwind ging es südwärts zum Golf von Kollonis, dort wollten wir hin. In der Durchfahrt packten wir für ein paar 100 Meter unsere Segel weg, aber danach wurden wir weiter mit ordentlich Wind belohnt, den wir dankend annahmen.
Kurz vor Kollonis, dem größten Ort im Golf sahen wir bei der Suche nach einem Ankerplatz etwas Größeres im Wasser treiben. Nach kurzem Rätseln war klar, vor uns treibt ein Surfer im Wasser, seine Segel abgebaut und zusammengerollt am Board, schon etwas erschöpft. Bei immer noch gut 6 Windstärken war die Bergung schwieriger als gedacht, denn er wollte sein Material nicht aufgeben.
Also erst mal sein Segel und Mast geborgen, dann ein zweites mal zu ihm und er konnte endlich mitsamt seinem Board zu uns aufsteigen. Sein Gabelbaum war gebrochen und schon eineinhalb Stunden trieb der arme Kerl schon im Wasser. Wir brachten ihn so nah ans Ufer wie möglich, die letzten 250 Meter schwamm er dann mit seinem Material an den Strand. Uns passte der Platz sehr gut und so beschlossen wir gleich zu bleiben. Etwa eine Stunde später kam Manuel, der Surfer mit neuem Gabelbaum zurück, drehte ein paar Runden um unser Boot und bedankte sich nochmal herzlich.
Die nächsten Tage waren dann geprägt von wenig Wind und so gondelten wir gemütlich von einer Bucht in die Nächste. Und dann versuchte ich den Nachthimmel in einer der wenig lichtverschmutzten Buchten einzufangen... mit Erfolg!
Langam neigten sich unsere Vorräte dem Ende zu und es wurde Zeit eine Stadt mit dem damit verbundenen Einkaufsmöglichkeiten anzulaufen. Mytilini, die Hauptstadt sollte es werden. Einerseits des Einkaufes wegen, Auto mieten zur Landpartie, unserem Dinghimotor wollten wir ein Service angedeihen lassen, andererseits wollten wir die "Ostbahn" wieder mal vom Salz befreien und des Weiteren waren Friseurbesuche auch angebracht.
Der Wind nach Mytilini war saugeil, kreuzen vom Feinsten, der Liegeplatz im Stadthafen war gut! Wir freuten uns auf die kommenden Tage hier!
Doch meistens kommt es anders...Læs mere


























