• Ios

    August 26 in Greece ⋅ ☀️ 29 °C

    Bei der Einfahrt in die tief einschneidende Bucht zum Stadthafen von Ios (warum der nicht Vathi heißt ist mir ein Rätsel) grüßte auf der einen Seite der mächtige Leuchtturm und von hinten dröhnte eine Catamaranfähre daher, ohne Rücksicht auf Verluste, einen mächtigen Schwell erzeugend. Ein ordentlicher Vorgeschmack auf das was uns im Stadthafen erwarten wird, jedes mal wenn eine Fähre einläuft und anlegt.
    Im Hafen angekommen ergatterten wir einen Platz auf der Ostseite, welche den Fährschwell besser verarbeitet. Die Wellen treffen eher von vorne auf den Bug und seltener von der Seite. Angenehm ist beides nicht, aber man gewöhnt sich dran!
    Ios ist zwar auch ziemlich touristisch, aber nicht so hoffnungslos überlaufen wie Mykonos oder Naxos. Hier bewegt sich alles noch in einem erträglichen Rahmen.
    Wir sind natürlich mit dem Bus in die Chora. Dort besuchten wir das kleine, aber feine archäologische Museum, bestückt mit den Artefakten diverser Ausgrabungsstätten der Insel.
    Aufgrund der Hitze hatten wir den Besuch der Ausgrabungsstätte von Skarkos unterlassen. Von den Kapellen oberhalb der Chora sah man hin und wir stellten fest: Anmarsch und die gesamten Ausgrabungen in der prallen Sonne!
    Interessant wäre es allemal gewesen...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Skarkos
    Wir zogen es vor das halbe Dutzend Kapellen am Berg über der Chora heimzusuchen, mit Blick über den Hafen, die Reste der Windmühlen, Skarkos und den umliegenden ägäischen Inseln und dann in der Chora zu schlendern, Kaffee und Bier zu genießen und dann über die Stiegen in den Hafen abzusteigen.
    Der Meltemi pfefferte wieder mal wie verrückt und so blieb uns nichts anderes übrig als ein paar Tage zu bleiben.
    An den unglaublichen Schwell der Fähren gewöhnt man sich, obwohl man jedes mal glaubt die Wellen reissen die Festmacherklampen aus dem Bootsrumpf! Gelitten haben nicht nur die Leinen, uns hat es im Herzen weh getan, arme geschundene "Ostbahn"...
    In der Chora hatten wir auch ein nettes, etwas verstecktes Restaurant gefunden, authentische griechische Küche, familiäres Ambiente, vernünfige Preise, das wollen wir euch nicht vorenthalten:
    https://maps.app.goo.gl/3eVrs8deM8d9EFh7A?g_st=ac
    Irgendwann hat uns der Schwell der Fähren doch gereicht und wir legten ab.
    Unser Ziel war die Magganari Bucht im Süden von Ios.
    Der Meltemi war immer noch mordsmäßig fett und legte dann in der Bucht noch mächtig zu! Böen weit über 50 Knoten (etwa 100 km/h) donnerten durch die Bucht und zerrten an der Ankerkette, dass einen Angst und Bange wird! Eine dieser Böen konnten wir mit 51 Knoten messen!
    Aber auf unseren 30kg Anker und 55 Meter Kette auf 5 Meter Wassertiefe, perfekt im Sand vergraben, hat das alles nicht beeindruckt! Der hielt bombenfest, die ganze Nacht!
    Ich habe den Ankertanz der Nacht aufgezeichnet, ein beeindruckendes Kipferl haben wir da in die Bucht gemalt...
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